Folge 167: Bildung - Schlüssel für die Zukunft der ländlichen Regionen
Shownotes
Bildung ist das Fundament für nachhaltige und zukunftsfähige ländliche Räume. Österreichs Bildungssystem gilt diesbezüglich weltweit als Vorzeigemodell – praxisnah, innovativ und erfolgreich.
Im Podcast Agrar Science – Wissen kompakt spricht PD Dr. Andreas Steinwidder mit Mag. Christian Kasper und Frau Dr.in Josefa Reiter-Stelzl vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft über die Entwicklungen der letzten Jahre, die aktuellen Herausforderungen und die Chancen für die nächste Generation.
Jetzt reinhören und erfahren, warum Wissen der Schlüssel für vitale Regionen ist!
HBLFA Raumberg-Gumpenstein
https://www.raumberg-gumpenstein.at/
Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK)
Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik
Universität für Bodenkultur Wien (BOKU)
Agrarschulen.at
Innovation Farm
https://www.innovationfarm.at/
Grüner Bericht Österreich
Transkript anzeigen
00:00:08: Herzlich willkommen zu Herr Graseins Wissenkompakt, dem Podcast der HB Leferamper Gumpenstein.
00:00:13: Mein Name ist Andreas Stein wieder und heute sprechen wir über ein Thema das die Zukunft unserer Landwirtschaft und den ländlichen Raum wesentlich prägt – die Bildung!
00:00:23: Ich möchte den Podcastbeitrag mit persönlichen Erfahrungen einleiten.
00:00:27: Ich war vor einigen Jahren auf einer größeren griechischen Insel auf Urlaub und bin dort mit einem Tomatenbauern ins Gespräch gekommen Und er hat sich für meine Arbeit interessiert.
00:00:40: Ich mich für seine Arbeit interessiere, weil man muss ja auch im Urlaub ein bisschen in der Landwirtschaft tätig bleiben.
00:00:46: und dann sind wir darauf gekommen welches Bildungssystem wie in Österreich haben wir?
00:00:51: vergleichen zu Griechenland?
00:00:54: Der Tomatenbauer hatte keine landwirtschaftliche Ausbildung und er hat mir gesagt wenn ich ein Problem habe bei meinen Tomaten zum Beispiel dann geh ins griechische Lagerhaus Hilfe oder das geeignete Spritzmittel.
00:01:12: Das war das erste, was ich einleitend sagen will, das zweite.
00:01:17: Vor zwei Jahren in etwa haben wir eine Exkursion gehabt aus einem asiatischen erduellreichen Land und da war der Botschafter mit und der Botschaft ist halt bei uns gewesen um Bildungssystem und das Forschungssystem kennen zu lernen.
00:01:30: Und er hat uns gesagt, sie haben das Problem – das ist zwar Universität haben wo hochrangige Professoren sind aber die Ergebnisse und Innovationen kommen in der Landwirtschaft nicht an.
00:01:42: Da ist mal bewusst worden welchen Schatz wir in Österreich eigentlich haben.
00:01:46: und über diesen Schatz möchte ich heute mit meinen Studiengästen sprechen Und das ist der Magister Christian Kasper und Frau Doktorin Josefa Reiter-Stätzel von Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutzregionen und Wasserwirtschaft.
00:02:01: Mit Ihnen werfe ich dann einen Blick auf die Entwicklung des Bildungssystems in den Senioren – auf aktuelle Herausforderungen!
00:02:09: Wir schauen natürlich auch in die Zukunft und welche Chancen sich für die Jugend ergeben.
00:02:13: Herzlich willkommen liebe Josefa, lieber Christian bei mir im Podcast.
00:02:17: Grüß Gott!
00:02:18: Herzlichen Dank für die Einladung.
00:02:20: Lieber Christian, ich fange mit dir an.
00:02:22: du bist der Leiter im Ministerium für den Bildungsbereich und ich habe in der Einleitung gesagt wir haben einen Schatz zu verwalten.
00:02:31: Kannst Du uns ein bisschen sagen?
00:02:33: warum sind wir international gesehen so ein Vorzeigemodell im Land- und Forstwirtschaftlichen Umweltbereich?
00:02:40: Ich danke noch einmal für die Einladung.
00:02:45: Danke, Andreas, dass wir heute zu dir zu Gast sein dürfen.
00:02:51: Ich würde mich nicht als Leiter der Bildungsabteilung bezeichnen weil Bildung ein Querschnittsthema ist das die gesamte Gesellschaft und das ist Ministerium beschäftigt.
00:03:04: Wir haben gerade im Ministerium im Forstbereich, im Wasserwirtschaftsbereich im landwirtschaftlichen Bereich sehr viele Initiativen, die sich auch mit Bildung beschäftigen und da unglaublich aktiv sind.
00:03:22: Was wir in der Abteilung machen ist dass wir uns um die Ausgestaltung der Schulen die ressourcemäßige Ausstattung der Ressourcen kümmern, das ganze bisschen koordinieren.
00:03:35: vielleicht kommen zu den Aufgaben nach ein bisschen später.
00:03:39: also wir haben da schon Netzwerk- und Knottenposition.
00:03:44: Aber grundsätzlich glaube ich, dass der Bildungsbegriff und der Bildungseinspruch im Haus und in der Gesellschaft überall vorhanden sein sollte.
00:03:54: Was macht das österreichische Bildungssystem so erfolgreich?
00:04:02: Ich glaube wir haben bei unseren Schulen in unserer Ausbildung einen hohen Anspruch.
00:04:10: Bildung ist wichtig weil du mit deinen Beispielen da auf andere Länder reflektiert hast, tatsächlich ist die Ausbildung in Österreich relativ einzigartig.
00:04:27: Das Berufsbildende Schulsystem mit einer fundierten Berufsausbildung plus der Vorbereitung auf Studium also der Studierfähigkeit das gibt es in anderen Ländern in der Form Kaum ist nicht vergleichbar und ich glaube schon, dass unsere Landwirtschaft davon profitiert.
00:04:45: Dass unsere Landwirtinnen und Landwirte halt schon ins Lagerhaus gehen aber nicht unbedingt wenn sie einen Rat brauchen sondern da es einfach wissenschaftlich von dir der Kenntnisse gibt und eine profunde Ausbildung.
00:04:59: Gibt's eigentlich Zahlen die belegen das wir hier einen erfolgreichen Weg haben oder ist das einfach ein Gehirnspinst vom Stein wieder gewesen?
00:05:10: Es gibt Zahlen.
00:05:12: Kann die Zahlen bringen?
00:05:13: Wir bilden in unserem Bereich mit den privaten Anbietern, es gibt zwei private Anbiete in der larn- und forestwirtschaftlichen Ausbildung.
00:05:23: wir haben elf Schulen.
00:05:25: insgesamt haben versorgen wir oder bilden wir ca.
00:05:28: viertausend Schülerinnen und Schüler aus.
00:05:31: pro Jahr absolvieren rund Siebenhundert Schülerinnen und Schüler unserer Schulen werden also mit der Schule fertig.
00:05:43: Und da von diesen siebenhundert Schülern, die wirklich mit der schule fertig werden, sehen wir dass der weitere Berufsweg oder das Studierweg ... Der Weg des Studiers einfach sehr gut ist.
00:05:59: es befinden sich glaube ich einen Prozent jener die unsere Schulen absolviert haben in keinem Fortbildungs- oder Ausbildungsverhältnis, sondern um Fuchtsprozent arbeiten und studieren weiter.
00:06:15: Man hat eine hohe Wahrscheinlichkeit mit der Ausbildung weiter erfolgreich sein zu
00:06:22: können.".
00:06:24: Wir reden heute ja nicht nur über die höheren Schulen in unserem Bereich, sondern wir haben ja ein sehr breites Angebot im Land und forstwirtschaftlichen Umweltbereich, Agrarumweltbereich.
00:06:35: Und ich komme jetzt ein bisschen auf die Josefa zu sprechen.
00:06:38: Du hast ein sehr großes Erfahrungswissen aus deiner persönlichen Entwicklung her, du warst an einer Schule tätig, du hast an der Agrarpädagogischen Hochschule mitgearbeitet, du bist jetzt Ministerium tätig.
00:06:51: Wie haben sich diese Bereiche im agrarischen Umwelt- und landwirtschaftlichen Bildungsbereich verändert in den letzten Jahren?
00:07:00: Ja, vielleicht grundsätzlich.
00:07:02: Es gibt einmal eine Durchlässigkeit von der Berufsschule bis zur Ausbildung.
00:07:09: an der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik und auch an den Universitäten ist ein sehr gutes durchlässiges Netzwerk Also sowohl vertikal als auch horizontal, wenn ich kurz referieren kann welche Schultypen es überhaupt gibt.
00:07:30: Das ist vielleicht interessant.
00:07:33: Wenn jemand nicht gleich in den Beruf einsteigen will.
00:07:37: so besteht nach der achten Schulstufe die Möglichkeit in der Nähe eine Fachschule zu besuchen.
00:07:46: Die Fachschulen, wir haben ungefähr dreiundsechzig in Österreich.
00:07:51: Und die bieten in den ländlichen Regionen sehr gute Ausbildungsmöglichkeiten weil man auch das neunte Schuljahr gleich absolvieren kann und nach drei Jahren Facharbeiter bzw.
00:08:05: Facharbeiterin wird.
00:08:09: Und es gibt dann auch die Möglichkeit bei den Fachschulen, dass die berufsreife Prüfung angeschlossen ist.
00:08:18: Wo man dann auch Studierfähigkeit hat.
00:08:22: und für Ältere gibt's einen zweiten Bildungsweg wo man in Berufsbegleitern dann auch noch die Facharbeiterin aus Bildung machen kann.
00:08:37: Üblicherweise dauert die Fachschule drei Jahre.
00:08:40: Welche Ausbildungszweige gibt es da?
00:08:42: Also
00:08:43: grobe Ausbildungstweige, die mittleren Agrarschulen sind ja eher für Hofübernehmer.
00:08:50: also sehr viele Absolventinnen von den Fachschulen übernehmen den älterlichen Betrieb und deshalb ist Landwirtschaft natürlich die meistbesuchte Fachrichtung, aber gerade durch die Diversifizierung und Multifunktionalität in der Landwirtschaft ist Betriebshaushaltsmanagement auch bei der Direktvermarktung ganz wichtig und gut besucht.
00:09:19: Pferdewirtschaft ist natürlich auch Lieblingsfachrichtungen.
00:09:23: und dann Weinobstbau, Gartenbau,
00:09:28: so was wirtschaften.
00:09:32: Wie ist das organisatorisch geregelt?
00:09:33: Da sind ja die Länder sehr stark involviert.
00:09:38: Was spürt unser Ministerium für eine Rolle?
00:09:40: finanziell natürlich, wissen wir.
00:09:43: Wie schaut es mit den Lehrplänen aus?
00:09:45: Wie sehr ist das Unterrichtsministerium eingebunden?
00:09:47: Kannst du uns das kurz bei den Fachschulen erklären?
00:09:50: Grundsätzlich ist ja die Gesetzgebung bei den Berufs- und Fachschulländersache.
00:09:56: Und der Bund geht quasi nur den Rahmen vor ... Es ist jetzt für die Meisterfacharbeit der Ausbildung, da ist das Jahr zwanzig vierundzwanzig ein neues Gesetz gekommen.
00:10:10: Das Berufsausbildungsgesetz – das Land und fast wirtschaftliche Berufsausbildungs-Gesetz.
00:10:16: Und hier ist auch eine Vereinheitlichung geschaffen worden.
00:10:20: Für die HBLAS ist es ein eigenes Gesetz, was für die übrigen Schulen das Schulorganisationsgesetz ist.
00:10:29: Das ist das Luftbäschegeh, das Land- und feestwirtschaftliche Bundesschulgesetz.
00:10:35: Und jetzt die Verbindung zu den Ländern ist hauptsächlich in der Besoldung der Lehrerkosten.
00:10:43: Der Bund gibt einen Stellenplan für die Berufs- und Fachschulen vor.
00:10:51: über das Finanzausgleichsgesetz werden fünfzig Prozent der Besoldungskosten der Lehrkräfte von den Ländern getragen.
00:10:59: Und fuchtskf vorm Bund?
00:11:00: Genau, ja und es wird ein monatlich eben überwiesen.
00:11:05: da kommen Anforderungen und der Bund lädt auch zweimal pro Jahr zur Steuerungskonferenz rein
00:11:13: Und da ist auch das Unterrichtsministerium eingefroren.
00:11:16: Das
00:11:16: ist einmal im Jahr bei der Expertenkonferenz dabei, also für den Rahmenleerplan.
00:11:21: Es
00:11:21: gibt oben einen großen Rahmen und die Bundesländer können ihre Lehrpläne in
00:11:26: diesem
00:11:26: Rahmen ausgestalten.
00:11:28: Genau.
00:11:30: Jetzt wollen wir bei den Fachschulen gehen wir den Weg ein bisschen weiter dann kommen wir ja eh schon in unseren Bereich.
00:11:35: die höheren Schulen Da hast du vorher gesagt Wir haben elf Schulen sozusagen die du Christian Managend darf es im weitesten Sinn.
00:11:46: Und vielleicht Josefa, was zeichnet diese höheren Schulen aus?
00:11:53: Ja also wir haben elf höhere Schulen mit zehn verschiedenen Fachrichtungen.
00:11:59: Also es ist je nach Interesse welche Schule welchen Schultyp man besucht.
00:12:06: Wir haben vier Standorte mit der Fachrichtung Landwirtschaft und vier Standorten mit Landwirtschaft oder Ernährung.
00:12:15: Zwei Standorte haben wir mit Umweltressourcenmanagement, Lebensmittel- und Biotechnologie.
00:12:23: Und dann haben wir noch Standorte die nur einmal in Österreich sind wie zum Beispiel Wein & Obstbau in Kloster Neuburg Oder in Schampronen, Gartenbau oder Forstwirtschaft in Brug ist auch nur eine Fachrichtung.
00:12:40: Und ja das Besondere – es ist in den letzten Jahren eine jüngere Fachrichtungen geschaffen worden im Rahmen der Digitalisierung nämlich Informationstechnologie und Landwirtschaft.
00:12:55: Das ist die jüngste Fachrichting jetzt und ganz aktuell!
00:12:59: Und dann haben wir natürlich die Aufbaulehrgänge, wo ich sozusagen von der Fachschule bis zur Matura über drei Jahre begleitet werde.
00:13:06: Das ist ja auch ein System das sehr gut angenommen wird.
00:13:09: Wie schaut es insgesamt aus wenn ich auf unsere Schule schaue?
00:13:12: Wir sind doppelt überbucht.
00:13:14: also wir haben eine sehr gute Nachfrage.
00:13:18: Das spricht ja auch für unser System oder?
00:13:20: Ja also wir habe noch eine Abweisungsquote von ungefähr jeden Schüler in der HBLA aufnehmen.
00:13:32: Das Interesse ist groß und was noch dazu kommt, dass eben die Aufbaulehrgänge durchlässig sind.
00:13:42: also wenn man eine Fachschule besucht hat kann man auch danach noch die Matura, die Reife- und Diplomprüfung erlangen in drei Jahren.
00:13:52: Jetzt gehen wir noch ein bisschen weiter neben, weil ich dann auf unsere Schulen schon eingehen möchte.
00:14:00: Neben unseren HP Last gibt es ja die Agrarpädagogische Hochschule.
00:14:05: Vielleicht kannst du uns über dir kurz erklären?
00:14:07: Die passt auch sehr gut in das System hinein, weil die Ausbildner wieder von dort her kommen und die Beratung davon profitiert.
00:14:16: Die Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik ist eine eigene Hochschulle im agrarischen Sektor.
00:14:23: Und das ist nicht selbstverständlich, also es gibt ja insgesamt vierzehn Hochschulen und dass die Agrarpildung eine eigene hat.
00:14:31: Es hat ja vor ja zwanzig Jahren jetzt schon fast eine Reform gegeben wo eben diese vierzehnt Hochschullen übergeblieben sind Hochschule erhalten konnten.
00:14:48: Die Hochschulle hat stark zugenommen an Besuchern und Hörern, also wir haben jetzt bereits über tausend Studierende an der Hochschulen für Agrar- und Umweltpädagogik und im agrarischen Sektor können die Maturanten aller Fachrichtungen, Agrarpildung studieren, das ist ein Bachelorstudium und dieses ist berufsbegleitend auch in Präsenz.
00:15:24: Darauf gibt es auch einen Master Ausbildung und dann gibt es eben für Akademiker einen verkürzten Lehrgang mit sechzig EZTS in vier Semestern.
00:15:39: Und für den Umweltbereich gibt es ebenfalls ein eigenes Studium mit Umweltberatung und Bildung.
00:15:50: Jetzt haben wir praktisch über sehr vieles gesprochen, dass es in Griechenland nicht gibt oder in diesem östlichen Land das ich vorher vorhin angesprochen habe.
00:15:59: Was ist überall
00:16:00: gibt es in die Universitäten?
00:16:01: Die haben wir dann ja auch noch, oder?
00:16:03: Genau!
00:16:03: Und
00:16:03: die Fachhochschulen...
00:16:05: Im Tertiansektor dann eben auch noch Die Universitäten.
00:16:10: hier ist besonders die BOKU-Belieb, die Universität für Bodenkultur mit Bachelorstudien wie Agrarwissenschaften oder MFORST-Wissenschaften Lebensmittel Biotechnologie.
00:16:23: Und dann gibt es eben die Masterstudien mit Tierhaltung und Pflanzenbau und Wein.
00:16:30: Weinbau ist auch mein Masterstudium.
00:16:35: Jetzt sind auch zunehmend die Fachhochschulen immer beliebter, wo auch Agrarmanagement und Agrartechnologie.
00:16:46: Ernährungsbereiche?
00:16:48: In Graz zum Beispiel ja am Janäum aber eben in Wieselburg auch
00:16:55: Agrartehnologien
00:16:57: mit Digital Farming ganz mit Roboter-Technik und Satellitentechnik.
00:17:02: Also
00:17:03: wir sind sehr breit aufgestellt, und Christian jetzt komme ich ein bisschen zu deinem Bereich.
00:17:08: wieder in den höheren Schulen.
00:17:13: die Landwirtschaft ist ja neun Herausforderungen ausgesetzt.
00:17:17: Ich denke an den Klimawandel, ich denke an Umwelt- und Ressourcenmanagement Green Care Berufe, ich denke an Biodiversitätsverlust oder Ansprüche hier etwas weiterzubringen.
00:17:32: Digitalisierung – wie reagiert man in unserem höheren Schulbereich auf diese Herausforderungen?
00:17:40: Was habt ihr euch vorgenommen auch?
00:17:45: Tatsächlich stehen wir als Gesellschaft und die Landwirtschaft im speziellen Fall den großen Herausforderungen.
00:17:52: natürlich angesprochen hast.
00:17:53: Ich würde auch noch ergänzen geändertes Konsumentenverhalten, dass der Gesellschaft und den Konsumentinnen und Konsumentern andere Dinge wichtig sind als noch vor zwanzig, dreißig Jahren oder wichtiger werden.
00:18:10: Tatsächlich muss ich für das Bildungssystem eine Landzeit brechen.
00:18:14: oder fürs Schulsystem, nicht fürs Bildungs-System sondern für Schulsystems.
00:18:18: Das Schulsystem ist viel innovativer und flexibler als die meisten Menschen in Österreich glauben.
00:18:26: Wir unter dem Bildungsministerium hat den Anspruch dass wir uns tatsächlich ernsthaft alle sechs bis zehn Jahre unsere Lehrpläne ganz genauer anschauen evaluieren und überarbeiten.
00:18:38: Das heißt in unserem Schulsystem, wenn ich nach fünf Jahren in einer Fachrichtung vom Schuleintritt bis zur Matura diese fünf Jahre durchlebe und die Matura dann absolviere, dann fangen wir eigentlich schon wieder an diesen Lehrplan zu evaluieren oder zu überarbeiten.
00:18:59: ob die Inhalte tatsächlich noch state of the art sind, ob da etwas dazugekommen ist.
00:19:04: Das ist zum allgemeinen Rahmen, das ist viel nicht bewusst betrifft auf die anderen BHS und die AHS.
00:19:12: jetzt kommt es gerade ein bisschen an der Öffentlichkeit weil es
00:19:16: ja auch
00:19:17: wieder neue Lehrpläne geben wird.
00:19:20: zu den Punkten Nachhaltigkeit, Klimawandel, Klimaanpassungsstrategien würde ich mal sagen auf drei Ebenen begegnen wir dem.
00:19:32: Zum einen bereiten wir uns in unserer schulischen Tätigkeit darauf vor die Josef hat es angesprochen im Rahmen neuer Fachrichtungen wie Umwelt- und Ressourcenmanagement im Rahmen bestehender Fachrichtung dass wir Sachen von biologischer Landwirtschaft nachhaltigkeits Biotiversität, Klimaschutzunterricht.
00:19:58: Das ist der erste Punkt.
00:19:59: Der zweite Punkt und das ist jetzt ihr das beste Beispiel dafür, dass wir diesen Herausforderungen auf einer praxisnahen wissenschaftlichen Ebene uns annähern in der Forschung.
00:20:14: Ich habe so viele Projekte, wo man versucht Klimawandel-Anpassungsstrategien in die österreichische Landwirtschaft zu implementieren.
00:20:22: Das sind Ergebnisse, die direkt in der österreichischen Landwirtschaft einkommen aber natürlich auch an unsere Schülerinnen und Schüler als potenzielle Hofübernehmerinnen weitergegeben werden.
00:20:35: Ich glaube da leisten wir schon Vorreiterrolle in Österreich.
00:20:38: das ist der zweite Punkt und dritte Punkt ich bin ein großer Freund von dem Leitspruch, dass man das was man sagt auch macht.
00:20:50: Das heißt bei allen unseren Aktivitäten, bei baulichen Maßnahmen, bei der Verpflegung unserer Schülerinnen und Schülern unter Bediensteten Versuchen wir eine Nachhaltigkeitsdangente, eine Kreisler Wirtschaftsdangenten mit einzubeziehen.
00:21:05: Ihr kennt die Vorgaben, mit der wir unter unseren Dienststellen quälen, dass wir Bioquoten erfüllen müssen und bei Neubauten Klimaaktivstandards erfülle müssen.
00:21:18: Das sind Sachen, die wir als Haus unserer Dienststellen mitgeben, die auch kontrollieren die in Zeiten schwieriger Budget, Rahmenbedingungen nicht immer einfach sind umzusetzen aber die unseres Haus sehr wichtig sind.
00:21:36: Bei den anderen Punkten Digitalisierung, ICD, die wir selbst auch angesprochen haben, auch da versuchen wir im Lehrplan zu reagieren.
00:21:45: mit der ICD in der Landwirtschaft, auch dort versuchen wir in der Forschung Stichwort Innovation Farm den Prozess mitzumoderieren und mit zu begleiten.
00:21:57: Auch da versuchen wir im täglichen Handeln unsere Schulen so auszustatten, dass sie das aktuellste immer haben betrifft am Ende des Tages auch das was ich eingegangen gesagt hat ein geändertes Konsumentenverhalten mit Übungsfirmen.
00:22:18: also wir versuchen wirklich bisschen an Polsterzeit.
00:22:23: Es ist ja auch so, dass die Verschneidung Forschung und Schule – du bist für die Ressourcen der Forschung zuständig.
00:22:32: Ein ganz besonderer Schwerpunkt ist in unserem großen Haus Schulbildung und Bildung insgesamt im Ministerium.
00:22:44: Das bedingt ja auch das aktuelle Herausforderungen, die die Bäuerinnen und Bauern haben.
00:22:51: Die werden ja von der Forschung hoffentlich gut bearbeitet.
00:22:54: Und wenn man die Schüler gut einbindet in diesen Kreislauf, dann geht sehr viel an der Haut direkt wieder an die Jugend zurück und das ist glaube ich eine sehr große Stärke unseres Hauses oder?
00:23:05: Also wir haben drei Aufgaben.
00:23:07: zum einen die Studierfähigkeit herzustellen.
00:23:09: Das machen wir im Unterricht durch die Weitergabe von Wissen und das machen wir durch die Forschung das ermöglichen, dass wissenschaftliche Ergebnisse direkt bei den Schülerinnen und Schülern ankommen.
00:23:23: Das Zweite ist wir sollten den SchülerInnen im Rahmen einer BHS eine Berufsausbildung angeteilt lassen.
00:23:31: Das machen wir in dem wir an sehr vielen Standorten Praxisbetriebe haben wo wir gemeinsam mit den Schüleren die Praxis unterrichten und gestalten.
00:23:44: Das ist der zweite Punkt.
00:23:46: Und der dritte Punkt, das steht zwar nicht im Lehrplan.
00:23:49: Das war immer schon Aufgabe einer Schule ist, dass wir junge Menschen beim Erwachsen werden begleitet.
00:23:58: Ich möchte jetzt sagen erziehen, weil erziehend tut man ... Wir haben es mit jungen Menschen zu tun ab Vierzehn.
00:24:05: Man begeidet sie am Weg zum nächsten Schritt und am Weg zur Selbstständigkeit und am weg zur Begleitung bei der Abnahbelung sozusagen von daheim.
00:24:17: Und das machen wir, indem alle unsere Schulen – oder das unterstützen wir, in dem all unsere Schulen Internatsschulen sind.
00:24:23: Das heißt da eine Mutantifingsteichen-Community vorfinden, indem man einfach ja auch diesen Emanzipationsprozess von zu Hause in einem begleitet moderierten Rahmen gestalten kann.
00:24:39: Also das sind drei Aufgaben unseres Schulsystems und ich glaube Den drei Aufgaben kommen wir durch Forschung, Praxis und Internet sehr gut nach.
00:24:53: Sicher so!
00:24:54: Auslandspraktika kann man vielleicht auch noch dazunehmen ist ein sehr großer Schwerpunkt in unserem Schulsystem.
00:25:02: also unsere Schüler gehen ja dann viele im Rahmen ihres großen Praktikums auch in das Ausland wo sie andere Kulturen kennenlernen, andere Sprachen kennenlernen.
00:25:13: und es macht den Kopf auf oder?
00:25:15: Ich sage jetzt in einer verneßten Gesellschaft, in einer globalisierten Gesellschaft ist es für jede Art von Ausbildung und für jede art von Menschenbildung wichtig dass man andere Kulturen, andere Menschen, andere Zugänge, andere Sprachen kennen lernt.
00:25:31: Und natürlich in der Landwirtschaft ist es umso spannender wenn wir Zugänge zur Landwirtschaft kennenlernen, die wir in Österreich vielleicht nicht so präsent haben.
00:25:43: Wir haben eine andere Landwirtschaft, wir haben eine kleinstrukturierte Landwirtschaft wo sehr stark auch die biologische Gedanke einer Rolle spielt.
00:25:54: Jede Reise erweitert den eigenen Horizont.
00:25:58: Josefa das Arbeiten mit der Natur etwas da sich anfangen wieder abschließen zu müssen in einem Jahreskreislauf zu sein und dass in einer Schule zu erfahren.
00:26:09: Es hat einen hohen Wert.
00:26:12: Warum sage ich das jetzt?
00:26:13: Wenn man eure Dokumente liest, dann gibt es auch dieses Schlagwort grüne Pädagogik und das ist ja da auch gut eingebettet was unsere Schulen leisten.
00:26:22: Vielleicht kannst du uns zu dem Thema Praxisbezug, Naturbezug sind schief stiftende Tätigkeit und das alles unter dem Deckmantel der Grünen Pädagoge ein bisschen erklären.
00:26:38: Ja, also ich glaube ein Erfolg für die Agrarbildung ist schon das Theorie-Fondament der Grünen und Pädagogik.
00:26:49: Die Grüne Pädagogik kann nämlich Widersprüche vereinbaren.
00:26:55: Also als praktisches Beispiel... ...die Landwirtschaft produziert Der Boden muss aber gleichzeitig auch erhalten werden für die nächsten Generationen, im Sinne der Nachhaltigkeit.
00:27:13: Und eigentlich sind das ja zwei Widersprüche.
00:27:17: und der Grünen-Pädagogik gelingt es diese Widersprüche zu vereinbaren...
00:27:23: ...und auch daran zu arbeiten um sie aufzulösen oder?
00:27:25: Die
00:27:25: werden als Lernanlass genommen, genau!
00:27:29: Und es ist ein interdisziplinärer Ansatz.
00:27:34: Was meinst du damit?
00:27:36: Dass viele Blickwinkel draufgelegt werden.
00:27:42: Der Schöne an der Landwirtschaft ist diese Vielseitigkeit, man ist kein Fachidiot sondern hat wirklich viele Blickwinkel immer auf das Leben zu legen und ist vom Wetter abhängig.
00:27:56: und dadurch eben diese Vielfalt auch ist auch sinnstiftend, weil man lernt in der Agrarbildung eben vom Korn bis zum Teller quasi erlebt man das mit.
00:28:13: Und vom Traktor bis zur betriebswirtschaftlichen Auswertung?
00:28:16: Die Unternehmung alles ja und dieser ganzheitliche holistische Ansatz ist in der grünen Pädagogik enthalten.
00:28:24: aber was noch dazu kommt ist diese Irritation.
00:28:30: Die
00:28:30: Irritation, das verstehe ich jetzt nicht.
00:28:32: Die
00:28:34: Irridation ist dass eben eine Dilemma Funktion ist durch diese Widersprüche und die Irridations- ist immer für Neugierde dann auch.
00:28:46: Gerade in der Forschung braucht man ja diese Neugiere.
00:28:49: Das ist sozusagen ein pädagogischer Ansatz.
00:28:51: wenn ich als Jugendlicher, als Mensch vorerst einmal leicht irritiert werde, dann werde ich interessierter an dem Thema sein und vielleicht diese Irritation versuchen zu lösen.
00:29:06: Und es aktiviert mich sozusagen?
00:29:08: Ist das eine Hintergedanke?
00:29:09: Dadurch
00:29:11: wird das Lernen nachhaltiger.
00:29:15: Also ist ein interessanter Ansatz und die grüne Pädagogik ist auch wertorientiert mit Emotionen verbunden?
00:29:26: Das spüren wir ja auch.
00:29:27: Oder wenn wir durch unsere Schulen gehen, wenn wir Schülerinnen begegnen ... Wenn sie nicht musizieren, grüßen Sie vielleicht noch.
00:29:38: Das hebt uns doch deutlich ab von anderen Bereichen und ich glaube das Ganzheitliche zeigt sich hier.
00:29:49: Die Persönlichkeitsbildung ist ja am Arbeitsplatz gefragt.
00:29:55: Also starke Persönlichkeit und wie Christian schon gesagt hat, da tragen die Internate sehr viel bei.
00:30:03: Ich lerne Konflikte zu lösen, Kommunikation...
00:30:07: Und ich lerne mich an Spielregeln zu halten?
00:30:09: Genau.
00:30:09: An Abläufe?
00:30:11: Genau!
00:30:12: Diese Arbeitshaltung ist ja gefragt in den Betrieben auch.
00:30:17: Das muss man dazu sagen, also wir sind ja auch in Kontakt mit größeren Unternehmungen und unsere Schulabgängerinnen und Schulabgaenger sind sehr begehrt.
00:30:26: Warum?
00:30:26: Weil sie handwerklich ausgebildet sind weil Sie wissen es gibt Phasen im Jahr oder am Tag wo ich mich hinein hauen muss sozusagen Ich muss eine Arbeit fertig machen.
00:30:40: das sind alles Fähigkeiten die in Zukunft genauso brauchen werden wie in Vergangenheit.
00:30:46: Und auch in der Landwirtschaft und Forstwirtschaft im Umweltbereich muss ich die sowieso leben, ich bin in einem natürlichen
00:30:52: Kreislauf.".
00:30:53: Genau!
00:30:54: Sie machen auch ehrenamtlich sehr oft Jobs und sind für die Gemeinschaft sehr wichtig.
00:31:04: Manchmal sagt man zu den Schulen auch Bürgermeister-Schulen sehr viele Absolventen dann auch als Bürgermeister tätig sind oder Bürgemeisterin tätig.
00:31:16: Wir haben ja ein bisschen versprochen, dass wir die Entwicklung beleuchten und da folgt mal weiteres Schlagwort ein das ich bei dir lesen kann und es heißt neue Autoritäten.
00:31:28: Wie geht man miteinander um?
00:31:31: Da können wir jetzt wieder auf die Internate zum Beispiel reflektieren.
00:31:35: Das war vor zwanzig dreißig Jahren komplett anders.
00:31:38: Ich muss noch etwas dazu sagen.
00:31:40: Unsere Schulen sind sehr stark weiblicher geworden, wie die Landwirtschaft insgesamt in Österreich auch.
00:31:48: Das ist ja ein Zeichen, dass wir hier sehr gut unterwegs sind, geschlechter Gleichheit zum Beispiel oder?
00:31:56: Wir haben wirklich fünfzig Prozent im Durchschnitt über alle Schülerinnen.
00:32:01: Wir haben fünfzig prozent Mädchen und fünfzig Prozent Burschen.
00:32:06: Aber die Fachrichtungen sind natürlich noch nicht alle fünfzig-fünfzig.
00:32:11: Also
00:32:12: ist schon
00:32:12: das Technik?
00:32:13: Landtechnik ist nach wie vor meinlich dominiert, oder Landwirtschaft und Ernährung eher weiblich orientiert ja Aber es wird diesbezüglich auch sehr viel unternommen.
00:32:26: Gerade in der Forstwirtschaft sind immer mehr Mädchen und wie du sagst, in Landwirtschaft haben wir wirklich schon fünfzig, fünfzig.
00:32:34: Neue Autoritäten im Internat möchte ich noch ein bisschen ansprechen Christian.
00:32:38: dann komme ich wieder zu dir.
00:32:41: Ja hier hat sich im Konzept der Pädagogik schon etwas verändert weil ganz einfach mehr Beziehung, Achtsamkeit, Vertrauen gefragt ist.
00:32:55: Früher war das schon Furcht-Distanz.
00:32:58: Also ich kann mich selbst erinnern bei meinem Einstieg ins Berufsleben oder eben auch die Kontrolle war ganz stark und da geht man jetzt schon mehr Richtung Eigeninitiative, Partizipation...
00:33:14: Aber in einem begrenzten Rahmen?
00:33:16: Ja klar!
00:33:16: Grenzen
00:33:17: sind trotzdem wichtig,
00:33:18: oder?
00:33:18: Ganz wichtig ja.
00:33:20: Und statt Hierarchie mehr Demokratie, ist auch jetzt ganz aktuell wieder mit neuen Gegenständen.
00:33:29: Dann die Wiedergutmachung wenn etwas nicht gelaufen ist wie es sollte dass man da eben auch klar macht wie sind die Konsequenzen und nicht nur strafft ohne darüber zu reden.
00:33:46: Und offene Kommunikation, Transparenz statt der Verschwiegenheit und Vertrauen geduld.
00:33:55: Das ist eben nach Hemomea einen Psykologen von Israel.
00:34:05: Von dem gehen die sieben Säulen der neuen Autorität aus.
00:34:11: Christian du wolltest etwas ergänzen vorher?
00:34:15: unterstreichen, was die Josefa gesagt hat.
00:34:16: Wir sind stolz, dass wir fünfzig Prozent Burschen und fünfzig prozent Mädchen an den Schulen haben.
00:34:22: Darüber hinaus bemühen wir uns, das wir den Mädcheneinteil bei den klassischen Burscheenschulen heben und wie zuversa auch bei dem klassischen Unteranfangsteichen klassischen Mädchenschulen den Burschannteil heben weil wir und die Schulen davon überzeugt sind weibliche Kompetenzen einer Forstwirtschaft zunehmend gefragt werden, genauso wie kompetenzende jungen Männer in vielleicht Landwirtschaft der Nährung eine Rolle spielen.
00:34:53: Also das ist uns wirklich ein Anliegen dieses Anliege wieder von den Schulleitungen so unterstützt und wahrgenommen.
00:35:01: da gibt es ganz tolle Initiativen und dem Weg werden wir auch gemeinsam weitergehen.
00:35:06: Wir haben ja jetzt sehr stark darüber gesprochen, dass wir ein sehr gutes System haben.
00:35:11: Josefa gibt es auch Zahlen, die uns das ein bisschen beweisen, dass in Österreich sehr gut aufgestellt sind – mir fällt schon eine Zahl ein!
00:35:19: Wir haben sehr viele junge In-der-Landwirtschaft, sehr viele jungen Hofübernehmern, aber auch der Durchschnittsalter unter Bäuerinnen und Bauern ist im internationalen Vergleich sehr, sehr gut.
00:35:34: Daran muss man ja arbeiten und das ist ein Ergebnis davon.
00:35:37: Eines, oder?
00:35:38: Das gibt noch andere Zahlen!
00:35:40: Ja also wir haben eine Befragung gemacht und da ist herausgekommen dass... ...fünfundvierzig Prozent doch einen Betrieb übernehmen.
00:35:50: Und bei den Hofübernehmerinnen ist ja ein Drittel weiblich.
00:35:58: Jetzt schon.
00:35:59: Ist eine hohe Zahl dann dass eben sehr viele in den Regionen bleiben.
00:36:07: Das ist ja für uns auch wichtig, wir das die Regionen noch mit jungen Menschen gefühlt sind und sie nicht wegziehen, dass der Brain Train nicht erfolgt sondern eben das Know-how in der Region bleibt Und da trägt das agrarische Bildungswesen sehr viel bei.
00:36:26: Das geht
00:36:27: ja bis zum Tourismus dann am Ende des Tages, denn eine Kulturlandschaft ist die Basis für ...
00:36:32: Schon mehr im Bau auch noch von da.
00:36:37: Wenn man in den Grünen Bericht hineinschaut, dann sieht man auch... Da gibt es eine Auswertung im Letzten
00:36:44: dass
00:36:45: jene, die gut ausgebildet sind auch betriebswirtschaftlich besser abschneiden als jene die eben nicht den idealen Bildungsweg hinter sich hatten.
00:36:57: Auch das zeigt ja wieder wie wichtig es ist die Jugend hier zu begleiten.
00:37:03: Und wir haben sogar im Strategien- und Visionenprozess durchgemacht, wo wir Zahlen festgelegt haben.
00:37:10: Wie viel Prozent sollen der zäre Ausbildung haben?
00:37:14: Wie viele einen Meister und habe auch Abschluss beziehungsweise Fachschulabschluss?
00:37:22: wenn wir über alle Betriebe dann Perspektive drüberlegen, dann sehen wir das schon noch viele nur ein Volksschulabschluss haben.
00:37:33: Die älteren vor allem aber die jüngeren Betriebsübernehmer sind immer besser ausgebildet und es ist unser Ausbildungssystem auch gut wenn jemand einen Zuerwerbsbetrieb führt dass er zweite Standbein hat und zum Beispiel als Lehrer tätig ist oder als Berater Und das ist natürlich für die Schülerinnen und Schülern wieder ein Vorteil.
00:38:00: Christian, wenn wir jetzt in die Zukunft schauen, wo siehst du in den nächsten zehn Jahren Herausforderungen für unser Schulsystem?
00:38:09: Für unser Bildungs-Land- und Umweltbildungssystem?
00:38:13: Woran arbeitest du?
00:38:18: Ich
00:38:18: glaube tatsächlich
00:38:19: ... der jetzt in Arbeit befindlichen neuen Lehrplan-Generation inhaltlich gut vorbereitet sind auf die Herausforderung der nächsten zehn Jahre.
00:38:34: Ich glaube, wir haben viele Dinge berücksichtigt, die uns weiter beschäftigen werden.
00:38:42: Gesamtgesellschaftlich und das trifft an unsere Schulen wird sicher der Umgang mit künstlicher Intelligenz hinten nach steht mit Fake News und so, das wird glaube ich eine Riesenherausforderung.
00:38:59: Da kann man die jungen Menschen insofern darauf vorbereiten als dass wir wirklich das kritische Denken des Reflektieren, das Nachfragen einfach schärft.
00:39:12: Das haut es glaube auch in den letzten... In den letzten zehn, zwanzig, dreißig Jahren schon einen Umschwenk gegeben vom reproduzierenden Wissen zum kritischen Denken.
00:39:27: Wenn du mich fragst was sind die Herausforderungen für unsere Schulen in den nächsten zehn Jahren da stecke ich ein bisschen sozusagen im meinem Arbeitsalltag gefangen.
00:39:38: Im Moment sind es sicher die Rahmenbedingungen mit den Ressourcen einfach zur Verfügung gestellt werden.
00:39:46: Das wird eine Herausforderung.
00:39:48: Wir haben wunderschöne Standorte, die aber auch ständig weiterentwickelt werden müssen und das ist sicher ein Challenge für die nächsten.
00:39:58: Auch für uns vor Ort natürlich.
00:40:00: Und weil es für euch auch und natürlich die Personen, dass man entsprechend geeignet ist und begeistert ist, persönlich bekommt.
00:40:13: Natürlich, wenn ich die jetzt fragt.
00:40:14: Welche Wünsche hättest du?
00:40:15: Dann wird der Kreis damit geschlossen werden und du hast eine ausreichende finanzielle Ausstattung.
00:40:23: Was macht dir Freude an der Arbeit?
00:40:26: Die Vielschichtigkeit!
00:40:28: Ich habe am Anfang gesagt, dass unsere Abteilungen ja ein Knotenpunkt sind und die Fäden für den Knotten kommen aus unterschiedlichsten Ebenen, sei es Budgets als Personal, als Infrastruktur ... Das heißt, sogar die Logistik und das juristische Backup.
00:40:47: Wenn Verträge geschlossen werden ...
00:40:49: Dann musst du dich mit der Forschung plagen!
00:40:51: Mit der Forschungen darf ich mich auseinandersetzen und mit den Internaten.
00:40:56: Und die Vielschichtigkeit macht mir Freude.
00:41:01: Jeder dieser Fäden hat seine erfreulichen und weniger erfreilichen Momente aber es taugt mehr.
00:41:10: Nein, die größte Freude habe ich eigentlich.
00:41:12: Das ist sowohl an den Dienstern als auch im Haus mit einem dem unglaublich motivierten oder intrinsisch motivierter Menschen zu tun hat, die eine riesen Freude an ihrer Tätigkeit haben.
00:41:24: Josefa du hast ja sehr viele Spuren hinterlassen in positiven Sinn Im Schulbereich.
00:41:33: Du hast eine sehr große Erfahrung.
00:41:37: Du stehst auch sozusagen vor Deinen wohlverdienten Ruhestand und bist auch ein Schatz, würde ich jetzt einmal sagen in unserem System.
00:41:45: Welchen Tipp würdest du aus deiner Erfahrung heraus jungen Menschen geben die in der Landwirtschaft im Agrar- und Umweltbereich tätig sein wollen?
00:41:59: Was ist das Wichtigste aus deines Sichtes?
00:42:02: Ich würde sagen – Das ist eine richtige Entscheidung!
00:42:06: Mach es!
00:42:08: Okay, was meinst du damit?
00:42:10: Du arbeitest praktisch mit Natur, Technik, Wirtschaft und Menschen.
00:42:15: Du bist regional verwurzelt, zugleich global vernetzt Und du machst eine sinnstiftende Tätigkeit, hast breite Berufsmöglichkeiten.
00:42:27: Du kannst selbstständig arbeiten, du kannst studieren, du kannst einen eigenen Betrieb führen oder auch neue innovative Wege gehen... Du bist ein... Puls der Zeit mit modernen Inhalten.
00:42:42: Du erhältst in den Agrarschulen ein umfassendes Wissen über biologische Kreisläufe, über das Zusammenwirken von Ökologie, Ökonomie und Soziales.
00:42:53: Die Landwirtschaft von morgen braucht kreative motivierte junge Menschen vielleicht genau dich.
00:43:01: Das war sozusagen ein Werbespruch für unsere Schulen.
00:43:05: Wie wichtig ist die Freude?
00:43:08: Die Freude?
00:43:08: ohne Freude ist die indrinsische Motivation nicht gegeben und das ist ansteckend.
00:43:16: Das ist auch etwas Wichtiges in unserem Bildungssystem, dass wir die Freude und den Spaß erhalten?
00:43:21: Ganz wichtig!
00:43:22: Dann ist es keine Arbeit
00:43:26: mehr.
00:43:26: Wenn man sie erkundigen will über unser Schulsystem ... Gibt es da Homepage-Seiten, wo ich mich informieren kann?
00:43:37: Kannst du uns da ein bisschen was zum Schluss noch
00:43:38: mitgeben?".
00:43:40: Ja.
00:43:40: Also über unsere Ministeriums Homepage findet man relativ schnell zur Unterseite Schulen.
00:43:47: Da werden unsere Schulen vorgestellt.
00:43:50: Wir haben gemeinsam die Seite Agrarschulen AD, das ist ein guter Ansprechpartner, möchte auch eine Lanze brechen für Fachschulen, mit denen wir eine sehr gute Kooperation haben.
00:44:06: Das zeichnet bei unserer Schulsysteme grundsätzlich aus, dass wir gut zusammenarbeiten.
00:44:09: Aber wenn sozusagen die Hürde zu einer höheren Schule und fünf Jahre so hoch ist, da möchte ich dafür plädieren und werben dann schaut es euch bitte!
00:44:20: Die Fachschule an der Krieg sind drei Jahre eine sehr profunde und sehr sehr gute Ausbildung.
00:44:25: Die Standorte sind top ausgestattet Und wenn es dann weitergehen soll, hat man durch das angesprochen über den Aufbau-Lehrgang immer noch die Möglichkeit auch weiterzumachen.
00:44:35: Also Agrarschulen sich dort zu motivieren und im Wirklichkeit das Beste ist.
00:44:43: wir haben Schule in ganz Österreich verteilt.
00:44:46: einfach einmal hinfahren und sie den Standard anschauen und vor Ort mit den Leuten
00:44:51: sprechen.
00:44:51: In den Herbstmonaten finden immer die Tag der offenen Türen statt.
00:44:55: Da kann man vor Ort den ganzen Tag sich anschauen wird durch das Schulgebäude geführt.
00:44:59: So wie es bei uns läuft, machen dass die Schülerinnen und Schüler für die Jungen also ganz authentisch ehrlich man kann überall hineinschauen.
00:45:09: dazu möchten wir einladen oder?
00:45:11: Unbedingt Herbst abseits des Herbstes gerne auch einmal.
00:45:17: an allen unseren Schulstandorten finden auch Forschungsveranstaltungen Diskussionsveranstaltung statt.
00:45:25: Das wird vor Ort immer kommuniziert.
00:45:28: Also bitte gerne einfach solche Anlässe nutzen und sich die Standorte anschauen, um die Direktorinnen und Direktoren mit Fragen zu wählen.
00:45:41: Das war ein sehr gutes Abschluss.
00:45:44: Damit möchte ich mich bei euch bedanken, dass ihr euch die Zeit genommen habt, uns in den Podcast der Grase ins Wissenkombakt der Haber-Lehrfahrung bei Gumpenstein zu kommen.
00:45:53: Bei Ihnen zu Hause bedanke ich mich!
00:45:55: für es dabei sein, fürs zuhören und wir würden uns freuen wenn Sie unseren Podcast teilen.
00:45:59: Es gibt sehr viele interessante Folgen.
00:46:01: hören sie hinein und bleiben sich unsere Gäste auf Wiedersehen und Auf Wiederhören in Raumberg Kumpenstein.
Neuer Kommentar