Folge 161: Grassilage im Fokus: Was Milchsäurebakterien wirklich bringen
Shownotes
In dieser Folge tauche ich gemeinsam mit Reinhard Resch tief in das faszinierende Zusammenspiel von Milchsäurebakterien und Klostridien bei der Grassilage ein. Wir beleuchten, wie Sensorik, pH-Wert und mikrobiologisches Know-how die Futterqualität bestimmen und warum selbst kleine Managementfehler große Folgen haben können. Ich zeige, worauf es bei der Anwendung von Siliermitteln ankommt, wann Zusatzstoffe wirklich Sinn machen und wie sich der Klimawandel auf die Silage auswirkt. Reinhard gibt praxisnahe Tipps, wie Betriebe Fehlgärungen vermeiden und mit modernen Strategien hochwertige Grassilage erzeugen können. Hören Sie rein, wenn Sie wissen möchten, wie Sie das Beste aus Ihrem Grünland herausholen und Ihren Tieren gesundes, schmackhaftes Futter bieten!
HBLFA Raumberg-Gumpenstein
https://www.raumberg-gumpenstein.at/
Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG)
https://www.dlg.org/de/landwirtschaft/themen/futtermittel/dlg-silage-mittel-liste
Österreichische Arbeitsgemeinschaft für Grünland und Viehwirtschaft (ÖAG)
https://www.gruenland-viehwirtschaft.at/
Milchsäurebakterien (Lactobacillus spp.)
https://de.wikipedia.org/wiki/Milchs%C3%A4urebakterien
Clostridien (Clostridium spp.)
Transkript anzeigen
00:00:08:
00:00:09: Willkommen zu einer neuen Folge von der Graseins Wissenkompakt, unseren H-Belle-Fahrraum bei Gumpenstein-Podcast.
00:00:15: Gute Grasselage ist kein Zufall, sie ist das Ergebnis von Fachwissen, Erfahrung und den richtigen Entscheidungen zum richtigen Zeitpunkt.
00:00:25: Ich bin Andreas Stein wieder und mein heutiger Gast ist Ingenieur Reinhard Resch von der H-Belle-Fahrraum bei Gumpenstein, einer der anerkanntesten Spezialisten für Futterkonservierung im deutschsprachigen Raum.
00:00:36: Wir sprechen darüber, was Milchsorepakterien wirklich leisten, wo ihre Grenzen liegen und worauf es in der Praxis ankommt, damit aus Gras hochwertiges Futter wird.
00:00:47: Schön, dass Sie dabei sind und lieber Reinhard.
00:00:49: Herzlich willkommen im Podcast.
00:00:51: Freut mich sehr, dass wir wieder ein Thema behandeln, Andreas.
00:00:55: Reinhard, warum?
00:00:57: du beschäftigst dich seit Jahren mit der Futterkonservierung und gibst deine Ergebnisse auch an die Praxis weiter?
00:01:04: Warum sind Grasilaschen?
00:01:06: und deren Konservierung nach wie vor ein wichtiges Thema.
00:01:10: Grasselaschen sind in Österreich das bedeutendste Gruppfuttermittel für unsere Wiederkeuer.
00:01:17: Von der Seite her ist der Stellenwert dieser Konserve natürlich von großer Wichtigkeit für die Betriebe, für einen wirtschaftlichen Erfolg.
00:01:27: Was macht aus deiner Sicht eine gute Grasselasche aus?
00:01:32: Ja, das ist einerseits der hohe Futterwert, der hohe Verdaulichkeit.
00:01:36: Das Futter, damit die Tiere entsprechend gute Futterverwertung anstellen können.
00:01:44: Daneben ist natürlich den sensorische Wert der Silage von großer Relevanz.
00:01:52: Was
00:01:52: verstehst du unter sensorisch?
00:01:54: Weil
00:01:54: Silage Qualität haben.
00:01:57: Das ist sozusagen die Güte der Fermentation, der Vergärung, den kann man bewerten.
00:02:05: Wenn man eine Silage praktisch konserviert hat und dann öffnet, braucht es auch eine Stabilität, damit das Futter nicht gleich verdirbt, wenn es an der Luft ist.
00:02:15: Also eine aerobische Stabilität
00:02:17: braucht.
00:02:18: Also es geht um Sensorik, Riechen, die Struktur muss passen, die Tiere müssen es gerne fressen sozusagen.
00:02:29: Auch um die Farbe, also bei Proteinabbau verändert sich dann ganz massiv die Farbe einer Silage, wenn sie kippt.
00:02:37: Das ist die Sensorik und das andere hast du auch gesprochen.
00:02:40: Sie muss dann auch stabil bleiben, wenn ich sie öffne.
00:02:43: Richtig, genau.
00:02:44: Okay.
00:02:47: Trotzdem findet man jetzt in der Praxis immer wieder auch noch mangelhafte Silagen und Wassendroh aus deiner Sicht die größten Problembereiche.
00:02:58: In Österreich haben wir die Situation, dass wir gerne in dieser luftfreien Phase, wo das Futter durch die Folienabdeckung praktisch der Luft nicht ausgesetzt wird, dennoch gewisse Verderberscheinungen zeigt.
00:03:18: Da spielen Klosteridienbakterien eine wichtige Rolle.
00:03:22: Wir erkennen, dass am Geruch, in dem das Futter nach Buttersäure so einen gewissen ranzigen Unangenehmen geruchert.
00:03:30: Das ist ein Hinweis für diesen an-a-er-roben Fehlgehrungsprozess.
00:03:36: Das wollen wir nicht.
00:03:37: Obwohl die Silage gut abgedeckt ist?
00:03:40: Ja.
00:03:42: Weil darauf legen wir ja auch Wert.
00:03:46: Kaum es zu Fehlgerungen kommen.
00:03:47: Genau.
00:03:48: Und das sind die Klaustridien, die ich im Futter mit habe.
00:03:51: Ja,
00:03:52: das sind dabei.
00:03:53: Das sind Klaustridien, Sporen zum Teil, Dauerformen, die sehr robust sind, resistent sind für verschiedene Umweltbedingungen.
00:04:02: Die halten alles möglich aus, auch hohe Temperaturen.
00:04:05: Und wenn die ihre Bedingungen für eine Vermehrung vorfinden, wie die brauchen genauso luftfreie Bedingungen wie die Milchsäurebakte ein, dann sind das sozusagen Gehärgungsschädlinge, die wir nicht wollen.
00:04:22: Wie kommen Kostridien in die unvergorene Grasilage?
00:04:27: Durch Futterverschmutzung hauptsächlich.
00:04:29: Man kann sich gut vorstellen im Erde oder auch in Wirtschaftsdünger Westen wie Gülle oder Stahlmist, wenn der in das Futter bei der Ernte reinkommt.
00:04:41: Dieser unerwünschte Anteil, dann kommen auch diese Sporen, diese Glustridien hinein und können störend wirken bei der Vergärung.
00:04:49: Das heißt, dichter Pflanzenbestand, nicht zu tiefes Meen, Wiesen abschleppen, damit die Maulwürfshäufen nicht vorhanden sind, wenig Maulwürfe oder vor allem insbesondere Mäuse im Pflanzenbestand.
00:05:05: Dichte Pflanzenbestände, all das ist wichtig, damit die sozusagen Einstellung der Erntegeräte, damit die nicht viel Dreck mithalten.
00:05:15: Ja,
00:05:16: es gibt, klar, du hast es jetzt schon gesagt, einige Punkte im Management erzählen zur guten fachlichen Praxis in der Bewirtschaftung von Pflanzenbeständen, damit wir in solche Kontaminationen, könnte man sagen, nicht hineingregen, auch das Wirtschaftsdünger-Management mit Gülleverdünnung.
00:05:37: bodennahe, streifenförmige Ausbringung.
00:05:39: Das sind alles Aspekte, die wichtig sind in der guten fachlichen Praxis, damit wir schon tolle Stadtbedingungen für gute Vergierungen haben.
00:05:49: Jetzt sehen wir im Grünland oder spüren auch den Klimawandel im Grünland.
00:05:54: Wie ist das in diesem Zusammenhang zu sehen?
00:05:58: Ja, mit Temperatur, Erhöhung.
00:06:00: muss man sich vorstellen, jedes Grad mehr an Temperatur und wie wir sehen das ja in den Sommermonaten, die Zunahme an diesen Truppentagen mit mehr als dreißig Grad Celsius, das macht schon etwas auch mit der Mikrobiologie.
00:06:15: Grundsätzlich, wenn die Temperatur steigt, haben wir eine erhöhte Aktivität von Mikroorganismen zu erwarten.
00:06:24: Das heißt, die Vorteile daraus können wir auch entnehmen, die Gehrung wird schneller ablaufen.
00:06:33: Gleichzeitig ist bei erhöhter Temperatur auch der Verderprozess ein schnellerer.
00:06:39: Also wir haben zwei Dinge zu beachten, die positive und die negative Seite.
00:06:45: Wenn wir alle Bedingungen gut beherrschen, haben wir schnelle Gehrung und dann schnellen Erfolg, haben dadurch weniger Nährstoffverluste.
00:06:55: haben wir allerdings schlechte Karten, schlechte Bedingungen, schlechte Faktoren, dann fehlt uns das Negativ-Zubuche und wir haben mehr Verluste an Qualität und das zieht sich bis zu den Tieren durch.
00:07:08: Okay,
00:07:10: jetzt ist es ja so, wir wollen ja eine Milchsoregierung vorwiegend haben, wenn wir Grasselage bereiten und wir wollen nicht die Kostridien.
00:07:20: Und es ist ein Kampf um die Ressourcen, oder?
00:07:23: Im Prinzip geht es um den Kohlenstoff, der fermentiert werden kann, abgebaut werden kann und daraus entstehen die Säuren.
00:07:31: Und warum sind da die Milchsäurebakterien jetzt so wichtig?
00:07:36: Weil, man könnte generell sagen, Milchsäurebakterien sehen wir als nützliche Bakterien.
00:07:45: Die haben ganz einfach die positive Eigenschaft, dass sie in ihrer Vermehrung sehr schnell diese leicht verkehrbaren Zucker, Kohlenhydrat, wie du hast es ja gesagt, nutzen können, um Milchsäure als Stoffwechselprodukt zu erzeugen.
00:08:02: und das ist eine starke Säure, die senkt den pH Wert effizient schnell ab, wenn sich die schnell vermehren können.
00:08:10: Und dadurch werden Gehrungsschädlinge an der Vermehrung gehemmt, wenn der BH-Wert relativ schnell absinkt.
00:08:18: Das heißt,
00:08:19: im Prinzip die Milchsäurebakterien unterdrücken auch die unerwünschten Klaustridien, oder?
00:08:23: So ist es, genau.
00:08:24: Aber im gewissen BH-Wert, wir sagen bei den Klaustridien, alles unterhalb von fünf Komma, fünf, besser noch unter fünf, sind eben schon hennende Bedingungen vom BH-Wert her, dass sich die Klaustridien dann nicht mehr gut vermehren oder gar
00:08:40: nicht.
00:08:40: Wie schaut es mit Proteinabbau aus im Silage-Prozilier-Prozess?
00:08:47: Das ist eine relativ komplexe Sache durchaus, weil das sind viele chemische, enzymatische, aber auch mikrobiologische Bedingungen in Verbindung, wo Stickstoffverbindungen auch abgebaut werden.
00:09:06: Das können wir zum Teil gar nicht aufhalten, also da gibt es Vermeidbare Verluste, die müssen wir leider in Kauf nehmen, das sind ein paar Prozent, aber dann gibt es auch vermeidbare Verluste und da wollen wir die Qualität der Aminosäuren so gut, es geht auch durch eine Silierung erhalten.
00:09:26: Und auch dazu tragen die Milchsäurepaktären bei, weil sie praktisch die Proteinabbauenden auch unterdrücken.
00:09:34: Genau, es gibt ja sehr... Schädliche Clostridien, das sind so genannte proteolytische Clostridien, die holen sich die Energie für die Vermehrung hauptsächlich aus dem Protein heraus.
00:09:50: Wie sind die ganze Bösewichte, sage ich mal, weil die können auch Krankheiten hervorrufen.
00:09:56: Wir kennen den Botulismus zum Beispiel, Clostridium Botulinum.
00:10:05: sozusagen verwesenden Prozessen von Tierkörpern in der Körperhöhle drinnen laufen solche Vergiftungen ab und da entstehen diese Eiweißartbauprodukte.
00:10:19: Haben wir das in der Silage drinnen, das kann vorkommen, dann riechen wir das sehr intensiv.
00:10:26: dass das nach Vollnis, nach Eiweiß, ein paar wie faule Eier z.B.
00:10:30: riecht.
00:10:31: Oder wenn so biogene Amine entstehen, dann riecht das wie ein schlechter Fischgeruch z.B
00:10:40: Also all das wollen wir nicht?
00:10:41: Nein,
00:10:42: nein.
00:10:42: Also sieht man, das sensorische Spektrum ist das schon relativ ausgeprägt und das riecht man natürlich auch als Praktiker, wenn das so abartig dann unangenehm zu riechen beginnt.
00:10:56: Da hat es einfach Fehlgeherungen gegeben, die wir nicht wollen.
00:11:00: Jetzt
00:11:01: reden wir ein bisschen über die Milchsäurepakterien.
00:11:04: Was zeichnet die Milchsäurepakterien aus?
00:11:06: Und da gibt es ja sogenannte homofermentative und heterofermentative Milchsäurepakterien.
00:11:13: Homo heißt, sie produzieren praktisch Milchsäure als Produkt und heterofermentativ nicht nur Milchsäure, sondern auch andere Säure, oder?
00:11:21: Genau, diese Eigenschaft der Großen.
00:11:25: Bandbreite von Lactopazilen, das ist auch kürzlich erst neu geordnet worden, da ist es umfangreiche Gattungsfamilie sozusagen der Lactopazilen, die in der Lage sind, Milchsare zu produzieren.
00:11:41: Und diese Homofermenter, die sind sehr effizient, brauchen relativ wenig Energie für ihre Vermehrung.
00:11:48: Wenig Zucker in dem Feuer?
00:11:50: Wenig Zucker, das bleibt uns sozusagen übrig und ist ein Vorteil.
00:11:55: ein echter, weil sehr stark homofermentativ vergorene Silaschen senken dem BH Wert sehr schnell ab.
00:12:03: Also da haben wir eine tolle Säuerungsgeschwindigkeit.
00:12:06: Am Ende des Tages haben wir einen höheren Futterwert, weil uns die nicht vergorenen Zucker übrig bleiben und die fördern die Futteraufnahme.
00:12:15: Die Heterofermentativen, also die mehrere Produkte produzieren, könnte man jetzt sagen, wollen wir vielleicht gar nicht, weil dann habe ich mehr Restzucker, aber in dem Fall, was tun die Heterofermentativen?
00:12:27: Normalfprinzipiell.
00:12:28: Die Heterofermentate können zum Teil andere Zucker.
00:12:32: Wir haben ja nicht nur so eine Art Würfelzucker, muss man sich jetzt vorstellen, Glucose in einem Gras drinnen, sondern viele andere Zuckerherbindungen, die unterschiedlich verfügbar sind für Mikroorganismen.
00:12:48: Diese Heterofermenter können verschiedene Zucker auch für ihre Vermehrung verwenden und produzieren daraus zum Teil auch Essigsäure.
00:12:59: Auch Stoffe wie eins, zwei Probandiol, das ist ein sehr energiehältiges Molekül, man kennt es als Probilenkelkohl, zum Teil wird sogar Alkohol, also Ethanol produziert.
00:13:11: Uns interessiert bei den Heterofermentern insbesondere ihre Fähigkeit die Essigsheure zu produzieren, als stabilisierendes Element in einer Silage.
00:13:21: Jetzt hast du schon sehr etwas Wichtiges gesagt.
00:13:24: Es geht ja nicht nur darum, schnell den pH-Wert abzusenken, sondern es geht ja auch darum, dass die Gelage, wenn ich sie öffne, danach und auf den Futtertisch bringe, wo ein Mische möglichst stabil bleibt.
00:13:38: Und
00:13:39: da spielt, und vorher hast du auch gesagt, wenn ich homofermentative Milchs- oder Bakterien einsitze, bleibt viel Restzucker über.
00:13:48: Und der ist natürlich ein gefundenes Fressen für ... Nachherwärmung und Fehlgärungen im Silo oder bei der Lagerung, oder?
00:13:58: Fehlgärungen nach der Öffnung der Silage.
00:14:03: Das glaubt man gar nicht, dass sowas stattfinden kann.
00:14:06: Es gibt es auch, dass in der Fütterungsphase auch noch Buttersäure so geeinsteht.
00:14:15: Das gibt es auch.
00:14:16: Das ist aber nicht so typisch.
00:14:18: Wir haben eher das Problem des Verderbs.
00:14:21: Wie du das schon gesagt hast, wenn wir keine stabilisierende Essigsäure drinnen finden, nutzen Hefen.
00:14:30: Jetzt haben wir bei den Hefen angekommen.
00:14:32: Schimmelbilze, die Luft,
00:14:35: die sie zum Leben brauchen.
00:14:38: Gemeinsam natürlich mit den Bedingungen, die an der Silage herrschen.
00:14:44: Wenn hier die Verdichtung zum Beispiel auch nicht optimal ist oder die Vortriebssituation der Vorschub pro Woche, dann kann eben die Luft einsickern in diese Lage und den gedeckten Tisch mit dem Zucker nutzen, um sich zu vermehren.
00:15:03: Du hast die Erwärmung angesprochen, da entsteht tatsächlich wie, man kann sich das wie in einem Komposthaufen fast vorstellen, wenn da so eine starke Vermehrung und ein Verbrauch von Energieressourcen da ist, kommt es zu einer Erwärmung, die spürbar ist und die deutlich über fünfundzwanzig Grad in der Regel dann hinaufgehen kann.
00:15:24: Okay.
00:15:25: Und wie wirkt in dem Zusammenhang die E-Six-Häure bei den Händen darauf?
00:15:28: Die
00:15:28: E-Six-Häure ist wie ein treuanisches Pferd.
00:15:32: Was ist in dem Zusammenhang das treuanische Pferd?
00:15:37: Man muss sich das so vorstellen.
00:15:40: die Wirkung der Essigsäure hängt von ihrem Grad der Dissoziierung ab.
00:15:44: Das wird ein chemischer Prozess.
00:15:48: Und zwar, wenn ein gewisser BH-Wert erreicht wird, je tiefer umso besser, weil tiefe BH-Werte haben die Eigenschaft, dass viel Essigsäure und dissociiert ist.
00:16:02: Also nicht... zerlegt ist, vorhanden ist, als Säure.
00:16:06: Kann man sie prinzipiell einfach so vorstellen.
00:16:09: Und diese undisozierte Essigsäure, die geht wie im alten Trojan sozusagen durch das Stadttor, durch die Membran der Bakterien, die wir nicht haben wollen, hinein
00:16:24: und
00:16:24: schädigt dann das Zellinnere.
00:16:27: Und das Bakterium erkennt das gar nicht, was los ist.
00:16:31: Das wird zerstört
00:16:33: und
00:16:34: ist die Essigsäure aber dissoziiert.
00:16:37: Dann erkennen die Bakterien von außen.
00:16:41: Du kommst nicht hinein und hast gegen Hefen und Schimmelbildsinn nicht diese schöne Wirkung.
00:16:46: Deswegen wünschen wir uns eine undissoziierte Essigsäure.
00:16:51: Also das heißt, wir brauchen auch einen relativ tiefen BH trotzdem, damit unsere Menge an Essigsäure gut zur Geltung kommt.
00:16:59: Und da haben wir dann eine stabile Silage, die nicht gleich warm wird, wenn sie einen Tag am Futterdisch
00:17:06: liegt.
00:17:07: Wenn ich das so höre, dann würde ich daraus schließen, dass der Zusatz von homo fermentativen Milchsorepakterien mit Risiko behaftet ist.
00:17:18: Oder nur dann funktioniert, wenn alles perfekt ist.
00:17:22: Ja, da brauchen wir wirklich zwei Strategien in Österreich.
00:17:25: Also wir haben Und ich bin gemeinsam mit den Fütterungsreferenten der Landwirtschaftskammern Jahre schon seit vielen Jahren.
00:17:34: Du warst ja der Zünder, mit den LK-Silage-Projekten.
00:17:40: Seit über zwanzig Jahren arbeiten wir daran, die Situation in der Praxis zu beleuchten, auch Erkenntnisse weiterzugeben, wie wir besser werden.
00:17:51: Nach wie vor haben wir zu viel Muttersäure in den Silaschen, also zwei Drittel der Betriebe erkämpfen da.
00:17:56: muss man ganz ehrlich sagen.
00:17:57: Und da werden die Homofermenter eine Lösung.
00:18:01: Weil die Gärungsbeschleunigung, wir sehen das an zugesetzten homofermentativen Milchsäurebakterien, die sind in der Lage, den Buttersäuregehalt in den Silaschen um fünfzig Prozent zu senken, im Durchschnitt.
00:18:15: Nicht jeder Einsatz ist von Erfolg gekrönt.
00:18:17: Da können wir auch darauf zu sprechen kommen.
00:18:21: Aber grundsätzlich sehen wir eine Wirkung.
00:18:24: Und das Schöne ist, den Gerverlauf können wir mit den Homofermentern beschleunigen.
00:18:30: Das wollen wir.
00:18:32: Mit den Heterofermentern verfolgen wir eine andere Strategie.
00:18:36: Da geht es um Stabilisierung.
00:18:37: Okay.
00:18:38: Jetzt ist es ja so, im Leben ist es meistens so, dass Vielfalt, Biodiversität Vorteile bringt.
00:18:48: Das System ist stabilisiert.
00:18:50: Und das Gleiche könnte ich ja jetzt auch hier sagen.
00:18:52: dann mische ich halt Homo- und Heterofermentative Milchsäurebakterien zusammen und gebe
00:18:58: die
00:19:00: als Zusatz möglicherweise zur Silage dazu.
00:19:02: Ja, ich finde die Strategie prinzipiell
00:19:07: gut,
00:19:08: weil wir wissen einfach nicht den natürlichen Versatz an Milchsäurebakterien.
00:19:13: Das kann durch Klimawandel beeinflusst sein, Drucken halten.
00:19:18: Aber auch starke Regenerreignisse, das schwimmt dir vielleicht die Milchseuerbakterien von den Pflanzen runter.
00:19:23: Du hast kaum was drauf.
00:19:25: Wie soll da auch unter besten Management was passieren an guter Milchseuergärm, wenn du keine Milchseuerbakterien hast?
00:19:32: Das heißt, wenn wir die draufsetzen, ein Futterbeimpfen durch Silirmittel zugekaufte, dann haben wir da... eine Möglichkeit, wie die Weinbauern das auch machen, mit zugesetzten Reinzuchthefen, dass wir den Gehrungsprozess besser steuern können.
00:19:50: Wir dürfen uns aber nicht einbilden, dass wir hier die Meister sind.
00:19:54: Es ist schon noch sehr viel an Bedingungen, die da mitspielen, wo wir nur Beifahrer sind am Geschehen.
00:20:02: Das ist eher komplex.
00:20:04: Dennoch bringt uns eine Zugabe von Milchsäurebakterien.
00:20:09: in eine gewisse Beeinflussung.
00:20:12: Also es gibt ja auch Betriebe, die ohne Silirmittels sehr, sehr gute Silaschen zusammenbringen.
00:20:18: Das muss man mal sagen.
00:20:20: Es gibt Betriebe, die unter schwierigen Bedingungen ernten müssen.
00:20:25: Du hast gesagt, es war eine Trocknenheit oder es hat möglicherweise Bakterien sind abgeregnet worden.
00:20:30: Dann kann ich die Milchsäure Zusatz empfehlen, sofern ich sauber arbeite, oder?
00:20:38: Richtig, wir haben Einsatzbedingungen, so kann man sich es eigentlich vorstellen, die für Milchsaubakterien günstig sind.
00:20:48: Also wir können von Einsatzgrenzen sprechen, wo die einfach nicht gut wirken.
00:20:53: Was wäre zum Beispiel, wenn es sehr kalt ist.
00:20:57: Also unter Temperaturen der biologischen Aktivität, so bei fünf Grad, das ist ja fast wie ein Kühlschrank, da tun die nichts mehr, das bringt da nichts.
00:21:05: Das wäre für Herbstzillierung.
00:21:07: Also im Oktober brauche ich keine Milchseilpakterien mehr hinzufügen.
00:21:11: Das bringt nichts.
00:21:12: Wenn es sehr heiß ist, muss ich auch etwas andere Strategien forcieren, eher in den chemischen Bereichen eingehen beim Siljamittel, weil da ist die Wirkung auch nicht sicher.
00:21:25: Haben wir, das haben wir schon erwähnt, sehr schmutzige Bedingungen, wo die Konkurrenz von den Gärschädlingen sehr stark ist, wird es auch problematisch.
00:21:35: Genauso... haben wir Schwierigkeiten bei manchen speziellen Futtermitteln, die wir silieren wollen, wie Luzerne oder reinen Rotkle.
00:21:44: Buferkapazität.
00:21:46: Hohe Buferkapazität, also braucht man viel Säure.
00:21:49: Auf der einen Seite, auf der anderen Seite haben wir viele Mineralstoffe drinnen, die uns das Leben erschweren.
00:21:55: Und leider sind den Leguminosen nach weniger Zucker drinnen.
00:21:58: Das heißt, wenn man hier schon die Bedingungen sieht, wo die Grenzen sind, muss man sagen, passen die Milchsalbakterien oder nicht?
00:22:10: Also ich habe sozusagen in der Entscheidungsfindung, was setze ich ein?
00:22:16: Schon Bedingungen, die muss ich berücksichtigen, also brauchen Fachwissen im Endeffekt.
00:22:21: Wenn ich jetzt als Betrieb über Jahre hinweg immer wieder nachher, wer muss Risiko
00:22:27: hatte,
00:22:28: dann spricht es dafür auf heterofermentative zu setzen, oder?
00:22:32: Absolut, absolut.
00:22:34: wenn ich häufig Buttersäure-Probleme hatte oder habe, dann spricht es dafür insgesamt in der Silasche-Bereitung vielleicht an den
00:22:44: Schrauben.
00:22:44: Der eine Homo-Verminter ist ja nicht.
00:22:45: Und
00:22:45: dann der Homo-Verminter.
00:22:47: Genau.
00:22:49: Gibt es diese Produkte so am Markt, oder wie?
00:22:52: Du hast ja einen guten Überblick, was man so vorfindet.
00:22:56: Sind das Mischungen?
00:22:57: Sind das Homo-Vermintertive oder Heterofermintertive getrennt?
00:23:02: Wie ist es?
00:23:03: Es hat in der Anfangsphase der Produkte eher diese homofermentative Schiene gegeben.
00:23:11: Allerdings waren die Produkte hier wahrscheinlich noch nicht so entwickelt, wie wir es heutzutage haben.
00:23:17: Deswegen finden wir heute weniger Produkte auf reiner homofermenter Ebene, sondern mehr auf Mischung zwischen homo und hetero oder reine heterofermenter.
00:23:31: Es gibt von der deutschen Landwirtschaftsgesellschaft, von der DLG auch die Möglichkeit, Produkte zu prüfen.
00:23:38: Aktuell gibt es eingeprüftes Produkt mit der Wirkungsrichtung V gegen die Vernährung von Chostridien auf Basis einer SETA-affärmentativen Milchsäurebakterienprinzips.
00:23:52: Das ist jetzt nicht so stark verbreitet.
00:23:54: Wir bräuchten da prinzipiell mehr Produkte, um hier auswählen zu können.
00:24:00: haben wir nicht, deswegen müssen wir uns halt auf diese eine Schiene einlassen und dieses Produkt...
00:24:06: Was ist diese eine Schiene?
00:24:09: ...den Geherverlauf zu verbessern und die Klostridien durch die schnelle Säuerung an der Vermehrung zu ändern.
00:24:18: Das wäre so die Idee der Gedanke, der auch in vielen Fällen tatsächlich funktioniert.
00:24:26: Also wenn ich das so höre, dann ist dort die Entwicklung noch nicht abgeschlossen, oder kann man das so sagen?
00:24:31: Ja,
00:24:31: so kann man sagen, es ist ja erstaunlich, dass auch immer wieder neue kleine Abarten in den Stimmen entdeckt werden.
00:24:42: Das ist ja wie, wenn man auf die Suche geht.
00:24:45: und der Mikrokosmos, der ist ja unsichtbar, man findet vielleicht... in anderen Ländern, in anderen Kontinenten, neue Stämme von Laktopazil, die plötzlich da sind, die Eigenschaften da haben, die sehr nützlich sind für uns.
00:25:02: Deswegen wird das Portfolio an Milchsoilbakterien alle zehn Jahre wieder etwas erweitert.
00:25:08: Und das ist ja schön, wenn wir hier Optionen haben für passende Produkte, die nicht gen- technisch verändert sind.
00:25:19: Das sind natürlich vorkommende Stämme.
00:25:23: Wo stoßen Milchsäurebakterien oder Zusätze an ihre Grenzen?
00:25:26: Und wie muss ich es überhaupt zusetzen?
00:25:29: Was muss ich da aufpassen?
00:25:31: Vielleicht die Grenzen, die haben wir vorher schon etwas besprochen.
00:25:37: Wenn wir tatsächlich auch wenig Zucker zur Verfügung haben, der verkehrbar ist, dann wird es natürlich, kommst du in einen kritischen Bereich hinein.
00:25:47: Und wenn es nicht gelingt, dass die Startbedingungen so sind, dass sich die vermehren können und BH-Werte absenken, kann es passieren, dass Konkurrenz auftritt und dass das Ganze ins negative kippt.
00:26:02: Das wollen wir natürlich nicht.
00:26:05: Also alle Bedingungen, die so in den Grenzlagen sind, sehr schwer oder extrem leicht, haben wir bei den Homofermentern schon gehört, auf der einen Seite in den nassen Verhältnissen, aber auch in den sehr trockenen Verhältnissen.
00:26:23: Da sind die Grenzen.
00:26:25: Also ist immer im ganz nassen Bereich mit weniger als twenty-fünf Prozent Druckmasse kaum angewilkt.
00:26:32: Schwierig.
00:26:32: Finger weg.
00:26:33: Sehr trocken.
00:26:35: Da braucht es dann tatsächlich auch chemisch wirksame Stoffe.
00:26:42: Was reden wir da?
00:26:43: Säuren zum Beispiel.
00:26:45: Die sind auch in der Lage zack den BH Wert nach der richtig dosierten und gut verteilten Anwendung sofort zu senknen und Gärungsschädlinge auszuschalten.
00:26:56: Bei der Stabilisierung gibt es auch spezielle Säuren.
00:27:00: Ich denke hier an eine Sorbinsäure zum Beispiel oder eine Benzoesäure sind aber nicht für alle Betriebe zugelassen, sondern Bio nicht.
00:27:10: Da muss man sagen, das sind konventionelle Produkte, die man aber sehr gut einsetzen kann für ihren Zweck, in dem Fall der Stabilisierung, im höheren Brockenmassebereich.
00:27:22: Da wirken einfach, weil zu wenig Wasser dann schon zur Verfügung steht, auch die Milchsäureback, der nicht mehr gut.
00:27:29: Wir kennen das ja von dem Gerhäu oder Heulage.
00:27:33: Alles was über fünfzig Prozent Brockenmasse ist, wird schon schwierig.
00:27:37: Aber welche Rolle spielt Tossierung, Verteilung?
00:27:42: Entscheidend.
00:27:44: Man muss sich vorstellen, die Milchsäurebakterien können sich nicht bewegen.
00:27:47: Das sind so Stäbchenbakterien, wo sie hinkommen, da sitzen sie, da liegen sie und warten auf dem, dass ihr Zucker ankommt, den sie nutzen können.
00:28:01: Die Klostridien haben Geißelschwänzchen, die können sich bewegen.
00:28:05: zu ihren Zu ihrer Nahrungsquelle hinten haben wir einen Vorteil.
00:28:09: Also wir brauchen deswegen eine gute Verteilung, ein gutes Dosiersystem mit Dosierungsautomaten, günstigerweise in flüssiger Form ausgebracht.
00:28:19: Also die gefriergedruckneten Milchsäurebakterien, die man in ein leicht warmes Wasser, das soll aber nicht mehr als twenty-fünf Grad haben hinein, löst das auf.
00:28:31: Klasse ist kurze Zeit stehen damit sich diese schon ein bisschen vorvermehren in dem Substrat, Substrat in dem Wasser und dann spritzt man es ganz fein aus.
00:28:40: In einem Hexler funktioniert das natürlich am besten.
00:28:45: Bei Ladewagen und Ballenpressen gibt es auch entsprechende Düsen die man einsetzen kann und das Futter in den Futterstrom hinein.
00:28:54: richtig zutossieren.
00:28:56: So, mit der Gießkanne am Fahrsilo drüber zu gehen, ist das eine Variante oder sagst du eher bitte zu ungenau?
00:29:03: Wir
00:29:03: haben das in den Silageprojekten untersucht und der Erfolg der händischen Dosierung.
00:29:09: Wer das beherrscht, wer das wirklich kann und vorher sich genau ausrechnet, was er braucht, hat doch einen Siloverteiler vielleicht dabei, der das durchmischt, kann das funktionieren.
00:29:20: Wir raten aber eher davon ab.
00:29:22: sondern die Beigabe wirklich bei der Futter Ernte mit den Hexler oder mit den Erntemaschinen durchzuführen, dann hat man diese Durchmischung und die richtige Tossierung.
00:29:34: Das ist entscheidend.
00:29:36: Wo bekommt die Bäuer in der Bauer Informationen, welche Produkte es am Markt gibt, ob die jetzt eher Richtung Homofermentativ oder Heterofermentativ unterwegs sind?
00:29:47: Wo kann man sich da informieren?
00:29:50: Es gibt klarerweise von den Herstellern, die solche Produkte vertreiben, interne Informationen, die auch auf den diversen Informationsebenen, egal ob das im Printbereich oder im Homepagebereich ist, kann man sich die Informationen holen.
00:30:08: Neutrale objektive Informationen, vielleicht sogar mit Testberichten, gibt es dann von Untersuchungseinrichtungen.
00:30:18: Habilevaron bei Gumpenstein zählt dann natürlich dazu.
00:30:20: Die österreichische Arbeitsgemeinschaft für Gründland und Viehwirtschaft.
00:30:23: Auf der Homepage gibt es eine Produktliste, die den österreichischen Markt widerspiegelt und geprüfte Produkte, die ein DLG-Qualitätssiegel dann erhalten.
00:30:40: Nachweisbewirkung.
00:30:41: findet man auf der DLG Homepage.
00:30:44: Wir können bei unserem Podcast diese Links dazugeben, sodass man sie dann praktisch dort immer aktuell nachschauen kann, oder?
00:30:51: Ja.
00:30:52: Wenn wir jetzt zum Schluss kommen, was sind deine drei wichtigsten Empfehlungen, die du uns mitgeben möchtest, wenn es um das Thema Grasselasche und Grasselasche Qualität geht, was sie dir zur Sätze verwenden und so weiter?
00:31:07: Da kommen wir eigentlich wieder auf den Einstieg zurück.
00:31:11: Wir wollen den hohen Futterwert, die hohe Silagequalität, die gute Stabilität erreichen, damit wir Topfuttermittel haben für unsere Nutztiere, für unsere Wiederkeuer.
00:31:22: Und das braucht wirklich ein ganzes Portfolio von Maßnahmen.
00:31:30: Man könnte sagen, kurz zusammengefasst als gute fachliche Praxis.
00:31:35: Alle Empfehlungen, die durch Erfahrungen gesammelt vorliegen, die uns unterstützen, ihm besser werden, sind anzuwenden.
00:31:45: Also vom Düngen, über dem Pflanzenbestand, die Erntetechnik,
00:31:52: die Lagerung, aber auch, wenn Silo dann geöffnet ist, die richtige Futterentnahme, die richtige Mengensteuerung bei der Entnahme bis hin zur Vorlage beim Tier.
00:32:04: Also immer frisches Futter vorlegen.
00:32:06: Hast du natürlich auch gute Karten, dass ... dass der das gut und schmackhaft findet, das Futter und viel frisst und sich wohlfühlt, gesund ist und viel leistet.
00:32:15: Das ist wichtig, aber wir brauchen neben der guten fachlichen Praxis auch die Kontrolle.
00:32:24: Der Silo-Controlling ist wichtig, um uns bewusst zu werden.
00:32:29: Haben wir hier Defizite?
00:32:31: Wo sind die Defizite?
00:32:32: Wie kann ich es kontrollieren, indem ich einmal die Sinnesprüfung selber mache?
00:32:37: Am täglichen Füttern einfach die Sensoren ausfahren, offen halten.
00:32:44: Man hat ja Augen, man hat die Nase und Auffälligkeiten, dass hier farbliche Veränderungen stattfinden.
00:32:51: Du hast es ja vorhin auch angesprochen.
00:32:54: Oder geruchliche.
00:32:56: Oder man sieht, das Hutter wird warm.
00:32:59: Da passt was nicht.
00:33:00: Wenn im Stahl zu beobachten ist, dass die Tiere irgendwo mehr Futterreste haben, das wenig schmackhaft finden und nicht fressen, Futterreste sich vermehren, das sind Hinweise, dass mit der Silage etwas nicht passt.
00:33:12: Oft
00:33:13: ist man ein bisschen betriebsblind, oder?
00:33:15: Man riecht den stark riechenden Silofilat gar nicht mehr.
00:33:19: Das ist ja immer bei sensorischen Schulungen das Schöne, auch mit jungen, auszubehlenden Schülern, wenn man sie fragt, Was riechst du jetzt an der Grassilage?
00:33:32: Wie riecht die?
00:33:34: Nach Silage halt.
00:33:37: Also der allgemeine Eindruck ist die eine Sache, aber bestimmte Fehler zu spezifizieren, Essigsäure zu riechen, Buttersäure zu riechen, Ammoniak zu riechen, das sind halt dann schon Fortgeschrittene Erfahrungen mit den eigenen Sensoren, die es aber braucht.
00:33:59: Dazu kann man zum Beispiel zu Tieren einen Kurs kommen oder auch in der Arbeitskreisberatung wird das hier gemacht.
00:34:06: Da
00:34:06: geht es auch darum, da riecht man auch die Silage von anderen Betrieben und dann schult man sich selbst und kann sich halt ein Penschmark sozusagen.
00:34:15: Richtig,
00:34:15: die sensorische Befundung ist ein ganz erwiesentlicher Punkt.
00:34:18: Und dann gibt es die Chemische, oder?
00:34:19: Dann geht es in den Bereichen ein, wo es natürlich Darum geht auch die chemische Befundung für exaktere Bewertungen herzunehmen.
00:34:32: Man nutzt das für Rationsberechnung in klarer Weise.
00:34:35: Aber du kannst den Defizit, den Fehler dann wirklich punktgenau erkennen, wo ist der Hund begraben sozusagen.
00:34:45: Und das herauszufinden ist ja wertvoll.
00:34:47: Weil wir erkennen dann die Fehler, da muss man sagen, das erfordert auch selbst Kritik.
00:34:54: ist nicht für alle leicht zu verdauen.
00:34:57: So eine Selbstkritik, wenn man sich eingestellt muss, da gibt es Fehler.
00:35:01: Aber man muss das transformieren.
00:35:03: Das sind ja Chancen.
00:35:04: Man hat Potenziale dort anzusetzen, wo die Fehler sind mit Maßnahmen, die effektiv die Qualität verbessern.
00:35:12: Gut.
00:35:13: Dann sind wir am Ende des Tages alle happy, wenn es von der pflanzlichen Ebene bis zur tierischen Ebene gut dahin läuft und funktioniert.
00:35:24: Das ist ja dann auch die Basis für gute Leistungen der Tiere und auch für eine gute Produktqualität.
00:35:29: Das dürfen wir ja auch nicht vergessen, oder?
00:35:31: Genau, also der Konsument profitiert letzten Endes ja natürlich auch davon, wenn die ganze Kaskade am Betrieb perfekt läuft und wirtschaftlich soll das auch gut funktionieren, wenn die Verluste nicht vorhanden sind.
00:35:49: Gut, Reinhard, wir haben heute profitiert von deinem Wissen.
00:35:54: Ich denke, es ist sehr vieles gesagt worden, worüber man nachdenken kann, wo man auch etwas nachlesen kann.
00:36:00: Finden wir dann auf der Homepage oder bei unserem Podcast mit dabei.
00:36:05: Ich danke dir vielmals, ich wünsche dir alles Gute für deine weitere Arbeit.
00:36:08: Danke schön.
00:36:08: Und bei Ihnen zu Hause bedanke ich mich fürs Zuhören und fürs Zusehen, wenn Ihnen unser Podcast gefällt.
00:36:14: Dann teilen Sie ihn, bitte gerne, wir freuen uns über viele Zuhörende.
00:36:18: Auf Wiedersehen und auf Wiederhören!
Neuer Kommentar