Folge 164: Forschung für die Zukunft: Das BMLUK-Forschungsprogramm 2026–2030 im Gespräch

Shownotes

In dieser Podcastfolge von Agrar Science – Wissen kompakt spricht PD Dr. Andreas Steinwidder mit Mag. Dr. Bernhard Bichler, dem Leiter der Abteilung Forschung, Entwicklung und Unternehmensservice im Bundesministerium für Land- und Forstwirtschat, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK).
Dr. Bichler stellt das neue Forschungsprogramm 2026–2030 vor – ein Programm, das Klimawandelanpassung, Biodiversität, nachhaltige Tierhaltung, Kreislaufwirtschaft, regionale Entwicklung und Digitalisierung strategisch miteinander verbindet.
Wir hören, wie Ressortforschung funktioniert, warum sie für Österreich so wichtig ist und wie internationale Kooperationen – von Horizon Europe bis zur 3-Länder-Zusammenarbeit (Bayern, Südtirol und Österreich) – zur Weiterentwicklung von Landwirtschaft, Forst, Umwelt und Regionen beitragen.
Ein spannender Blick hinter die Kulissen eines Forschungsbereichs, der unsere Zukunft wesentlich mitgestaltet.

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00:00:08: Willkommen zur Agrar-Science Wissen kompakt den Podcast.

00:00:11: der HBLFA-Raumberg-Gumpenstein.

00:00:13: Mein Name ist Andreas Steinwidder.

00:00:16: Heute werfen wir einen Blick in einen zentralen Bereich des Ministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft.

00:00:23: Dort, wo Forschung, Innovation, internationale Zusammenarbeit und forschungspolitische Entscheidungen zusammenkommen.

00:00:31: Mein heutiger Gast ist Magister Dr.

00:00:33: Bernhard Bichler, Leiter der Abteilung Forschung, Entwicklung und Unternehmensservice.

00:00:38: Er verantwortet Programme, die Österreichs Zukunft unter anderem in den Bereichen Klima, Biodiversität, Tierhaltung und Kreislaufwirtschaft mitgestalten.

00:00:49: Wir sprechen über das neue Ressort-Forschungsrahmen-Programm 2026-2030 

00:01:07: Danke für die Einladung

00:01:08: .

00:01:10: .

00:01:11: Bernhard, du leitest den Forschungsbereich im Landwirtschaftsministerium, kurz gesagt.

00:01:19: Was konkret kann man sich darunter vorstellen?

00:01:22: Wir sind eine Kontinierende Abteilung.

00:01:24: Das bedeutet, wir kümmern uns um Forschungsprojekte, die einerseits kommen aus den Forschungsaktiven Dienststellen, als aus den Ressort eigenen Einrichtungen die Forschung betreiben und auch Forschung durchführen.

00:01:35: Und wir kümmern uns auch um externe Forschungsbeauftragungen.

00:01:38: Das heißt, Projekte, die von österreichischen Forschungseinrichtungen bei uns eingereicht werden.

00:01:43: Beispielsweise die Veterinärmedizinische Universität, die Universität für Bohnenkultur.

00:01:47: Genau, und dann, wir kümmern uns um die Projekte und schauen auch, dass wir den Überblick behalten über das unterschiedliche Projektportfolio.

00:01:53: Wir haben da über zweihundert Projekte, zweihundertfünfzig, in Summe mit externen Beauftragungen und internen Projekten, die bei uns laufen.

00:02:01: Und am Ende des Tages ist unser... Job in der Abteilung recht einfach, wir kümmern uns darum, dass Forschungsprojekte am Ende vom Projekt mehr sind als nur Abschlussbericht, die mir eine Regale reinstellt und der dann da drinnen steht.

00:02:13: Und

00:02:14: auch das wichtige Themen bearbeitet werden, oder?

00:02:16: Genau, das Forschungsergebnis sind der Praxis ankommen, weil darum geht es bei uns immer, also angewandte Forschungsprojekte, die wir für die Praxis bieten.

00:02:23: Wie ist dein Lebensweg?

00:02:24: Wie kommt man sozusagen in den Forschungsbereich im Landwirtschaftsministerium?

00:02:27: Hast du selbst auch einmal geforscht?

00:02:30: Genau, ich bin also im Endeffekt... Nach meiner Dissertation, wie so oft ist Hängeblieben im Forschungsbereich, auch wenn das ein anderer Bereich ist, also nicht mein ursprünglicher Fachbereich, aber trotzdem ist es ein Bereich, der sehr, sehr spannend ist, der sehr abwechslungsreich ist, weil wir einfach sehr, sehr viele Themen haben.

00:02:48: Also vom Boden, über die Tierhaltung bis zu Schadstoffen in der Umwelt, aber auch beispielsweise Fragenstellungen zu Naherholung oder Raumordnung, die wir uns mit reinspielen.

00:02:58: Das ist ein sehr bunter... Blumenstrauß, den es gibt, der das sehr, sehr spannend macht.

00:03:04: Warum?

00:03:05: Es gibt Universitäten, die in Österreich forschen.

00:03:07: Es gibt private Institutionen, die forschen.

00:03:09: Warum braucht man so etwas wie Ressortforschung zur Land- und Forstwirtschaft, zur Umweltdämen, zum Klima?

00:03:15: Warum braucht man das?

00:03:17: Weil es einfach ganz zentrale Fragen sind, mit denen wir uns da beschäftigen, mit denen sich die Dienststellen beschäftigen, mit denen sich Auftragnehmer beschäftigen.

00:03:26: Da geht es um Klimawandelampass und da geht es um Ernährungssysteme, da geht es um Umweltthemen und da geht es um Klimaschutz.

00:03:32: Und das machen

00:03:33: die Universitäten auch?

00:03:34: Die Universitäten machen das auch, aber die Universitäten haben oftmals... Vom Auftrag her eine andere Ausrichtung.

00:03:42: Bei uns geht es um angewandte Forschungsprojekte.

00:03:45: Das bedeutet, Projekte, die sehr nah an der Praxis sind, die anwendungsorientiert sind und die immer versuchen, ein Problem zu lösen.

00:03:51: Und das ist auch die Stärke, die wir im Ressort haben, dass eben diese angewandte Forschung ganz was Spezifisches ist und was uns auch unterscheidet.

00:03:59: Wir sind als Landwirtschaftsministerium, auch als BMLOK, mit den Zustätigkeiten für Umwelt und Klima des Forschungsaktivste Fachressorts.

00:04:08: Wir sind zwar

00:04:09: im Vergleich zum Beispiel zu anderen Ministerien.

00:04:12: Genau, also

00:04:14: wir sind jetzt keines der drei großen FDI-Ressorts diese gibt, also Forschung, Technologie und Innovation.

00:04:19: Aber dadurch, dass wir so Forschungsaktiv sind, sind wir auch als Wachresort, ein Forschungsresort.

00:04:25: Du hast gesagt drei FDIs, Ministerien sozusagen, wer sind

00:04:31: die?

00:04:31: Das ist das Wirtschaftsministerium, das Wissenschaftsministerium und das frühere BMK, also zuständig für Infrastruktur und Innovation.

00:04:38: Das sind die drei Häuser, die in Österreich für Forschungsförderung und auch für die FD-Strategie und den FD-Pak zuständig sind.

00:04:45: Und daneben gibt es sozusagen in unserem Ministerium eine Forschungsabteilung, die zu unseren wichtigen Themen

00:04:51: beauftragt.

00:04:52: Daneben sind wir, die sozusagen eine Zuständigkeit haben im Bereich des Forschungswesens, also es war es angewandte Forschung.

00:04:59: im Bereich der agrarischen Themen ist, aber auch darüber hinausgehend.

00:05:02: Wir haben ja neuen Forschungsaktiverdienststellen, wie wir sie nennen, also Forschungseinrichtungen, die zum Resort dazugehören.

00:05:08: Und wir haben auch drei ausgeglitterte Einrichtungen, beispielsweise das AGES, das Bundesamt und das BfW, die sich um die Themen kümmern, die bei uns im Haus verortet sind.

00:05:17: Das geht sozusagen vom Boden.

00:05:19: über Klima bis hin zur Betriebswirtschaft, oder?

00:05:23: Dieser große Balken ist eigentlich gespannt, oder?

00:05:25: Genau, genau dieser Themen, ja.

00:05:27: Und auch mit der Hochschule für eine Handumweltpädagogik gibt es natürlich auch diese pädagogische Komponente.

00:05:33: die da mitgedacht wird.

00:05:34: Und ich glaube, eines der Aushängeschilder ist natürlich dieses Konzept von Forschung und Ausbildung und Schule an einem Standort.

00:05:41: Das gibt es bei den höheren Schulen, also bei den HBLFS.

00:05:45: Es gibt aber auch Bundesämter, die auch Forschung betreiben und zum Ressort dazugehören, also zu dieser Ressortforschungslandschaft.

00:05:51: Und ihr setzt da koordinativ sehr stark tätig.

00:05:54: Was unser Haus intern betrifft, das Ministerium sozusagen, aber auch nach außen hin, Die Universitäten können sozusagen bei dir Forschungsprojekte einreichen und gehen dann durch einen Beurteilungsprozess und werden dann genehmigt oder auch nicht genehmigt.

00:06:10: Genau, also wir arbeiten sehr viel mit Internen und auch externen Baden, die eben diese Anträge einreichen können.

00:06:16: Wir schauen uns das an, das heißt wir schauen dann, ob die Budgets passen, ob die Projektabläufe so sind, ob die Ziele passen und machen das immer enge Zusammenarbeit mit Gutachtern, so aus dem Haus als auch extern, die uns dann Empfehlungen ergeben, wie wir mit den Projekten umgehen.

00:06:33: Das sind die externen Forschungsprojekte und bei den internen Projekten ist es genauso.

00:06:37: Also da haben wir wirklich einen sehr gut eingelaufenen Prozess mit einem sehr, sehr guten Team, die dort dahinter stehen.

00:06:44: Ihr seid natürlich auch international in der Forschungslandschaft tätig.

00:06:48: Das heißt, ihr schaut auf europäischer Ebene beispielsweise.

00:06:51: Vielleicht können wir über den Punkt da schon ein bisschen reden.

00:06:54: Wie seid ihr integriert oder sind wir als Forschungsaktive Dienststellen hier auf dem europäischen Konzert eingebunden?

00:07:04: Österreich ist grundsätzlich sehr eng verknüpft und eingebunden in diesem europäischen Forschungsbereich.

00:07:10: Man kann ja Forschung in Österreich gar nicht denken, ohne dass man nicht auch an Europa denkt.

00:07:15: Bedeutet, wenn wir Forschung in einer Dienststelle machen, machen wir auch immer Forschung für Europa.

00:07:20: Und da gibt es eine sehr enge... Einbindung und auch Anknüpfung einerseits über das Forschungsrahmenprogramm Horizon Europe der Europäischen Kommission.

00:07:28: Ein Forschungsprogramm mit einhundert Milliarden Euro.

00:07:31: Also wirklich viel Geld, das da mobilisiert wird.

00:07:35: Und da sind wir sehr eng eingebunden über den strategischen Ausschuss, wo wir eben Forschungsthemen aus Österreich dort auch einbringen können in den Gremien.

00:07:43: Das heißt, ihr bestimmt auch zu einem gewissen Teil mit.

00:07:46: in welche Richtung die Europäische Forschungslandschaft geht, oder?

00:07:49: Genau, es kommen Vorschläge von der Kommission und wir sind dann über diverse Gremien... gefragt, dazu Stellungnahmen abzugeben und das mit zu gestalten, natürlich ganz maßgeblich in Grämen, in großen Forschungsgrämen, die es jetzt für ein Forschungsbereich gibt.

00:08:01: Und ihr unterstützt sozusagen die Vorschänden in Österreich, wenn sie sozusagen antagen wollen auf europäischer Ebene.

00:08:08: Genau, das können wir nicht alles selber machen, da haben wir dann auch beispielsweise mit die FFG, mit der wir da in Zusammenarbeitung um eben Beratungsleistungen und Services anzubieten, für potenzielle Projektnehmer, die eben so Horizon Europe Projekt durchführen wollen.

00:08:22: Jetzt möchten wir uns ein bisschen über den Forschungsrahmenplan, der auf uns zukommt, oder der ab jetzt gilt für unser Ministerium, für unser Haus, also für ganz Österreich eigentlich, beschäftigen.

00:08:34: und ich möchte zu Beginn vielleicht fragen, warum braucht ihr oder warum habt ihr jetzt einen neuen Forschungsrahmenplan für die nächsten vier Jahre aufgestellt?

00:08:42: und warum braucht man sowas?

00:08:45: Weil wir im Ressort gesagt haben, auch in Abstimmung mit meinem Sektionschef und mit der Hierarchie, dass wir im Haus eine Strategie brauchen, wie wir mit Forschungsthemen die nächsten Jahre umgehen.

00:08:56: Es gibt auch sehr viele Veränderungen, es gibt neue Schwerpunkte und wir haben gesagt, wir brauchen eine Strategie, also einen großen Rahmen, der uns die Rahmenbedingungen aufspand und die Themen, mit denen wir uns beschäftigen wollen.

00:09:10: Zwei Erleihfunktionen, einerseits noch innen, um das noch innen zu kommunizieren, zu den Dienststellen, war natürlich auch noch außen hin, um auf europäisch und österreichischer Ebene auch Werbung zu machen und darauf hinzuweisen, dass es Themen gibt, die man stärker noch mitdenken muss in der Zukunft.

00:09:25: Das heißt, euer Auftrag sozusagen ist in den nächsten vier Jahren, nicht nur die Landwirtschaft, die Vorauswirtschaft, die Klimaeffekte, die wir haben, Umweltschutz, durch Forschung gut zu begleiten.

00:09:39: Bedeutet aber nicht jetzt, dass wir alle Probleme in unserem Haus lösen können oder alle Themen beforschen können, sondern es wird der Fokus gelegt, Schwerpunkte gesetzt.

00:09:49: Und das ist das große Ziel, die Schwerpunkte da jetzt aufzusetzen, oder?

00:09:52: Genau, es

00:09:52: werden Schwerpunkte gesetzt und in erster Linie geht es darum zu sagen, das sind Themen, die uns interessieren.

00:09:56: Man kann sich das so vorstellen, wenn ein externer Projektwerber im Projekt einreichen will, muss er wissen, was foltern in den Bereich, den das Ministerium interessiert.

00:10:06: kommen mit der konkreten Projektidee, die man dann diskutieren kann.

00:10:09: Und das findet sie eben in diesem Forschungsprogramm drinnen, wie das im Programm für Forschung und Entwicklung.

00:10:14: Wie ist der Prozess jetzt bei der Erstellung dieses Forschungsprogramms gelaufen?

00:10:17: Es ist ja nicht so gewesen, dass du die hinsetzt hast und das ist ja jetzt meine Ziele.

00:10:21: Oder Minister Trotschnick hat das vorgegeben, natürlich hat es Divisionen, die wir in dem Jahr die Vorgaben haben.

00:10:28: schildern kann.

00:10:29: Wie war dann Eierprozess?

00:10:31: Naja, da gibt es natürlich viele Dokumente, die auf dem Prozess eingezahlt haben.

00:10:34: Du hast sie schon genannt, die Visionen, die Visionen, die Visionen, die Visionen, die Visionen, die Visionen, die Visionen, die Visionen, die Visionen, die Visionen, die Visionen, die Visionen, die Visionen, die Visionen, die Visionen, die Visionen, die Visionen, die Visionen, die Visionen, die Visionen, die Visionen, die Visionen, die Visionen, die Visionen, die Visionen, die Visionen, die Visionen, die Visionen, die Visionen, die Visionen, die Visionen, die Visionen, die Visionen, die Visionen, die Visionen, die Visionen, die Visionen, die Visionen, die Visionen, die Visionen, die Visionen, die Visionen, die Visionen, die Visionen, die Visionen, die Vision.

00:10:57: Das heißt, wir haben den Prozess auf drei Phasen aufgeteilt.

00:10:59: In der ersten Phase haben wir uns intern beschäftigt.

00:11:01: Was haben wir denn für mögliche Szenarien bis zu den Jahren?

00:11:05: Mögliche Szenarien heißt, welche Herausforderungen kommen auf uns zu?

00:11:09: Wo braucht zum Beispiel der Landwirt die Bäuerin eine Begleitung?

00:11:14: Also, was für Herausforderungen kommen da?

00:11:17: Das haben wir gemacht mit den Fachabteilungen im Haus, mit den Forschungsaktiven Dienststellen, also mit den Ressort eigenen Forschungseinrichtungen, aber auch mit weiteren Steckholen und Bedarfträgern.

00:11:28: Und aus dem haben wir mal einen ersten Bedarf formuliert und mit dem sind wir dann im Endeffekt in einem sehr, sehr partizipativen, interaktiven Prozess gestartet.

00:11:37: der gemündet hat in über fünfundzwanzig Workshops mit über zweihundert Teilnehmer, Teilnehmerinnen, die sie da beteiligt haben.

00:11:42: Aus allen Bereichen, also die Steckhälde entlang der Wertschöpfungskette, es waren die Universitäten eingebunden, es waren private Forschungsstellen eingebunden, es war die Landwirtschaftskammer eingebunden.

00:11:53: Genau, also die Interessensvertretungen sind eingebunden gewesen, die Bildung, die Beratung.

00:11:59: Bildung natürlich auch

00:12:00: ganz wichtig.

00:12:02: Die wir natürlich auch als wichtige Multiplikatoren sehen.

00:12:04: Wir sind ja als Ressorts zwar doch sehr Forschungsaktiv, aber wir brauchen auch Partner mit denen wir Forschungsergebnisse umsetzen können, die dann in die Praxis bekommen.

00:12:15: Wichtiger Hebel ist auch die Bildung, der schulische Bereich und auch der Hochschulbereich, aber natürlich auch die landwirtschaftliche Beratung im Agrarbereich.

00:12:22: Und zusammen in Österreich, fairerweise sehr gut aufgestellt, oder?

00:12:26: Genau, und das können wir auch wirklich nutzen und das haben wir auch gesehen, dass das sehr große Benefits hat für den ganzen Prozess, dass man die Expertise einfach mit reinnehmen kann.

00:12:36: Und dann eine

00:12:37: Umsetzung, die es nutzen kann, natürlich die Ergebnisse.

00:12:40: Damit das Forschungsergebnis an Bauernhof ankommt?

00:12:42: Damit

00:12:43: es an Bauernhof ankommt, damit es in der Praxis ankommt, damit Forschungsergebnisse dort ankommen, wo Entscheidungen getroffen werden.

00:12:48: Also in der Politik oder auch in der Verwaltung oder beim Bauern oder in der Praxis.

00:12:53: Was sind so die großen Leitgedanken, die herausgekommen sind im neuen Forschungsrahmenplan?

00:12:58: Die großen Leitschienen.

00:13:00: Die großen Leitschienen für das neue Programmabseits von den thematischen Schwerpunkten ist natürlich das Thema Zusammenarbeit.

00:13:07: Wir müssen viel stärker zusammenarbeiten zwischen den verschiedenen Einrichtungen.

00:13:10: Das ist doch was, was ich mitgenommen habe, was immer noch den Bedarf für Austausch gibt.

00:13:16: Wir müssen schauen, dass wir Forschungsergebnisse besser und gut kommunizieren.

00:13:20: Wir machen das schon gut.

00:13:21: Es gibt aber noch Potenzial, das noch besser zu tun.

00:13:25: Und eben diese Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Akteuren.

00:13:29: von der Praxis, die jetzt wirklich ein Forschungsergebnis braucht und diejenigen, die dann Empfehlungen ausschließen.

00:13:34: Aufsteigend oder absteigend, dass man gut zusammenarbeitet, bis zum Hof hin.

00:13:39: Ja, das sind Dinge, wo wir uns sehr stark bemühen, unseren Beitrag dazu zu leisten, ist natürlich nicht immer einfach, gerade wenn ich die universitäre Forschung mir anschaue, da gibt es oft andere.

00:13:49: Ziele oder Erwartungen, dort ist die Bildung oder das Forschen oder die Wissenschaft, das wissenschaftlich publizieren oft einen sehr hohen Ausstieg und da fehlt es dann, ob und zu, auch an Ressourcen bis zum Bauernhof hinaus zu tragen, oder?

00:14:02: Ja, das sind glaube ich unterschiedliche Systeme, die da miteinander kommunizieren müssen.

00:14:06: Die Universitärenforschung ist, die Publikation ist die Währung der Universitäten, das ist das, an dem du gemessen wirst, das Forscherin.

00:14:15: Und wir haben den Anspruch, dass wir eben nicht nur Beiträge, also Journalbeiträge haben die sehr wichtig sind und notwendig sind, sondern dass man da darüber hinausgeht und das bringt man jetzt in die Praxis.

00:14:28: Beispielsweise früher hat man sich vielleicht hinsetzt und ein Bericht geschrieben über Touringmanagement in der Landwirtschaft.

00:14:37: Und unser Ziel ist, dass die Forscher in den Fortschritt und Fortschritt in Gummistiefeln rausgehen.

00:14:43: und im Endeffekt gemeinsam mit der Beratung, mit den Bauern oder der Bäuerin, dann entscheidet, was machen wir?

00:14:47: Was haben wir für ein Problem?

00:14:49: Was machen wir und wie können wir es lösen?

00:14:52: Gutes Bild, die Gummistiefel.

00:14:55: Im Forschungsrahmenplan oder wenn man so deinen Ausführungen hört, in deinen Vordring, sagst du oft Forschung in der Transformation.

00:15:05: Was meinst du konkret damit?

00:15:08: Das ist was, was uns... transformative Forschung uns doch beschäftigt und zwar wie kann Forschung auch an Beitrag leisten zur Veränderung.

00:15:17: Und wir verstehen das im Sinne von Forschung nicht nur als beobachtende, analysierende Disziplin, sondern Forschung, die sich auch an Veränderungsprozessen beteiligt und das auch wirklich nicht nur im Sinne von der Seitenlinie kommentiert, sondern auch wirklich damit dabei ist.

00:15:31: Begleitet.

00:15:32: Sonst du dich in der Hand nehmt.

00:15:34: in die Zukunft mitentwickelt an Betrieb.

00:15:37: Hilfe leistet ist.

00:15:38: Hilfe leistet und es geht an beide Richtungen.

00:15:40: Das ist nicht nur im Sinne von die Forschung, bringt es

00:15:43: lernend von der Praxis sozusagen, dass das auch wieder zurückkommt.

00:15:47: Ja, ist ganz was Wichtiges.

00:15:50: Welche Rollen spülen im Forschungsrahmenplan die Themen, die jetzt so präsent sind?

00:15:56: Ich meine jetzt nicht die politischen Themen, wie Unruhe und Krieg.

00:16:00: Natürlich spült es einen Forschungsrahmenplan, wenn es um Resilienz geht.

00:16:04: um Eigenversorgung geht, aber zum Beispiel Klimawandel oder Klimaschutz, Biotiversität, wie sehr ist das drinnen im neuen Forschungsrang planen?

00:16:12: Das

00:16:14: sind wirklich zentrale Themen im neuen Forschungsprogramm drinnen.

00:16:18: Immer man darf das nicht vergessen, dass die aktuellen Herausforderungen aus weltpolitischer Perspektive sind natürlich auch auf dem Forschungsbereich niederschlagen werden.

00:16:28: Wir haben da ganz große Themen auf geopolitische Ebene, aber natürlich der Klimawandel, die Klimawandelanpassung, die Biodiversität und die Biodiversitätskrise, die stattfindet.

00:16:39: Das sind doch Themen, die uns zu denken geben, aber es sind auch Fragen, wie können wir auf Ebene von Betrieben und von Unternehmen zukünftig wirtschaften, wenn wir diese gestiegenen Anforderungen haben?

00:16:51: Zwei ist schneidige Schwert, also die gestiegene Anforderungen und natürlich, dass man mit dem auch umgehen

00:16:55: muss.

00:16:56: Im Idealfall wäre es gut, wenn man sozusagen immer die Sintese schafft und für eine Win-win-Situation.

00:17:01: natürlich gibt es aber auch Situationen, wo man durchaus dann auch sagen muss am Ende des Forschungsprojektes, es ist aus der Sicht von X. wäre das ein Vorteil, aber Y zum Beispiel betriebswirtschaftlich ist es zurzeit nicht hebbar.

00:17:14: Ja, da sind wir bei den Interessenskonflikte.

00:17:18: Wenn die Forschung empfiehlt, ein klassisches Beispiel, der Pflanzenschutzmittel-Einsatz ist, um X-Prozent zu reduzieren und derjenige, der den Betriebleiter sagt, aber dann kann er zusperren, weil ohne die Mittel und ohne das kann er nicht wirtschaften.

00:17:34: Dann ist man genau bei so einem Interessenskonflikt drin.

00:17:36: Und dann muss natürlich die Forschung anschauen.

00:17:39: dass ich Alternativen er arbeite, oder?

00:17:42: Alternativen und nicht nur eben Empfehlungen, sondern wirklich Empfehlungen, die man auch in der Praxis dann umsetzen kann.

00:17:48: Genau.

00:17:49: Also es geht nicht nur um das analysieren und aufzeigen, sondern ein wirklicher Lösung aufzuzeigen.

00:17:53: Und das ist nicht immer einfach, weil natürlich sage ich jetzt nochmal in einem Wissenschaftssystem, die Publikation die harte Währung ist.

00:18:00: Das sind die Ergebnisse, die erzählen und die Implikationen beim typischen Paper.

00:18:06: So drinnen sind, aber natürlich nicht diese tragreichweite Hump, wie sie jetzt bei uns zum Beispiel im Haus ist und da dann in der Beratung benötigt wird.

00:18:13: Man muss es ja umsetzen und übersetzen können.

00:18:19: Ihr habt acht große Themen-Schwerpunkte ausgestellt.

00:18:22: Können wir die ein bisschen durchgehen, dass wir mal nicht oberlesen, sondern dass wir einfach sagen, jetzt gehen wir mal in den ersten.

00:18:27: und was ist damit gemeint?

00:18:30: Was ist der erste Themenblock?

00:18:31: Ja,

00:18:32: also der erste Themenblock ist im Endeffekt Klima- und Stoffkreisläufe.

00:18:36: Da geht es ganz viel um Emissionen.

00:18:39: Nicht nur natürlich aus der Landwirtschaft, weil Emissionen auch in vielen anderen Industriebereichen anfangen.

00:18:44: Und wir als Ressort im Forschungsbereich, wir nicht nur zuständig sind für agarische, faustliche Themen, sondern dass ja mittlerweile auch der Umweltbereich ist.

00:18:52: und der Klimabereich und das wollen wir in diesem Schwerpunkt näher beleuchten.

00:18:57: Und es geht auch um Klimaschutz in dem Zusammenhang, oder?

00:19:00: Geht es auch durch die Reduktion,

00:19:01: aber auch Anpassung ist das Auto drinnen, oder?

00:19:04: Die Klimawandel-Anpassung ist auch da drinnen, genau, das ist einerseits dort drinnen, aber natürlich auch in dem Schwerpunktbereich, genau, wo es um Kultuplanzen beispielsweise geht.

00:19:13: Also das ist das erste Thema.

00:19:15: Im zweiten,

00:19:16: im zweiten wollten wir... Also was wir gesehen haben in vielen Workshops ist diese Frage, wie geht man denn mit den Herausforderungen auf Ebene von Betrieben um?

00:19:26: Was machen die Betriebe, die in den Regionen sind und wie geht es den Menschen dabei, die diese Betriebe leiten und dann auch in den Gemeinden beispielsweise leben?

00:19:34: Und dem wollen wir uns in diesem zweiten Thema in Schwerpunkt mehr widmen, also das Zusammenleben in der Region.

00:19:40: Region und Betrieb.

00:19:41: Und auch, wie geht es den Bauern auf den Betrieben und den Bauerninnen?

00:19:45: Das

00:19:46: ist dort drinnen.

00:19:46: Also Fragen von Unternehmen ins Nachfolge, Diversifizierung und so weiter und so fort, die wir dort eben drinnen haben.

00:19:53: In diesem Jahrpunkt.

00:19:54: Sehr wichtig.

00:19:55: Und wir sind ja in Österreich, haben wir Gott sei Dank, zählen wir zu den zwei jüngsten Landwirtschafts, sozusagen wir haben sehr viel Junge und auch Gott sei Dank für die Hofe übernehmerinnen.

00:20:06: Dritter Punkt.

00:20:07: Biodiversität und Lebensräume.

00:20:09: Ich glaube, wie ein Thema das nicht aktueller sein könnte, die ganze Resilienzthematik von natürlichen Systemen, wo man stärker dem auch widmen wollen.

00:20:20: und wo natürlich vor den Umweltgedanken und vor den Umweltschwerpunkten, die wir haben, auch einiges mit reinkommen

00:20:25: wird.

00:20:26: Da ist auch die Renauterierungsverordnungsvorgaben sind, da praktisch ein Baselstein drinnen.

00:20:30: Wie können wir die erfüllen?

00:20:31: Wie können wir die Betriebe mitnehmen, ohne sie sozusagen zu überholen, auch wieder zu begleiten, zu kombinieren nach Möglichkeit

00:20:39: oder?

00:20:39: Genau, und da haben wir gleich im Biodiversitätsbereich natürlich, da kann man, was man dort sieht, ist, dass wir unterschiedliche Formate in der Ressortforschung haben und in der neuen Ressortkonstellation ist.

00:20:49: natürlich auch der Biodiversitätsfonds beispielsweise, sehr wichtiger Baustein, wenn es darum geht, auch Forschungsprojekte gemeinsam dann voranzubringen.

00:20:56: Okay, da erwarten wir uns schon große Impulse.

00:20:58: Da wird

00:20:59: sich einiges kommen, ja, insbesondere aus der Zusammenarbeit.

00:21:02: Das

00:21:02: dritte

00:21:04: ist es gewesen.

00:21:05: Dann haben wir natürlich ganz einen großen Themenbereich die letzten Jahre auch aus dem Regierungsprogramm gekommen.

00:21:11: wo es um Nutzersysteme geht.

00:21:12: Also Tierhaltung der Zukunft.

00:21:15: Wie schaut das aus mit Tierwohl, mit Tierhaltung,

00:21:19: Klimaschutz

00:21:20: beispielsweise, was für digitale Technologien kann man nutzen bei der Tierhaltung.

00:21:25: Das wird in dem Bereich im Vordergrund

00:21:27: stehen.

00:21:28: Das sind so weide Wirtschaft sozusagen.

00:21:30: Okay, der tierische Bereich, dann ist der Pflanzle-Bereich mit Sicherheit.

00:21:33: Ja,

00:21:34: Kulturpflanzen, Wasser und Bodener.

00:21:36: Da geht es natürlich um Klimawandel, angepasste Saatgut, da geht es um Züchtungsmethoden der neuesten Generationen, dort geht es um Wassermenagement.

00:21:46: Keine

00:21:46: Gentechnik als Stichwort.

00:21:49: Ich würde es nicht grüne Gentechnik nennen, aber neue gezielte Züchtungsmethoden, die doch in der Forschung im Forschungsbereich sehr, sehr viel diskutiert sind.

00:21:56: In der Politik gibt es eine klare politische Position dazu.

00:22:00: Auch in Österreich, aber auf Forschungsebene wird das diskutiert, ja.

00:22:04: Und die Frage natürlich, wie kann man Wasser beispielsweise in der Landschaft stärker halten?

00:22:08: Ja,

00:22:09: so Schwamm-Landwirtschaft sozusagen.

00:22:11: Die stärkeren Ereignisse nehmen wir ja zu.

00:22:13: Gleichzeitig Lange-Türe-Berat.

00:22:15: Das macht alles Sinn, was das Wasser ... Auf der Fläche haltet, oder?

00:22:18: Genau, ja.

00:22:19: Und da sind auch die Bundesanstalten im wasserwirtschaftlichen Bereich bei uns sicherlich sehr stark.

00:22:23: Da ist sehr, sehr viele Expertise im Resort von unten.

00:22:26: In der Wassersektion aber natürlich auch im Bundesamt für Wasserwirtschaft und allen anderen, die dort mitgestalten und dabei sind.

00:22:33: Nächster Punkt wäre

00:22:35: Lebensmittelsysteme, Ernährung und eben die Frage, wie man denn mit der Produktion umgeht.

00:22:42: Da geht es viel um Nachhaltigkeitsdaten, da geht es viel um Versorgungsketten

00:22:47: und auch neue Versorgungsketten.

00:22:49: Da

00:22:49: geht es viel um alternative Proteinquellen beispielsweise aus pflanzlicher Produktion.

00:22:54: Da gibt es ja neue Kulturen, die wir vielleicht in Österreich momentan noch nicht in dem Ausmaß anbauen, aber anbauen können in die Zukunft.

00:23:01: Aber natürlich auch Fragen, wie man ansonsten ein Weißbedarf beispielsweise decken

00:23:04: kann.

00:23:05: Das heißt, da geht es ja um... Sicherung einer vielfältigen Eigenversorgung am Tisch sozusagen über innovative Produkte, neue Pflanzenarten, neue Verarbeitungsmöglichkeiten.

00:23:18: Und da sind wir in Österreich und wir sind ja sehr innovativ.

00:23:21: Und gerade vorhin im Bauern können Sie da einbringen, glaube ich, schon ein spannendes Feld.

00:23:25: Das ist immer sehr innovativ und ich glaube insbesondere dieser Versorgung, sondern Ehrungssicherheit, das ist ein Thema mit dem wir uns beschäftigen müssen, weil Lieferketten natürlich... in den letzten Jahren und auch letzten Monaten Fragiler geworden sind.

00:23:37: Ja, und natürlich, weil wir auch einen hohen Standard umsetzen wollen und unsere österreichische Bevölkerung gesund ernähren wollen, oder?

00:23:44: Das ist so wichtig.

00:23:46: Das war das sechste, oder?

00:23:48: Das ist das sechste

00:23:49: Thema, man sieht, wir sind ein großes Ressort, also das Bundesministerium für Land- und Fasswirtschaft, Umwelt- und Klimaschutzregionen und Wasserwirtschaft.

00:23:57: hat ein sehr, sehr breites Aufgabenbereich, also die Zuständigkeiten sind breit und da sind wir wirklich das Forschungsaktivste Ressort und demnach haben wir auch entsprechend acht Schwerpunkte, denen wir uns widmen.

00:24:09: Der siebte Schwerpunkt ist ein ganz wichtiger Bereich, der geht zum Wald, nachwachsende Rohstoffe und die Bioökonomie.

00:24:15: Da ist in den letzten Jahren sehr, sehr viel gelungen aufgrund vom Waldfond.

00:24:20: Das sind Fragen beispielsweise, wie muss denn der Wald der Zukunft ausschauen, damit er auch in hundert Jahren noch steht?

00:24:26: Das sind aber Fragen, wie können wir Kreisläufe im Rolzbau beispielsweise noch besser schließen?

00:24:32: Wie können wir die Bioökonomie nutzen?

00:24:34: Kaskadische Nutzung von Ressourcen, sozusagen nicht gleich in die Biogasanlage zu gehen, sondern vorher noch zu nutzen, oder?

00:24:40: Thermische

00:24:40: Verwertung als letzte.

00:24:42: Weil ja im Prinzip, wenn wir fossile Energieträger reduzieren, müssen wir Kohlenstoffquellen woanders herkriegen, wenn wir das ersetzen wollen.

00:24:52: Und da ist natürlich auch die Fotosynthese immer die Basis.

00:24:55: Und wenn ich Fotosynthese als Basis habe, ist die Fläche die Basis.

00:24:59: Und dann sind wir wieder bei den Bauern und Bauern draußen und bei den Forstwirten.

00:25:03: Und diese Ressourcen, die die produzieren, müssen wir wieder effizient dann weiter nutzen, oder?

00:25:08: Genau, das sind wirklich zentrale Fragen, die wir in dem Programm für Forschung und Entwicklung da drinnen

00:25:12: haben.

00:25:13: Ja, super, ist sehr wichtig.

00:25:15: Und dann gibt es natürlich einen letzten Bereich, der auch Aufgrund der Hochwassereignisse, die sie in der Vergangenheit auch in Österreich gegeben hat, dann bedeutet sie gewonnen.

00:25:24: wo wir in den letzten Jahren schon sehr, sehr viel hat umsetzen können.

00:25:27: Das ist der Bereich Schutz vor Natur gefahren und auch Schutz und Entwicklung im Endeffekt.

00:25:33: Es geht

00:25:33: vom Hochwasser bis zu Hangrutschungen

00:25:36: und dergleichen mehr, oder?

00:25:37: Es geht vom Hochwasser bis zum Starkregenereignis.

00:25:40: Da gibt es sehr, sehr viele Expertise in der Wilbach- und Lawinenverbauung.

00:25:44: Da geht es aber und wird zukünftig auch stärker gehen, wird auch auf europäischer Ebene gehen.

00:25:48: diskutiert um Fragen von Dulius beispielsweise.

00:25:51: Was

00:25:52: ist das konkret?

00:25:52: Wie kann man Entwicklungen, die im zivilen Bereich passieren, auch umlegen auf beispielsweise Schutz von kritischen Einrichtungen in Österreich?

00:26:02: Das verstehe ich jetzt noch nicht ganz.

00:26:04: Kannst du mir das noch mal erklären.

00:26:05: mit einem Beispiel?

00:26:07: Bei Dulius geht es darum, dass man beispielsweise digitale Technologien, die man in der Landwirtschaft erprobt, aber die man auch in anderen Bereichen erprobt, auch für militärische Zwecke einsetzen

00:26:18: kann.

00:26:18: dass man da voneinander lernt und das doppelt nutzt.

00:26:22: Das ist auch auf europäischer Forschungsebene ein großes Thema im zehnten Rahmenprogramm.

00:26:27: Und über all diese Themen drüber steht auch sozusagen Nutzung digitaler Systeme, KI-Systeme, oder?

00:26:37: Das ist ja nicht ein eigenes Forschungsgebiet, sondern ein Hilfsmittel.

00:26:40: Ja, wir haben

00:26:41: bewusst gesagt, als was digitale Technik und Technologie ist, das ist so ein großes Querschnittsthema.

00:26:47: Aber das sind alle diese Themenbereiche mit Rheinspüter.

00:26:49: Es ist einerseits können das Anwendungen von Präzisions, Precision Farming beispielsweise sein.

00:26:56: Das kann aber auch ein KI-System sein.

00:26:58: Es sind alle diese Themen schwerpunkte mit Rheinspüter.

00:27:01: Aber es wird sozusagen die KI nicht alle Probleme lösen können, aber es ist ein wertvolles Hilfsmittel, um zu neuen Ergebnissen zu kommen, oder?

00:27:07: Ich glaube, bei der KI haben wir noch viel zu entdecken.

00:27:11: Am einerseits denken wir dieselbe immer, wie die KI kann schneller.

00:27:16: Schreiben, sie kann schneller übersetzen, sie kann schneller zusammenfassen.

00:27:21: Sie liefert unglaublich gute Ergebnisse.

00:27:23: Und gleichzeitig liefert sie Ergebnisse, die

00:27:27: hallucinieren.

00:27:28: Die hallucinieren und die eigentlich nicht verwertbar sind.

00:27:32: Lassens, die wir lernen können, wenn es um die Keilnutzung geht in den nächsten Jahren.

00:27:36: Du stellst mir erst am Anfang, was das alles bedeutet.

00:27:38: Du hast vorher gesagt, Ergebnisumsetzung ist etwas ganz, was wichtig ist.

00:27:42: Wo kann ich mir informieren über den Forschungsprojekt, über die Projekte, die ihr aktuell managt oder auch dann in Zukunft den Forschungsrahmen planen?

00:27:52: Da gibt es ja Plattformen, die ihr nutzt, wo es hinaus spielt.

00:27:55: Es gibt Systeme in Österreich, die wir hier bedienen.

00:27:58: Was kannst du dazu sagen?

00:28:00: Wir haben eine eigene Forschungsplattform, www.dafne.at,

00:28:09: weiches DDAA-Tora

00:28:10: Anton Friedrich Norbert E-Mail, die Datenbank für nachhaltige Entwicklung, auf der sämtliche Forschungsergebnisse der Ressortforschung allumfassend publiziert sind und der Öffentlichkeit zugänglich sind.

00:28:24: Das heißt, dort kann man sich über Forschungsergebnisse informieren.

00:28:27: Wir haben seit einigen Monaten einen eigenen Newsletter.

00:28:32: Den kann man abonnieren.

00:28:33: Den kann

00:28:33: man abonnieren.

00:28:34: Da bekommt man recht periodisch zugeschickt mit neuesten Informationen zu kürzlich abgeschlossenen Projekten, aber auch zu Projekten, die jetzt momentan neu starten.

00:28:43: Das

00:28:44: ist auch etwas, was vielleicht für manche Fachzeitungen die Presse stellen sehr relevant wäre.

00:28:50: Genau,

00:28:50: das sind unsere Bemühungen im Forschungsergebnis nach stärker nach außen zu tragen und deswegen haben wir das eben begonnen und wird auch sehr, sehr gut angenommen.

00:28:58: Dann haben wir beispielsweise das ganz wesentliches Flagship-Event, haben wir einmal im Jahr den Tag der Ressortforschung, wo Expertinnen aus Verwaltung, aus Forschung und auch Bedarfträger, Trägerinnen zusammenkommen, um eben sich auszutauschen zu aktuellen Forschungsthemen.

00:29:14: Das heißt, ich habe jedes Jahr ein Schwerpunktthema, das geht dann auch so weit, dass man auf dieses Schwerpunktthema passiert, dann auch Forschungsprojekt Anträge einreichen kann.

00:29:24: die dann gefördert werden möglicherweise.

00:29:26: Also ihr denkt da den Kreislauf durch bei diesen takte Ressortforschung.

00:29:30: Genau, wir haben immer, sagen wir mal den Anspruch, Projekte vor den Vorhang zu holen, die zu dem Themenbereich, den wir haben, wirklich wesentlich beitragen.

00:29:40: Und wenn es die Möglichkeit gibt, auch natürlich in Abstimmung mit der Hierarchie bei uns im Haus, dann kann man auch incentives schaffen für entsprechende Projekteanreichungen.

00:29:48: Aber das ist gar nicht immer notwendig, weil man einfach auch ja laufend Forschungsprojekte einreichen kann.

00:29:54: Und daneben gibt es auch so die Akkis-Plattform.

00:29:57: Kannst du das kurz erklären?

00:29:59: Ja, wir haben ganz viele Initiativen in Österreich.

00:30:01: Da gibt es Akkis, wir haben Speeding-Up-Innovation, wir haben Factcheats gemeinsam mit dem ökosozialen Forum, die alle zum Ziel haben Forschungsergebnisse aus der Praxis, also sowohl Projekte, die bei uns laufen, aber auch Projekte, die bei der FFG laufen, die von den Universitäten selber getragen werden, um besser zu kommunizieren.

00:30:22: Und das sind alles wichtige Initiativen, um in Forschung nur stärker dorthin zu bringen, was ich dann erwirken kann.

00:30:29: In den letzten Jahren hat es Bemühungen gegeben, die Zusammenarbeit im albinen Bereich ein bisschen zu fokussieren.

00:30:36: Ich sage jetzt die drei Länderzusammenarbeit, Bayern, Südtirol, Österreich, mit teilweise doch gleichen Herausforderungen und Problemen.

00:30:45: Vielleicht kannst du zu diesem drei Länderkooperationen auch ein bisschen so.

00:30:48: Ja, also ich habe Forschung... Wenn man Forschung denkt, dann muss man gleichzeitig auch an Europa denken.

00:30:56: Und ohne Europa gäbe es viele der Forschungsprojekte nicht, die wir heute haben und auch viele der Erkenntnisse nicht.

00:31:04: Das Forschungsrahmenprogramm der Kommission ist ein sehr großer Flieger, der natürlich auch entsprechend braucht, bis er in eine andere Richtung fliegt oder sich anpassen kann.

00:31:12: Und ist auch sehr aufwendig für die Forschenden.

00:31:15: Sehr, sehr aufwendig.

00:31:16: Bürokratisch ist es auch.

00:31:18: Also du musst viel Dokumente ausfüllen.

00:31:19: Der Antrag ist sehr aufwendig und es wird nur jedes vierte, fünfte Projekt danach genehmigt.

00:31:25: Also es ist da, puttet man schon sehr viele Ressourcen hinein.

00:31:28: Und deswegen, wie gesagt, wir haben es halt mittlerweile, gibt es auf politischer Ebene Forschungskooperation.

00:31:35: Bayern, Südtürl, Österreich, wo man gesagt haben, auf dieser Ebene mit diesen drei Ländern kann man sehr, sehr agil zusammenarbeiten und gemeinsam Forschungsprojekte unterstützen und auch ins Laufen bekommen, die man sonst vielleicht nicht hätte.

00:31:48: Und das glaube ich ist ein großer Vorteil.

00:31:51: Großer Vorteil deswegen, weil die Voraussetzungen in den drei Ländern vergleichbarer sind als das beispielsweise zwischen Österreich und einem Land in Südeuropa.

00:32:02: Also auch da gibt es wertvolle Initiativen, die ihr mitsteuert.

00:32:06: Ja,

00:32:06: und da ist man sehr agil und man kann da sehr schnell reagieren und auch Sachen ins Laufen bekommen.

00:32:12: Also ich glaube, diese Forschungskooperation zwischen Bayern und Südtürl ist wirklich ein Erfolgsbeispiel.

00:32:18: wie man das denken kann und was man auch mit wenig mitteln.

00:32:21: Das muss man natürlich dazu sagen, dass das nicht zu vergleichen ist mit einem großen Forschungsrahmenprogramm.

00:32:27: Aber man ist da sehr zielsicher unterwegs und kann Themen, die für alle drei Regionen relevant sind, noch vorne bringen.

00:32:33: Ja, und vor allem haben wir die gleichen klimatischen Voraussetzungen in vielen Bereichen und das macht das Sinn, gemeinsam an Strategien zu arbeiten.

00:32:41: Wo geht Europa hin im Forschungsbereich?

00:32:44: Das hat sie ja eingebunden.

00:32:46: Kammerdose, aber so ein Herausschildnis kommt ja ein neues Forschungsprogramm Horizon Europe X heraus.

00:32:54: Wo wird es da hingehen?

00:32:56: Es geht viel in Richtung Simplification.

00:32:59: Was heißt das?

00:33:00: Vereinfachung?

00:33:01: Vereinfachung

00:33:02: in der Projektabwicklung oder

00:33:03: in der Programmierung von diesem Forschungsprogramm?

00:33:08: Es soll treffsicherer werden.

00:33:12: Treffsicherer bedeutet, dass es wirkungsorientierter wird, also dass man stärker auf den Output und die Wirkung von Forschung schaut.

00:33:17: Also auch das, was wir in Österreich hier versuchen, dass es auf den Betrieben zum Beispiel ankommt, dass es in der Region ankommt, dass es nicht nur Abschlussbericht ist, wo man viel angeschaut hat, aber keiner gespielt was davon, sondern es soll einen Impact haben, oder?

00:33:31: Genau, da geben wir von den, also wir haben ja momentan nur aktuelle Vorschläge, so Horizon Europe ist ja in der zehnten Auflage immer noch in Diskussion.

00:33:40: Was man aber sieht ist, dass es sehr stark in Richtung die Schließen der Innovationskette geht.

00:33:46: Bedeutet von der Grundlagenforschung hin zur eingewandten Forschung den ersten Tests im Feld und dann wirklich auch der Monetarisierung, also dem Verkaufen von einem Forschungsergebnis.

00:33:56: Und das ist glaube ich eine notwendige Sache, dass man Schwerpunkte setzt.

00:34:00: Das ist aber glaube ich für viele Bereiche auch eine Herausforderung.

00:34:03: Weil man nicht alles monetarisieren kann.

00:34:04: Langzeit,

00:34:05: Evaluierung oder Monitoring, da kann ich nicht ein Produkt entwickeln, wie wir einen neuen Chip für den Computer irgendwie

00:34:13: entwickeln.

00:34:14: Und es gibt auch Themen, wo das Ergebnis extrem wichtig ist, aber nicht in einen monetären Mehrwert verkauft werden kann.

00:34:21: So zu sagen, das ist eine Firma, damit da ist, ich denke jetzt, ein Low-Input-Projekt in der Landwirtschaft zum Beispiel.

00:34:26: Da geht es ja genau darum, mit wenig externen Input viel Output zu produzieren oder einen guten Output zu produzieren.

00:34:33: Und da ist die Industrie vielleicht im Hintergrund gar nicht so interessiert.

00:34:37: und ein Ergebnis, weil es ja

00:34:40: sozusagen

00:34:41: kosten oder weil das Umsatz reduziert für die Firmen.

00:34:44: Und das wird ein großes Thema werden, also dass man in Zukunft noch stärker im Sinne von Output, von Produkten, was man verkaufen kann, denken muss, wenn es umfangs schon geht in Europa.

00:34:54: Okay,

00:34:55: das braucht auch ein österreichisches Förderungsrahmenplan und Konzepte, weil man dort vielleicht nicht ganz so in... in diesen Bereichen ein muss.

00:35:03: Da gibt

00:35:04: es immer noch Themen, wo wir auch im Ressort natürlich darüber nachdenken müssen und auch können von der Forschung zur Innovation und dann wirklich zur langfristigen Umsetzung.

00:35:13: Jetzt hast du dieses Forschungsprogramm erarbeitet mit deinen Mitarbeitenden.

00:35:19: Es ist sehr gut abgestimmt mit der Community in Österreich.

00:35:22: Wenn du in die Zukunft schaust und wenn wir im Jahr zwanzig einund dreißig wieder ein Podcast machen, was haben wir erreicht?

00:35:31: Was wir erreicht haben ist auf Ebene der Rahmenbedingungen, dass die Finanzierung für Forschung zu den natürlichen Ressourcen, damit eingeschlossen, als was agarische Themen sind, Lebensmittel, aber auch Umwelt und Klima, dass die entsprechend angekommen sind und dass wir auch die entsprechenden Finanzierungsquellen in Österreich diskutiert haben.

00:35:50: Und das Hehe ist sehr, sehr stark gefordert, natürlich die Instrumente, die wir haben im Bereich einer FDI-Strategie.

00:35:55: Was verstehst du darunter?

00:35:57: Dass wir in Österreich sagen, Forschung sind auch natürliche Ressourcen, die man mitdenken muss.

00:36:03: Das ist jetzt dort nicht abgebildet so sehr.

00:36:05: Das ist momentan natürlich drinnen in den Leistungsfeinbarungen der Universitäten beispielsweise, aber ich denke, da gibt es Potenzial, weil da ein Innovationspotenzial vorhanden ist für neue Produkte.

00:36:15: Und das würde ich mir wünschen, dass wir die stärkeren mitdenken und das aber gemeinsam machen, also gemeinsam mit den Ressorts, die daran beteiligt sind.

00:36:25: Das würde bedeuten, dass es... Dass unsere Themen, die wir im Landwirtschaft, die Forstwirtschaft, stärker auch über diese Plattformen gearbeitet werden können und dass man dort auch finanzielle Mittel erreicht, oder?

00:36:40: Finanzielle Mittel, dass man sich besser abstimmt, damit man einfach die Expertise erheben kann und die auch erfolgreicher wird, sagen wir auf europäischer Ebene.

00:36:48: Dann kann man natürlich bei Horizon Europe noch besser auftreten und mehr Rückfluss für Österreich generieren, wo im Endeffekt die ganze Community davon profitiert.

00:36:58: Du hast einen sehr großen Bereich über mit wesentlichen Punkten, die uns in Zukunft beschäftigen werden.

00:37:05: Wie geht es dir mit in diesem großen Themenfeld und wohnnimmst du eigentlich der Energie her?

00:37:11: Oder deine Freude an dieser Arbeit?

00:37:13: Ich habe

00:37:13: dann ein ganz großer Vorteil und so, dass wir ganz viele Themen inhaltlich wirklich interessieren.

00:37:19: Ich habe es vorher ganz kurz angesprochen.

00:37:23: Prima Ausbildungstechnisch habe ich geografisch studiert, dann habe ich internationale Wirtschaftswissenschaften gemacht, dann habe ich mir mit Ökotoxikologie beschäftigt.

00:37:30: Ich glaube, das ist einfach total spannend, wenn man unterschiedliche Projekte am Schreibtisch hat, mit denen man sich vorher vielleicht in dieser Tiefe nicht beschäftigt hat, dann kann man immer was dazulehnen.

00:37:39: Das finde ich extrem spannend und das macht mir Spaß.

00:37:41: Super, ich wünsche dir alles Gute für deine weitere Arbeit, für den ganzen Team.

00:37:46: Wir arbeiten sehr gut zusammen, also es ist wirklich sehr freulich und es macht Spaß uns auch.

00:37:52: Und der soll, der Spaß ist das Wichtigste, oder?

00:37:55: Weil man irgendwo mit Freude dabei ist, dann gelingt das auch eher.

00:37:58: Genau.

00:37:58: Und das wünsche dir und deinem Team.

00:38:01: Und bei Ihnen zu Hause bedanke ich mich fürs Zuschauen und fürs Zuhören.

00:38:04: Wir freuen uns, wenn Sie unseren Podcast teilen.

00:38:07: Es gibt sehr viele schon wertvolle Beiträge zu hören und zu sehen.

00:38:11: Auf Wiedersehen und auf Wiederhören bei Grasseins Wissenkompakt, unseren Podcast von Rampelkumpenstein.

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