Folge 170: Schweinebestand schützen: Was gegen Spulwürmer wirkt
Shownotes
Infektionen mit dem Schweinespulwurm, Ascaris suum, zählen zu den wichtigsten und gängigsten parasitären Schweineerkrankungen weltweit. In dieser Podcast-Folge mit PD Dr. Andreas Steinwidder erklärt Frau DI:in Nora Durec vom Bio-Institut der HBLFA Raumberg-Gumpenstein – und Leiterin des Projekts „AscarMin“ – welche Maßnahmen im Kampf gegen den wohl widerstandsfähigsten Parasiten der Schweinehaltung helfen können.
Ein spannender Blick in die Dynamik eines unterschätzten Lebewesens!
HBLFA Raumberg-Gumpenstein
https://www.raumberg-gumpenstein.at/
Daphne Forschungsdokumentation
Transkript anzeigen
00:00:08: Willkommen bei Ergraseins Wissenkompakt, den Podcast der Habele-Fahrraum bei Kumpenstein.
00:00:12: Ich bin Andreas Stein wieder und heute geht es um Tiergesundheit und Parasitenproblematik bei Schweinen.
00:00:19: Infektionen mit dem Schweinespulwurm Ascaris Zoom zählen weltweit zu den häufigsten parasitären Erkrankungen beim Schwein.
00:00:27: Besonders in der biologischen Schweinehaltung können eingestreute Haltungssysteme die Verbreitung begünstigen.
00:00:35: Die Folgen sind wirtschaftlich relevant geringeres Wachstum und eine schlechtere Futterverwertung.
00:00:41: Zu Gast ist Frau Diplominschineurin Nora Turek vom Bio-Institut der Hablevaraon bei Kumpenstein.
00:00:47: Sie leitet ihr das Projekt Askamin zur Reduktion des Schweinespulwurms in der biologischen Mast und erklärt, warum das Thema so wichtig ist und vor allem welche Maßnahmen wirklich wirksam sind.
00:01:00: Schön dass du da bist Nora.
00:01:01: ich freue mich auf unser Gespräch.
00:01:04: Ja hallo danke dass ich da sein darf.
00:01:06: Nora, kannst du uns zu Beginn kurz beschreiben warum der Spulwurm in der biologischen Tierhaltung ein Thema ist?
00:01:15: Also um das zu verstehen ist es wichtig den Lebenszyklus von diesen Parasiten zu kennen.
00:01:21: Der sieht wie folgt aus die Eier, die infektiösen Eier werden vom Schweinoral aufgenommen.
00:01:27: dies passiert häufig über Kot der auf plan befestigten Flächen liegen bleibt.
00:01:34: danach also Nachdem die Eier oral aufgenommen wurden, wandert das Ei in den Magen beziehungsweise in einen Darm wo Larven schlüpfen und über die Darmschleimhaut in den Blutstrom einwandern.
00:01:48: Über den Blustrom gelangen die Larven dann zur Leber, wo sie sich durch das Lebergewebe durcharbeiten und in weiterer Folge über dem Blutsturm zur Lunge gelangen wird quasi eine Art Hustenreiz ausgelöst, wodurch die Larven hochgehustet und wieder abgeschluckt werden vom Schwein.
00:02:10: Dadurch gelangt die Larve in den Magen und wieder in den Darm und entwickelt sich dort zu einem fertigen Spulwurm.
00:02:17: der bleibt dann dort.
00:02:18: das heißt je nachdem wie viele Eier aufgenommen werden und wie viele Larven diese Wanderung durchmachen kann man sich dann eben vorstellen, wie viele Würmer eventuell tatsächlich im Darm dieses Schweins leben.
00:02:32: Das können durchaus relativ viele solche Würmer sein und die werden auch ziemlich groß.
00:02:37: Also so eine Art
00:02:38: Dulte... Okay, das heißt viele?
00:02:39: Und was heißt groß?
00:02:40: Also die Maximalanzahl, die ich während meiner Datenerhebung gefunden habe waren siebzig Würmer in einem Schweinedarm.
00:02:48: Das kann man sich schon ziemlich voll vorstellen.
00:02:50: dieses Boot und einer wachsenden Spulfürmung kann bis zu dreißig Zentimeter groß werden.
00:02:56: Haftet der an der Darmschleimhaut?
00:02:59: Genau, also die sind da schon frei in dem Darm drinnen aber werden auch nicht einfach ausgespült.
00:03:05: Also das heißt sie bleiben da drin im dünnen Darm sind.
00:03:08: Die
00:03:08: spielen praktisch dort drinnen gegen den Strom und werden
00:03:10: nicht hinten wieder auslebend
00:03:12: ausgesprüht.
00:03:13: Genau so läuft es.
00:03:15: dementsprechend also die ernähren sich auch vom Nahrungsbrei.
00:03:19: dementsprechend weil du das vorher schon angesprochen hast kann man sich vorstellen dass da einfach die Futterverwertung teilweise massiv beeinträchtigt ist.
00:03:26: Also die wird natürlich, wenn ich den Wurm mitfütter oder mitversorgen muss dann ist das einfach ... muss das Schwein sehr viel mehr fressen um selbst dann was zu haben von dem Futter.
00:03:35: Natürlich muss man auch bedenken, es sind jetzt der einenseits die Spulwürmer im Darm andererseits habe Leber, Schädigungen, Lungen.
00:03:43: Genau.
00:03:44: Und das wirkt auf den Stoffwechsel des Tieres?
00:03:46: Ganz genau!
00:03:47: Es ist einfach ein Entzündungsgeschehen wenn man sich die Lebern anschaut teilweise wie stark die befallen sind.
00:03:52: also das ist natürlich eine enorme Belastung fürs Tier je nachdem wieviel würde man da dann wirklich oder wie viel laufender durchwandern.
00:04:00: aber das kann für das Tier nicht schön sein.
00:04:02: es ist durchaus ein Tierwohl Thema.
00:04:04: das ganze.
00:04:06: Und ihr seid dann praktisch in eurem Projekt und das war ja der Ausgangspunkt auf Betriebe gegangen, wo eine Belastung... dokumentiert vorgelenkt ist und mit diesen Betrieben habt ihr dann gearbeitet.
00:04:17: Kannst du uns ein bisschen erklären, was Ihr im Projekt gemacht habt?
00:04:20: Ja genau!
00:04:21: Also vielleicht, dass ich vorher noch kurz darauf eingeh, weil es einfach interessant und wichtig ist warum das gerade in der Biomast ein Thema ist.
00:04:28: also Es ist natürlich auch im konventionellen durchaus ein Problem mit dem Spulwondar so.
00:04:33: Das ist nicht so, dass das nur die biologische Schweinemast betrifft aber wie schon erwähnt es geht einfach darum, dass der Code in der biologischen Mast häufig auf planbefestigten Flächen liegen bleibt, weil die Haltungssysteme einfach so konzipiert sind.
00:04:48: Das heißt ich habe da immer im Gegensatz zu spalten oder voll befürierten Bodensystemen immer eher die Gefahr dass ich irgendwo Reservas hab wo dieser Kot liegen bleibt.
00:05:00: was auch noch ganz wichtig zu wissen ist ein frischer Kot also ganz frisch ausgeschiedener Kot es grundsätzlich kein Problem weil die Eier dann noch nicht infektös sind.
00:05:09: sprich Mindestdauer von vierzehn Tagen und einer mindestens Temperatur von fünfzehn Grad, damit diese Eier infektiös werden.
00:05:18: Das ist einfach nur zum Mitnehmen auch für den Landwirt, dass man jetzt nicht hysterisch wird wenn irgendwo frischer Code ist und die Tiere das eventuell aufnehmen.
00:05:26: Da geht es wirklich um alten Code also der mindestens zwei Wochen irgendwo liegt oder Reservas in irgendwelchen Ecken wo man vielleicht nicht so schön zum Ausmisten kommt.
00:05:34: Das ist eigentlich die Gefahr und nicht die frische Ausscheidung von dem Schwein.
00:05:40: Also einfach das sind ein bisschen so die gute Nachricht, dass nicht jeder frische Code gleich ein Problem ist sondern eher... alte Dinge, die irgendwo hinbleiben.
00:05:48: Jetzt
00:05:48: möchte ich dir noch was dazu fragen.
00:05:49: Betrifft natürlich dann auch die Ausläufe und betrifft auch Schweinehaltende Betriebe, die auf die Weide gehen oder?
00:05:57: Ja selbstverständlich also in erster Linie die Ausläufe sofern die Schweine sich an diese Ausscheidungsbereiche halten also quasi Kot und Hahn im Auslauf abgesetzt wird.
00:06:07: ganz zu trennen ist das meistens nicht weil gewisse Mengen an Ausscheitungen natürlich auch im Innenbereich abgesetzt werden können durch das Tier mitten eingetragen werden, genau.
00:06:19: Aber natürlich ist die Freilandhaltung auch extrem davon betroffen sofern ich verwurmter Tiere habe, die ich auf die Weide aufbringen.
00:06:27: Wie lange bleibt dieser Kot infektiös?
00:06:30: Die Eierinfektiöse...
00:06:32: Genau!
00:06:32: Das ist eigentlich das Hauptproblem.
00:06:34: Diese Eier sind mehr oder weniger ewig haltbar und können bis zu ... zehn Jahre plus lebendig bleiben und vor allem im feuchten Boden, wo sie nicht ausdrucknen.
00:06:45: Und da hätte es auch keine direkte Sonne einstrahlung oder UV-Strahlung auf das eintrifft.
00:06:51: Das kriegt man eigentlich fast nicht mehr weg.
00:06:53: Das
00:06:54: ist wie eine Ampferpflanze sozusagen im Gründland.
00:06:56: der Thema bei den Samen, die ja sehr lange aushalten?
00:06:59: Genau mit dem ist es durchaus vergleichbar genau.
00:07:02: Jetzt schauen wir ein bisschen auf das Projekt.
00:07:05: konkret
00:07:06: Genau, also bei uns war es so.
00:07:08: Wir hatten zwanzig Teilnehmer in der Betriebe die sich bereitet haben bei unserem Projekt mitzuwirken.
00:07:16: Ich sage jetzt den Status quo, der auf dem Betrieben tatsächlich herrscht im Bezug auf Spulwurmpfeil, auf einer sehr genauen Basis am Schlachthof erhoben und auch auf den Betrieben Kotproben gesammelt Sprich, dass man da wirklich ein ganz genaues Bild zeichnen kann was auf dem Betrieb los ist.
00:07:36: War wirklich eine sehr intensive Arbeit.
00:07:40: bei den Schlachtbefunden haben wir das so gemacht, dass wir uns zunächst also wirklich direkt am Schlachthof die angelieferten Tiere angeschaut haben in einer Stichburgengroße von zehn Tieren pro Betrieb sowohl die Leber angeschauen haben sprich sind da Milkspots Bohrgänge, die die Lafe hinterlässt und die vom Lebergewebe quasi verschlossen werden.
00:08:04: Also das sind solche weißen Punkte, die am Leber-Gewebe sichtbar sind.
00:08:07: Die werden auch als Milkspots bezeichnet und die sieht man am Schlachtbefund.
00:08:12: Die wären übrigens auch rückgemeldet.
00:08:13: also am Schlachtsbefund denn jeder Betrieb bekommt vom Schlachthaus steht immer genau drauf, bei wie vielen Tieren diese Milkspots festgestellt worden sind.
00:08:23: Ganz ein wichtiger Punkt, wenn wir später sicher noch darauf
00:08:26: zurückkommen,
00:08:27: wenn ich das habe dann ist Alarm sich
00:08:30: gerade... Genau, also das war mal der eine Punkt den wir uns da genau angeschaut haben die Milkspotts auf den Lebern Dann allerdings auch die dünne Dämme wo ich vorher schon gesagt hab erlebt dann der adulte Spulwurm tatsächlich drinnen.
00:08:43: das heißt wir haben sie entnommen aus den Schlachtpräparaten und haben uns das dann angeschaut, wie viele Würmer da wirklich drinnen sind.
00:08:50: Und zusätzlich auch noch eine Kotprobe entnommen, sprich alle Datenpunkte oder alle Punkte wo man diesen Wurm eben in irgendeiner Form nachweisen kann, haben wir uns einfach sehr genau angeschauen um einmal den Status quo zu erheben was da eigentlich genau los ist.
00:09:08: Im Darm habt ihr euch dann die Würmer ausgezählt und gewogen usw.
00:09:13: Und die Kotprome, die ihr gezogen habt, da habt ihr euch die Eier angeschaut
00:09:16: oder?
00:09:16: Genau!
00:09:16: Die Eier-Ausscheidung.
00:09:17: also das heißt irgendwo so quasi die logische Konsequenz wenn ich in einem Darm viele Würmer habe dann müsste ich ja eigentlich auch eine Kotprobe viele Eier finden was auch tatsächlich dann
00:09:28: so war.
00:09:28: Jetzt hab' ich eine wichtige Frage Wie gut korreliert der Leber befunden mit Würmern im dünn dann Bereich oder mit Eier Ausscheidungen?
00:09:41: Also tatsächlich haben die Ergebnisse gezeigt, dass da eine große, also eine hohe Korrelation zu finden ist.
00:09:47: Sprich und das ist das was du vorher auch schon angesprochen hast wenn man jetzt regelmäßig vom Schlachthaus rückgemeldet bekommt, dass ich Leberbefall habe sprich Milkspots auf den Lebern zu finden sind dann sollte ich das tunlichst ernst nehmen.
00:10:05: Das bedeutet nämlich, dass ich auch im Bestand einen Befall habe.
00:10:10: Also das ist tatsächlich so und dann sollte ich vorgehen und mir überlegen ob ich da nicht handeln will.
00:10:16: Und das einfach deswegen weil es natürlich ins Geld geht wenn ich Tiere hab die starken Befall haben, dann sollte mich wirklich überlegen, ob Ich da nicht Handeln will.
00:10:25: also das ist durchaus ernst zu nehmen und das das Tolle an der Sache ist, dass diese Schlacht befundet Die kriegt tatsächlich jeder Mensch und jeder Landwirt, der Schweine liefert.
00:10:37: Das heißt das ist günstig verfügbar und man kriegt das Rückgemälde dementsprechend.
00:10:42: ein tolles Tool wenn man einfach sich ein Bild machen möchte ob mein Problem mit Spulium hat oder nicht.
00:10:49: Gut!
00:10:50: Wenn ich jetzt... Ihr habt sie dann mit diesen zehn Betrieben gearbeitet?
00:10:54: Und was habt ihr alles auf diesen zehn betrieben euch angeschaut umgesetzt gemacht?
00:11:00: Genau also waren tatsächlich sogar zwanzig Betriebe so relativ viele.
00:11:05: Wir haben das dann so gemacht, dass wir eine Maßnahmenpakete erarbeitet haben die von diesen Betrieben in unterschiedlicher Intention umgesetzt wurden.
00:11:15: es waren Maßnahmenpaketen unterschiedlicher intention und die Betrieber haben sie dann eben umgesetzt.
00:11:22: sprich das stärkste Maßnahmenpaket war so konzipiert.
00:11:26: also da ging so meine Reinigung eine komplette Reinigung aller Stahlflächen, tatsächlich aller Stahl Flächen.
00:11:34: Eine zweimalige Entwurmung aller Tiere plus neue Tiere die auf den Betrieb kommen und sind eingestellt werden auch nochmal zu entwurmen.
00:11:44: also sprich eine extrem starke Reinigung oder ich sage jetzt einfach ein Reduktionspaket auf einem sehr hohen Niveau.
00:11:52: Zwischenfrage, es waren alles reine Mastbetriebe.
00:11:56: oder waren geschlossene Betriebe auch dabei?
00:11:58: und die hat sich den Mastbereich dort halt auch angeschaut?
00:12:01: Also es waren schon auch geschlOSSene Betrieben dabei aber mit Fokus auf die Mast.
00:12:06: also das ist schon so dass wir uns da wirklich in erster Linie die Masta angeschauen haben eben deswegen weil tatsächlich die Mastschweine am ersten ich sage jetzt problematisch von Spulwurrenbefall betroffen sind.
00:12:20: Das kann man sich so vorstellen, Schweine werden eigentlich in unserem Wirtschaftssystem im Jugendalter geschlachtet also die sind ja noch nicht ganz ausgewachsen wenn man es so möchte.
00:12:32: Und in dieser Phase trifft das Schwein quasi diese erste Infektionswelle am härtesten, weil das Tier einfach noch keine Immunantwort gegen den Spulwurm hat.
00:12:42: Die bildet sich langsam und ist auch nicht unbedingt der Weisheit.
00:12:46: letztes Schluss aber eine Zucht-Zau die ich für mehrere Jahre auf meinem Betrieb habe, die hat schon eine gewisse Abwehr gegen diesen Spulmoment wickelt und die fehlt einfach einem Mastschwein, das im Alter von, ich sag jetzt sieben Monaten ungefähr geschlachtet wird.
00:13:01: Das fehlt da noch.
00:13:02: D.h.,
00:13:02: da hab' ich diese erste Infektionswelle, die trifft das Schwein einfach viel mehr.
00:13:06: Ich habe einen extremen Mehraufwand Futter wenn ich eine hohe Infektionlast habe Und dementsprechend ist es ein Thema was wirtschaftlich in der Mast am wichtigsten oder am schwersten wiegt.
00:13:22: Kann man aber schon so zusammenfassen, viele Infektionen kommen vom Zuchtzaunbetrieb über die Ferkel herein in den Betriebe oder möglicherweise?
00:13:32: Das kann sehr gut sein.
00:13:34: Man kann sich das auch so vorstellen.
00:13:36: es ist einfach möglich dass sich ein Ferkel bereits an der Sau infiziert im Abferkelbereich also vor allem Menschen die selber abferkelbereich zu Hause haben die wissen wie das ausschaut.
00:13:48: da ist dann teilweise eine gewisse gott Verschmutzung eventuell in der Bucht, einfach unum die Geburt kann das passieren.
00:13:55: Dass die Tiere mehr verschmutzt sind als sonst irgendwo.
00:14:02: Manche Betriebe sauren auch noch nicht waschen bevor sie sich einstallen.
00:14:06: Da kommt dann schon eine gewisse Last aus dem Atestall mit.
00:14:11: Das ist nicht überall so aber kann durchaus sein und die Ferkel infizieren sich eigentlich ohne jeglichen Immunschutz.
00:14:18: Anders auch oft über das Gesäuge oder sonst irgendwo im Abferkelstall und bringen das dann quasi mit in die Mast.
00:14:25: Okay,
00:14:26: ihr habt es beim stärksten Paket also so gearbeitet?
00:14:29: Ihr habt gereinigt gründlichst und ihr habt einstellprophylaxe gemacht oder entwurmt?
00:14:35: Genau genau!
00:14:36: Und die Reinigung ist tatsächlich auch so zu verstehen dass diese Landwirtinnen die da mitgemacht haben bei den Projekten haben sich wirklich... Also die haben sich ins Zeug gelegt, die haben wirklich eine unglaubliche Arbeit geleistet.
00:14:48: Wirklich komplett alles gewaschen eben in dem Fall auch die Liegeflächen, die teilweise ja auch sauber und trocken sind und für das menschliche Auge jetzt eigentlich nicht verschmutzt ausschauen weil die Tiere sich ja durchaus daran halten an diese Funktionsbereiche.
00:15:04: Auch die teilweise wirklich also nicht Teilweise sondern die wurden mit Hochdruck mit Wasser und Hochdruck wurden die gereinigt.
00:15:13: Das ist wirklich viel Arbeit gewesen, das wurde gut umgesetzt und muss ich mich auch noch bedanken bei den entsprechenden Teilnehmerinnen weil das war wirklich also viel Arbeit plus eben eine chemische Entwurmung natürlich, die um die Würmer los zu werden auch nicht... das kann man nicht aussparen!
00:15:30: Das muss man so machen.
00:15:32: und dann einfach auch noch zusätzlich neu eingestallte Ferkel wurden auch noch entwurmt.
00:15:36: Das heißt quasi wirklich zu schauen absolut jedes jedes Ekel zu reinigen und jedes Risiko auszuschalten, also das war das Maßnahmepaket eins.
00:15:45: Du hast vorher gesagt damit ich das auch noch abkläre es wurde gereinigt.
00:15:49: habt ihr ja auch biotaugliche Desinfektionsmittel oder so verwendet?
00:15:55: Hätte das überhaupt Sinn gemacht?
00:15:57: wie widerstandswiderständig sind diese Larven- und Eier gegen Desinfektionsmittel?
00:16:06: Ja, das ist eine gute Frage.
00:16:07: Also es ist so dass tatsächlich jetzt biotagliche Desinfektionsmittel in dem Sinne nicht sinnvoll sind auszubringen.
00:16:16: die sind durchaus.
00:16:17: also wenn man mit PSXR etc.
00:16:19: arbeitet ist das natürlich nicht schlecht weil ich andere Keime aus der Stahlumwelt reduziere oder entferne aber tatsächlich den Parasiten Ei.
00:16:30: Es ist leider wirklich so, das ist kein Bakterium oder kein Virus.
00:16:34: Das ist ein Parasiten-Ei, ein sehr widerstandsfähiges Ei mit mehreren schalen Schichten.
00:16:44: Da brauche ich einen Biozit um das zu töten und das ist im Bio grundsätzlich nicht erlaubt.
00:16:51: Dementsprechend ist eigentlich wirklich das was wir eben auch ausprobieren wollten, dass einzig sinnvolle diese Eier mechanisch zu entfernen aus der Stallumwelt und das eben mit Wasser, mit Hochdruck.
00:17:04: Das zweite Paket, dass nicht ganz so streng war, die sich auf manchen Betrieben angesetzt hat?
00:17:09: Was hat das umfasst?
00:17:10: Genau.
00:17:11: also wir haben es dann.
00:17:12: ich sage jetzt aus statistischen Gründen mussten wir das dann einfach so gliedern, dass man sagt die Personen, die das alles ausgeführt haben inklusive der Reinigung der Stahlflächen oder Liegeflächen Die stärkste Maßnahme, die zweite Maßnahme war dann im Prinzip die Umsetzung sämtlicher Maßnahmen aber ohne die Nassreinigung der Liegeflächen.
00:17:33: Genau und für Betriebe, die eben noch Teile dieser Maßnahmen umgesetzt haben oder manche halt auch nicht das waren quasi die dritte Gruppe.
00:17:44: Also so wurde das eingeteilt dass man das eben danach schön auswerten kann und eben Ergebnisse sich...
00:17:50: Jetzt haben wir schon bei den Ergebnissen.
00:17:52: Was kannst du aus dem Projekt jetzt ableiten?
00:17:56: Wie haben sich die drei Gruppen unterschieden?
00:17:57: normal?
00:17:58: Also grundsätzlich ist es so, dass die stärkste Maßnahmenvariante also diese Variante eins da sieht man tatsächlich das besser wurde.
00:18:06: Also das heißt, es wurde eine Reduktion der Spulwürmer im Darm auf jeden Fall festgestellt.
00:18:12: Das ist einfach aus dem Grund ein wichtiges Ergebnis wenn man sich vorstellen muss je mehr Eier, also je mehr Geschlechtsreife Spulwirma ich im Damm von so einem Schwein habe umso mehr Eiern werden ja dann wieder auch über den Kot ausgeschieden und somit hab' ich einfach immer mehr Gefahr einer massiven Rehinfektion im Bestand, sprich die Reduktion von diesen Spulwürmern im Darm der Schweine ist schon mal ein wichtiger Schritt um das quasi ein bisschen zu entschärfen.
00:18:41: Also da sieht man auf jeden Fall dass einfach diese Maßnahmenvariante eins im Gegensatz zu den anderen zwei Maßnahmenpaketen wirklich eine Wirkung zeigt.
00:18:51: Das auf jeden fall konnten wir feststellen
00:18:55: Und ein wichtiges Ergebnis bei euch war ja auch, eben das haben wir schon angesprochen.
00:18:58: Dass sozusagen der Leber befunden mit der Belastung im Darm und mit den anderen Ausscheidungen zum Beispiel über den Kot sehr stark korreliert.
00:19:09: Das ist ja auch ein wichtigers Ergebnis.
00:19:10: Genau!
00:19:11: Das ist auch in meinen Augen wirklich etwas was ich gerne in die Praxis transportieren möchte, dass man das einfach nicht... ignoriert oder sagt, naja weiß ich nicht.
00:19:19: Da ist jetzt ein Schlachthof-Tierart der befindet das irgendwie anders.
00:19:23: also da wurden Korrelationen gerechnet und das stimmt überein und das muss man ernst nehmen weil er findet niemand.
00:19:33: das ist wirklich da und da findet man Korrelations wenn man sich das genau anschaut und das haben wir getan.
00:19:39: Nora jetzt ist es so ein Betrieb bekommt zu einem Befund und erkennt er hat ein Problem Kommt zu dir und frag dich, was soll ich tun?
00:19:51: Was würde die Nora antworten.
00:19:52: und wie geht man es auch strategisch als Maßbetrieb.
00:19:56: Also ich würde auf jeden Fall in diesem Maßnahmenpaket eins eine... gründliche Reinigung anstreben, weil ich davon ausgehen muss dass meine Stallumwelt massiv mit diesen Eiern verschmutzt ist.
00:20:08: Da führt leider kein Weg dran vorbei.
00:20:10: also das ist eine wirklich wichtige Maßnahme.
00:20:12: Immer wieder oder einmal morgen und dann nicht mehr?
00:20:16: Ich sage jetzt mal grundsätzlich ist auch in der Schweinehaltung eine regelmäßige und gute Hygiene unumstößlich.
00:20:23: Das heißt so oft es geht gehört eigentlich gewaschen und gereinigt.
00:20:27: Ich würde sagen am Anfang wenn ich dieses Problem hart anpacken will, dann sollte ich tatsächlich am Anfang gründlich reinigen und ... Ich tu mir jetzt schwer zu sagen das dann wieder bleiben zu lassen.
00:20:40: Es ist, man sollte da schon konsequent bleiben auch was andere Erreger angeht so würde ich das mal formulieren.
00:20:45: aber auf jeden Fall einmal am Anfang zu schauen vor allem die Liegeflächen auch zu reinigen also... Das heißt
00:20:50: ich reinige
00:20:52: und ich
00:20:52: behandle meine vorhandenen Tiere gleichzeitig.
00:20:56: Und jetzt die Behandlung wirkt ja nicht von heute auf morgen schon, dass nichts mehr ausgeschieden wird?
00:21:02: Genau.
00:21:03: Im Projekt haben wir das so angestrebt, dass die Tiere zwei bis drei Tage nach der Verfütterung oder der Behandelung mit einem Antiparasitär-Wirksamen als Neimittel, dass man dann anfängt... zu säubern, also quasi dass die Tiere keine Eier mehr ausscheiden wenn ich dann anfange zu waschen.
00:21:23: Also das war auch schon wichtig, dass man da ein bisschen Pause dazwischenlässt oder es einfach ankass.
00:21:28: Einige Tage.
00:21:29: Zwei bis drei Tage hast du gesagt.
00:21:30: Und zwei bis drei Tagen nach der Verabreichung von diesen Arzneimittel wurde dann empfohlen, dass die Landwirte eben zureinigen beginnen.
00:21:39: Das ist einmal wichtig.
00:21:40: Sinnvoll ist natürlich auch nach sechs Wochen eine erneute Wiederholung Also von der Verabreichung des Arzneimittels, also dass man das einfach noch einmal macht.
00:21:51: Noch ein Durchgang falls...
00:21:53: Und viele Reinigungen dazu legen?
00:21:55: Das in dem Fall haben wir nicht gemacht weil es einfach wirklich ein irrsinniger Aufwand ist.
00:22:00: Da geht's einfach darum falls irgendwo noch was war, falls die Tiere noch irgendwas in sich tragen.
00:22:05: Also sechs Wochen ist dieser Zeitrahmen den der Parasit braucht um die entsprechende Entwicklung abzuschließen.
00:22:13: Deswegen nach sechs Wochen die Wiederholung mit dem Arzneimittel.
00:22:17: Was allerdings auch ganz, ganz wichtig ist, ist die Entwurmung von frisch zugekauften Ferkeln.
00:22:24: Also da würde ich sagen das ist wirklich auch das was dann längerfristig gesehen absolut Sinn macht dass man sich überlegt wo krieg' ich das überhaupt her?
00:22:32: Eventuell kann es ja sein dass ich meine Ferkel bereits infiziert zu mir auf den Betrieb kommen und ich sage mal da einen kleinen Schnitt zu machen, damit ich zumindest davon ausgehen kann dass die Ferkel dann sauber sind wenn ich sie in meine Buchten einstelle.
00:22:44: Also das wäre in meinen Augen wirklich ein ganz wesentlicher Schritt.
00:22:49: Das heißt es wäre vielleicht auch günstig Quarantänebuchten zu haben wo die frischen Ferkel kommen.
00:22:55: dort werden sie behandelt bei mir am Betrieb.
00:22:58: Diese Boxen werden dann sehr, sehr reingehalten nachdem sie wieder ausgestallt werden und in die Masteinheit hinüberkommen.
00:23:06: Und dann kommen erst die nächsten wieder irgendwann mal.
00:23:08: Das wäre eigentlich wirklich der Traum.
00:23:10: also das wär das perfekte Szenario dass man Tiere die auf den Betrieb kommen irgendwo Mal in einer Quarantäne bucht hält dort entwurmt.
00:23:19: für das muss ja gar nicht lang sein es geht einfach darum dass man sich nichts mehr Mastbuchten dann mit rein zieht, sage ich einmal.
00:23:27: Das wäre eigentlich optimal und was zwar im Bio nicht oft gemacht wird, was aber natürlich Sinn hätte, wär so ein sauberes Reihenraussystem.
00:23:35: Das geht oft nicht und das ist mir auch bewusst.
00:23:38: Ich sag's noch einfach trotzdem der Vollständigkeit dazu.
00:23:40: Natürlich saubere Ferkel in eine buchtfertige Mastschweine aus der Bucht, Mastbuch waschen und dann der nächste Durchgang.
00:23:48: Ich denke, das ist klarerweise das Saubeste.
00:23:52: Das ist nicht immer möglich aber es wäre theoretisch die beste Möglichkeit.
00:23:57: und
00:23:57: dann kommt natürlich auch die Kommunikation hin zum Ferkelproduzenten oder der Zugzaunbetrieb von dem ich meine Ferkel beziehe oder meine Zugzauneinheit wenn ich ein geschlossener Betrieb bin dass sich mir das anschauen und was kannst du da für Tipps geben?
00:24:12: Also das is auch wirklich einer der ganz wesentlichen Punkte.
00:24:17: Projekte eigentlich mitnehmen konnten, was ich da erlebt habe oder wie das formulieren würde.
00:24:23: Die oft sind die Zuchtzaunhalter bzw.
00:24:25: die Ferkelproduzenten durchaus motiviert und machen nach besten Wissen und Gewissen, was sie denken, was Sie müssen um parasitenfreie Schweine zu garantieren.
00:24:37: Das Problem ist wir haben über den Lebenszyklus von diesen Parasitengeräten, das ist durchaus komplex Und es ist dann oft einfach genau was gemacht wird nämlich Oft werden die Zuchtzaunformen einstellen, in die Abwechelbuchten entwurmt.
00:24:52: Das ist aber leider zu wenig beziehungsweise nicht der korrekte Ansatz, weil ich damit zwar die Würmer abtöte, die vielleicht in dieser Zuchtzau sind, aber ich gar nicht weiß ob die Zuchzahl auf sich, also auf dem Körper irgendwo Eier hat oder vielleicht wenn ich meine Abweichelbucht nicht regelmäßig wasche.
00:25:12: Das wäre wichtiger.
00:25:13: Also das wär einfach wirklich wichtiger, um auszuschließen dass ich dann Viertel verkaufte sich irgendwo infizieren.
00:25:19: also das ist... Ich weiß es ist Usus aber es ist einfach oft nicht der richtige Weg oder zumindest nicht der Weg der mir zumindest in einer hohen Wahrscheinlichkeit ein Viertl garantierte eben wurmfrei sind.
00:25:33: Dementsprechend ist meine Ansicht oder meine Empfehlung klare Worte mit seinem Ferkelproduzenten zu sprechen und sich das einfach auszureden, nicht weil irgendjemand was macht.
00:25:45: Aus bösen Absichten sondern da geht es einfach darum dass man sich das klar ausspricht und ich denke das funktioniert auch ganz gut Das hat sich auch gezeigt.
00:25:53: also wir hatten tatsächlich Betriebe dabei die das einfach wirklich mit ihren Ferkel Produzenten sich auskredet haben Und das ist das effizienteste.
00:26:01: und auch da wo ich sagen kann wenn ich ferkleent wurde brauche viel weniger als Neimittel.
00:26:07: Als wenn ich irgendwann mal später meine Mastschweine entwurren, da brauche ich einfach viel mehr Menge.
00:26:12: das ist natürlich irgendwo dann auch.
00:26:14: man muss sich das auch so vorstellen der Biobetrieb bringt ja seinen Mist dann auf die Felder aus d.h.
00:26:20: dass auch im Mist ein gewisser Anteil noch von diesen Antiparasitär wirksamen Arzneimitteln drinnen.
00:26:27: das möchte man vermeiden d. h. die weniger man da braucht umso weniger Umwelt belasten ist das Ganze.
00:26:32: und es ist schon einen Punkt wo ich sage da macht es Sinn sich das genau anzuschauen, dass auch mit dem Ferkelproduzenten zu besprechen und sich da einfach ein System auszumachen.
00:26:44: Ich bin so sauber wie möglich und ich brauche aber auch so wenig wie möglich von diesen Erzneimitteln.
00:26:49: Wenn ich jetzt auf den Ferkel-Produzenten Seite noch einmal schaue... ...ich habe eine Zuchtsau oder ich habe mehrere Zuchten die zur Abferkelung anstehen und als Laie würde ich jetzt sagen einige Tage vor dem Abferkeln mach ich eine Entwurmung, oder?
00:27:05: Noch in ihrem Wartestallbereich.
00:27:09: Dann kommen sie in den Abferkelbereich der ist komplett sauber.
00:27:14: dann kommen die Ferkel zur Welt.
00:27:16: Die Zuchtschau scheiden hoffentlich wenig infektiöse Eier aus und dann möglicherweise Setzt sich ein Antiparasitikum dann noch bei den Ferkeln ein, bevor ich sie auf den Nassbetrieb gehe?
00:27:34: Ja also ich denke das mit den Ferkeln dass man die entwurmt bevor man sie verkauft.
00:27:38: Das ist auf jeden Fall ein wichtiger Punkt, den ich auf jeden fall so umsetzen würde.
00:27:43: Man kann natürlich auch die Zuchtzaun entwurmen und es macht durchaus auch Sinn.
00:27:47: Ich persönlich bin davon überzeugt, dass das Waschen der Zuchtsaun auch ein sehr wichtiger Punkt ist nicht nur was dem parasitären Druck angeht, sondern grundsätzlich.
00:27:57: Weil man sich das einfach sehr plakativ so vorstellen muss dass Zuchtzaun ja eigentlich mehr oder weniger ein Quartal lang in einem Wartestall stehen da einfach oft sehr wenig Arbeitsinput ist auch nicht viel notwendig sag ich jetzt mal die Stehen da die sind trächtig und dann werden sie umgestalten.
00:28:15: aber da kann sich natürlich schon noch einige sein an Dreck bilden auf der Sau.
00:28:20: Das kann einfach passieren und dementsprechend finde ich das schon wichtig, wenn man eine Sau von dem Wartepereich in den Geburten komplex umstallt sozusagen dass man die einfach dazwischen wäscht.
00:28:31: Es geht nicht immer und überall aber das würde ich auf jeden Fall empfehlen.
00:28:36: In eurem Projekt hat es Ergebnisse gegeben wo du überrascht warst davon dass gewisse Bereiche an die man vielleicht auch gar nicht denkt.
00:28:47: Hotspot sind?
00:28:48: Also ich würde das auf jeden Fall so formulieren, dass tatsächlich für mich eine doch große Überraschung war, dass auch Bereiche, die optisch jetzt fürs Auge sauber ausschauen weil die Schweine einfach keine Mistplätze im Innenbereich zum Beispiel anlegen und gerade die Lügeflächen mehr oder weniger ohne Verschmutzungen oder offensichtliche Verschmutzungen bleiben Die Reinigung von genau diesen Bereichen, nämlich die Nassreinigung dann einen Unterschied gibt.
00:29:19: Also das heißt nun weil ich das, weil das Auge nicht sieht dass irgendwelche Kotverschmutzungen sind fürchte ich trotzdem dass die Tiere da einfach am Körper an den Klauen über die Einstreuern doch einiges mit eintragen wo dann einfach eine Reinfektion stattfindet.
00:29:35: Das auf jeden Fall was ich auch interessant finde weil mir das durchaus aufgefallen ist es auch, wenn die Stallungen sehr gründlich gereinigt worden sind.
00:29:45: Es gibt Schwachstellen, das kennen die Landwirte in einem bestimmten Sinn so Lamellenvorhänge, die oft zum Beispiel vor Ausläufen als Zugluftschutz und auch bei Liegebuchten oder also bei Liegeboxen oft irgendwie so als Isolation hängen.
00:30:04: Ich befürchte dass da eine Reinfektionsquelle ist, die unterschätzt wird.
00:30:09: Das sieht man sehr oft, dass die einfach Kot verkrustet sind.
00:30:12: Weil die Tiere da einfach pausenlos ein und ausgehen.
00:30:16: Der Kot ist eingekrustet, der ist alt.
00:30:17: Das heißt es wäre genau dieser alte Kot, der dann auch tatsächlich infektiöse Eier beinhalten kann.
00:30:24: Es ist irrsinnig schwierig zu waschen weil man sich das so verstanden kann.
00:30:28: wenn ich mit dem Hochdruckreiniger dagegen halt... bewegt sich das von mir weg.
00:30:32: Das heißt, ich müsste es eigentlich abmontieren oder im blödesten Fall halt auch mal tauschen wenn ich einen hohen Infektionsdruck habe dass man das vielleicht investiert und das neu macht.
00:30:42: aber das sind einfach genau solche Dinge.
00:30:46: da
00:30:46: braucht man ja natürlich auch ein sehr scharfes Auge und das passiert einfach wenn man sich sehr intensiv mit einem Thema beschäftigt dass man dann das einem sowas auffällt.
00:30:57: also das ist kommt dann sozusagen mit bei solchen Arbeiten.
00:31:02: Wichtig
00:31:02: ist auch, dass das Waschwasser rasch abfließt oder nicht den
00:31:06: Flieger verstehen bleibt?
00:31:07: Ja
00:31:07: genau!
00:31:07: Gut, dass du das ansprichst weil es genauso ein Thema ist.
00:31:10: Also das hat wahrscheinlich jeder Landwirt schon mal beobachtet wenn man einen Abteil säubert und irgendwo Wasser... Irgendwo nun die andere Buch drüber fließt Das erste was die Tiere machen ist das Auflecken Und das ist genau das Thema Weil ich muss mir sicher sein dass das Abwasser wo diese Eier drin sind abfließt und zwar so, dass ich nicht die nachkommenden Tiere, die da natürlich, weil Schweine sind, da am Boden herum schlecken.
00:31:36: Und dann quasi die Eier erst recht wieder aufnehmen.
00:31:38: Also das heißt alles was verschmutztes Wasser ist, was mir irgendwo im Auslauf oder auch im Innenbereich steht, das muss ablaufen können.
00:31:45: Weil ansonsten ist eigentlich diese Rehinfektion schon wieder vorprogrammiert.
00:31:49: Gut wenn man sich informieren will zum Forschungsprojekt Zu Umsetzungsmaßnahmen, wer hilft einem oder wo kann man sich hinwenden?
00:31:59: Also es ist auf jeden Fall der Forschungsbericht schon online.
00:32:03: Der ist frei zugänglich und jeder Mensch, der das interessant findet, kann sich den zum Beispiel über die Daphne runterladen und anschauen.
00:32:11: Wie
00:32:11: werden das auch verlinkt
00:32:12: dann?
00:32:13: Genau, also es ist auch beim Podcast... alle möglichen Informationen, also da wird das dann auch dabei sein.
00:32:19: Das heißt man kann sich das gleich im Anschluss runterladen.
00:32:22: Man kann sich natürlich auch gerne direkt persönlich an mich wenden, dass meine Informationen und meine Daten sind ja auch zu finden genau.
00:32:30: Also wer der Informationen haben möchte oder sich einfach genau informieren möchte – das ist alles im Internet auf unserer Homepage überhaupt kein Problem!
00:32:39: Natürlich möchten wir uns auch bedanken bei all jenen Betrieben, die bei dir so zugearbeitet haben im Projekt und mitgemacht haben.
00:32:45: Sie haben sehr viel Arbeit auf sich genommen sie haben viel gelernt gemeinsam.
00:32:49: ich glaube das ist ja auch sehr furchtbar oder dieses Austausch?
00:32:52: Also auf jeden Fall dass das muss ich auch nochmal unterstreichen.
00:32:54: also ohne Projektbetriebe gibt es kein Projekt.
00:32:57: also das heißt die haben da wirklich unbeschreibliches geleistet.
00:33:00: und dann muss man sich auf jeden fall das möchte ich mich noch mal ganz aufrichtig bei den teilnehmenden Betriebsleiterinnen bedanken weil das war war eine schöne Zusammenarbeit mit wirklich vielen schönen Outputs und hat auf jeden Fall sehr viel Spaß gemacht.
00:33:16: Und bringt uns auch weiter?
00:33:17: Auf
00:33:17: jeden Fall!
00:33:18: Ich wünsche dir für deine weitere Arbeit alles Gute, danke dass du uns mitgenommen hast in ein tiergesundheitliches Thema, im Parasiten-Thema des sehr wichtigsten Biobereiches und wir hoffen das wir dazu beitragen können diese Situation zu entschärfen Und ich glaube, das gelingt dir auch sehr gut.
00:33:35: Alles Gute für deine weitere Arbeit und bei Ihnen zu Hause bedanke ich mich fürs Zuhören und fürs dabei sein!
00:33:42: Bitte teilen Sie unseren Podcast AgrarScience bis zum Kompakt der HBLPFA Raumbergumpenstein.
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