Folge 166: Mutterkuh-Absetzer – was über Leistung und Erlös entscheidet
Shownotes
Welche Faktoren entscheiden darüber, ob ein Mutterkuhkalb später ein wirtschaftlich erfolgreicher Absetzer wird? In dieser Folge von Agrar Science – Wissen kompakt spricht Priv.-Doz. Dr. Andreas Steinwidder mit Frau Dr. Margit Velik von der HBLFA Raumberg-Gumpenstein und Tierzuchtdirektor der LK Kärnten Dr. Johann Burgstaller über die Ergebnisse einer umfangreichen Datenauswertung eines großen Kärntner Mutterkuhbetriebs am Ossiacher Tauern.
Die wissenschaftlichen Ergebnisse zeigen, wie Kreuzungsstrategie, Sommerweide, Abkalbezeitpunkt und Witterung die Tageszunahmen und Erlöse beeinflussen – und welche praktischen Schlussfolgerungen Betriebe daraus ziehen können. Ein Podcast-Beitrag für alle, die Mutterkuhhaltung wirtschaftlich und zukunftsfähig gestalten wollen.
HBLFA Raumberg-Gumpenstein
https://www.raumberg-gumpenstein.at/
Landwirtschaftskammer Kärnten
Arbeitskreis Mutterkuhhaltung / Arbeitskreis Rindfleischproduktion
https://www.rindfleisch.at/arbeitskreise/arbeitskreis-mutterkuhhaltung/
Charolais-Rind
https://de.wikipedia.org/wiki/Charolais_(Rind)
Fleckvieh
https://de.wikipedia.org/wiki/Fleckvieh
PVG – Produzentenvermarktungsgemeinschaft Kärntner Fleisch
Journal Züchtungskunde
https://www.zuechtungskunde.de/
Rinderprofi
Direktvermarktung von Rindfleisch in Österreich
Transkript anzeigen
00:00:09: Herzlich Willkommen zu einer neuen Folge von AgraScience Wissen Kompakt aus der Haberleferampe Gumpenstein.
00:00:15: Mein Name ist Andreas Stein wieder und heute geht es um ein zentrales Thema der Mutterkohaltung, wie entstehen leistungsstarke und wirtschaftlich erfolgreiche Absetzer?
00:00:26: Und welche Faktoren machen dabei den entscheidenden Unterschied?
00:00:31: Meine Gäste sind Frau Doktorin Margit Velik von der HBLF Rauernberg-Gundenstein und Tierzugdirektor Dr.
00:00:38: Johann Burgstahler, von der Landwirtschaftskammer Kärnten.
00:00:42: Gemeinsam haben sie über viele Jahre die Ergebnisse vom Mutterkukkelbern am Ossiacher Dauer wissenschaftlich ausgewertet.
00:00:51: Margit, lieber Johann herzlich willkommen im Podcast!
00:00:54: Ich freue mich, dass ihr euch die Zeit nehmt.
00:00:56: Danke wieder einladung.
00:00:57: Ich fange vielleicht mit dem Margit an,
00:01:00: warum
00:01:02: Ist es eigentlich in den Untersuchungen am Ossiacher Dauern gegangen?
00:01:04: Warum habt ihr euch diesen Datensatz, diesen Schatz eigentlich vorgenommen.
00:01:08: Genau also du hast schon gesagt die Landwirtschaftskammer Kernten hat da im Ossicher Dauer noch Versuchsgut.
00:01:13: Ich denke der Burgstahler Hans wird dann eh noch ein bisschen näher was zu dem Versuchs-Gut sagen.
00:01:19: und zu dem versuchs gut gehört immer eine sechzigköpfige Mutterkuhherde Und der Betrieb ist ja schon lange Mitglied beim Arbeitskreis Mutterkuhhaltung, Arbeitskreiskreis Rindfleischproduktion.
00:01:31: In dieser Auswertung wollten wir uns jetzt nicht die Mutterkühe anschauen sondern die Absetzer und die Einsteller.
00:01:38: Uns ging es eigentlich darum... Sie haben schon seit vielen Jahren Daten gesammelt.
00:01:42: Das
00:01:42: ist natürlich ein wertvoller Schatz.
00:01:43: Ist
00:01:44: wirklich ein Schatz!
00:01:46: Wir wollten uns das in einer gemeinsamen, also einer statistischen Auswertungen anschauen.
00:01:51: Welche Daten liegen vor, kann man da irgendwie Einflussgrößen ableiten?
00:01:56: Auch dann sogenannte abhängige Merkmale wie zum Beispiel Tageszunahmen.
00:02:00: Was ist da vorhanden?
00:02:01: und das ging uns auch darum einfach diesen Optimierungsbedarf möglicher Stellschrauben aufzuzeigen.
00:02:06: Okay, auf das werden wir alles noch
00:02:08: reingehen.
00:02:08: Vielleicht
00:02:09: stellst du uns ein bisschen den Aussicherheit dauernd Johann vor was es das Besondere tut, was macht euch besonderes Freude am Aussicherheitsdauern diesen Datensatz so genau angeschaut?
00:02:23: Der Osir H. Tauern ist ein landwirtschaftlicher Betrieb, der steht im Besitz der Landwirtschaftskammer Kiernden, hat da ungefähr eine Größe von zweihundert Hektar insgesamt, wovon ungefähr knapp achtzig Hektars Grünland sind.
00:02:37: und wir betreiben dort eben eine Mutterkuhhaltung haben wie gesagt sechzig Mutterkühe Hauptsächlich Fleckvieh, Fleischbetont.
00:02:48: Bei den Kühen und auch Charolais-Kühe haben wir noch einige.
00:02:53: Daneben haben wir eine Hengstaufzucht also Norika und Haufflingerfohlen werden aufgezogen bis zur Köhren.
00:03:04: Das schließt sich bei uns hier auf Osterkreis, weil der Ursächer Dauern war schon ein Versuchsbetrieb vor dreißigvierzig Jahren und du hast das jetzt wieder sozusagen ans Herz gelegt mit euch zusammenzuarbeiten.
00:03:13: Und da sind wir sehr dankbar dafür!
00:03:16: Jetzt schauen wir ein bisschen auf die Daten, die ihr euch angeschaut habt und vor allem auf die Infosfaktoren, die euch wichtig waren.
00:03:23: vielleicht mag ich es erzählst du uns einmal?
00:03:25: Was waren sozusagen diese Einflussfaktoren, auf die ihr geschaut habt?
00:03:29: Genauso.
00:03:29: Wir haben in diesem Dat so vier große Einfluß-Faktoren und Einfluchsgrößen herausnehmen können.
00:03:37: Das war zum einen der Aufenthalt im Sommer.
00:03:43: Also da muss man vielleicht wissen dass die Tiere im Winter im Stahl sind Und im Sommer sind sie zum Einen erteilt bleibt auf der Heimweide und dann gibt es zwei verschiedene Almen.
00:03:53: Dann noch was dazu sagen, ja?
00:03:55: Genau.
00:03:56: Unser Betriebsablauf im Jahr ist so dass die meisten Kinder zurzeit im Winter auf die Welt kommen also zwischen November und es geht bis in den April-Mai hinein
00:04:10: Und
00:04:11: diese sind in der Stallhaltung Laufstall mit einem Laufhof Mit dem Kühn gemeinsam Und dann werden sie ausgetrieben und sind dann ein, zwei Monate zu Hause auf der Weide.
00:04:21: Und ob Juni in Etwa gehen, dann einige Muttertiere mit ihren Kälbern auf zwei verschiedene Albenen.
00:04:29: Andere wiederum bleiben zuhause.
00:04:31: im Herbst treffen sich die gesamte Herde am Betrieb Und in etwa im Oktober werden dann zurzeit alle Kälber gemeinsam abgesetzt und vermarktet.
00:04:43: Okay, und sie werden als Einsteller vermarktete?
00:04:46: Wohin gehen die dann schwerpunktmäßig?
00:04:48: Lokale Erzeugergemeinschaft nimmt uns alle Kölber ab.
00:04:51: Wir haben da eine langjährige gute Zusammenarbeit mit der PVG Die da ein wirklich guter Partner ist in einer Vermarktung der Kälbe.
00:04:59: Genau Uns ist eben aufgefallen dass es große Unterschiede gibt bei der Entwicklung der Kölbe ob die im Herbst geboren werden oder im Frühjahr geboren.
00:05:09: Das war
00:05:09: auch ein Faktor, den ihr euch angeschaut habt?
00:05:11: Nehmen der Alm oder wo sie bohren.
00:05:14: im Sommer ist auch das abkalbe Termin ein Thema gewesen.
00:05:17: Genau
00:05:17: also noch einmal um was du vielleicht nochmal kurz zusammenzufassen... Also der Sommeraufenthalt war ein Fakter, das war ein kombinierter Effekt aber gemeinsam mit dem Geschlecht weil es war so dass alle Alle männlichen Kälber sind ihm auf der Heimweide geblieben und auch ein Teil der Weiblichen, aber auf den zwei Almen waren nur weibliche Kälbers.
00:05:36: Das heißt, ihr habt den Effekt direkt nur bei den weiblichen angeschaut?
00:05:39: Also wir haben das einfach so kombiniert genau.
00:05:41: Das war der erste Effekt.
00:05:43: Das zweite, das hat der Hans Aschen angesprochen, war eben das Thema Rassekreuzung wo wir rein rassige Fleckviehfleischkälber gehabt haben, fleckviehhfleisch mit Charolais gekreuzt gehabt haben, war dann dieser Geburtszeitraum wo wir eben drei Klassen gebildet haben.
00:06:04: Das eine von November bis Jänner, Februar-April und dann noch von, oder Februar März-Abril, ja von Mai bis Juli.
00:06:11: und der letzte Fixe Effekt den wir uns angeschaut haben, vor allem das Verkaufsjahr, das haben wir uns über acht Jahre von zwei tausend siebzehn bis zweitausend nach zweitausend
00:06:24: fünfzehnt zwanzig angeschauen.
00:06:26: Charolais sind kernten Thema.
00:06:29: Absolut!
00:06:30: Und deswegen ist es auch bei euch mit dabei, oder?
00:06:32: Genau
00:06:33: also die bereits angesprochene Arbeit oder Zusammenarbeit mit Romberg Gumpenstein aus den neunzigern und achtziger Jahren hatte ja damals das Ziel herauszufinden was ist die geeignete Rassekreuzung.
00:06:46: und es hat sich bereits damals herausgestellt dass Fleckvieh Mutterkühe mit einem charolaisstier ein Produkt ergeben dass sehr wirtschaftlich sein kann.
00:06:56: Und genau das haben wir zur Zeit, also wir haben ja durch die zwei gehaltenen Rassen dann Fleckvieh und Kreuzungen daraus.
00:07:07: In dieser Untersuchung ist es sehr deutlich geworden, dass der beste Weg ist hinsichtlich Tageszunahmen und auch hinsichtlicher Erlöse, die diese Kälber dann gebracht haben.
00:07:18: Jetzt für welche Kreuzung?
00:07:20: Ich habe euch ja die drei angeschaut.
00:07:22: wer hat am besten abgeschnitten
00:07:23: die Kreuzungen zwischen Fleckvieh und Charolé verglichen zu reinrasigen Fleckvieh- und reinrasigem Charolékälbern.
00:07:30: Das
00:07:30: heißt, das kann man jetzt schon als Empfehlung mitnehmen?
00:07:34: für die Einstellerproduktion durchaus eine sehr gute Variante zu kreuzten.
00:07:38: Habt ihr euch auch die Schwergeburten in dem Zusammenhang
00:07:42: angeschaut?
00:07:42: In der Studie haben wir nicht angeschauen, aber wir haben da sehr, sehr gute Erfahrungen mit den Kreuzungen also wenig Schwergeburten.
00:07:49: Schaut sie bei den Stirn sozusagen auf.
00:07:51: Leichtkalbigkeit, das
00:07:52: ist ein wichtiges
00:07:53: Thema oder?
00:07:54: Ja machen wir.
00:07:57: Was bringt die Kuh mit und die Milch mit?
00:08:00: die Fleckfigu, vielleicht auch den Rahmen und das Charolais bringt dem Muskelansatz die Fleischleistung mit.
00:08:07: Und das hat sich in unseren Untersuchungen bewahrheitet und ist eine klare Empfehlung auf solche Kreuzungen zu setzen.
00:08:13: Vor allem auf der Stierseite.
00:08:15: Auf der Kuh-Seite würde Reinscharolais bedeuten dass ich bei der Müllleistung sehr viel verliere und das Kraftfutter fehlt im Kalb.
00:08:22: natürlich.
00:08:22: dann oder?
00:08:23: Genau!
00:08:23: Der Betrieb wird exzensiv geführt, ist biologisch bewirtschaftet.
00:08:27: also wir sind da Low-Input unterwegs, aber gerade das funktioniert so ganz gut bei uns.
00:08:34: Okay.
00:08:36: Neben der Rasse ist dann sozusagen das Thema gewesen des Geburtszeitraums.
00:08:42: Was ist da im Wesentlichen herausgekommen?
00:08:45: Waren eher die Herbstwinter ab Kalber besser, die Kälber dann raus.
00:08:50: oder den Frühlingsgeschichten?
00:08:53: Genau was wir gesehen haben dass Ich habe schon gesagt, diese Gruppen November bis Jänner und dann von Feber bis April.
00:09:00: Und wir haben gesehen dass die im Frühling waren also Feber bis April, dass die bei den Tageszunahmen signifikant besser abgeschnitten haben als die Kälber, die eben im Winter geboren sind.
00:09:13: Also eigentlich November bis Jänner.
00:09:16: Das hat man auch statistisch gesehen und das dürfte mit der Milchleistung einfach wenn dann die Kühe auf die Weide kommen guten Futterqualität mit dem Zusammenhang, dass wenn die Milchleistung hoffe ich, dass das natürlich den Kälbern auch zugute kommt.
00:09:32: Das hat man ganz klar gesehen.
00:09:36: Diese Variante glaube ich ist... ist zur Befahrtung natürlich, muss man immer gewisse andere Sachen auch mit berücksichtigen.
00:09:42: Wie passt es zum Betrieb?
00:09:43: Genau
00:09:44: ja.
00:09:44: also weil es gibt.
00:09:45: es hatte zb auch schon bei uns einen Podcast geben.
00:09:47: mit meinen Kollegen mit dem Häusler Hans, woß um das Thema saisonale Abkalbung gegangen ist hat er auch alles vor und nach Teile oder so.
00:09:54: aber in dieser Auswertung haben wir ganz klar gesehen dass die Kälber spät hinterzeitiges Frühjahr geboren sind, dass die den besten Tageszunahmen reichten.
00:10:05: Es gibt ja einen alten Spruch, das er zuweide Beginner zweiter Laktationsspitze bei den Kühlen einsetzt und genau des nutzt man treu, oder?
00:10:14: Ich würde es genauso sehen.
00:10:16: Wie waren im Vergleich dazu die Sommerabkalber?
00:10:19: Du hast ja gesagt, dass deine Gruppe dann schon Richtung Sommer hineingegangen
00:10:22: sind.
00:10:22: Genau, also das waren ein bisschen weniger Tiere, die da noch waren, die dann so um Mai, Juni und Juli abgekalkt haben.
00:10:28: Die haben auch von den Zunahmen, waren sie gleich wie diese Gruppe, die zwischen Feber-April abgekalt haben, also gleiche Tageszunahme.
00:10:39: Aber natürlich waren die dann vom Gewicht her, vom Absetzgewicht... Den hat die Zeit geführt.
00:10:43: ... genau, die waren beim Absetzen gut.
00:10:45: Genau.
00:10:45: Ist dem geschuldet, dass wir einen fixen Abseitszeitpunkt gewählt haben und nicht ein alter wo sie abgesetzt sind.
00:10:51: Da wäre
00:10:51: vielleicht wenn man hinten noch Platz hätte und das System passt könnte man ja auf zwei drei Partien verkaufen.
00:10:57: dann habe ich es sich gleich schwer
00:10:58: Wenn das betrieblich auf einem Betrieb möglich ist.
00:11:01: das ist absolut eine gute Variante dass man die älteren vorherverkauft und in den Winter hinein später vermarktet.
00:11:08: Absolut um dann ein höheres Lebensalter und auch höheres Gewicht zu erreichen.
00:11:11: Jetzt muss ich dir jetzt die Ernst fragen Habt ihr irgendwas gesehen?
00:11:15: Kann man sagen, die Köber tun sie im Frühling auch leichter gesund zu bleiben als in den Novemberabkörper oder kann man da nichts herausfiltern.
00:11:25: Selbstverständlich ist es im Winter in der Stallhaltung vor allem bei wechselnden Wetterbedingungen das Risiko höher, dass Tiere erkranken.
00:11:35: Wir haben Gott sei Dank von unserem Stall her und vom Stallklima eine günstige Situation.
00:11:42: In unserem Betrieb ist also Grippe kein Thema.
00:11:46: Wir haben teilweise Durchfallerkrankungen gehabt, deshalb impfen wir jetzt auch regelmäßig die Muttertiere um die Kälber zu schützen.
00:11:55: Also Mutterkuh-Impfung mit Roter Corona.
00:12:00: Genau!
00:12:01: Um wenn die Kkelbeine auf Kolostrum raufnehmen damit sie bestmöglich geschützt sind und wir fahren mit dem sehr gut.
00:12:07: Eine Frage noch zur Kastration bei den männlichen Tieren.
00:12:10: ihr macht ja Ochsen
00:12:12: Jetzt, also der Datensatz dort war noch keine Ochsen.
00:12:15: Das
00:12:15: waren Stiere?
00:12:18: Genau wir machen Ochsen und die sind sehr gefragter Markt.
00:12:25: und andererseits Ochsen sind sehr günstig um auch Alpineweideflächen zu nutzen im Vergleich zum Stier weil sie umgänglicher sind, weil ich keine Probleme habe für ungewollte Belegungen auf den Almen.
00:12:40: Das versuchen wir jetzt an zu fassieren,
00:12:42: aber in dem Versuch waren es noch
00:12:43: nicht drin.
00:12:45: Ob's ihr ist das Thema dass die Stiere schon wenn sie nicht kastriert sind dann geschlechtsreif werden?
00:12:52: Ist das eine Herausforderung auf einen Betrieb?
00:12:55: Absolut klar!
00:12:56: Also ist ja auch diese ursprüngliche Entscheidung gewesen, dass man die trennt... Bereits zwei Gruppen macht männliche und weibliche.
00:13:05: Damit nicht so zu sagen die jungen Kalbenen, die ja sehr früh reif sind?
00:13:09: Ganz genau!
00:13:10: Kommt
00:13:10: sehr, sehr früh zur Belegung und dann damit sprechen... Das
00:13:13: muss man verhindern natürlich.
00:13:15: Und das ist der Grund gewesen warum ihr die Herden ein bisschen auch getrennt habt.
00:13:20: Natürlich gibt es aus, jetzt kommen wir zum nächsten Faktor wo die Tiere sozusagen im Sommer wurden, habt euch auch angeschaut und was kann man da so heraus
00:13:29: ableiten?
00:13:29: Genau also.
00:13:30: ich habe schon angesprochen Die männlichen Tiere sind auf der Heimweide geblieben und ein Teil, aber nur wenige von den Weiblichen auch.
00:13:38: Und die weiblichen sind nur auf zwei Almen gegangen.
00:13:41: Das sind zwei Alme in den Nockbergen bzw.
00:13:45: Spitalen da drauf.
00:13:46: Ich glaube du kannst vielleicht uns danach die Almen noch ein bisschen näher beschreiben oder so?
00:13:50: Ja
00:13:50: also im Prinzip im Nockgebiet Bios wären paar Knockberge, zwei Almene.
00:13:55: Die unterscheiden sich wesentlich von ihrer einerseits Ausrichtung.
00:13:58: Die eine Alm ist nach Norden ausgerichtet, die andere nach Süden Und auch Richtung Wasserversorgung sind die sehr, sehr unterschiedlich.
00:14:07: Die eine Alm ist ein eingeschlossener Kessel mit sehr guter Wassersorgung und die andere ist eher so eine Flanke, die noch südseitig, sonnseitige Ausgerichte weniger Wasser bietet und dementsprechend der Aufwuchs nicht so gut wie in der zweiten
00:14:25: Hand.
00:14:26: Genau.
00:14:27: In den Zunahmen hat man das eindeutig gesehen, also in der Alm-Inner-Krems die mir günstigere Bedingungen auffasst waren, die Tageszunahme so hoch wie oft... wie auf der Heimweide.
00:14:38: Die hochwandten
00:14:39: die überhaupt so, das haben wir gar nicht noch gesagt im Bereich
00:14:42: ... Ich glaube so, ca.
00:14:44: bis zu ein paar Tausend Fünfhundert liegen die Almen, obwohl die Innerkremse bist... Also sehr
00:14:48: höre?
00:14:48: Ja,
00:14:48: da ist
00:14:49: die
00:14:50: Tageszunahme.
00:14:51: Das wär mal jetzt auch das Frühwiss!
00:14:53: Genau also, die Tages-Zunahmen am Auf der Heimbweide, also wir haben gesehen, da haben ja noch diesen Geschlechtseffekt gekauft, dass die männlichen die im Unkastriert waren, waren ungefähr bei den Tausend zweihundertsiebzig Gramm Tageszunahmen.
00:15:07: Genau ja und die Weiblichen waren ungefähr auf der Heimweide bei tausend siebzig und eben auch auf der Alm in der Kremse.
00:15:15: Waren sie genauso.
00:15:16: aber auf der Alme Lyoben Gramm?
00:15:18: Waren Sie ein gut hundert Gramm niedriger.
00:15:21: das ihm dem was der Hans schon gesagt geschuldet sein dürfte dass einfach der Aufwuchs nicht so gute Bedingungen dort nicht zu gut war
00:15:28: Kann man da jetzt irgendwie ansetzen, wenn wir das optimieren würden.
00:15:34: Wir haben auch andere Tiere die wir Alpen wollen.
00:15:38: also wenn man dann vor der Entscheidung steht welche Alm nutze ich für welche Tiergruppe dann werde sich ja die Mutterkühe in diese bessere Alm geben die einfach durch mehr Feuchtigkeit und Wasser ausgezeichnet ist.
00:15:51: Und andere Tiere, wie trockenstehende Kühe zum Beispiel haben wir ja durchaus.
00:15:55: Kann ja mal passieren, dass auch eine Mutterkuh ein Jahr aussetzt oder auch Kalb innen.
00:16:02: Die Maus-Zirk für die Remontierung...
00:16:04: Was wir natürlich auch machen!
00:16:05: Wir kaufen ja auf unserer Betrieb keine Tiere zu.
00:16:08: außer an Textüren brauchen wir obenzu.
00:16:11: Das
00:16:11: ist hygienisch das Super, oder?
00:16:15: Steckt dein Plan dahinter, genau!
00:16:17: Und genau, die sind Almen, die eben nicht so gut sind von einem Zunommen her an Trockenstehende hinzugeben oder auch Kalbinnen aufzutreiben.
00:16:27: So wird man es bestmöglich ausnutzen können.
00:16:30: Das war jetzt also der Standort hat den Effekt und natürlich... gibt es dann Jahre, die sind superwachstumsjahre oder trockene jahre.
00:16:40: Habt ihr euch das auch angeschaut ein bisschen?
00:16:42: Genau wir haben das in über acht Jahren uns angeschauen.
00:16:44: deshalb ist es ja so wichtig aber wenn man sich seinen eigenen Betrieb anschaut dass man sich nicht nur einen zwei Jahre anschaut sondern diese Daten auf Zeichnungen über mehrere Jahre macht.
00:16:53: Wir haben zum Beispiel ein Jahr gehabt das war das Jahr twohntausend siebzehn.
00:16:58: Das war eben durch Hitze und auch durch Trockenheit geprägt wo man gesehen hat die Zunahmen waren dort niedriger als in dem Also in den anderen Jahren.
00:17:05: Es gibt ganz klar auch da einen Jahreseffekt, es gibt eine gewisse Publikationer dazu gefunden die auch das ganz klar belegt.
00:17:13: also vom Aufwuchs und im Zunahmen nicht jedes Jahr ist gleich.
00:17:18: Natürlich dann beim Vermarkten selber gibt's neben dem Jahres-Effekt so zu sagen.
00:17:24: Der spielt eine große
00:17:26: Rolle in der Wirtschaftlichkeit.
00:17:27: oder vielleicht kannst du dazu ein bisschen was sagen?
00:17:29: So grob!
00:17:30: Ich muss jetzt nicht das herausarbeiten wie es im Fuchzehnei war aber... Nein,
00:17:33: selbstverständlich.
00:17:35: Absolut entscheidend und es freut uns das die Marktlage zur Zeit so ist wie sie ist macht natürlich auch die Mutterkuhhaltung wieder attraktiver.
00:17:43: Die Preise bleiben hoffentlich in dieser Größenordnung auf diesem Niveau.
00:17:49: Trotzdem können wir uns nicht nur gute Preise verlassen sondern wir müssen vor allem mal die Wirtschaftlichkeit und das Management im Auge behalten.
00:17:57: Die Qualität
00:17:58: muss bleiben.
00:17:59: Wer Qualität längerfristig liefert bleibt dabei.
00:18:03: Und jetzt kommen wir eh schon zu euren Schlüsselergebnissen für die Boarinnen und Bauern, für die Jugend, die das da haben.
00:18:10: Was möchtest du denen mitgeben als Mutterkuppe-Trieb Einstellerproduzent?
00:18:15: Auf was kommt es an?
00:18:16: Es kommt damit sehr wesentlich darauf an welche Rasse und Rassekreuzung wähle ich.
00:18:21: Setze ich auf eine produktive Kombination in dem Fall Kreuzung und hier ist es sehr wichtig dass vor allem auch die Vaters Seite gut ist.
00:18:31: Also der gibt schon sehr, sehr viel mit was das in der Produktivität sich auswirkt.
00:18:37: Die klassischen Fleischrassen die in Österreich gängig sind liefern viele es jeder hat vor und nach.
00:18:43: Derle selbstverständlich auch hinsichtlich wie reif und wann sind sie reif?
00:18:47: Frühreif spätreif Was möchte ich produzieren?
00:18:50: also jeder sollte sich Gedanken machen was möchte ich produzieren und welche Rasse passt für mich
00:18:55: In Richtung Jungrindfleisch geben eher ein bisschen frühreifere Kreuzungspartner nehmen Linien, die da passen.
00:19:02: Wenn ich Richtung italienischen Markt ginge, wo so spätreife Kreuzungen gefragt sind dann ist Charolet eine gute Variante.
00:19:12: Sofern im Auge zu behalten.
00:19:14: eben das Schwergeburtenthema ist schon ein Thema dass man mit beachten muss.
00:19:18: Aber durchaus in der Entkreuzung, den Kreuzungseffekt sich sehr positiv auswirkt.
00:19:23: also wir haben ganz wenige Schwergeburten.
00:19:27: Das ist mir sehr wesentlich, welche auf welcher Rasse stütze ich mich?
00:19:29: Weil mein Abnehmer möchte ja gleichmäßige Qualität haben.
00:19:34: Und um das gewährleisten zu können, ist ein System mit zum Beispiel Fleckvieh, Mal-Charolais hat sich als sehr günstig erwiesen.
00:19:43: Dann zum zweiten geblockte Abkalbung.
00:19:46: wann... sind die Abkalbungen, eine geblockte Abkalkung ist immer günstig weil ich dann die Arbeitsspitzen in einem überschaubbaren Zeitraum habe.
00:19:53: Auch wir haben da noch Optimierungsbedarf weiß ich einfach die Abkahlungen über einen sehr langen Zeitrahmen erstrickten.
00:20:01: Also wenn möglich in diese Richtung gehen muss auch der Markt natürlich mitspüren weil wenn alle jetzt gleich
00:20:06: produzieren?
00:20:07: Dann
00:20:07: haben wir ein Problem.
00:20:08: aber das haben wir jetzt nicht.
00:20:10: Haben wir zurzeit nicht!
00:20:11: Aber auf nur von Betriebsbezogen geblockter Abkälbung Dann habe ich natürlich daraus kälber gleicher Qualität zu einer gleichen Zeit zu vermarkten.
00:20:22: Was Betriebsunterschiedlich ist, wie viele Tiere habe ich in Stahlkapazitäten?
00:20:28: Ist es bei mir zwingend notwendig dass sich zum Beispiel weide Ende zu einem Zeitpunkt alle Verkaufe oder habe ich die Möglichkeit, Tiere auch länger zu behalten und dann in den drauf folgenden Monaten zu vermarkten?
00:20:39: Das ist ein guter Vorteil sein.
00:20:40: Da gab es ja Optimierungspotenzial wenn der Stallplatz da wäre, aber wenn ich auf drei Partien oder vier Partien verkaufen würde, kriege ich die im Schnitt besser erlöse.
00:20:49: Absolut!
00:20:50: Genau.
00:20:51: Und zur Sommerweide, das haben wir glaube ich ganz gut diskutiert, die Weide zu beurteilen was ist da möglich, welcher Aufwuchs Was kann ich produzieren auf der und dementsprechend die Weide dann auch zu beschicken, das ist sicher wichtig.
00:21:10: Warum sind Daten da so wichtig?
00:21:12: Weil Daten machen einen Vergleich möglich und machen es auch möglich dass man sich seinen Betrieb anschaut und optimiert und einfach... Ich glaube wirklich also eben zum Beispiel Diese Möglichkeiten wie in den Arbeitskreis Mutterkuhhaltung, Arbeitskreiserin-Fleischproduktionen wo man da auch begleitet wird.
00:21:33: Wo es um Datenaufzeichnungen geht aber wo es auch um Austausch geht.
00:21:36: Lernen zum anderen?
00:21:37: Genau ja!
00:21:38: Wo es Weiterbildungsveranstaltungen gibt also ISIG, das würde ich auch Mutterkohaltern raten oder jemand der sich Einstellerproduktion macht einfach sich versuchen weiterzuentwickeln und mit anderen gemeinsam an diesen Stellschrauben zu drehen, bis hin eben sich ein bisschen mit der Vermarktung schon auch.
00:21:57: Also die Produktion haben wir angesprochen ist ganz was entscheidendes effiziente Produktion das man versucht seine Kosten gerade in einer Mutterkohaltung niederrichtzuhalten.
00:22:07: aber im A dass man sich dann Richtung Vermarktung ein bisserl anschaut gibt es Möglichkeiten.
00:22:11: wenn ich im größeren Mengen abgibt gibt's natürlich Qualitätszuschläge.
00:22:15: also da sind mir mit diesem schon noch intensiv Beschäftige.
00:22:18: Manche gehen sogar in die Direktvermarktung sozusagen, dann Jungrennfleischproduktion oft mit Selbstzerlegungen und dann natürlich Kreuzungspartner vielleicht Frühreif oder sogar Angus als Kreuzungspartner um Fleischqualität im höchstem Niveau zu erreichen.
00:22:34: Die
00:22:34: Direkt-Vermarktung?
00:22:35: Oder natürlich also wenn wir jetzt Regenhochtung Jungrennschauend gibt es einfach auch Qualitätsprogramme ja natürlich viele andere auch dass man hier versucht Qualitätzusschläge auszunützen.
00:22:44: auch bei den Einstellern haben wir sehr bisschen diskutiert, gibt es auch unterschiedliche Qualitäten oder so und dass man da im Schautus mal in eine gute Klasse hineinkommt.
00:22:54: Vielleicht etwas noch wenn man ja in Richtung Einsteller produziert, dass man immer ein bisschen Richtung Mester denkt, das man die Einstelle gut vorbereitet sei es kastriert, enthornet ... Geimpft, genau.
00:23:09: Oder in diesem Dialfall natürlich die Futterumstellung schon mal so ist?
00:23:13: Das sieht man behandelt möglicherweise.
00:23:14: Genau
00:23:14: ja.
00:23:15: Dass sie einfach dann schon gut für den Mester am Mastbetrieb starten können ist vielleicht auch was Wichtiges.
00:23:21: Und bei Einstelleproduzenten ist der Kreuzungspartner auch ganz etwas Wichtigeres weil da ist jetzt ein Angus vielleicht nicht die ideale Variante, weil da wird es wenig Markt nachgeben wo ich die wieder absetzen kann wenn das nicht selber vermarkt als Jungrenn zum Beispiel.
00:23:35: also das muss man hier eben mitbeachten.
00:23:39: Wenn wir jetzt eure Ergebnisse irgendwo anschauen, nachlesen wie?
00:23:43: Wir werden es natürlich zu unserem Podcast dazu geben.
00:23:45: Genau!
00:23:46: Sonst kann man bei der Landwirtschaftskammer in Kärnten
00:23:50: sehr gerne hineinschauen
00:23:53: oder bei dir anrufen.
00:23:55: Du bist ja Fachmann nicht nur im Herbst zur Vorherrung auch beim Pferden zu Hause und also sicherlich sehr interessant.
00:24:03: Genau, es gibt eben eine wissenschaftliche Publikation im Journal Züchtungspunde dazu.
00:24:09: Es gibt auch bei unserer vielwirtschaftlichen Fachtagung die jetzt Ende März sein wird.
00:24:14: Da wird der Hans die Ergebnisse auch noch einmal vorstellen... Und
00:24:17: da gibt's ja einen Tagungsbeitrag
00:24:18: dann auch den man auflesen kann?
00:24:20: Genau und ich glaube es gibt immer also hier zum Beispiel an einem Artikel in dem Journal Rinderprofi geschrieben.
00:24:27: Ich glaub du hast auch die schon.
00:24:31: Die werden schauen, dass wir das zum Podcast dazu hingen, wo wir dürfen.
00:24:35: Ansonsten kann man zur wissenschaftlichen Fachdage kommen und es ist eine Werbung auch.
00:24:39: Und wir haben sehr viele Podcasts zu Mutterkohaltung schon aufgenommen die das sehr gut ergänzen was mir jetzt gesagt haben.
00:24:46: da haben wir uns andere Dinge angeschaut und da laden wir alle Zuhörerinnen und Zuhöre ein auch dort hineinzuhören.
00:24:53: ich bedanke mich bei euch dass ihr uns mitgenommen habt auf die Algen auf den Aussieher dauernd, dass sich der Kreis wieder geschlossen hat nach vierzig Jahren für mich auch.
00:25:02: Und ich wünsche euch weiterhin alles Gute für die nächsten Forschungsprojekte, die ihr gemeinsam macht!
00:25:06: Auf Wiedersehen und auf Wiederhören bei Erkrasseinsbissen-Kompakt im Podcast der HBLE-Fahrung bei Kuntbestände.
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