Wie tickt die landwirtschaftliche Jugend? | Leopold Kirner #193

Shownotes

Optimistisch trotz Krisen, traditionsbewusst und gleichzeitig offen für neue Technologien – die neue österreichweite Jugendstudie "Lebenswelten 2025" zeigt, wie junge Menschen an land- und forstwirtschaftlichen Schulen denken, welche Werte ihnen wichtig sind und wie sie ihre Zukunft sehen.

Gemeinsam mit Priv.-Doz. Dr. Leopold Kirner von der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik in Wien spricht Priv.-Doz. Dr. Andreas Steinwidder über die zentralen Erkenntnisse der aktuellen Jugendstudie „Lebenswelten 2025 – Werthaltungen junger Menschen im agrarischen Schulwesen in Österreich“. Als Mitautor der Studie gibt Leopold Kirner Einblicke in die Werte, Zukunftsvorstellungen und Herausforderungen der landwirtschaftlichen Jugend und zeigt auf, worin sie sich von Jugendlichen anderer Schulformen unterscheidet.

Ein spannendes Gespräch über Werte, Demokratie, Digitalisierung, Jugend und Hofnachfolge.

Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik Wien

https://www.agrarumweltpaedagogik.ac.at/

Shell Jugendstudie

https://www.shell.de/ueber-uns/shell-jugendstudie.html

KeyQUEST Marktforschung

https://www.keyquest.at/

Schumpeter Innovationsmodell

https://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Schumpeter#Innovationstheorie

Transkript anzeigen

00:00:09: Jugendliche wachsen heute in einer Zeit großer Veränderungen auf.

00:00:13: Klimawandel, Digitalisierung, Kriege – wirtschaftliche Unsicherheiten und künstliche Intelligenz prägen ihren Alltag!

00:00:22: Aber wie denken eigentlich jene jungen Menschen die einmal unsere Landwirtschaft gestalten werden?

00:00:28: Welche Werte sind Ihnen

00:00:29: wichtig?!

00:00:30: Wie sehen Sie Ihre Zukunft?

00:00:32: Welches Sorgen beschäftigen sie und welche Chancen erkennen Sie?

00:00:37: Antworten darauf liefert die neue österreichweite Jugendstudie Lebenswelten.

00:00:44: Darüber spreche ich Andreas Stein wieder, heute mit einem der Autoren der Studie, Privatdozent Dr.

00:00:51: Leopold Kirner von der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik in Wien.

00:00:55: Liebe Leopolt, herzlich willkommen bei mir im Podcast!

00:00:58: Danke für deine Einladung!

00:00:59: Leopolt, wir gehen gleich in die Studie hinein.

00:01:02: Was ist das Besondere dieser Studie?

00:01:05: mit landwirtschaftlichen Jugendlichen.

00:01:08: Es gibt ja viele Jugendstudien, aber diese Jugendstudie einerseits ist einmal über alle vierzehnpädagogischen Hochschulen also ein Gemeinschaftsprojekt und andererseits wirklich eine sehr große Stichprobe mit über neuntausend von agrarischen Schulen und damit können wir auch Aussagen treffen wie denken junge Menschen die eine agrarische Schule besuchen einerseits und andererseits auch jene, die von einem Bauernhof kommen oder den Bauernhofs später mal übernehmen werden.

00:01:38: Und das geht natürlich in anderen Studien nicht – und das ist eben das Besondere!

00:01:43: Es ist noch was besonderes.

00:01:44: Ich würde sagen, wie wiederholt es jetzt?

00:01:47: Der hat vor fünf Jahren die Studie ja auch schon einmal durchgeführt und wir kennen auch heute ein bisschen über die Veränderungen sprechen,

00:01:53: oder?!

00:01:53: Genau, also unser Ziel war es, zwanzig, wenn man eingestiegen sieht, dass quasi immer wieder zu machen Und wir haben uns auf einem fünf-Jahreschritt Abstand verständigt.

00:02:05: Das ist also die zweite Studie, im Jahr twenty-fünfundzwanzig.

00:02:07: Wir wollen damit einfach Vergleiche ziehen – es ist ja in meiner Stichpunkt Erhebung zu einer bestimmten Datum.

00:02:15: und was verändert sich?

00:02:16: Die Welt bewegt sich gerade zwischen zwanzig, zwanziger und zwanzighinzehnzig.

00:02:20: sehr viel passiert.

00:02:21: Da haben wir schon viele überlegt.

00:02:23: wie denken jetzt die Jugendlichen?

00:02:24: Ist das völlig anders?

00:02:25: wo gibt's Bereiche?

00:02:26: Wir haben natürlich bestimmte Thesen oder Hypothesen gehabt Aber jetzt wissen wir es, wie es wirklich gelaufen ist.

00:02:33: Wenn du die Studie auf Ansatz reduzieren müsstest, was würdest du sagen?

00:02:40: Es hat sich schwierig aber ich versuche als junge Menschen, die agrarische Schulen besuchen sind optimistisch zufrieden mit ihrer Situation.

00:02:51: Das ist ja mal eine gute Nachricht weil das nichts Verständiges aufgrund ist.

00:02:54: In einer Zeit wie dieser, das ist auch überraschend könnte man

00:02:57: sagen Sie sind sehr familien- und beziehungsorientiert, und sehr traditionell und sicherheitsbedürftig.

00:03:06: Und junge Frauen sind anders als junge Männern umgekehrt.

00:03:10: also der große Unterschied nach dem Geschlecht über

00:03:13: das möchte man heute reden oder?

00:03:17: Fangen wir vielleicht ein bisschen mit den Werten an.

00:03:19: Das ist ja ein großer Bereich einer ihrer Studie.

00:03:23: Welche Werte sind Jugendlichen in Landwirtschaftlichen Umfeld besonders wichtig.

00:03:29: Du hast vorher Familie angesprochen zum Beispiel, oder?

00:03:32: Wir haben also insgesamt – vielleicht hole ich ein bisschen aus – ... solche Werte vorgegeben.

00:03:36: Also was ist in deinem Leben wichtig?

00:03:39: das und so weiter... Und aus diesen Einundzwanzig ist an erster Stelle, dass sie eine gute Beziehung zu ihrem Umfeld haben.

00:03:47: Also Beziehungen sind ganz, ganz wichtig!

00:03:50: An zweitwichtigsten, dass Sie eine gute Ausbildung haben.

00:03:54: Dieses Weiterkommen, das ist auch ganz stark.

00:03:56: Und das Dritte ist, dass sie gute Freunde und Freundinnen haben.

00:04:01: Der Nachkommenwerte, die ein bisschen in den Hedonismus auch hineingehen, also ein gutes Leben zu führen, ein spannendes abwechslungsreiches Leben zu haben.

00:04:09: Wenn wir vielleicht weiter nach hinten schauen was jungen Menschen weniger wichtig ist, ist es, dass Sie das tun, was auch andere tun.

00:04:20: Also Sie sind da nicht angepasst.

00:04:24: Oder das Umweltbewusstsein ist leider auch relativ weit hin, das sind siebzehnte Stelle.

00:04:29: Und den agrarischen Schülerinnen und Schülern kann gleich jetzt zum Bundesmittel aller Schülerinnen oder Schüler, dass Sie den Wert der Traditionen und die Leisungsorientierung stärker betonen als der Durchschnitt.

00:04:41: Das ist so im Mittelfeld aber bei unseren... Wie erklärst

00:04:44: du dir das?

00:04:45: Ist es das Landwirtschaftlich-Unfeld, das am Hof aufwachsen, das Mitarbeiten und auch, dass Traditione dort noch mehr Platz haben?

00:04:53: So würde das sehen.

00:04:54: Glaubst du dann, dass es aufwachsen am Hof einfach prägt?

00:04:57: Einerseits, dass der Arbeitsethos nach wie vor hoch ist in den baulichen Familienbetrieben.

00:05:05: Wenn du auch an Bauenhof kommst, dann ist es ein selbstständiges Unternehmen.

00:05:09: Das ist anders als... Man sieht auch, wie gearbeitet wird.

00:05:13: die junge Menschen sehen das.

00:05:14: Da sieht man ja in anderen Bereichen nicht die Eltern gehen weg und man weiß gar nicht was sie wirklich arbeiten.

00:05:19: Und die Tradition.

00:05:21: ganz stark sind auch die Vereine.

00:05:23: Das ist auch viel stärker in den agrarischen Schulen, wenn ich in Richtung Freizeitaktivitäten denke.

00:05:28: Viel stärker als im Schnitt aller Schülerinnen und Schülern.

00:05:32: Du hast dir vorher angesprochen Beziehungen sind Ihnen sehr wichtig?

00:05:35: Freundschaften sind ihnen sehr wichtig.

00:05:37: das passt ja sehr gut zusammen in Lemp, oder?

00:05:40: Genau!

00:05:41: Freundschaftens sehr wichtig, Familien auch sehr wichtig.

00:05:45: Also die Beziehung zu den Eltern ist laut unserer Jugendstudie, und das zeigt auch die Shell-Jugendstudie.

00:05:49: Es gibt ja auch andere, die das bestätigen – es ist sehr gut ausgegeben.

00:05:52: Die

00:05:52: Shell-Yugend-Studie muss man bitte erklären was sie sind?

00:05:54: Ja,

00:05:54: Shell Jungstudia ist die Jugendstudien in Deutschland, die gibt's mittlerweile schon über zwanzig Mal aufgelegt, also eine sehr lange Tradition.

00:06:03: Unsere Jugendstudier fußt auch ein bisschen an die Shell Jungstule weil die Projektleiterin Guterung Quenzel aus Vorarlbergern von Deutschland gekommen ist und das eigentlich quasi auf Österreich dann umgesetzt hat finanziert von Shell und kommt alle drei bis vier Jahre heraus.

00:06:18: Und ist so ein bisschen die Benchmark auch in dem Bereich?

00:06:23: Wenn du dir die Werte anschaust, die sie jetzt hochhalten... ...und wenn du zurückschaust fünf Jahre zurück gibt es da Veränderungen.

00:06:32: Siehst du da irgendeine Tendenz?

00:06:34: Kaum!

00:06:35: Also ganz wenig nur nur außen.

00:06:37: also Die Beziehungen, die gute Auswahl und die Freunde usw.

00:06:41: sind auch damals schon die großen drei gewesen.

00:06:44: Und auch im hinteren Spektrum Mittelfeld hat es ganz wenige Veränderung gegeben.

00:06:48: Ein bisschen so ein Spanner des Lebens zu haben oder das Leben zu genießen Das ist ein bissel nach oben gerückt.

00:06:59: Aber ansonsten sind die Werte... ...das ist auch das typischeren Wert, dass sie dich nicht so rasch ändern.

00:07:09: Also das ist wenig überraschend gewesen.

00:07:11: Das haben wir auch so erwartet.

00:07:13: Im Bereich Demokratie, Politik und Gesellschaft hat man gesehen in der Studie dass die Zufriedenheit mit der Demokratie etwas zurückgegangen ist In den letzten Jahren auch.

00:07:24: Wie erklärst du dir das?

00:07:25: Haben das einfach unser Allgemeines Stimmungsbild in der Gesellschaft Auch das Trommeln des Negativen über die Medien.

00:07:35: Ich kann auch noch Mutmassungen anbringen.

00:07:39: Es ist stark zurückgegangen.

00:07:40: Also wir haben vorhin gehabt, dass die von fünf Jahren gesagt haben sie sind sehr zufrieden mit der Demokratie wie sie in Österreich stattfinden und bei dieser Studie waren es vier Prozent.

00:07:50: das ist schon gewaltig auch bei den anderen Skalrückgängen Die Ursachen, die Gründe haben ja nicht erhoben.

00:07:55: also ich kann da auch noch Mutmaßungen anführen wenn man überlegt die Befragung fand im März und April zwanzig fünfundzwanzig Stadt.

00:08:04: Damals war gerade, dass wir in Österreich geschafft haben wieder eine Regierung zu bilden.

00:08:07: Es waren sehr lange Regierungsverhandlungen.

00:08:09: Das könnte ein Grund gewesen sein.

00:08:12: Aber einen anderen Grund glaube ich.

00:08:13: und wenn man auch mit jungen Menschen spricht Und das kommt auch bei einer anderen Frage zur Vorschein Sie wollen mitbestimmen.

00:08:19: Sie wollen viel stärker sich einbringen und mit bestimmen.

00:08:22: Da sagen achtzig Prozent der junge Menschen sagen da ist um das Thema Politik gegangen Sie wollen sich stärker einbringen und es sollte mehr auf junge Menschen auch acht gegeben werden.

00:08:32: Gibt das jetzt für den landwirtschaftlichen Bereichen?

00:08:35: Das gilt generell, ja.

00:08:36: Also das ist kaum Unterschied zwischen der agrarischen Gruppe und der gesamten Kroatie.

00:08:42: Und wenn man ganz ehrlich ist dann wird Politik schon eher für ältere oder etablierte Menschen gemacht in Österreich.

00:08:50: also da könnte man schon viel überlegen wie man da stärker die jungen Menschen ein Binder, das gibt Europatage und so weiter.

00:08:56: Auch bei uns an der Hochschule ist alles sehr gut.

00:08:58: Aber ich glaube wichtig ist es auch im tatsächlichen wirklichen Leben da auch Zeichen zu setzen für junge Menschen.

00:09:06: Was bedeutet das für die Gesellschaft?

00:09:07: Wir sollten die Jugendlichen aktiver reinholen in den Mitbestimmungsprozess.

00:09:13: Mit Bestimmungs-Prozess vielleicht einen wirklichen Parlamentstag zu machen wo sie nicht nur das Parlament anschauen von ihnen sondern auch einer Sitzteile sich einbringen können.

00:09:21: oder was vorbereiten?

00:09:23: eine Initiative oder

00:09:25: auch einen politischen Parteien vielleicht auch mehr der Jugendgehörschenchen.

00:09:29: Ja, auf alle Fälle!

00:09:30: Das Problem ist leider Gottes.

00:09:31: wir haben deutlich mehr ältere Menschen über zwei Millionen Wähler wie Pensionisten sind und wir haben wenige junge Menschen die wählen.

00:09:39: das ist leider dieses Ungleichgewicht und demokratiepolitisch mit der Demografie wie wir sie vorfinden problematisch.

00:09:49: Schauen wir ein bisschen auf die Sorgen der Jugendlichen vielleicht, welche Sorgen beschäftigen Sie?

00:09:56: Wir haben dazu siebzehn so Sorgen und Ängste vorgegeben im Rahmen des Fragebogenes.

00:10:02: Und an erster Stelle ist – das hat sich sehr verschärft in Vergleich zu der Situation von fünf Jahren – ist die Sorge oder die Angst vor der Migration.

00:10:14: Da unterscheiden sich Unsere Schülerinnen und Schülern schauen von der Gesamtstichprobe in Österreich.

00:10:20: Dass sie

00:10:21: mehr Sorge,

00:10:22: obwohl sie

00:10:22: weniger Kontakt haben oder?

00:10:24: Ja genau!

00:10:25: Vielleicht sogar auf alle Fälle.

00:10:27: das ist sicher so ja.

00:10:28: Wie erklärst du insgesamt dieses Zunehmen an Sorge?

00:10:34: Ich sage wieder kann ich auch noch Hypothesen formulieren?

00:10:37: wir machen viel diskutiert darüber vielleicht schon dass Sie wenig Begegnung haben mit Menschen und damit auch wenig gute Erfahrungen diese auch zuhaufgibt mit Jugendlichen oder anderen Menschen, die mit Migrationshintergrund diese Durchmischung nicht gegeben ist.

00:10:54: Vielleicht braucht es da auch mehr Begegnungen um?

00:10:57: Ohne es gibt Probleme, es gibt Herausforderungen damit man beide Seiten sieht.

00:11:03: Die eine sehen vielleicht nur die einer Seite und der grasischen Schüler vielleicht verstärkt die andere Seite das auch gibt.

00:11:09: Das ist die Frage.

00:11:10: Also kann eigentlich nur durch Begegenung Und durch Austausch, durch gegenseitige Wertschätzung kann man auch ein anderes Bild erhalten.

00:11:22: Haben unsere Jugendlichen heute ein anderes Angstprofil oder die Angst verändert?

00:11:28: Die Ängste also wie gesagt das ist die Nummer eins gewesen.

00:11:32: Der zweite Punkt war dass die Familie zerbricht an zweiter Stelle.

00:11:37: Das war auch schon vor fünf Jahren sehr weit oben waren dritter stelle jetzt an zweiten stelle und da Wenn man sich das auch so betrachtet, zum Beispiel nach dem Geschlecht, dass jede zweite junge Frau sagt sie hat große Angst, dass ihre Familie zerbricht.

00:11:52: Das sind forty-nine Prozent.

00:11:54: Das ist schon ein gewaltiger Wert und das hat leicht zugenommen im Vergleich zur Studie zwanzigzwanzig also dass die Familie zerbricht.

00:12:03: Weil die Familie so wichtig ist habe ich Angst dass sie zerbrixen oder weil die Gefahr heute größer ist da sie zerbrechen?

00:12:10: Was ist die Ursache?

00:12:14: Die Familiensysteme sind fragiler geworden und junge Menschen brauchen Bezugspersonen.

00:12:21: Sie haben auch für sich gute Beziehungen zu ihren Eltern, das sagen sie uns auch bei der Studie.

00:12:26: Und da ist die Angst sehr groß.

00:12:28: Das trifft jetzt aber nicht nur auf die Landwirtschaft?

00:12:30: Es trifft viel stärker auf den Durchschnitt der österreichischen Jugendlichen in der Landwirtschaft oder bei den Agrarischschulen deutlich weniger.

00:12:42: Oder dass die Familie verarmt oder das ein Krieg in Europa ausbricht, haben auch unsere Schülerinnen und Schülern große Angst.

00:12:48: Aber deutlich weniger als auch wieder da durchstellt.

00:12:50: Es ist nur diese eine Angst oder Sorge vor der Migration, die bei unseren Schülerinnen deutlich höher ist oder höher.

00:12:57: Während alle anderen Ängste deutlich weniger wichtig eingestuft werden.

00:13:00: Also generell haben sie deutlich weniger Ängsten.

00:13:02: Nur bei der einen Angst ist es anders herum.

00:13:06: Und ganz interessant, vor fünf Jahren waren die wichtigsten Ängster die Angst vor Umweltverschmutzung und die Sorge um den Klimawandel oder die Auswirkungen des Klimawandels.

00:13:16: Und die Umweltverschwanzung ist auf Platz fünf, also doch deutlich zurückgefallen und der Klimawander auf Platz acht.

00:13:23: Also das haben wir schon geahnt durch die ganzen Krisen

00:13:27: usw.,

00:13:28: dass sich das verschieben wird und es hat sich ganz stark verschoben.

00:13:32: Was denken junge Menschen über die Landwirtschaft jetzt der allgemeinen und auch im landwirtschaftlichen Schulbereich?

00:13:41: Vielleicht darf ich da jetzt ausholen, also über die Dinge was wir jetzt gesprochen haben können wir vergleiche ziehen zwischen den Durchschnittschüler in Österreich und den agrarischen Schülerinnen.

00:13:53: Und die haben dann noch einen Zusatzfragebogen gehabt zur Landwirtschaft zu landwirtschaftlichen Themen oder auch zu Ernährung und deshalb kann ich jetzt keine Vergleiche ziehen zur Gesamtstichprobe sondern das haben wir nur innerhalb der agrarische Schülerinnen und Schüler aber immerhin mehr als Da haben wir auch wieder viele Punkte aufgelistet im Fragebogen, glaube zehn oder elf.

00:14:15: Und da ist an erster Stelle die Bevölkerung mit gesunden Lebensmitteln zu versorgen.

00:14:20: das ist quasi das wichtigste Anliegen der jungen Menschen für die Landwirtschaft und das ist genau gleich wie vor fünf Jahren, das war auch damals die Nummer eins.

00:14:30: Sonst sind es ihnen noch wichtig junge Menschen die motiviert sind für die landwirtschaft sich einzubringen, so ein zweiter stelle.

00:14:37: An dritter Stelle die Pflege der Kulturlandschaft.

00:14:40: Am vierter Stelle die Tierwohl nutzt die Haltung, also dass die Tiere gut gehalten werden.

00:14:48: Das war damals vor fünf Jahren.

00:14:50: an zweiter Stelle.

00:14:51: aber die beiden Punkte Kulturlandschaftspflege und motivierte junge Menschen haben mir damals nicht gehabt.

00:14:56: Also wir haben das Setting hier erweitert.

00:14:57: Deshalb ähnliche Reihenfolge wie damals.

00:15:01: Umwelt kommt etwas weiter hinten.

00:15:02: davor kommen noch eine effiziente Landwirtschaft, eine kostengünstige, eine moderne Landwirtschaft.

00:15:09: Klimafitte-Landwirtschaft, Umwelt – ja das sind so die Reihenfolge und da ist es auch spannend, da gibt's auch wieder große Unterschiede nach dem Geschlecht.

00:15:20: Also die jungen Männer fordern viel stärker eine modernde, eine effiziente Landwirtschaft mit guter Technik, eine wettbeausfähige Landwirtschaft und die Jungen frauen eher eine Umwelt orientierte Landwirtschaft.

00:15:36: Wobei ein interessanter Aspekt ist noch, dass der Unterschied bei den Nutztieren da nicht vertreten.

00:15:43: Man würde sich denken, dass junge Frauen auch stärker mehr Tierwohl einfahren.

00:15:47: In dem Fall ist so wie kein signifikanter Unterschied nach dem Geschlecht festgekommen.

00:15:52: Spannend!

00:15:54: Ich habe dir auch die Hofnachfolge mit hineingenommen.

00:15:59: Was kannst du daraus ableiten?

00:16:01: Wie schaut es aus, wollen sie in der Landwirtschaft bleiben oder hat sich das verändert?

00:16:06: Also das ist relativ hoch der Anteil also von diesen neuntausend vierhundert Schülerinnen und Schülern, die dort teilgenommen haben an der Befragung kommen zweiundfünfzig Prozent oder kamen zwanzig Prozent vor einem Bauernhof.

00:16:22: Fast die Hälfte kommt nicht von einem Bauern auf.

00:16:23: Das wissen wir auch aus der Schulstatistik, also das passt.

00:16:27: und von diesen zweiundfünfzig Prozent wollten zum Zeitpunkt dieser Fragung achtzig Prozent.

00:16:32: neunundsiebzig kam irgendwas später weil den Hof übernehmen, ihren älterlichen Hof.

00:16:38: Also sehr hoher Anteil.

00:16:39: es ist sehr vergleichbar mit dem was wir vor fünf Jahren erhoben haben und diese Gruppe haben wir die Hofübernehmerinnen bezeichnet.

00:16:48: Die haben auch bei vielen Fragen, wie man wieder nach Hofübernehmerinnen oder Jugendliche von einem Bauernhof und nicht von einem Bauenhof.

00:16:59: Und die sind also noch ein Spur traditioneller, noch ein spurer Familienorientierter, sind vielleicht ein wichtiges Thema in der Studie Schule und Gesundheit, fühlen sich deutlich gesünder psychisch und physisch interessant?

00:17:16: Oder sind mit der Schule etwas mehr zufrieden als andere, die nicht von einem Bauernhof kommen.

00:17:22: Also eher positive Aspekte oder positive Ausprägungen, die hier stärker vorkommen als jetzt in der gesamten Kohorte.

00:17:32: und die Hofnachfolge wie gesagt also achtzig Prozent.

00:17:36: und da haben wir auch gefragt, wie sie mit der Entwicklung ihres Betriebes zufriedens sind?

00:17:43: Und da haben wir uns fast jeder Zweiter gesagt, wir sind sehr zufrieden mit der Entwicklung unseres Betriebes Zuhause.

00:17:49: Das

00:17:50: passt gut zusammen mit dem was die Eltern machen und das was die Jungen dann...

00:17:55: Scheinbar passt es sehr gut zusammen.

00:17:57: vor allem die Hofübernehmer sind nochmal deutlich zufriedener als der Durchschnitt.

00:18:00: Also im Durchschnitte ist über alle die am Bauernhof von den Bauernhoff-Kinder sagen glaube ich es ist sehr zufrieden mit den Entwicklerinnen des Betriebers Zuhauses.

00:18:09: Der Marktforschungsinstitut Kiklust interviewt telefonisch und da haben einundzwanzig Prozent der Landwirte gesagt, sie sind sehr zufrieden mit ihrem Betrieb.

00:18:22: Also das ist doppelt so hoher Anteil bei den jungen Menschen.

00:18:25: also die junge Menschen sind zufriedener.

00:18:28: Ganz krass ist der Unterschied.

00:18:29: wir haben eine zweite Frage auch gestellt in dem Zusammenhang eine Vision die wir eins zu eins übernommen haben für diese Jugendstudie damit man vergleiche durchführen kann.

00:18:36: Wie ist es zu der Entwicklung eures Betriebes in den kommenden zehn Jahren?

00:18:41: Also sehr optimistisch bis überhaupt nicht optimistische.

00:18:44: Und da war es in der Stichprobe der Landwirte, Ende zwanzig, dreieinzwanzig von Keycrest waren sieben Prozent die sagen wir sind sehr optimstisch, sieben Prozene wobei es eine große Unterschiede gibt zwischen Milchfisch, Schweine und so weiter.

00:18:57: Und bei den jungen Menschen sind es sechsunddreißig Prozent.

00:19:01: Und die Musse sind sehr ähnlich.

00:19:02: wie also bei den Jetzigen Landwirten und Landwirken.

00:19:06: Da sind auch jene mit Direktvermarkt oder Urlaub am Bauernhof mit Geflügelhaltung überproportional optimistisch gewesen, Schweinebetriebe.

00:19:15: Jene mit Schweine betrieben genau in der Mitte und Motoko-Haltungsbetriege, Rendermastbetrieb, Fassbetrieben unter dem Schnitt.

00:19:22: Und dadurch dass wir so eine hohe Stichprobe haben hier in der Jugendstur ja habe ich auch nach Betrieben abgefragt und das Bild findet sich fast eins zu eins wieder.

00:19:32: also hier gibt es eine große Deco zwischen den Meinungen der Eltern Verschon,

00:19:40: aber ein bisschen noch umskaliert.

00:19:42: Und

00:19:42: deutlich umskaliert.

00:19:43: Also die Tendenz ist genau richtig.

00:19:45: Ja, das wollte ich sagen, die Tendenz ist gleich oder ähnlich, auch an deutlich natürlich auf einem anderen Skaldiwo.

00:19:52: Jetzt haben wir in meiner Einleitung heute gesprochen, Digitalisierung und künstliche Intelligenz sind aktuelle Themen.

00:19:58: Ist ja auch vorgekommen.

00:20:00: was kannst du dazu sagen?

00:20:02: Dazu haben wir auch drei Fragen gestellt.

00:20:05: Wir haben aber generell gefragt also wie ... ihre Einstellung ist gegenüber der Digitalisierung und der künstlichen Intelligenz.

00:20:13: Und da haben wir uns gesagt, sehr positiv und so weiter über dreißig Prozent.

00:20:18: Positiv aus einem großen Organzer schon eher positiv eingestellt, wobei es hier auch wieder große Unterschiede gibt nach dem Geschlecht.

00:20:27: also die Burschen sind deutlich positiver eingestellt jene mir dann hofdeutlich positiver jener dir mal den Hof übernehmen werden auch deutlich positiva.

00:20:35: und wir haben auch drei Betriebsglößenklassen gebildet bis so kleine Betriebe, mittlere Betrieben und größere Betrieber ein bisschen dazu geschrieben was wir da zu meinen.

00:20:44: Und da ist auch je größer also die Betriebers sind das optimistisch oder positiver sind sie gegenüber der KI und der Digitalisierung eingestellt?

00:20:54: Wir haben da noch eine zweite Frage gestellt.

00:20:57: Die war wie welcher Rolle wird KI im Betrieb spielen?

00:21:02: Also wird es wichtig sein oder ist es jetzt schon wichtig usw.

00:21:08: Da haben wir uns auch so, da war eine schöne Strahlung zwischen denen die glauben das ist sehr wichtig für den Betrieb und andere dass weniger wichtig ist.

00:21:16: Also schöne Verteilung auf dieser fünfteiligen Skala.

00:21:20: Und da das gleiche Bild.

00:21:21: also bei den Burschen deutlich optimistischer Bei jeder die von einem größeren Betrieb kommen und jene mit Ackerbahn-Schweinehaltung auch deutlich Optimistisch was nicht überraschend ist.

00:21:32: Die dritte Frage war noch Wie der Unterricht ist?

00:21:36: Auch in der Schulbezüglich Kalle und Digitalisierung Und da haben wir schon gesehen, dass dann auch viel Luft nach oben ist.

00:21:41: Also das sagen schon viele auch, sie haben noch wenig zu tun oder sie haben auch wenig Berührungspunkte in den Schulen gehabt?

00:21:49: Oder das Thema wurde nicht so aufbereitet, dass sie das wirklich auch... Das heißt, da kommen wir

00:21:53: jetzt für die Ausbildung

00:21:55: der Lehrkräfte

00:21:56: oder Kurse für Lehrkräften?

00:21:58: Genau ich denke, das stehen wir auch am Beginn.

00:22:00: Das ist ein junges Feld, das war auch erwartbar.

00:22:02: Aktuell

00:22:03: schon Kurse an der Krabbe der Vogelschnurlschule habe ich gerade gestern gesehen.

00:22:08: Gibt es Unterschiede zwischen Frauen und Männern hinsichtlich der Vorstellung, wie Landwirtschaft sein soll?

00:22:14: Das Zukunftsbild oder so.

00:22:17: Ja wir haben ja die Betriebsstrategien auch abgefragt.

00:22:20: also wie können sich die Vorstellungen mal später ihren Betrieb weiterzuentwickeln?

00:22:26: Und da gibt es große Unterschiede.

00:22:28: Also an erster Stelle generell welche Lösungsansätze?

00:22:33: nach denen haben wir gefragt Aus Weiterbildung Da gibt es keinen Gender Gap.

00:22:37: das ist bei beiden Geschlechtern an erster Stelle.

00:22:40: Sehr wichtig also?

00:22:41: Ja, sehr wichtig!

00:22:43: An zweiter Stelle Qualität, Qualitätsproduktion.

00:22:46: An dritter Stelle Wachstum.

00:22:47: das ist deutlich stärker bei Burschen ausgeprägt.

00:22:51: dann kommt vielen Richtung Digitalisierung, Automatisierung, Spezialisierung viel stärker beim Burscht als bei den Mädchen und der Betrieb Umwelt freundlich ausrichten Das war die eine Strategie wo die jungen Frauen es deutlich wichtiger eingestuft haben.

00:23:08: Bei allen anderen Betriebsstrategien oder Lösungsansätzen, die wir angeboten haben war tendenziell oder wirklich signifikant deutlich mehr bei den Burschen außer bei der Außenweiterbildung, da war es sehr ähnlich.

00:23:22: Kommen wir schon ein bisschen zu deinem Resümee?

00:23:25: Oder was bedeutet das jetzt für uns im landwirtschaftlichen Bereich?

00:23:31: Was bedeutet das für die Schulen, für die Beratung und für die Politik?

00:23:34: vielleicht Was würdest du ableiten daraus?

00:23:37: Wo haben wir Handlungsbedarf, wo sind wir auf einem guten Weg und was müssen wir erhalten.

00:23:44: Ja also wenn ich so ein bisschen den Sukkus aus der Studie heraus arbeite das konnten wir jetzt gar nicht ansprechen dann zeigt sich dass die jungen Menschen von heute generell und besonders auch im Agrarischen Bereich sehr sicherheitsbedürftig sind.

00:24:04: Sie wollen einen sicheren Arbeitsplatz, also bei der Berufserwartung steht das an erster Stelle.

00:24:10: Sicherheit auch im Sinne von Migration bereitet zu sein?

00:24:15: Wenn du diese Sicherheit oder meinst du persönliche Sicherheit jetzt in der Entwicklung am Betrieb wirtschaftlich sicher?

00:24:22: Ja generell aus den unterschiedlichsten Antworten und Themenbereichen sehen wir ein hohes Sicherheitsbedürfnis.

00:24:29: Und da sehe ich schon einen Ansatzpunkt die Welt bleibt Volatile bleibt unsicher, wie wir unsere junge Menschen dann später, wenn sie Landwirte sind dabei unterstützen können dass sie einfach auch Veränderungsprozesse eingehen.

00:24:47: Also die Sicherheit alleine gerade wenn ich ein Landwirt bin, bin ich eine Unternehmerin da kann ich nicht aus Sicherheit pochen.

00:24:58: Da mehr in Richtung Innovationsfreudigkeit, wie finde ich meinen Weg?

00:25:03: Eigeninitiative Veränderung.

00:25:06: Das Junges ist ein Auftrag an uns eigentlich jetzt in der Bildung, in der Beratung und in der Forschung.

00:25:11: Ja.

00:25:12: Das ist innovative weil das teilweise auch bisschen mit Unsicherheit zu tun hat oder auch das Pionier sein will man vielleicht weniger.

00:25:21: wenn es um Sicherheit geht geht's das was sie durch weitermachen sozusagen.

00:25:26: Gibt es ein schönes Modell von Schumpeter?

00:25:28: Also das eine, den heutigen Erfolg kann ich durch Sicherheit gut absichern.

00:25:33: Aber wenn ich zukünftig auch Erfolg haben will in einer sich verändernen Welt dann braucht es gerade das Gegenteil, braucht es Veränderungsfälle, braucht das Irritation... Da muss ich ja wach bleiben um diese Entwicklung gut einschätzen zu können Adapzionen anstellen kann, dass ich mich weiterentwicke.

00:25:58: Also da darf ich mich nicht zu viel in der Sicherheit wiegen.

00:26:01: also ich glaube aus der Jungstudie selber und das zeigt auch andere Jungstudien.

00:26:04: Die jungen Leute sind natürlich auch aufgrund der Molatilumgebung sehr nach Sicherheit bestrebt.

00:26:11: Nach guten Beziehungen aber in ihren oft kleinen Bereichen muss man dazu sagen.

00:26:18: Das wäre irgendwie der zweite Punkt also aus sich herausgehen und die Veränderung der Herausforderung anzunehmen auch aus Ihren Feld herauszugehen.

00:26:26: Das sehen wir in vielen Antworten, dass junge Menschen von heute – egal ob das agrarische Schüler sind oder generell der Durchschnitt in Österreich -, dass sie in ihren Klicken sind und in ihren Verbänden sind, wo Sie Freundschaften pflegen, wo sie sich gut austauschen.

00:26:43: Ganz stark ist das Thema soziale Medien übrigens bei den Freizeitverhalten an erster Stelle, quer über alle Bereiche Agrarische Jugend.

00:26:53: Im

00:26:53: Freizeitverhalten an erster Stelle, was lasst ihr sie verbringen?

00:26:57: Die sehr viel Zeit der Freizeite in den sozialen Medien und nicht aktiv.

00:27:02: Genau!

00:27:03: Also wir haben nicht die Zeit abgefragt, aber wir kennen Studium mit der Zeit das geht ja in einige Stunden hinein sondern wir haben einundzwanzig unterschiedliche Freizeitsaktivitäten im Fragebogen vorgegeben und Sie konnten es einstufen von sehr häufig bis nie, also auf fünfteilige Skala.

00:27:22: Und da ist eben das so rausgekommen.

00:27:24: Also wir wissen nicht aus der Studie heraus wie viele Stunden sie verbringen.

00:27:28: aber wenn das achtzig oder neunzig Prozent sagen dass Sie das sehr oft oder oft machen dann ist es

00:27:36: und an

00:27:37: erster Stelle ist.

00:27:37: Hat sich

00:27:38: das verändert?

00:27:39: Das hat sich, na das war schon vor fünf Jahren extrem stark gemacht.

00:27:42: damals stand anerster Stelle Aber sich damit zurückzukommen, was bedeutet das für die Schuleberatung für uns quasi?

00:27:49: Wo wir junge Menschen auch ausbilden.

00:27:54: Dass man stärker heraussteigt aus den eigenen Bereichen und das Gesamte auch sieht also nicht nur für den eigenen Betrieb oder für die eigene Gesellschaft oder eigene Familie sondern stärker auch den Blick weitet glaube ich.

00:28:08: Das ist ganz wichtig weil man sonst einfach auch so eng wird.

00:28:13: Ich glaube wir haben immer den Auftrag, wir wollen ja nicht nur die einzelnen Betriebe weiterentwickeln sondern die Landwirtschaft als Ganzes in Österreich.

00:28:19: Und da braucht es auch solche offenen Denkweisen und dass man sich auch generell weiterentwicklen und auch eine gute Stimmung für die Landwirtschaft in Österreich erreicht weil die jungen Leute eher weniger, nicht mehr.

00:28:37: Die Landwirtschaft kann sich nur gut weiterentwickeln wenn auch junge Menschen darin begeistert sind in dieses Feld auch einsteigen.

00:28:43: Und bei

00:28:43: die Begeisterung für die Landwirtschaft schon da ist...

00:28:46: Die Landwirtschaft ist total, aber ich habe auch in anderen Studien festgestellt mit jungen Menschen nach, wenn wir Interviews führen diese Befragen bestätigt sind optimistisch und sind auch zufrieden.

00:28:59: Kannst du das einordnen?

00:29:00: Auch im Vergleich zu anderen Ländern?

00:29:02: wie würdest du die Situation beurteilen?

00:29:04: Ich persönlich habe den Eindruck dass wir aufgrund unseres doch sehr guten Bildungssystem, Landwirtschaft und Systems eine gute Basis haben um begeistert

00:29:14: zu sein.

00:29:14: Ja auf alle Fälle.

00:29:16: also ich habe jetzt keine Studieapparat wo die agrarische Jugend quasi befragt wurde mit Hinblick auf Zufrieden oder Begeister für ihren Betrieb oder für Landwirtschaft generell.

00:29:26: aber sehen das an der Statistik.

00:29:28: eine gibt es ja doch die Anzahl oder der Anteil von jungen Menschen als Betriebsleiter-Betriebs-Leiterin Und da ist Österreich ein erster Stelle innerhalb der EU.

00:29:40: Ich glaube, wir haben die Betriebsleiterin in den Jahren unter vierzehn Jahre und im EU-Schnitt sind es knapp zwölf Prozent.

00:29:48: Das sind wir an erster Stelle.

00:29:49: Und ich glaube auch dass das hohe oder das gute Schulsystem, wo wir ja eigentlich nach wie vor sehr viele Schülerinnen und Schüler haben.

00:29:59: Auch teilweise überwiegend.

00:30:01: Oder immer mehr Aussage der Landwirtschaft ist notwendig.

00:30:04: Wir haben ja auch immer weniger Begräbe Und dass dadurch schon durch auch diese Anzahl oder durch die gut ausgestatteten Schulen eine Begeisterung entsteht für Landetschaue.

00:30:14: Die Grundsicht ist es dann quasi in einer Weiterentwicklung, dass sich das selbstständig in die Weiterentwickelung verwendet und damit ich auch selber was entwickelt habe.

00:30:26: Nicht nur, dass man weiter macht sondern auch selber ganz stark entwickelt.

00:30:30: Jetzt hast du herausgearbeitet?

00:30:31: Oder ich hab's herausgefunden, dass es einen Unterschied zwischen den Geschlechtern gibt Einerseits.

00:30:36: Andererseits wissen wir, die Landwirtschaft wird auch in Österreich weiblicher.

00:30:42: Wie passt das zusammen?

00:30:43: Was heißt es für uns?

00:30:45: Ja, die Unterschiede sind also bei vielen Fragen gibt's... Wir haben ja noch viele sozialdemografische Merkmale ausgerätet.

00:30:51: Wir haben uns angeschaut unterschied nach Bundesländern, unterschied nach Herkunft der Familie, nach Bildungshintergrund der Eltern, nach soziökonomischem Status und dem Alter nach der Wohnregion und vieles andere mehr.

00:31:09: Und eben auch nach dem Geschlecht, und nach dem geschlecht sind die Unterschiede immer am größten gewesen deutlich.

00:31:14: Ich denke das ist aber auch eine riesige Chance gerade in der Landwirtschaft wo ich vorhin gesagt habe die jungen Burschen die setzen sich stärker auf Wachstum, Technik, auf Automatisierung, auf Digitalisierung also das was typisch männlich konnotiert ist.

00:31:30: Und die jungen Frauen setzen ganz stark auf Umweltorientierung, auf klimafitte Landwirtschaft.

00:31:35: Viel stärker ist die Burschen und ich glaube da sind wir uns einig Wir wollen unsere Landwirtschaft natürlich noch stärker umweltorientiert ausrichten ohne das andere zu vergessen.

00:31:47: Dann braucht es meiner Meinung nach stärker die Stimme junger Frauen oder Frauen generell weil die da ein stärkeres Sensorium haben und was auch in anderen Fragen deutlich hervorgekommen ist Auch dieses soziale Element also nicht nur an sich zu denken sondern auch sich bei der Berufserwartung, für andere Menschen einzusetzen.

00:32:05: Für andere Menschen auch Dienste zu übernehmen bei den jungen Frauen viel stärker ausgeprägt ist als bei den junge Männern.

00:32:14: Also meine These wäre aus dieser Studie heraus, dass man Betriebsentwicklungen viel stärkere außer Brille beidergeschlechter sieht nicht nur einseitig was die Technik betrifft und so weiter das Wachstum sondern aus beiden Seiten.

00:32:28: Ich habe auch viele gute Beispiele, gerade in der Diversifizierung und Erwerbskombination.

00:32:33: Dass hier stärker die Stimme der Frauen zu vorstellen kommt, weil das gerade auch hier die Zukunftsthemen stärker unterstützt wird – was Umweltwirkung betrifft, dass soziale auch die Vielseitigkeit auf den Betrieb, die Qualitätsproduktion usw.

00:32:48: Sie machen die Landwirtschaft punter?

00:32:50: Auf alle Fälle!

00:32:52: Und gesellschaftsfähiger würde ich auch sagen...

00:32:55: Du hast vorher die sozialen Medien angesprochen, dass sie so bedeutend sind oder in der Freizeit so eine große Rolle spielen.

00:33:03: Gibt es da... kannst du da was ableiten daraus?

00:33:07: Wir haben vorhin über Ängste geredet, über die Blase immer in der gleichen Blase zu bleiben.

00:33:15: Ist dort ein Zusammenhang aus deiner Sicht?

00:33:18: Also wenn man viel Zeit mit etwas erbringt dann hat das natürlich Auswirkungen.

00:33:27: Wer mal die erste Überlegung, das wird nicht spurlos vorbeigehmen.

00:33:32: Soziale Medien sind nicht soziale Medien.

00:33:33: natürlich müssen wir jetzt tiefer gehen.

00:33:36: was schauen sie wirklich an oder wo in welchen Foren sind Sie wirklich drinnen?

00:33:42: weil ich möchte dass wir da gut noch schlecht sehen also wertfrei.

00:33:47: aber es wird natürlich viel und wie wissen auch Algorithmen mit der Weile funktionieren, das heißt es wird natürlich schon auch ausgenützt dass man hier drinnen bleibt und zwar dann wahrscheinlich zu lange drinnen bleiben.

00:33:57: Und dann fehlt natürlich Bewegung.

00:34:00: Fehlt Zeit für den direkten Kontakt.

00:34:03: und wenn ich sage Bewegung und auch Ernährung Dann ist ein Thema geht's um die Gesundheit der jungen Menschen.

00:34:10: Das ist auch ein Kapitel was wir uns sorge machen weil Die das Wohl befinden also wie sie sich selbst fühlen körperlich und psychisch hat gegenüber... ...Zwanzig-zwanzig deutlich abgenommen.

00:34:25: Und wenn man noch bei beiden Geschlechter, aber bei den jungen Frauen, noch viel deutlicher als bei den Jungen Männern und die jungen Frau sind viel stärker in den Sozialmedien laut unserer Studie als junge Männer.

00:34:39: also das könnte ein Zusammenhang sein.

00:34:41: ich kann es ja nicht beweisen Wenn ich zum Beispiel lese dass er so im Schnitt jetzt und bei den Jungfrauen ist es immer deutlich mehr.

00:34:47: Ein Drittel über dauernde oft oder Dauernd und sehr oft sind die ersten beiden Abstufungen über Rückenschmerzen klagen.

00:34:57: Ein Viertel über Bauchschmerzen, dauernd und oft ähnlich bei Kopfschmerzern.

00:35:01: Dann ist das für mich fast ein Alarmzeichen also sehr viel.

00:35:05: Für junge Menschen wo normalerweise... Du bist nicht

00:35:07: nur vom Landwirtschaftlichen Bereich sondern du sammeltest auf

00:35:09: der... Das sind wir auch

00:35:11: beim Beiden.

00:35:12: Bei den Agrarische Schülern ist es ein bisschen besser aber es ist generell ein, würde ich schon sagen, ein Alarmsägen.

00:35:20: Da wird der Medienkonsum eine Rolle spielen.

00:35:23: Davon bin ich felsfest überzeugt.

00:35:25: wie viel, kann ja natürlich nicht sagen, kann wahrscheinlich niemand genau herausarbeiten aber... Der gesamte Lebensziel hat sich da stark verändert und wir wissen auch alle was uns gesund macht.

00:35:35: das sind gute soziale Beziehungen.

00:35:37: die kann ich schwer virtuell machen.

00:35:39: dass dann muss ich schon eine interaktive Begegnung haben Ernährung Bewegung Und Dinge die man einfach auch gerne macht

00:35:47: Leopold, was können wir als Erwachsene aus der Jugendstudie lernen oder von den jungen Lernen?

00:35:54: Von den Jungen ja.

00:35:57: Da würde ich spontan sagen den Optimismus.

00:36:01: Es wäre spannend zu fragen, eine Erwachsenen wird wahrscheinlich irgendwo geben Ich habe es jetzt nicht bereit wie zufrieden oder wie optimistisch sie in die Zukunft blicken.

00:36:10: Ich würde behaupten das ist bei den Jugendlichen schon viel höher.

00:36:14: also den Optimismus würde ich

00:36:16: Und das sollten wir ihnen auch nicht nehmen,

00:36:18: oder?

00:36:19: Unbedingt.

00:36:20: Und damit verbunden wahrscheinlich auch die Leichtigkeit Dinge zu sehen.

00:36:27: Wir wissen alle dass man in jungen Jahren etwas tut was man vielleicht in unserem Alter nicht mehr tun würde.

00:36:33: also auch diesen Mut diese vielleicht auch Torheit weil man muss sich ausprobieren als junger Mensch Man muss Erfahrung sammeln Muss auch an Grenzen stoßen und das tut glaube ich oder täte auch uns sehr gut, also nicht immer zu warten was kann die Politik machen oder was kann der oder diejenige für mich machen?

00:36:52: sondern auch selber aktiv zu werden.

00:36:54: Aus dieser Haltung heraus ich probiere das einfach.

00:36:58: Das glaube ich können wir gut von jungen Menschen lernen.

00:37:03: Was mir auch gefallen ist dass sie sehr zielstrebig sind.

00:37:06: Sie haben klare Ziele wenn man behauptet die Jugend sind orientierungslos und so weiter.

00:37:13: das können wir aus unserer Studie überhaupt nicht ableiten.

00:37:15: Im Gegenteil, Sie haben da ganz klare Vorstellungen, was Sie wollen.

00:37:19: Ist das im landwirtschaftlichen Bereich oder?

00:37:21: Beides!

00:37:23: Bei beiden ja... bei den Landwirtschaften auch wieder etwas höher und auch wieder bei jenen die von einem Bahnhof Das ist fast überall dasselbe Muster, auch wieder ein bisschen höher.

00:37:30: Die sind noch zielstrebiger und glauben noch mehr, dass sie ihre Ziele erreichen werden.

00:37:34: Okay, okay Gibt es irgendein Aspekt, den du uns noch mitgeben möchtest?

00:37:40: Was war...?

00:37:41: Besonders überraschend, was war spannend?

00:37:43: Was haben wir vergessen jetzt zu sagen.

00:37:45: Gibt es da noch etwas wo du sagst eigentlich das hätte dem Podcast gerne gesagt.

00:37:51: Die zwei Überraschungen die haben wir schon besprochen dass also das mit der Demokratie wie auch so die Zufriedheit mit der demokratie stark abgenommen hat Das tut sicher ein Punkt ja das ist ein Punkt den man über den man natürlich nicht weggehen kann.

00:38:07: Das zweite mit der Migration, vor allem von den Burschen in einer geradischen Schule.

00:38:10: Dass da große Ängste und Sorgen fahren sind – das muss man auch ernst nehmen, wo immer das herkommt.

00:38:17: Also das sind die zwei großen Überraschungen.

00:38:20: Das dritte vielleicht ist dieser gesundheitliche Aspekt dass sich also die jungen Leute deutlich weniger wohl fühlen als vor fünf Jahren.

00:38:29: Das hat mich schon ein bisschen überrascht.

00:38:33: Positiv überrascht haben wir auch schon öfters besprochen, dass sie optimistisch sind.

00:38:36: Trotzdem, das also die ja seit der letzten Befragung da war noch keine Pandemie, da waren auch keine Kriege in Europa und so weiter, das ist alles hinzugekommen, dass die Leute trotzdem optimistische sind, überwiegend fast gleich wie vor fünf Jahren.

00:38:56: Was ich sonst noch sagen möchte bezüglich der Studie – also wir haben ja auch andere Bereiche, Freizeitverhalten haben wir schon ein bisschen.

00:39:04: Das ist da noch schon so, dass bei den Agrarischen Schülerinnen und Schülern die Analogenwelt noch eine größere Rolle spielt.

00:39:11: Vereinswesen... Mich mit Tieren beschäftigen ist da ein zweiter Stelle.

00:39:18: Bei allen Schulen ist es viel weiter hinten oder mich in der Natur aufhalten.

00:39:21: Also das wird auch in Zukunft noch... also da gibt es doch einen Unterschied wo ich glaube, dass es gut ist, dass die junge Menschen auch in der analogen Welt fahren sind und hier nach Möglichkeiten gibt auch das auszuleben für junge Leute.

00:39:38: Du hast gesagt, es ist wichtig den Blick zu weiten.

00:39:41: Ich glaube die Studie hilft uns dem Blick zu Weiten.

00:39:44: wir werden sie auch im Podcast dazu hängen.

00:39:47: man kann sich auch lesen nicht mehr hören von dir erklärt sondern auch nachlesen.

00:39:52: Es gibt sehr viele Statistiken drinnen sehr interessante Abbildungen und ich glaube es muss uns gelingen und darauf müssen wir schauen dass es ermöglicht, dass die jungen Menschen ihre Blicke weiten können.

00:40:06: Dass das Umfeld dazu da ist müssen wir auch die Älteren mitnehmen auf den Weg, die Eltern der Hofnachfolgerinnen und ich denke sie sehr wertvoll als ihr dies wieder gemacht habt.

00:40:18: dafür danke ich eurem Team gratuliere zur Studie und wünsche dir und euch weiterhin alles Gute!

00:40:27: Und bei Ihnen zu Hause bedanke ich mich fürs Zuhören und fürs zusehen.

00:40:32: Wir haben sehr viele interessante Podcasts, sie ist der fünfte mit dem Leopold schon gewesen.

00:40:38: Also hören Sie auch dort hinein!

00:40:40: Es gibt sehr vieles das wir zum Weiterdenken mitgeben möchten.

00:40:44: also auch da wird der Blick hoffentlich etwas geweitet mit diesem Medium.

00:40:48: Volle Fälle ja.

00:40:50: Danke fürs Zuhören und auf Wiederhören lieber Leopolt danke.

00:40:54: Gerne Dankeschön.

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