Folge 159: Absetzdurchfall: (K)Ein Ende in Sicht?! Neue Ansätze für ein altbekanntes Problem

Shownotes

Coli-Erkrankungen zählen zu den größten Herausforderungen in der Tierhaltung, insbesondere bei Jungtieren. In dieser Podcast-Folge mit PD Dr. Andreas Steinwidder erklärt DI Nora Durec vom Bio-Institut der HBLFA Raumberg-Gumpenstein – und Leiterin des Projekts „Zucht auf Coliresistenz“ – welche Faktoren zum Auftreten von Absetzdurchfall beitragen, ob genetische Faktoren die Tiergesundheit beeinflussen, welche Forschungsergebnisse vorliegen und welche Möglichkeiten genetische E.Coli-Resistenz eröffnen könnte.

Ein spannender Blick in die aktuelle Forschung rund um ein gefürchtetes Problem.

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00:00:08: Willkommen bei Agrar Science Wissenkompakt, dem Podcast der Hapelefahrer und bei Gumpenstein.

00:00:13: Ich bin Andreas Stein wieder und wir widmen uns heute einem Thema, das die Schweinehaltung weiterhin herausfordert.

00:00:19: Absetzdurchfall bei Ferkeln.

00:00:22: Das Absetzen ist eine besonders kritische Phase.

00:00:25: Nahrungsumstellung, physiologische Veränderungen, möglicherweise neue Gruppenbildungen und ein immer vorhandener Erregerdruck.

00:00:34: Etwa durch E-Coli-Keime.

00:00:36: Und das alles fordert das Immunsystem stark.

00:00:39: Welche Maßnahmen helfen?

00:00:42: Und was ist der aktuelle Wissenstand dazu?

00:00:45: Das wollen wir heute beleuchten.

00:00:48: Mein Gast ist Frau Diplomingenieur Nora Durek vom Bio-Institut der Haberle-Fahrraum bei Kumpenstein.

00:00:55: Sie forst am Standort Welts zu Absitzdurchfall und berichtet über neue Strategien zur Vorbeugung und deren Umsetzung in der Praxis.

00:01:04: Schön, dass du da bist, Nora.

00:01:06: Ich freue mich auf das Gespräch über den Ferkel-Durchfall.

00:01:11: Nora,

00:01:12: zu Beginn vielleicht.

00:01:14: Was ist überhaupt Absetz-Durchfall?

00:01:16: Warum ist das Thema so wichtig?

00:01:18: Und von welchen Tieren sprechen wir jetzt hier aktuell?

00:01:23: Hallo Andreas, danke, dass ich heute da sein darf.

00:01:26: Wie du das ja auch schon angesprochen hast, geht's da um sehr junge Tiere.

00:01:29: Das heißt, das Absetzen ist die Trennung der Ferkel von der Muttersau.

00:01:33: Das wird im Biolandbau mit ungefähr sechs Wochen gemacht.

00:01:37: Wir haben da schon eine relativ lange Sorgezeit im Verhältnis.

00:01:39: Im konventionellen Bereich sind wir hoch.

00:01:41: Das ist die Hälfte,

00:01:42: also sind es drei Wochen im Normalfall.

00:01:46: Wir haben hier schon eine relativ lange Sorgezeit.

00:01:49: Trotzdem ist einfach diese Tränung von der Muttersau für dieses sehr junge Lebewesen eine schwierige Phase.

00:01:55: Wie du das schon angesprochen hast, wir haben oft eine neue Gruppierung.

00:01:59: Die Tiere haben da neue Buchten.

00:02:00: Kollegen, es ist sowieso eine neue Buchten-Umwelt.

00:02:04: Das heißt, vielleicht ein bisschen ein anderer Erreger-Druck in diesem Bereich.

00:02:09: Zusätzlich fallen mir die Immunglobaline, die über die Sauernmilch.

00:02:14: an das Ferkel abgegeben werden weg.

00:02:15: Das heißt, das haben wir dann gar nicht mehr.

00:02:17: Das macht das Ferkel zusätzlich empfindlicher.

00:02:21: Das einfach auch noch mit der Mutter sau weg, weil das eben quasi, dass ich überhaupt eine Milch für das Ferkel habe.

00:02:26: Das heißt, ich habe eine komplette Umstellung auf feste Nahrung.

00:02:29: Das ist auch wieder ein Stress für das Ferkel.

00:02:32: Und all diese Dinge sind einfach ... Grund dafür, dass das Ferkel in dieser Phase besonders anfällig ist.

00:02:38: Man muss sich das dann einfach auch so vorstellen, wie bei einem kleinen Kind, wenn dann eine Räger da ist, ist dieses Lebewesen einfach besonders sensibel.

00:02:47: Das heißt, ich habe einfach eine kurze Zeitspanne, in der ich handeln muss, damit ich keine Ausfälle habe.

00:02:52: Das macht einfach dieses Thema oder dieser Lebensphase im Ferkelleben so komplex.

00:02:58: Wenn man jetzt Absetzdurchfall ist, ist nicht gleich Absetzdurchfall, oder?

00:03:02: Es gibt ja zum Beispiel die ÖD im Erkrankungen oder den normalen klassischen Ferkeldurchfall.

00:03:07: Kannst du uns das ein bisschen erklären, die Differenzierung zwischen diesen beiden Blöcken?

00:03:13: Genau.

00:03:13: Also es ist so, was du jetzt angesprochen hast, bezieht sich in erster Linie auf.

00:03:18: Erkrankungen, die durch Ekolekeime hervorgerufen werden.

00:03:22: Gibt natürlich verschiedene Keime in der Stallumwelt.

00:03:25: Aber meistens sind die Ekolebakterien ausschlaggebend für einen Krankheitsverlauf, nennen wir es mal so.

00:03:33: Es gibt da sehr verschiedene Stämme.

00:03:35: Man kann sich das grundsätzlich so vorstellen, Ekolekeime müssen nicht allgemein als etwas Bösartiges gesehen werden.

00:03:43: Es gibt auch apatogene Keime, die hat eigentlich jedes Säugetier im Darm.

00:03:48: Die sind einfach Teil von diesen Mikrobiomen und sind nicht schädlich, also machen nicht krank.

00:03:53: Es gibt aber durchaus auch Stämme, die als krank machen, also Patogen angesehen werden müssen.

00:03:59: Und da gibt es einfach verschiedene Verhalten von diesem Bakterium, die dann tatsächlich zu einem Krankheitsausbruch führen.

00:04:10: Wenn jemand in so einem Stamm Patogen ist, was zeichnet den aus?

00:04:17: Also zum einen haben diese Kohlekäme sogenannte Fimbrien.

00:04:22: Das kann man sich vorstellen wie so geißelartige Zellfortsätze, die sich am Darmloomen von den Färgelser Darmschleimhaut anheften.

00:04:32: Und sobald die angeheftet haben, das ist wie ein Schlüssel in Schlossprinzip, sprich ich brauche Rezeptoren in der in der Schleimhaut und eben diese entsprechenden Fimbrien.

00:04:43: Und wenn die aufeinandertreffen, also wenn ich dieses Andocken sozusagen habe, fangen an sich, diese Keime explosionsartig zu vermehren und eben auch Toxine auszubilden.

00:04:53: Das

00:04:53: sind auch die Pathogenen.

00:04:55: Alle

00:04:55: anderen, die keine Fimbrien bilden, sind weniger Pathogenen, kann man das so leider

00:04:59: auch so sagen.

00:05:00: Kann man es so sagen?

00:05:00: Also es ist im Prinzip wirklich die Kombination aus Andocken.

00:05:05: Explosionsartige Vermehrung und Toxin-Ausschüttung, die dann wirklich dieses krankmachende Potenzial ausmachen.

00:05:12: So kann

00:05:12: man es sein.

00:05:13: Wenn jetzt solche Fibrieren-Ecoli-Varianten andocken, was passiert im nächsten Schritt?

00:05:22: Genau, das war genau diese Situation.

00:05:26: Wenn sie andocken und ich dann diese Toxinausschüttung habe, ist das für das Lebewesen schädlich.

00:05:31: Das heißt, auf der einen Seite kann es eben wie vorher schon angesprochen die Ödemkrankheit hervorrufen.

00:05:38: Da schaut das Ganze so aus, dass die Zellmembranen flüssig ins Gewebe austritt.

00:05:47: und auch in weiterer Folge eine Nervenschädigung eintritt.

00:05:52: Somit ist das Ferkel.

00:05:53: Erkrankt und kann im schlimmsten Fall auch sterben daran.

00:05:57: Kann man das optisch erkennen, so dem erkrankte Ferkel?

00:06:02: Genau, das sieht man in erster Linie an den Augenliedern, die geschwollen sind.

00:06:06: Alles andere würde man dann erst sehen, wenn man das Ferkel aufmacht, also quasi obduziert und sich das Innere von dem Ferkel anschaut.

00:06:13: Also das auffälligste von außen für den Landwirt sind die geschwollenen Augenlieder.

00:06:18: Also die sind demartig geschwollen und daran kann man es erkennen.

00:06:21: Wichtig ist, Also Durchfall kann bei der UD-Imkrankheit auftreten, ist aber jetzt nicht das Hauptsymptom.

00:06:29: Also das ist wichtig, dass man sich da im Klaren ist, wenn ein Ferkel diesen Keim hat.

00:06:33: Also das ist dieser F-Achzen-Ekoli-Keim.

00:06:37: Kann es einfach passieren, dass das Ferkel gar nicht das Durchfall hat.

00:06:40: Also es kann auftreten, muss aber nicht.

00:06:42: Und trotzdem UD-Imkring.

00:06:44: hat aber genau dann diese Oedem-Krankheit, die eben auch eine Ekoleerkrankung ist.

00:06:49: Du hast vorher was von Toxinen gesprochen.

00:06:52: Wo gehen die Toxine hin?

00:06:53: Werden sie sozusagen in die Darmflüssigkeit, im Futterbrei, oder geht das ins Blut?

00:07:00: Genau.

00:07:00: Wie kann man sich das vorstellen?

00:07:01: Normalerweise würde ich das so beschreiben, dass diese Toxine über die Blutbahnen... dann ins Ferkel wandern.

00:07:08: und das ist eben genau das, was das Problem ist.

00:07:10: Es kann auch sein, dass die dann aufgasen, etc.

00:07:12: Also das ist einfach wirklich ... Aber diese Toxine sind zählschädigende Stoffe, die dann einfach das Ferkel krank machen.

00:07:20: Und in weiterer Folge natürlich auch die Darmwand schädigen können.

00:07:23: Also das sind alles Dinge, die das Ferkel selbst, wenn es so eine Ekoly-Infektion überlebt, wirtschaftlich irgendwann uninteressant machen.

00:07:32: Auch die Bakterien, die sich da einfach vermehren und die Darmwand schädigen, Sowohl wie auch diese Zellgifte einfach den Darm mehr oder weniger ineffizient machen.

00:07:41: Und dadurch habe ich einfach dann das Problem eben auch, wenn das Ferkel überlebt, dass das für die Mast eigentlich nicht mehr interessant ist.

00:07:47: Das heißt, es ist ein kümmerer... Die Nährstoffe, die sie fressen, werden nicht aufgenommen, marschieren sehr stark durch.

00:07:55: Die Tiere leiden eigentlich dann weiter, oder?

00:07:57: Genau.

00:07:57: Selbst wenn sie jetzt nicht krank sind und leiden in dem Sinne, dass es ihnen wirklich körperlich noch sehr schlecht geht, ist einfach der Darm vorgeschädigt und das Ferkel ist für die Maske nicht mehr interessant.

00:08:10: Gut, jetzt gehen wir von der ÖD-Merkrankung ein bisschen weg zum normalen klassischen Durchfall.

00:08:17: Was spielt da die Rolle?

00:08:18: Wie kommt es da zum Durchfall?

00:08:19: Was sind da die Probleme?

00:08:22: Also, dass die andere Geschichte mit dem F-Achzehn-Durchfall ist.

00:08:26: Wir haben eben vorher auch schon über diesen Typ oder diesen Stamm F-Achzehn gesprochen.

00:08:31: Vielleicht ist gut zu wissen, dieses F bezieht sich auf den Filmbrieren-Typ.

00:08:35: Das heißt, es ist auch wieder dieser F-Achzehn-Filmbrieren-Typ.

00:08:39: Und da gibt es eben, wie wir vorher besprochen haben, zum einen den Subtyp, der ... die UDM-Krankheit auslöst, aber eben auch einen anderen Subtyp, der dann klassischen Absatzdurchfall bewirkt.

00:08:53: Das heißt, wir haben hier nur ein bisschen eine andere... Also eine andere... Es zeigt sich die Krankheit anders.

00:08:59: Wir haben hier wirklich tatsächlich dann Durchfall wässrige Durchfälle durch die Schädigung der Darmschleim hat.

00:09:05: Aber wir haben bei diesen anderen Subtypen eben keine UDM-Bildung.

00:09:10: Das heißt, so kann man das ein bisschen unterscheiden.

00:09:13: Es ist aber dieser Stamm F-Achzen nur einer von vielen Typen, die von vielen E-Koli-Stämmen, die tatsächlich diese Probleme auslösen können.

00:09:24: Es gibt ganz verschiedene Stämme und viele von denen können einfach verantwortlich dafür gemacht werden, dass ein Ferkel an Absatzdurchfall erkrankt.

00:09:33: Ihr habt ja auch einen Versuch dazu durchgeführt, auf den wir später noch eingehen.

00:09:38: Meine Frage ist jetzt ein bisschen, was kann ich?

00:09:42: Gerade in der biologischen Landwirtschaft bemühen wir uns ja vorprojekt zu arbeiten, gar nicht so weit kommen zu lassen nach Möglichkeit.

00:09:52: Was sind die Stellschrauben, die ich in der Fütterung, in der Haltung, im Management anwenden kann, unabhängig von der Zucht jetzt oder auch von Impfungen,

00:10:03: um

00:10:03: die Tiere bestmöglich vorzubereiten oder das zu verhindern, bestmöglich?

00:10:08: Also da würde ich ganz entscheidend mal auf die Fütterungstechnik eingehen wollen.

00:10:13: Es ist einfach so, man muss sich die Geschichte so vorstellen, wenn das Ferkel von der Saugetrennen wird, dieser ganze Stresssituation, die wir vorher einfach auch schon eingehend beleuchtet haben, bringt das Ferkel oft dazu, dass es dann einfach weniger frisst in den ersten Tagen.

00:10:27: Aus Stress, das kann man sich einfach, glaube ich, recht bildlich vorstellen.

00:10:30: Jetzt ist das Problem, irgendwann kommt der Hunger und wenn die Ferkel dann viel Futter zur Verfügung haben.

00:10:36: fressen sie oft genau zum falschen Zeitpunkt zu viel.

00:10:41: Dadurch habe ich dann das Problem, dass der Mageninhalt nicht ausreichend durchsäuert und somit haben diese Keime im Darm dann einfach die Möglichkeit zu überleben.

00:10:50: Bei einem ausreichend durchsäuerten Mageninhalt wird es gar nicht erst so weit kommen und dementsprechend ist es wichtig, nach und absetzen darauf zu achten, dass man die Ferkel eher restriktiv füttert.

00:11:01: Spasswoche über die Menge und die Konzentration.

00:11:03: Ganz genau.

00:11:05: Also es ist einfach wichtig natürlich, dass ausreichend Protein angeboten wird.

00:11:08: Das braucht das Ferkel zum Wachsen, das ist ganz klar.

00:11:11: Wichtig ist aber, dass ich das Ferkel nicht ad libid umfressen lasse, was es quasi will, sondern dass man das eher so managt, dass die Ferkel mehrere Portionen pro Tag bekommen, aber immer relativ wenig.

00:11:24: Somit vermeide ich, dass diese Futterkurve dann kurz... Zeitig rauf schießt, das Ferkel zu viel frisst und ich diese Durchsäuerung, die eben sehr wichtig ist, um das Durchkommen von dem Keim eigentlich zu verhindern.

00:11:38: Also das ist eine Sache.

00:11:40: Man bemüht sich ja auch so konzentrierte Rationen oder sehr wertvolles Protein, also gutes Aminosäurenmuster zu haben, weil ja gerade das Protein ja wichtig ist für die Krankheitsvorbräge im Unantwort.

00:11:52: Oder ich brauche das ja als Baustein

00:11:54: auch.

00:11:54: Das auf jeden Fall, also das Ferkelfutter ist auf jeden Fall das, was am höchstwertigen sein muss, weil das Ferkel das aufnehmen kann.

00:12:02: Das muss schnell aufgenommen werden, gut aufgenommen werden.

00:12:06: Es ist aber auch eine Option, dass man einen gewissen Prozentsatz säure einmischt in die Ration.

00:12:12: Einfach, um dem noch so ein bisschen vorzubeugen, dass man sagt, Man durchs Seuer durch das Futter noch hilft, die Durchseuerung entsprechend hochzuhalten im Darm.

00:12:22: Auch die Gabel von Silage zum Beispiel ist eine Option.

00:12:25: Das ist ja auch leicht sauer, dass man einfach schaut, dass man Säure ins Tier bringt, um das Überleben der Keime im Ferkeltarm sozusagen auf einem Minimum zu halten.

00:12:36: Könnte ich auch.

00:12:39: wertvolle Mikroorganismen dazu mischen, sozusagen um diese Konkurrenzsituation zu haben.

00:12:46: Ich gebe Mikro, aber nichts zu repaktieren zum Beispiel dazu, um auch die E-Cole zurückzudrängen, weil ja immer das ein Kampf um die Ressourcen auch ein bisschen ist, oder?

00:12:58: Genau, also das zum einen Milchsäure hätte das ja eben auch in der Silage drinnen, also über so was kann man das machen.

00:13:05: Im Bio haben wir einfach immer so ein bisschen das Problem, dass nicht alle Futterzusätze zugelassen sind für die biologische Haltung.

00:13:12: Also es gibt ganz vieles, es gibt auch durchaus Dinge, die interessant sind.

00:13:16: Man muss sich aber einfach im Klaren sein in der Biohaltung.

00:13:19: Es muss als Biofoto zugelassen sein und das ist nicht immer gegeben.

00:13:23: Dementsprechend muss man sich da ein bisschen orientieren.

00:13:25: Und die andere Sache, die du ansprichst, ist das Ausbringen von effektiven Mikroorganismen, aber das ist eher in der Stallumwelt.

00:13:34: Sprich... Wenn ich da gewaschen habe, was natürlich auch ganz wichtig ist, dass ich eben durch das Waschen schon einen gewissen Erregerdruck, also dass ich den rausnehme, so Hygiene ist immer ein Thema.

00:13:45: Und wenn ich da einfach noch zusätzlich solche effektiven Mikroorganismen ausbringe,

00:13:49: kann ich einfach dadurch

00:13:51: auch versuchen.

00:13:52: Das sind aber eben auch Management-Schrauben, die da jeder für sich entscheiden muss, ob er das eben machen möchte oder nicht, ist aber ein interessanter Ansatz.

00:14:01: Vom Management her Sorge, Dauer,

00:14:05: hat definitiv eine Auswirkung, also man kann einfach schon sagen in der Natur wieder das Schwein, also das Ferkel viel länger gesorgt als in der klassischen Produktion.

00:14:15: Wir sind aber beim Bio schon relativ hoch mit Sex, also doppelte Sorgezeit.

00:14:21: Es hat natürlich einen Einfluss, aber es ist nicht das Rätsel des letzten Lösungen.

00:14:25: Also wir haben auch im Bio natürlich immer noch Probleme damit und es ist einfach... Im Vergleich zum natürlichen Absetzen ist es einfach immer noch sehr, sehr kurz.

00:14:36: Und wir haben einfach viele Ferkel.

00:14:39: Klarerweise kann man so jetzt nicht eins zu eins vergleichen.

00:14:42: Aber das Ferkel wird natürlich kürzer gesorgen als es sonst.

00:14:47: Du hast vorher ja auch den Futterwechsel angesprochen.

00:14:51: Kann ich dem nicht auch schon unterstützend wirken, indem ich frühzeitig versuche, dass die Ferkel bei der Sau schon möglichst viel von diesem Ergänzungsfutter fressen, damit dann die Futterumstellung, die Anpassung sozusagen, der Enzüme im Verdauungsdruck Kleidender funktioniert.

00:15:09: Kann ich da ein bisschen hilfreich unterwegs sein?

00:15:11: Kann man

00:15:11: und sollte man auch.

00:15:12: Das ist ein sehr guter Ansatz.

00:15:14: Da gibt es auch verschiedene ... Also ich sage jetzt einmal Wege, wie man das angehen kann.

00:15:20: Bei uns ist es auf jeden Fall auch so, dass wir schon relativ früh Futter anbieten.

00:15:24: Da kann man entweder schauen, dass die Ferkel bei der Sau mitfressen können sozusagen und das wirklich auch fördert, dass sie das sehen und bei der Sau tatsächlich das Säugenfutter mitfressen.

00:15:35: Man kann aber auch versuchen mit einem besonders hochwertigen, besonders schmackhaften Futter, dass man dann natürlich nur den Fertigarm bietet, weil das auch wieder in großen Mengen fressen.

00:15:43: Es geht dann ins Geld, dass man das so versucht.

00:15:47: Grundsätzlich kann man sagen, so ab der zweiten Lebenswoche kann man versuchen, mal die Ferkel so ein bisschen zu triggern mit dem Futter und mehrfach täglich kommen, ein paar Brösel hingeben.

00:15:56: Das muss dann aber wirklich sehr schmackhaft sein.

00:15:58: Also wirklich so früh wie möglich das Ferkel dran gewöhnen, dass es einfach zusätzlich Nahrung kriegt.

00:16:03: Also das kann man machen und das sollte man auch machen, damit kann man eben diesen extremen Stress, den die Ferkel hätten, wenn man quasi direkt von der Milch auf die feste Nahrung umsteckt, dass man das ein bisschen puffert, also das auf jeden

00:16:15: Fall.

00:16:15: Und natürlich, die Reinigung hast du schon angesprochen, prinzipiell zu schauen, dass in dieser Phase der Stallmöglichst sauer ist, oder?

00:16:24: Das ist genau das, was du sagst.

00:16:26: Es ist absolut essentiell, also Reinigung.

00:16:30: in den Stallungen, wo die Ferkel quasi nach der Trennung von der Mutter hinkommen, ist die Hygiene ganz, ganz, ganz wichtig.

00:16:36: Ganz hoch zu halten, das muss eigentlich immer gereinigt werden, weil man kann sich einfach vorstellen.

00:16:41: Wenn ich da vorher Ferkel drin hatte, die eben diese Durchfallgeschehnisse miterlebt haben und ich reinige das nicht, ich denke, das liegt auf der Hand, dass sich die Tiere dann untereinander einfach anstecken.

00:16:54: Mit Ergänzungsfuttermitteln aus, speziell, es gibt ja z.B.

00:16:58: Moa-Tränken einzusetzen und dergleichen mehr.

00:17:01: Habt ihr da Erfahrungen dazu?

00:17:03: Also kann man natürlich machen, das quasi als Wühlmaterial anzubieten.

00:17:08: Das nehmen die Ferkel daneben auch auf.

00:17:10: Das kann man auf jeden Fall zusätzlich geben.

00:17:14: Es hat auch einen gewissen Effekt, aber verhindern kann man es damit leider nicht.

00:17:18: Das ist es eher so, wie man sich das bei Menschen vorstellt, das bei durchvollen Erkrankungen, wenn man dann so Tierkohle oder etc.

00:17:24: nimmt, dass das einen guten Effekt hat, aber ganz vermeiden kann man es dadurch nicht.

00:17:29: Ist aber gut, wenn man sowas vor Ort hat.

00:17:31: Einfach, dass man da ein bisschen ... Ich sage jetzt mit biologischen Mitteln gegensteuert.

00:17:36: Wenn man so ins World Wide Web schaut

00:17:40: und

00:17:40: in diesem Bereich recherchiert, dann kommt gleich einmal das Thema Zucht auf Kohli-Resistenz.

00:17:48: Und das habt ihr euch ja auch in einem Forschungsprojekt dann angeschaut.

00:17:52: Kannst du da einleiten, ein bisschen etwas dazu sagen, was erwartet man sich in der Zucht?

00:17:58: wenn man resistente Linien züchtet, theoretisch.

00:18:02: Und dann schauen wir uns an, was praktisch herausgekommen ist.

00:18:05: Genau.

00:18:06: Also es gibt tatsächlich mittlerweile F-Achzehn resistente Genetik.

00:18:12: Das ist auch ein toller Zugang, finde ich, und eine Errungenschaft der Tierzucht, dass es solche dass es so etwas gibt.

00:18:20: F-Achzehn resistente Genetik auf der Schweine Seite.

00:18:23: Genau,

00:18:24: auf der Schweine Seite.

00:18:25: Und was heißt das jetzt im Detail?

00:18:28: Wir haben das vorher besprochen.

00:18:30: F-Achzehn bezieht sich auf den Fimbriantyp.

00:18:32: Also das heißt dieser spezielle Stamm und dessen Fimbrien.

00:18:35: Das

00:18:35: ist jetzt ein Kohlistamm von Hunderten.

00:18:39: Genau.

00:18:40: Und

00:18:41: gegen diesen Stamm ist das Tier

00:18:44: Ganz genau.

00:18:45: Das ist der Punkt, dass das ersten, sagen wir mal, wirklich nur gegen diesen Stamm F-Achzehn, sprich das, was wir vorher besprochen haben, unter anderem im Ödemkrankheit und F-Achzehn Absatzdurchfall, das Tierresistent ist.

00:19:00: Resistent bedeutet in dem Fall, ich habe den entsprechenden Rezeptor, der nötig wäre, um die Fimbrien an die Darmschleimhaut zu binden, nicht.

00:19:10: Das ist genetisch nicht vorhanden.

00:19:13: In der Darmschleimhaut?

00:19:14: In der Darmschleimhaut.

00:19:15: Okay.

00:19:16: Sprich, Tiere, die unter Anführungszeichen Resistenz sind, besitzen die entsprechenden Fibrieren.

00:19:22: Nicht, wenn jetzt ein Bakterium dieses Stammes sich in den Darmen verehrt, also dort.

00:19:28: ankommt, hat es die Möglichkeit nicht sich an die Darmschleimhaut zu binden, kann sich dadurch nicht vermehren.

00:19:35: Ich habe keine Doxinbildung und keinen krankmachendes Potenzial.

00:19:39: Das ist genau diese Geschichte, die sich aber nur auf diesen bestimmten Stamm bezieht.

00:19:45: Das ist eben entscheidend.

00:19:48: Und jetzt habt ihr euch das in einem Versuch angeschaut.

00:19:51: Das heißt, ihr habt es durchaus auch in unserer Versuchstation gibt, das Ferkeldurchfall.

00:19:57: Der Ansatz war jetzt, schauen wir einmal, wie hoch ist der Effekt, wenn wir resistente Schweinelinien hätten, ob sich hier merklich etwas verringert.

00:20:09: Oder?

00:20:10: Ganz genau.

00:20:10: Hast du genau richtig formuliert.

00:20:13: Wir haben da allerdings in einem ersten Schritt sozusagen checken müssen, welche unserer Tiere sind, überhaupt bringen diese entsprechenden, so die Sauen in dem Fall jetzt.

00:20:22: Wer hat diese resistente Genetik, bringt die mit.

00:20:25: Und diese Sauen wurden dann quasi mit entsprechend auch resistenten Ebern angepasst, damit wir reinerbig resistente Fertigzeugen.

00:20:34: Wie kann ich das im Erbmaterial feststellen?

00:20:38: aus einer Standsprobe?

00:20:40: Genau, da wird eine Geweberprobe genommen.

00:20:42: Wir haben das damals eben über eine Zuchtorganisation machen lassen.

00:20:46: Das wurde genetisch analysiert und wir haben dann eben quasi über diese Geweberprobe Bestätigung bekommen, welche unserer Sonne diese Resistente genietlich mitbringen.

00:20:55: Wie schon gesagt, dann angepaart mit entsprechenden Ebern und dann haben wir eben diese resistenten Ferkel gezeugt.

00:21:01: Und

00:21:01: daneben haben wir auch eine andere Sonne gehabt, die waren nicht resistent und die waren die Kontrollgruppe sozusagen.

00:21:06: Genau, so kann man sich das vorstellen.

00:21:09: Beziehungsweise eben die Ferkel dann, die auf reinerbig homozygot diese Resistenz mitbringen.

00:21:17: Genau, und der Versuch hat dann eben so ausgeschaut, wie du das schon richtig beschrieben hast.

00:21:21: Wir hatten die Kontrollgruppe an Nichtresistenten-Ferkel und die Versuchsgruppe resistente Ferkel und haben uns eben an vier aufeinander folgenden Tagen nach dem Absetzen.

00:21:33: die Kodkonsistenz von diesen Ferkeln angeschaut.

00:21:35: Sprich, hat das Ferkel normalen Kod, ist der geformt, ist der fest, ist das eher breig oder ist das wirklich wässrig, flüssig, so, dass ich sage, das Ferkel hat Durchfall und ich muss da jetzt vorgehen.

00:21:46: Also, das war quasi so diese Methodik, die kann man sich so vorstellen.

00:21:49: Und wir haben uns dann einfach angeschaut, die Häufigkeiten vom Auftreten von diesem Absatzdurchfall, sprich ... bessriger, flüssiger Kot, habe ich da Unterschiede zwischen der resistenten Genetik und der nicht resistenten Genetik.

00:22:04: Also gibt es da einen Unterschied

00:22:06: in der Öffigkeit.

00:22:07: Wenn man so landläufig diskutiert, hört man ja oft, wenn ich resistente Tiere habe, dann ist alles gut.

00:22:14: Jetzt kommen wir zum Ergebnis.

00:22:15: Ja, genau.

00:22:16: Und das ist ein bisschen so der springende Punkt an der Sache.

00:22:20: Leider ist es so, dass wir keinen Unterschied gefunden haben.

00:22:23: Sprich, auch Ferkel, die resistente Genetik mitbringen, sind nicht vor dem Auftreten von Absatzdurchfall gefeilt.

00:22:32: Das heißt, wir haben einfach hier wirklich das Entscheidende.

00:22:36: Sie sind zwar gegen einen speziellen Stammresistent, aber es muss nicht heißen, dass dieser einen Stamm, gegen den sie resistent sind, dann die eigentliche Durchfallproblematik verschärft und mit sich

00:22:47: bringt.

00:22:48: Also ... zusammengefasst, der Effekt ist nur dort zu erwarten, wo wirklich der Hauptschadreger genauer jener ist, gegen den die Tiere resistent sind.

00:22:59: Ganz

00:23:00: genau, ganz genau richtig.

00:23:01: Da ist es auf den Punkt gebracht, das ist genau das Problem.

00:23:05: Und wenn ich mir da nicht zu hundert Prozent sicher bin, dass das mein einziger oder mein Hauptschadreger ist in der ganzen Geschichte, dann werde ich eventuell auch, wenn ich meine Genetik umstelle, Probleme mit Absichtstufe haben.

00:23:19: Und das ist ganz wichtig, dass man sich eben dieser Sache bewusst ist und da nicht irgendwelche Entscheidungen über den Zaun bricht, weil es ist einfach nicht derweil seit letzter Schluss.

00:23:31: Man muss ja auch wissen, wenn ich Züchte in diese Richtung, das verursacht ja Aufwand und auch Kosten und das dauert auch seine Zeit, bis ich die Resistenzen dann wirklich vor Ort habe,

00:23:43: Sprichst ein wichtiges Thema an, weil es ja dann doch oft so ist, dass man eventuell auch sehr gute Sauern hat oder einen sehr stabilen Bestand, wo man eigentlich zufrieden ist.

00:23:52: Dann kauft man sich vielleicht sogar Probleme zu, weil man jetzt einen Saunbestand umdreht.

00:23:57: Also wenn man in diese Richtung geht, macht es also nur Sinn, wenn man vorher ... ein Screening macht, überhaupt.

00:24:06: Wer ist mein Haupterreger oder Problem?

00:24:08: Genau,

00:24:10: das ist ganz wichtig.

00:24:11: Das würde ich aber sowieso empfehlen.

00:24:13: Das ist immer gut zu wissen, wer ist da eigentlich mein Problem?

00:24:16: Oder was habe ich dafür?

00:24:17: Kein Spektrum.

00:24:19: In meinem Betrieb, das macht auf jeden Fall Sinn.

00:24:21: Aber bevor ich dann wirtschaftlich große Schritte einleite und sage, Management große Schritte einleite und sage, ich möchte wirklich was verändern und meine Genetik umstellen.

00:24:32: Da muss ich mir schon wirklich sicher sein, dass das ausschließlich auf diesen Keim passiert.

00:24:38: Was ich da auch noch hinzufügen möchte, es kann natürlich auch immer sein, und das würde ich einfach auch in der Biologie von der Sache so sehen, dass sich das Keim-Spektrum durchaus auch verschieben kann.

00:24:50: Das heißt, es kann sein, wenn ich einen Erreger, wenn ich jetzt definiere, es ist der F-Achzen-Keim, und dann stelle ich meine Genetik um, dass sich das Keim-Spektrum, weil es sich einfach nicht mehr dort etablieren kann, irgendwo anders hin verschiebt, dann habe ich meine Ferkel, die sind gegen F-Achzin-Resistent, aber eventuell kommt dann, es gibt sie nicht mehr.

00:25:09: Also man muss da schon wirklich auch ein bisschen weiter denken, wie gehe ich vor und was hat Sinn?

00:25:18: Weil grundsätzlich ist die Zucht auf die Kohligeresistenz eine tolle Sache, ich finde das großartig, dass so was geht.

00:25:24: Man darf es aber einfach nicht als der Weisheit letzten Schluss verstehen, weil das wäre ein fataler Fehler.

00:25:30: Wie macht man so ein Screening bei den Kotproben?

00:25:33: Wie geht man da vor?

00:25:34: Kann man das einschicken?

00:25:36: Da kommt man quantitative oder qualitative Ergebnisse.

00:25:40: Wie schaut so was aus?

00:25:42: Allgemein würde ich da einfach immer empfehlen, dass man sich mit dem Bestandstier abspricht.

00:25:49: Weil der hat das schon gemacht, er kennt sich da aus.

00:25:52: Aber die Methode ist relativ einfach.

00:25:55: Man nimmt dem normalen Fall einen Kotabstrich.

00:25:58: und schickt ihn ein.

00:25:59: Das heißt, da wird dann ein Ausstrich gemacht und dann schauen sich die quasi dort an, welcher Keim ist da drinnen, also was ist da mein Rägerproblem?

00:26:08: Okay, und dann schauen wir das bei den Ferkel an.

00:26:10: Genau.

00:26:10: Und die muss

00:26:11: nicht die Erkrankten beproben,

00:26:13: sondern... Das ist das, was am meisten Sinn macht, natürlich die Erkranktenferkel sich anzuschauen, weil ich sage jetzt mal, bei einem gesunden Ferkel kann es schon sein, dass ich da irgendwas finde, aber interessant sind ja tatsächlich die Ferkel, die dann wirklich durchvoll haben.

00:26:26: Also das würde ich schon so machen.

00:26:28: Ich empfehle da einfach immer, Rücksprache eben mit dem Tierarzt zu halten, weil der kennt sich da sicher am besten aus und da kann man dann nichts falsch machen, sagen wir mal so.

00:26:36: Also das ist einfach das, was ich empfehlen würde, damit da nichts, damit mir da kein Geld ausgibt, dass dann falsch ist.

00:26:45: Du beschäftigst dich ja auch weiterhin mit diesem Thema und du hast mir vorher schon gesagt, wohin du jetzt ein bisschen denkst und das sind sozusagen Impfungen.

00:26:54: Kannst du mir das ein bisschen erklären, was da der Ansatz daran ist, wie das wirken soll oder wirkt und was es da schon an Literaturergebnissen vielleicht

00:27:04: auch gibt?

00:27:04: Also was wir jetzt in einem weiteren Schritt vorhaben, ist uns anzuschauen, ob es einen sogenannten stahlspezifischen Impfstoff eventuell helfen kann.

00:27:14: Sprich das, was wir vorher besprochen haben, einfach die Probennahme an erkrankten Ferkel, also direkt.

00:27:20: sich anzuschauen, wer ist da überhaupt das Problem im Vierteldamen?

00:27:23: Und dann zu schauen, da gibt es einfach die Möglichkeit, einen stahlspezifischen Impfstoff vorbereiten zu lassen und sich einfach anzuschauen, macht das dann einen Unterschied im Auftreten der Keime.

00:27:37: Also im Prinzip das, was wir vorher auch schon geredet haben, F-Achzen rauszunehmen auf der einen Seite, ist eine gute Möglichkeit.

00:27:44: Aber wenn das Keimspektrum irgendwo ein bisschen anders liegt, dann... genau dort anzusetzen und zu sagen, ich mache das Ferkel abwehrkräftiger gegenüber dem Keim, der dann tatsächlich in meiner Stallung

00:27:56: war.

00:27:56: Wie kann man sich das vorstellen, chemisch, physiologisch?

00:27:59: Wie wirkt die Impfung im Darben direkt?

00:28:03: Oder wie, wo ist der Effekt?

00:28:04: Oder ist dann die Immunantwort schneller da beim Ferkel?

00:28:08: So wie wir es in der humanen Medizin auch nutzen.

00:28:13: Ich würde

00:28:14: es ähnlich verstehen, man präsentiert dem Organismus einen speziellen Schadereger und macht ihn sozusagen aufmerksam darauf.

00:28:22: Wer das ist und ... Der kann

00:28:24: in kurzer Zeit schnell darauf reagieren und hat das richtige Rezept in der Hand.

00:28:28: Genau, und es ist nicht die erste Begegnung.

00:28:31: Das heißt, man hat schon vorausgesetzt, dass der Körper eine gewisse Immunabwehr gegen diesen Erreger dann in der Tasche hat, wenn man das so formulieren möchte.

00:28:42: Das wäre so die Idee dahinter.

00:28:45: Ist das Thema Betriebsindividueller Impfstoff in dem Zusammenhang ... Schon praxistauglich?

00:28:52: wird das schon in der Praxis verwendet?

00:28:54: Oder ist das jetzt ein Forschungsthema?

00:28:56: Das ist die erste Frage.

00:28:57: und die zweite Frage ist, wie viel kostet so etwas?

00:29:00: So ein Prozess, kannst du das schon abschätzen?

00:29:03: Also es ist so, dass das durchaus schon benutzt wird oder praktiziert wird, allerdings eher bei Ferkel durchfällen.

00:29:12: wo dann eher die Sauen geimpft werden, sprich das ist ein bisschen ein anderer Zugang des Formulieren eines Impfstoffes in der Phase.

00:29:19: Das Absetzen ist jetzt noch nicht ganz so gängig, also kann man schon auch machen.

00:29:23: Das sind wir aber natürlich... interessiert, das einmal auszuprobieren.

00:29:27: Und mir ganz wichtig ist, am Ende des Tages dann einfach so eine Kosten-Nutzen-Rechnung aufzustellen zu können.

00:29:33: Also ich sage mal, da kann man gespannt bleiben.

00:29:35: Ich kann jetzt aktuell noch keine konkreten Zahlen nennen, weil das Teil unseres Projekts sein wird, dass wir uns einfach anschauen oder ich mir anschauen möchte, was sind die Kosten, die ich eventuell aufbringen muss, wenn ich eine krankte Ferkel habe und die mit Antibiotika versorgen muss.

00:29:51: Das ist auch nicht billig.

00:29:52: Also das kostet sogar sehr viel Geld, wenn man einen gewissen Prozent zu zerkrankter Ferkel hat.

00:29:57: Und wie schaut das aus?

00:29:59: Im Gegenzug dazu, wenn ich eben so einen Impfstoff formulieren kann, habe ich einen Vorteil, tut sich da was, habe ich dann weniger Ferkel, die ich behandeln muss.

00:30:07: Also da kann ich dir jetzt noch keine konkreten Zahlen liefern, das ist aber auf jeden Fall ein ganz ganz entscheidendes Output, was ich über diesen Versuch gerne generieren möchte.

00:30:16: Einfach den Menschen, die Schweine halten und Ferkel produzieren, zu sagen, das ist ein Vorteil, das ist das.

00:30:22: was man so zu sagen erreicht mit so etwas.

00:30:25: Und das ist mein Mehrkostenaufwand oder eben mein Gewinn.

00:30:29: Also das ist eigentlich das Sinn der Sache.

00:30:31: Also was das genau kostet und was es dann für einen Mehrwert hat, das wird sich dann einfach zeigen und das ist eben wichtig, dass man sich das einmal genau anschaut.

00:30:40: Wir kommen schon zum Schluss von unserem Podcast.

00:30:45: Man hört ja oft, früher war alles besser, ist das so?

00:30:50: Ich würde davon ausgehen, es war früher vieles einfacher, weil die Menge an Tieren, die wir halten, damals eine andere war.

00:30:58: Mit erhöhten Produktionszahlen kommen natürlich ein bisschen andere Probleme.

00:31:03: Ich glaube aber nicht, dass das alles früher besser war, sondern vielleicht vieles auch übergangen worden ist.

00:31:10: Man muss mit der Zeit gehen, das kann man so nicht, das würde ich einfach so nicht unterschreiben wollen.

00:31:14: Es ändern sich die Dinge und vieles wird vielleicht ein bisschen komplexer, aber wir haben ja Gott sei Dank mittlerweile auch andere Möglichkeiten, gewisse Dinge dann.

00:31:23: Zu beheben, weil es ist ja auch dir wohl relevant, dir Schutz relevant, oder?

00:31:27: Natürlich, natürlich.

00:31:29: Und die Möglichkeit einfach erstens forschen zu können in diese Richtung, dann... eventuell auch was verabrechen zu können, wenn ich Probleme habe.

00:31:36: Ich denke, das war einfach früher nicht ganz so gegeben und es ist schön, dass man da einfach Möglichkeiten hat heutzutage.

00:31:42: Gut, ich danke dir vielmals für diese Podcastmöglichkeit, dass du uns mitgenommen hast, obwohl noch nicht alles geklärt ist.

00:31:51: Aber ihr wisst, einige wichtige Bausteine sind geprüft.

00:31:54: Es gibt kein Wundermittel, das haben wir auch gehört.

00:31:59: Keinesfalls ist es die Zucht alleine.

00:32:04: Es macht also Sinn hier am Thema dran zu bleiben und ich wünsche dir weiterhin in eurer Forschung alles Gute und bei Ihnen zu Hause bedanke ich es mich fürs Zuhören und wir würden uns freuen, wenn Sie unseren Podcast teilen und auch weiter sagen, wir haben sehr viele wertvolle Beiträge schon aufgenommen.

00:32:19: auf Wiedersehen und auf Wiederhören.

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