Folge 113: Kleegras, Wirtschaftsdünger und Wiederkäuer – Nachhaltigkeit, Bodenfruchtbarkeit & Ertrag

Shownotes

In dieser Folge spicht Dr. Andreas Steinwidder mit Dr. Walter Starz über den wahren Star nachhaltiger Landwirtschaft: den Klee. Wir tauchen ein in die Rolle von Kleegras und Luzerne für Bodenfruchtbarkeit, Stickstofffixierung und die Produktion hochwertiger Lebensmittel durch Wiederkäuer. Gemeinsam diskutieren wir neueste Forschungsergebnisse, erfolgreiche Dünge- und Fruchtfolgestrategien sowie die Bedeutung des Bodenmikrobioms – alles im Kontext einer klimafreundlichen Landwirtschaft.

Du erfährst, warum Kleegras weit mehr als nur eine Lückenfüllerpflanze ist, wie es Erträge steigert und das System stabiler gegen Krisen macht. Wir beleuchten praktische Beispiele, zeigen auf, wie Kleegras optimal genutzt wird, und wagen einen Ausblick, warum ohne Leguminosen eine zukunftsfähige Landwirtschaft kaum denkbar ist. Sei dabei und entdecke, wie wir gemeinsam den Boden für morgen bereiten!

HBLFA Raumberg-Gumpenstein

https://www.raumberg-gumpenstein.at/

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00:00:09: Willkommen zu einer neuen Folge unseres Podcasts der Grasseins Wissenkompakter Haberlefahrung bei Gumpenstein.

00:00:14: Mein Name ist Andreas Stein wieder und heute trete sich alles um eine Pflanze, die in der nachhaltigen Landwirtschaft eine Schlüsselfunktion einnimmt – der Klee!

00:00:24: Warum ist Klee so wertvoll für die Bodenfruchtbarkeit?

00:00:28: Wie trägt er zur Lebensmittelproduktion

00:00:31: bei?

00:00:32: Und welche Rolle spielen Wiederkäuer- und Wirtschaftsstünger?

00:00:38: Diese Fragen klären wir heute mit Dr.

00:00:40: Walter Staats vom Bio-Institut der Haberlehrfahrung bei Gumpenstein.

00:00:44: Wir sprechen über neueste Forschungsergebnisse, erfolgreiche Düngerstrategien und warum eine klimafreundliche Landwirtschaft ohne Kleegras kaum denkbar ist.

00:00:54: Lieber Walter herzlich willkommen im Podcast!

00:00:56: Ja vielen Dank für die Einladungen Andreas.

00:00:59: Walter Warum

00:01:00: spielt Klee

00:01:02: und Klee Gras oder auch Luzerne Gras?

00:01:06: Lucienne Kleegras in der biologischen Landwirtschaft so eine große Rolle.

00:01:10: Also grundsätzlich einmal sprechen wir, wenn wir hier in erster Linie von Klee Gras sprechen und von Lucianne Grass sprechen, einmal von Gemischtbetrieben, von Ackerbau-Betrieben beziehungsweise von Betrieben die auch Ackerflächen auf ihrem Betrieb haben.

00:01:24: Biobetriebe sind dazu angehalten, die wird sogar sagen, sogar verpflichtet.

00:01:29: Und wenn sie es nachhaltig machen wollen auch, würde ich sagen ist das ein Muss eine Fruchtfolge umsetzen.

00:01:35: Das heißt Es darf nicht jedes Jahr auf der Fläche dieselbe Kultur stehen weil dass aus unterschiedlichen Gründen eben nicht gut für Boden und für die Pflanzen gesundheit in weiterer Folge dann noch ist und auch für die Ertragsstabilität Das Kleegras, da zitiere ich immer noch gerne meine Professoren auf der Universität.

00:01:56: Die haben uns damals vor über zwanzig Jahren schon intensiv beigebracht dass das Klee Gras, das Luzernegras immer das Rückgrat einer jeglichen Fruchtfolge ist weil über die Leguminose, über den Klee, über die Luzerne hier die großen Mengen an Luftstikstoff in dem Boden und im System kommen, die dann in weiterer Folge die Folgefrüchte donnernieren.

00:02:23: Das wissen wir zum Beispiel aus unseren eigenen Versuchen auch oder auch die Literatur beschreibt es immer diese gewaltigen Mengen, die zum Beispiel einer reiner Luzerne bestanden.

00:02:33: Wir konnten Literatur beschreiben von mehreren hundert Kilogramm Prohektor, die hier jährlich fixiert werden.

00:02:39: Anstiegstoff über die Knöhnchenbakterien, die im Wurzelsystem sich befinden.

00:02:46: und auf unserem Bio-Ackerbaustand in Oberösterreich in Lamboch-Stadl-Baure haben wir vor fünfzehn Jahren schon an Versuch durchgeführt wo wir auch bei reiner der Fixierleistung pro Jahr messen konnten.

00:03:02: Dieser Stickstoff ist natürlich gerade, wenn wir mal was Luzerne anschauen aber auch Rotkleh vielfach in den Wurzeln gespeichert und die dann im Folge einer Bodenbearbeitung sehr langsam an die Folgefrüchte weitergegeben werden.

00:03:18: Weil wir in der biologischen Landwirtschaft ja sozusagen keinen synthetischen Stickstoff einsetzen wollen und auch nicht dürfen, ist das ganz entscheidend weil Stickstoff einer der erst limitierenden Faktoren sozusagen im Pflanzenbau ist oder?

00:03:31: Genau.

00:03:32: Stickstoff Der Eiweißbaustein und wie wir wissen, bestehen ja die Zellen der Pflanzen der Tiere zu einem großen Teil aus Proteinverbindungen aus Aminosäuren.

00:03:45: Und hier nimmt natürlich der Stickstoff eine ganz zentrale Stellung ein und ist hier einer der wachstumsfördernden Nährstoffe, die wir in der Landwirtschaft zur Verfügung haben.

00:03:57: Und deswegen sind gerade die Telerominosen in der biologischen Landwirtschaft so bedeutsam.

00:04:04: Warum müssen wir dann sozusagen trotzdem diese Botschaft hinaus tragen?

00:04:09: Dass Klee- und Luzerne so wichtig sind in der Fruchtfolge für die Bodenfruchtbarkeit wenn es alles so super ist?

00:04:20: Natürlich, wenn ich jetzt ein Rheinermarktfruchtbetrieb bin fange ich im ersten Moment mit einem Klee nichts an weil er für mich augenscheinlich eine nicht produktive Kultur ist.

00:04:34: Ich kann daraus keine Weizen oder Kartoffel erzeugen die ich dann als Produkt verkaufen kann.

00:04:41: Das heißt, wenn ich jetzt eine Fruchtfolge habe und ich habe zwei Jahre Kleegras in der Frucht folgt drinnen dann sind diese zwei Jahre eine Investitionen die Zukunft.

00:04:48: Genau beziehungsweise eine und deswegen wird das oft gerne dann auch schon auf Marktfruchtbetrieben versucht das Klee Gras gänzlich wegzulassen und hier dann versucht ausschließlich mit Zwischenfrüchten, wo die Leguminosen dann schon noch drinnen sind zu arbeiten oder man versucht das nur mehr einjährig zu machen.

00:05:10: Wobei wir aber aus Versuchen aus der Literatur ganz genau das feststellen können dass die eigentliche Fixierleistung erst im zweiten Jahr stattfindet also wenn die Pflanze älter ist was sie stärker ist und das Wurzelsystem mächtiger ausgebildet ist findet erst dann die richtige Produktion beziehungsweise Einspeicherung in dem System Boden statt.

00:05:30: Jetzt hast du am Anfang gesagt, der gemischt Betrieb und jetzt kommt sozusagen der Wiederkäuer ins Spiel.

00:05:37: Der kann ja aus Kleegras und das loziere Gras wertvolle Lebensmittel produzieren und das wäre ja die Ideal-Variante?

00:05:45: Genau!

00:05:45: Also ich habe mir das auch aus den Versuchen, die wir bei uns auf unserem Ackerbaubetrieb zu Kleegrass durchführen.

00:05:52: Habe ich mir das einmal angesehen was produzierten oberirdischen Biomasse, die aus faserreichen Stoffen besteht?

00:06:04: und als Bio-Betrieb versuche ich ja wenn es möglich ist nicht nur reinen Klee anzubauen sondern ich will auch Gräser drin haben.

00:06:15: Die dann für die Wiederkeuer natürlich sehr günstig sind was die Verdauung betrifft sondern diese Gräser sind auch für das Bodengefüge sehr relevant, weil durch die Büschelwurzel der Gräser wir eine sehr gute Krümelung des Oberbodens erreichen.

00:06:35: Was dann für die Folgefrüchte auch wieder ganz relevant und ganz wichtig ist!

00:06:39: Die Gräser, die Leguminosen der Rotklee und die Luzerne haben Pfahlwurzeln.

00:06:44: Das heißt sie machen eine tiefen Lockung auch sehr wichtig aber in der Kombination erfüllen Sie eine sehr optimale Bodengesundungsaufgabe.

00:06:56: Dieses Futter was ich gewinne ist aber sehr qualitativ hochwertig hat hohe Eiweißgehalte Und wenn ich es auch zum richtigen Zeitpunkt nutze, also im Ehrenristen-Schieben-Stadium beginn Blüte von Klelozerne dann habe ich hier ein sehr gutes Grundfutter das sich in der Wiederkeuerfütterung auch perfekt einsetzen kann.

00:07:20: Protein betont ist.

00:07:22: Was uns gerade in der biologischen Landwirtschaft sehr entgegenkommt, weil gerade die Komponente im Kraftfutterbereich Proteine ist teuer und auch limitiert.

00:07:35: Und dann kommt noch der Wiederkeuer mit dem Spiel der ja Ausscheidungen produzieren sozusagen, die ihr dann auch wieder wertvoll sind, weil sie Nährstoffe bringen, Vielfalt in das Boden-Mikropion bringen, oder?

00:07:49: Also da möchte ich jetzt gleich unseren Versuch aufgreifen den wir auf Markerbaustandort betrieben haben.

00:07:54: Wir haben dort einen Versuch mit unterschiedlichen Düngerstrategien mal ausgetestet und haben hier einmal Rotkleegras und einmal ein lozerne rotklee Grasgemenge angebaut.

00:08:09: Und hier unterschiedliche Varianten der Anlage, der Düngung durchgeführt.

00:08:14: Da war eine Variante die hat nichts bekommen.

00:08:17: dann eine Variant.

00:08:18: da war ihr zweimal im Jahr zwölf Kubikmetagüller bekommen also gut wie nix.

00:08:24: das waren so an die dreißig vierzig Kilo N pro Jahr was dort ausgebracht wurden.

00:08:29: Und dann hatten wir eine Variante, wo man zu Beginn kompost, also miskompost eingearbeitet haben.

00:08:35: Dann gab es eine mineralische Elementare Schwefel und Rufosfahrt als Startdüngung.

00:08:43: Das ist so ein

00:08:44: Handelsdünger der aber bio-dauglich

00:08:46: ist?

00:08:46: Bio erlaubt ja Handelstünger weil das Rufoßfahrt aufgrund des Abbaus von fossilen Lagerstädten ist.

00:08:55: Der Elementarschwefel ist auch ein... ein Abbau aus Fusilien, also all das Lagerstetten.

00:09:01: Und dann haben wir noch einen bioerlaubten Schwefeldünger Gips verwendet und dazugegeben.

00:09:07: In diesem Versuch hat eigentlich die Variante wo eine minimale zweimalige Güllegabe verabreicht wurde zu den höchsten Erträgen geführt.

00:09:19: Also die nicht gedüngte Variante war am niedrigsten auch nicht eklatant schlecht aber sie waren niedrig.

00:09:27: Und die mit etwas Gülle unterstützte Klegras Variante hat eigentlich die besten Erträger geliefert, war deutlich höher als nur mit den mineralischen Komponenten gedüngte Varianten.

00:09:41: Das zeigt einfach dieses Zusammenspiel, dieses ganzheitliche Funktionieren des Ökosystems und für mich ist es eigentlich nicht weiter verwunderlich.

00:09:53: Weil seit Jahrtausenden haben wir die Landwirtschaft mit unseren Nutztieren aufgebaut.

00:10:00: Mikrobiom im Boden, im Pflanzeboden und auch in uns ist an diese Nutztiere angepasst.

00:10:07: Und da möchte ich auch neuste Erkenntnisse aus dem Langzeit-Vergleichsversuch aus der Schweiz, dem DEOK Versuch wo biologische Varianten und integrierte konventionelle Varianten verglichen werden und durch die neuen Möglichkeiten die heute mit der Forschung existieren, wo man sich wirklich Bakterien Einzeller Pilzgesellschaften anschauen kann.

00:10:33: Also wie die Vielfalt dort im Boden aussieht, kam deutlich heraus dass jene Varianten die mit Wirtschaftsdünger gedüngt wurden ein vielfältigeres Bodenmikrobiom also eine größere Vielfald aufwiesen als solche die überhaupt nicht mit Wirtschaftsthüngern gedüngnt wurden.

00:10:48: und wenn man dann in weiterer Folge weiß das diese Organismen den Boden in die Pflanze gehen und die dann in Weiterer Folge auch in die Lebensmittel sich wiederfinden die wir dann konsumieren kann man sich da auch, ich sage mal diese Gedanken weiterspinnen.

00:11:04: Dass dies auch unmittelbaren Einfluss auf uns Konsumentinnen und Konsumenten danach hat.

00:11:11: Wenn ich jetzt der Kleegras anbaue als gemischter Betrieb wie kann es verwerten?

00:11:19: Ich kann's jetzt sillieren.

00:11:22: Üblicherweise wird es eher nicht zur Halbbereitung, ist etwas schwieriger weil man Brötchenverluste eher hat.

00:11:28: Also Silagebereitungen?

00:11:29: Wie schaut's mit Beweidung aus?

00:11:31: Ja dazu haben wir einen noch laufenden Versuch jetzt nicht am Ackerbaubetrieb sondern auf unserem Biogrönerbetrieb in der Steiermark wo wir bearbeiteten Flächen ein Klegras angelegt haben und das haben wir dort nach der Strategie Mob Gracing oder man kann auch sagen höher geführte Koppel beweidet.

00:11:54: Und dazu haben wir das in den Schnittreifen Zustand geführt, dem Bestand und wenn es im Ehrenristen-Schieben Stadium war, haben wir unsere Herde also unsere dreißigköpfige Milchverherde, So wie man es in der Portionsweide lernt, also immer wieder kleine Portionen vorgegeben.

00:12:14: Die Versuchsparzellen sozusagen achtmal am Tag und das wurde dann von der Herde komplett weggefressen.

00:12:19: Dann wurden sie wieder weggezäunt, geschont, wie man eigentlich die richtige Portionsweise umsetzt, dass die abgefressene Streifen wieder weggezeint werden, genau so, dass sich die Pflanzen regenerieren können.

00:12:33: dann nach sechs Wochen, circa fünf, sechs Wochen sind sie wieder gekommen.

00:12:37: Viermal im Jahr haben wir diese Fläche beweiden können.

00:12:40: und jetzt interessant ich habe von diesem Klegras in Oberösterreich angebaut haben, habe ich einmal ermittelt.

00:12:48: Wenn ich von diesen Mengen die wir dort geerntet haben, dann hätte ich mit diesem Klegras über Milchkühe um die zwölf Tausend Kilogramm Milchprohektor produzieren können und interessanterweise Identezahl auch bei der direkt beweideten Kliggrasfläche rausgekommen.

00:13:21: Also wenn ich das auf einen Hektar hochskaliert habe, dann hat unsere Herde rechnerisch als auch real aus den Milchwerten die wir ja auch erheben so um die zwölf tausend Kilogramm pro Hektare Milch ergeben.

00:13:37: Das war natürlich jetzt alles laktierende Kühe, keine trockenstehenden

00:13:40: Kühe dabei und das

00:13:41: ist jetzt schon übers ganze Jahr

00:13:44: abgerechnet

00:13:45: aber alles mit laktrierendem Tieren.

00:13:47: Ist ja sehr hohe Zahl, aber man sieht ja auch international wenn man so arbeitet kann man hochproduktiv sein.

00:13:54: Aber man muss auch sehen dass Kleegras im Vergleich zum Dauergrünland deutlich höhere Erträge bereitstellt.

00:14:02: Also wir haben das bei uns am Dauergrünland Bruttoerträge von zehn, zwölf Tonnen am Hickter.

00:14:08: Wobei hier die Verluste, Brutto.

00:14:10: Ja aber durch die direkte Beweitung waren kaum Verluster weil wir nach dem System wie es bei Mobgracing üblich ist sehr kleine Portionen vorgegeben haben und dafür mehrmals am Tag vorgesteckt haben.

00:14:23: das heißt Es waren faktisch kaum Trittverluste bzw nicht abgefressenes Material vorhanden.

00:14:29: Das heißt Wir liegen da wahrscheinlich auf deutlich unter zehn Prozent Verlust bei diesen gemessen an den Bruttorträgen Und in Oberösterreich haben wir auf dem sehr guten Standort Bruttoerträge von um sechzehn Tonnen.

00:14:43: Also das ist gewaltig!

00:14:45: Da muss man sich dann schon überlegen, ob man da an Silo meistern überhaupt noch produziert... also da in der Form gerade im Biobereich so produziert, wenn man diese Erträge dann heimfährt?

00:14:56: Wenn du jetzt in die Zukunft schaust, glaubst du dass diese leguminosen Mischungen an Bedeutung gewinnen werden?

00:15:05: Ich muss ehrlich sagen, ich sehe gerade in Dauergrünland hier sehr großes Potenzial.

00:15:12: Auch im Dauer-Grünland am Acker... möchte ich gar nicht das diskutieren, weil ein gutes Klee-Luzernegras ist überhaupt nicht diskussionswürdig.

00:15:23: Weil es gehört zum System!

00:15:25: Es ist unmöglich eine gesunde, stabile Fruchtfolge langfristig ohne einen Kleegras zu führen und ich glaube dass wir wieder mehr verstärkt über Nutztiere gerade widerkäuer in den Ackerbrauchsystemen sprechen müssen.

00:15:44: Weil sie nicht nur wertvolle Glieder der Fruchtfolge sind, um hier das Klick rauszuverwerten sondern weil sie auch hochwertvolle Ausscheidungen produzieren die ich lehme jetzt ein bisschen aus dem Fenster wahrscheinlich auch sehr gesunde Lebensmittel dann hervorbringen für uns als Menschen an die wir über Jahrtausende angepasst sind.

00:16:08: also das heißt Wenn wir von Klegras vernutzt werden, müssen wir in der biologischen Landwirtschaft das System immer ganzheitlich zu betrachten.

00:16:18: Auch die Ausscheidungen der Tiere betrachten, weil sie ganz wesentlich sind damit auch den Boden tatsächlich die Organismen im Boden so ernähren können dass hier diese Vielfalt und nicht eine Einfalt herangezüchtet

00:16:31: wird.

00:16:31: Das macht stabiler!

00:16:32: Viel

00:16:33: Krisenstabiler.

00:16:35: Und wir wissen ja auch aus diesen Versuchen Und das ist vielleicht ein kritisches Ergebnis, was aus diesem Dockversuch für uns in der Biolandwirtschaft herausgekommen ist.

00:16:49: Dass Humusstabilisierung und Humusaufbau erst bei den Varianten feststellbar war, wo mindestens eine Komponente GVE pro Hektar gedüngt worden sind.

00:17:00: Das heißt

00:17:00: es braucht auch eine gewisse Intensität einer Stoffversorgung um Humus-Aufbau zu betreiben?

00:17:07: auch um die Flächen produktiv zu halten und stabil zu halten.

00:17:11: Also weniger Düngen hat auch zur Folge, dass diese landwirtschaftlichen Leistungen der Fläche zurückgehen und dass die Flächen an Produktivität verlieren.

00:17:22: Also das ist auch etwas ganz Wichtiges, und hier sind wir gerade auch in der Biolandwirtschaft gefordert, dass wir hier die Viehbesetze nicht so gering halten, dass das zum Problem werden kann.

00:17:36: Es

00:17:36: ist wie überall im Leben, wenn es extreme zu gehen, ist es nicht ideal also das Optimum zu finden.

00:17:42: und das Optimium ist im Bio-Bereich eben Wahrscheinlich im Bereich von µm³ bis µgv beheimatet und im Konventionellnismal der Spur höher, aber wenn ich dann ins sehr niedrigen Bereich sind wir auf manchen Betrieben.

00:17:59: Da fahre ich das Produktionssystem nach unten und es wird vielleicht auch weniger stabil.

00:18:06: Es ist weniger stabil.

00:18:07: und dann natürlich, wenn klimatische Witterungseinflüsse die extreme Bedingungen kommen wird auch hier der Ertrag deutlich reduziert.

00:18:18: Und ich natürlich vor weitere Herausforderungen auch dann gestehe.

00:18:22: Ich

00:18:22: habe dir vorher ein bisschen unterbrochen du wolltest über... Klee und Klägras und Leguminosen im Dauergrünland noch kurz sprechen.

00:18:29: Was hast du da

00:18:30: gemeint?

00:18:30: Genau, also das ist für mich eine ganz spannende und wird auch für mich jetzt ein bisschen eine Aufgabe in den nächsten Jahren werden.

00:18:40: hier mich in der Forschung zu vertiefen war in diesem Aspekt, weil ich sehe dass wir gerade im Dauer-Grünland Bereich auch wenn wir abgestuft also differenzierte Intensitäten der Gründertnutzung an Betrieb haben uns einfach im Dauerkrünland der Wirtschaftsdünger abgeht.

00:18:56: Wir haben am Anfang über ein Stickstoff gesprochen.

00:18:58: Auch im Daurergrünland ist der Eiweißbaustein die Haupttrieb feder um ertragssicherzustellen und die erste Pflanze die darunter leidet man sie zu wenig Eiweissbausteine bekommt sind die gräser Und die sind eigentlich die tragendes Säule gerade im Dauergrünland, dass wir erträge und Qualitäten von der Gründernfläche ernten können.

00:19:17: Und dein Ansatz ist Klee in die Bestände

00:19:21: zu bekommen?

00:19:23: Eine Dauer-Grünland Fruchtfolge!

00:19:24: Also ich sehe auch aus meinen Versuchen das zum Beispiel Ambiobetrieb es irrsinnig schwierig ist im Bestehen des Dauer Grünlands über Nachsaten wirklich gut, gräser und andere Arten in die Fläche hinein zu bekommen.

00:19:37: Das funktioniert meistens nicht weil wir meistens zu lange zugeschaut haben.

00:19:43: Die Bestände sind verkrast also sehr dichte Vergrasungen, Verkrautungen.

00:19:50: oder kommt

00:19:51: mit

00:19:52: unerwünschten Arten?

00:19:53: Ja ja natürlich!

00:19:54: Mit uner wünschten.

00:19:54: Es schaut zwar schön aus aber es sind meistens keine Wertreuen.

00:19:58: Genau genau Hier habe ich das bei aus den eigenen Erfahrungen auf unserem Betrieb gesehen, mit einer leichten Bodenbearbeitung von einem Umkehrfräse zum Beispiel nur die oberen fünfzehn Zentimeter leicht gefräscht und hier dann natürlich auf dem Flächen, wo es möglich ist.

00:20:16: Also nicht auf einen steilen Hohn oder

00:20:18: Steine.

00:20:20: Genau, auf keinen Fall.

00:20:22: Sondern dort wo ich sowieso schon intensiv nutze und ich habe dort gute Standorte die vielleicht eh vor zwanzig dreißig Jahren vielleicht einmal ursprünglich mal Ackerflächen waren hier die Überlegung dass sich dort einmal statt dem Dauer Grünland einmal für ein paar Jahre einen wirklichen Kleegras einsehe was ich dann weniger düngern muss wo ich dann hier auch eine ein Eiweißreiches Grundfutter ernten kann für zwei drei Jahre dann wegen der Klehe zurück geht, weil der Rotklehr anderen für sich mit vier Nutzungen über die Jahre nicht so gut mitkommt und meistens schwächer wird im Ertrag.

00:21:01: Dann hätte ich optimale Bedingungen zum Nachsehen, da der Bestand wirklich schütter wird.

00:21:06: Ich will offenen Boden habe und dort die Möglichkeit habe wieder einen Dauergründernbestand anzusehen.

00:21:15: Also dass ich dort einen Versuch dann über eine Grünlandfruchtfolge wieder vermehrt die Leguminosen hineinzubekommen, weil was ich auf vielen Betrieben in Mitteleuropa, Österreich und darüber hinaus wahrnehme gerade auf den Bioflächen ist das uns eigentlich massiv der Klee fehlt.

00:21:32: Auf Vierschnittwissen ist wen überhaupt nur mehr der Weißklee vorhanden und ich sehe das eigentlich, dass in den letzten Jahren auch immer weniger wird.

00:21:43: also Wir haben hier schon auch diese Grundförderung der Biolandwirtschaft, dass wir aktiv Kleefördern, Legomenosen fördern.

00:21:55: Die fehlt mir fast ein bisschen in Dauergrünland und ich glaube das wir hier Strategien finden und entwickeln müssen wie wir das schaffen, dass der Meer wieder in unseren Flächen drinnen ist?

00:22:07: Wenn du von Klee sprichst, denkst du an Rotklee und natürlich auf Weiden auch den weißen Klee?

00:22:14: Natürlich!

00:22:15: Wie geht es dir in Zusammenland mit der Luzerne?

00:22:19: Die Luzerne ist ja auch eine wertvolle Leguminose, damit wir nicht nur über den Klee reden.

00:22:25: Also die Luzzerne im Dauergrünland oder auf Dauer-Grünland-Flächen dort wo ich ein Luzernen-Kleegras zum Beispiel anbauere Jahre... Im Dauer Grünland wird's kann sie sich schon auf einen oder anderen Flächen gut halten.

00:22:42: Hier brauche ich dann aber sehr starke Gräser, hauptsächlich Obergräser dass ich dort dann einen wirklich massibildernden Ertrag habe weil die Luzerne sonst die einzelnen Horste so herum stehen und ich brauche dann auch einen guten Graspestand.

00:22:56: Das muss

00:22:56: im System

00:22:58: umlassen.

00:22:58: also ich brauch sozusagen die Lückenfülle.

00:23:00: Aber

00:23:02: erfahrungsgemäß habe ich das jetzt bei mir so beobachtet.

00:23:05: In Oberesreis zum Beispiel, wo wir dann wieder mal Trockenphasen haben und wieder feuchtere Phasen da kommt in der lucienne Rotklegrasmischung können beide relativ gut sich behaupten.

00:23:17: In trockeneren Jahren wird die Luciene stärker im Feuchteren der Rotkle.

00:23:21: Bei uns am Dauer Grünland sehe ich dass wenn ich diese selbe Mischung anbaue wenn die Niederschläge zu Beginn der Anlage sehr gut vorhanden sind, dass da rotklässisch so dominant entwickelt ist.

00:23:39: Wenn es trockener wäre hätte die Luzerne wahrscheinlich bessere Bedingungen und für sich mag die Lutzerne sehr viel Wasser was sie nicht mag.

00:23:46: aber das mögen alle anderen Kulturpflanzen auch nicht des Staunes.

00:23:51: Wenn wir über Klimawandel diskutieren und uns auch vorbereiten müssen, weil er stattfindet.

00:23:57: Dann ist die Luzerne im Kopf schon mitzudenken und auf Standorten, die vor allem trocken als gefährdet sind.

00:24:04: Wichtig ist halt nur der BH-Belegung Minosen!

00:24:06: Das ist natürlich etwas was wir in Grünland beachten müssen... Wir auch hier die BH-Werte im Boden, also die Kalziumsättigung von dem Boden im Auge behalten müssen.

00:24:17: Also wir sollten BH- Werte um sechs erreichen.

00:24:23: Das ist

00:24:24: relativ hoch ja?

00:24:26: Ja kommt drauf an in was für eine Region man ist.

00:24:29: Im Ackerbau ist man das gewohnt dass man in diesem System ist weil

00:24:33: Im Grünland ist man schon tiefer.

00:24:35: Ja,

00:24:36: aber da müssen wir im Biobereich ein bisschen... Da muss man auch das kritisch hinterfragen ob hier das auch nicht optimierungspotenzial noch...

00:24:46: Du denkst an Kalkungen?

00:24:48: ...Kalkungen damit wir in einen Optimumbereich wiederkommen weil wenn wir natürlich von einer Wiese verlangen dass wir sie vier oder von einem Gründer bestanden egal ob es jetzt eine Klegras- oder Dauergründer ist verlangen, dass wir viermal im Jahr hier mit dem Mähwerk kommen und Biomasse oder Pflanzmasse entziehen.

00:25:08: Dann ist das eine sportliche Leistung für den Bestand.

00:25:11: Und dann muss auch das Bodengefüge, dann muss der Boden so in Ordnung sein und damit diese Nährstoffe auch bereitgestellt werden.

00:25:21: Der BH-Wert beziehungsweise die Calciumsättigung in erster Linie im Boden, der Haupteinflussfaktor, der das Sicherstellung gar nicht

00:25:28: wird.

00:25:28: Da geht es um Schäfel und Fosfor für die Pflanzen?

00:25:31: Es

00:25:31: geht vor allem um die Verfügbarkeit des Fosfors, der natürlich bei BH-Stufen um sechs optimal wäre und wenn's zu sauer wird einfach immobil, also nicht mehr mobil ist und die Pflanzene nicht mehr bekommen obwohl er da wäre.

00:25:46: aber er kann nicht mehr ausgetauscht werden von den Bodenoberflächen.

00:25:51: Und das ist halt hier schon auch ganz relevant, dass die Leguminosen extrem viel Phosphor benötigen wie ich die Leguminoose selber sondern die Knollchen baktieren.

00:26:05: Beim Stickstoffaufbau.

00:26:10: Das ist genau dieser Phosphor.

00:26:11: Es geht um das ATP, weil wenn man jetzt zum Beispiel Ligominose untersucht und hat das Knöllchen eine vielfach höhere Phosphorkonzentration als die Restligominosenpflanze zum Beispiel Wir kennen es ja bei der mineralischen Stickstoffherstellung, da braucht man extrem viel Erdöl-Erdgas um im ein Kilogramm Stickstoff zu synthetisieren und genauso Energie aufwändig.

00:26:32: Und das ist heute in dem Fall nicht Erdol sondern der in unseren Zellen bekannte Treibstoff ATP, adenosine Triphosphat, sagt ihr schon drei Phosphates hinter drinnen, ist da notwendig und extrem viel notwendig damit eben die Bakterien diesen energetisch aufwendigen Prozess durchführen können.

00:26:51: Aber das zeigt auch wieder, wie wichtig es ist im Gesamtsystem zu sehen.

00:26:56: Es geht jetzt nicht nur darum, Tonnen von Kalk aufzuschütten

00:27:01: und dann

00:27:01: zu hoffen, dass alles super wird.

00:27:04: Diese Wundermittel gibt es nicht persönlich.

00:27:07: Wenn es es gäbe, hätten wir's schon, weil dann würde ich das jeder kennen.

00:27:12: Also bedachtsam umgehen mit offenen Augen zu arbeiten, das macht sie in der Forschung und das machen hoffentlich Sie Zuhause auch auf Ihren Betrieben.

00:27:21: Wir bedanken uns sehr herzlich, dass Sie mit dabei waren bei unserem Podcast.

00:27:25: Danke an den Walter für seinen Einblick in die Leguminosen sowohl am Ackerbaubetrieb als auch im Gründernbereich.

00:27:34: Ich wünsche Ihnen alles Gute!

00:27:35: Wenn Ihnen unser Podcast gefallen hat dann würden wir uns freuen wenn Sie ihn teilen und sehen sie auch das nächste Mal wieder mit dabei wenn ein Grasseinswissenkompakt der HBLE-Fahrung beim Kundensteinenprogramm steht.

00:27:45: auf Wiedersehen und Auf Wiederhören.

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