Waldviertler Karpfenteichwirtschaft ist landwirtschaftliches Weltkulturerbe! | Leo Kirchmaier #194

Shownotes

Ein großer Erfolg für die österreichische Landwirtschaft: Die Waldviertler Karpfenteichwirtschaft wurde von der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) als landwirtschaftliches Kulturerbe von globaler Bedeutung (GIAHS) anerkannt. Damit zählt dieses jahrhundertealte Bewirtschaftungssystem zu einer kleinen Gruppe weltweit bedeutender Kulturlandschaften und ist zugleich das erste in Niederösterreich und das einzige Aquakultursystem Europas mit dieser, für landwirtschaftliche Systeme höchsten Auszeichnung.

Doch was macht diese traditionelle Form der Teichwirtschaft so einzigartig? Warum wurde sie ausgezeichnet? Welche Voraussetzungen mussten erfüllt werden und welche Chancen ergeben sich daraus für die österreichische Teichwirtschaft, den Naturschutz und die regionale Entwicklung?

Darüber spricht Priv.-Doz. Dr. Andreas Steinwidder mit DI DI Leo Kirchmaier von der Landwirtschaftskammer Niederösterreich. Als Geschäftsführer des NÖ Teichwirteverbandes und des Österreichischen Verbands für Fischereiwirtschaft und Aquakultur hat er den Weg zur Anerkennung intensiv begleitet und gibt spannende Einblicke hinter die Kulissen dieses außergewöhnlichen Erfolges.

Erfahren Sie, warum nachhaltige Lebensmittelproduktion, jahrhundertealtes Wissen und gelebter Naturschutz hier Hand in Hand gehen – und weshalb diese Auszeichnung weit mehr ist als nur ein internationales Gütesiegel.

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Landwirtschaftskammer Niederösterreich

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Stift Zwettl

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Transkript anzeigen

00:00:06: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Orgasaisens Wissenkombakt der HB Le Faraon-Pagumpenstein.

00:00:12: Mein Name ist Andreas Stein wieder!

00:00:14: Es gibt Auszeichnungen, die weit über eine Region hinausreichen.

00:00:19: Sie würdigen jahrhunderte Altes wissen nachhaltige Bewirtschaftung und gelebte Kulturlandschaften von internationaler Bedeutung.

00:00:28: Genau eine solche Auszeichnung hat die Waldviertler Kapfen-Teichwirtschaft erhalten.

00:00:34: Die Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen, kurz EVO hat sie als landwirtschaftliches Weltkulturerbe von globaler Bedeutung anerkannt.

00:00:44: Doch was macht dieses einzigartige Bewirtschaftungssystem so besonders?

00:00:50: Wie kam es zu dieser internationalen Auszeichnung und Anerkennung?

00:00:54: Welche Voraussetzungen mussten erfüllt werden und welche Chancen eröffnet Sie für die österreichische Deichwirtschaft?

00:01:03: Darüber spreche ich heute mit einem ausgewiesenen Experten, Diplom-Engineur Leo Kirchmeier von der Landwirtschaftskammer Niederösterreich.

00:01:11: Lieber Leo, herzlich willkommen bei Agrar Science Wissenkombakt!

00:01:15: Herzlich Willkommen, freut mich dass ich da sein darf.

00:01:18: Leo zu Beginn was bedeutet eigentlich landwirtschaftliches Weltkulturerbe für Waldviertler Kapfenteichwirtschaft?

00:01:28: Ja also das landwirtschaftliche Weltkulturwerbe wie der Name schon sagt.

00:01:32: Da geht es darum, landwirtschaftliche Systeme sichtbar zu machen und diese auch auszuzeichnen.

00:01:37: Wir hier in Mitteleuropa und Österreich sind ja ganz gut darin Gebäude, Denkmäler

00:01:43: usw.,

00:01:44: als Weltkulturwerke auszuzeichern und zu benahmsen.

00:01:49: Wenn wir uns jetzt überlegen dass auch landwirtschaftlichen Systeme an Wert haben dann sind wir da nun nicht so ganz drinnen in der Thematik.

00:01:55: Die Waldviertelerkapfenteichwirtschaft ist für Österreich erst das zweite dieser Art Und international gesehen oder auf europäischer Ebene das erste Aquakultursystem dieser Art.

00:02:07: Das heißt, da liegt ein Wert in dem System, das weit über die Fischproduktion hinausgeht.

00:02:12: und da gibt es eben diese Welternährungsorganisation, die FAO, die sich dem Thema annimmt und gesagt hat ja wir müssen genau Diese Systeme suchen auf der Welt, die nicht nur Erlebensmittel hervorbringen sondern auch für die Allgemeinheit auf verschiedenen Bereichen einen Mehrwert bieten.

00:02:30: Und genau da sind wir mit unserer Waldverder Kapfenteichwirtschaft und da ist sozusagen die Heumilch-Wirtschaft im Alpenbogen angesiedelt.

00:02:38: Wenn man es international betrachtet, ist es ja so dass das in manchen Ländern einen extrem hohen Wert hat wenn man so etwas erreicht hat?

00:02:47: Ganz genau, ganz vergleichbar mit einer UNESCO Auszeichnung.

00:02:51: Zum Beispiel im asiatischen Raum Korea und Japan gibt es sehr viel.

00:02:55: Die schauen natürlich auch, dass man aus jeder landwirtschaftlichen Sparte etwas draus macht.

00:03:00: Das haben wir auch versucht und das ist uns gelungen.

00:03:02: Da sind wir mittlerweile sehr stolz darauf, dass wir dieses kleine aber feine System doch so gut platzieren konnten.

00:03:11: Und über dieses kleine feine system werden wir jetzt dann noch reden?

00:03:14: Warum gerade die Waldviertler Kapfenteichwirtschaft, Weltkulturerbe.

00:03:20: Warum?

00:03:22: Die EFO schaut sich das ganz genau an jedes System.

00:03:26: Man kann nicht einfach dort direkt einreichen,

00:03:28: d.h.,

00:03:28: man muss über den jeweiligen Kanal, über die Verwaltungsstrukturen.

00:03:32: in der Regel wird es das Landwirtschaftsministerium sein – bei uns ist es in Österreich eben dieses Landeschaftsministeriums.

00:03:38: Dort muss man diese Einreichung einmal abgeben und bekunden des Interesses ja.

00:03:43: Und dann wird einem großen Antrag geschaut.

00:03:46: anhand von fünf Kriterien kann dieses System diese Aspekte auch alle abdecken, die man sich wünscht.

00:03:55: Das sind

00:03:55: diese fünf Aspektekriterien?

00:03:59: Es wäre ja mal nicht die Welternährungsorganisation, wenn es nicht mit der Lebensmittelproduktion zusammenhängen wird.

00:04:04: also es muss einmal in der Lebensmittelerzeugung dienen aber auch der Existenzsicherung.

00:04:09: das heißt ich muss irgendwo ein Einkommen generieren mit einem Lebensmittel.

00:04:13: daher landwirtschaftliches Weltkulturerbe.

00:04:16: Das heißt, ohne Lebensmittelproduktion gibt es diese Auszeichnung nicht.

00:04:20: Das ist bei uns ganz klassisch in der Karpfen-Teichwirtschaft der Kapfen – wenn man so will das Aushängeschild wappen Tierherr unserer ganzen Region den Waldviertelerkapfen.

00:04:30: Dann machen wir ihn etwa so vierhundert Tonnen gesamt über das ganze Waldviertel hinweg.

00:04:37: Das heißt keine Produktion.

00:04:39: aber wo hier bei uns in Österreich jeder große Mehrwert ist, ist in der starken Direktvermarktung.

00:04:43: Also früher war es so Gang und Geber, dass man den Fisch einmal zwei Nachden gegessen hat.

00:04:48: Und da hat man sie dann oft sogar noch lebend mit nach Hause genommen.

00:04:52: Da gibt's die lustigsten Geschichten... In der

00:04:54: Badewanne?

00:04:54: In der Badewanne dann irgendwo schwimmt er mit der Franz-Jofses Bahn aus dem Waldviertel nach Wien gefahren ist.

00:05:01: Dann sind wir halt weit weg und das ist auch die Schutzrichtliche gar nicht möglich!

00:05:05: Heute ist das Fileter-Standardprodukt und zwar das geschröpfte Filet.

00:05:08: Das heißt, man schneidet das Filet so in zwei Millimeterabständen ein, gibt es Maschinen oder machts Händisch mit dem Messer.

00:05:14: Warum?

00:05:15: Weil der Karpfen ja eine Zyprenide ist und die Zypriniden, die karpfmatigen Fische haben alle sogenannte Zwischenmuskelgeräten, die Y Geräten.

00:05:23: Und durch dieses feine Einschneiden und weil das Fileten dann hinten noch erhitzt ziehen sich diese Geräte zusammen und sind mehr oder weniger für den Gaumen gar nicht mehr spürbar.

00:05:32: Und da erschliess ich ein super Personenkreis in der Vermarktung, weil dann ist es etwas wo ich sage, ah der eine oder andere hat vielleicht beim Fischen nur diese Bedenken wegen den Geräten.

00:05:41: Dann nicht mehr.

00:05:44: Wir sind bei den fünf Punkten?

00:05:46: Genau!

00:05:46: Das

00:05:47: wäre dein erster Punkt mit dem Lebensmittel.

00:05:49: Wo es vielleicht naheliegend ist, zur Teichfläche nicht, das schaut ja nicht nur super aus, sondern da ist auch mit dem Schilf und den Randzonen eine extreme Biodiversität.

00:05:59: Und da sagt die EFO, es fördert die sogenannte Agro-Biodiversitet.

00:06:03: Nichts reicher sozusagen in einer Landschaft als ein Wasserfläche.

00:06:07: Und gerade der Übergang wasserzuland ist da ja spannend.

00:06:10: Also wir haben eine unglaubliche Biodivisität, die fängt irgendwo bei den Insekten an.

00:06:14: Libellen zum Beispiel!

00:06:16: und hört natürlich nicht nur bei den Wasservögeln auf, sondern auch bis hin zu Säugetieren.

00:06:22: Manche unliebsam wie der Fischotter – warum?

00:06:24: Weil sie natürlich auch Fische fressen ja!

00:06:26: Aber alles in allem gibt es da ganz viel auch gefährdete und geschützte Tier- und Pflanzenarten die vor so einem Teichökosystem profitieren.

00:06:36: Okay

00:06:36: also das zweite ist Biodiversität oder Ökosystemleistungen sozusagen.

00:06:42: Dann muss es natürlich auf traditionellen sozialen Strukturen füßen.

00:06:47: Das heißt, ich habe auch eine entsprechende Geschichte dahinter.

00:06:52: Die ist bei uns in der Karpfen-Teichwirtschaft wirklich unglaublich lange nicht!

00:06:56: Also wie lang diese Teichwirtschaft schon mit dem Waldviertel verbunden ist?

00:06:59: Damativ gegraben sind draufgekommen – das sind neunhundert Jahre.

00:07:02: nachweislich haben wir dort die Quellen gefunden im Stiftzwettel in der sogenannten Gründungslegende.

00:07:08: Dieses Buch nennt sich Bärenhardweilsinn an Saubjärnleder einbunden ist, also schwänzt.

00:07:14: Bier in Haut?

00:07:15: Von Saubja ja!

00:07:17: Leder einband und da gibt es einen Hinweis darauf das schon die Zisterzienser dort hingekommen sind in Stiftzwettel, weil es gesagt haben.

00:07:26: Ja da möchten wir ausbauen die Obstgärten, die Bienenweiden und die Teiche.

00:07:30: Und wenn Sie sagen so, wo ich das ausbaue dann hat's ja schon gegeben aber das ist noch sozusagen Gegenstand der Falschung wie lange es wirklich dort war.

00:07:36: Jedenfalls haben wir hier einen Hinweis auf diese Gründungsgeschichte und die sind den Zeitraum elf zwei bis vierer Vierzehre um.

00:07:46: Also kann man wirklich sagen erste Hälfte des zwölften Jahrhunderts also wahnsinnig lang

00:07:53: Das ist der dritte Aspekt.

00:07:54: Genau, dann basiert es natürlich auch auf traditionellen Wissen.

00:07:59: Jeder Teich ist unikat, da stört sich ein eigenes Ökosystem ein.

00:08:02: Der hat eine gewisse Tiefe und einen Zulauf- oder Ablauf.

00:08:06: Das ist auch ein gewisses technisches System.

00:08:09: Das wurde ja vom Menschenhandel richtet zur Teich und das muss ich oftmals mündlich weitergeben.

00:08:15: dieses Wissen Das ist zwar schön und gut, wenn ich das in den Lehrbüchern lese wie Teichwirtschaft im Generellen funktioniert.

00:08:22: Wenn ich dann aber so ein Fünfzehn Hektar Kapfen Teich auch fischen muss bin ich gut daran beraten dass man vielleicht der Großvater oder der Vater denn erzählt worauf sie aufgepasst haben.

00:08:32: Ich möchte ja mein vorklassisches Beispiel nehmen, allein schon der Zeitraum wie lang ein Teichbrauch bis er abgelassen ist.

00:08:39: Ich habe jetzt das Ganze ja bespannt.

00:08:41: Das

00:08:41: Handhaus ist befüllt und da sollen die Kapfen bringen.

00:08:46: Und dann, wenn ich ernte?

00:08:48: Genau zu Fisch-Ernte.

00:08:49: Dann im klassischen Zeitraum im Herbst muss ich den Teich ja auslassen.

00:08:52: Also kann ja nicht so ein Fuchtsernhäkterteich einfach da mit einem Kescherwild herumfahren, damit die keinen einzigen Fisch fangen.

00:08:58: Aber ich brauche die Fische um sie zu verkaufen und das wird der Teich abgelassen.

00:09:02: Und allein diesen Zeitraum... muss ich gut einschätzen können.

00:09:06: Und vor allem muss ich dann auch wissen, ab wann gehe ich mit den Zugnetzen zum Beispiel hinein und wann mache ich welchen Schritt?

00:09:12: Das ist einfach so ein mündlich tratiertes Erfahrungswissen.

00:09:16: Also das ist etwas was ich nicht aus dem Lehrbuch lernen kann.

00:09:19: Auch wie verhält sich welcher Teich in welcher Situation, ob es jetzt eine Hitzeperiode ist, welcher Teil ist da anfällig... Wie schaut's aus mit der Windexposition?

00:09:29: Der Wind bringt mir oft ins Sauerstoff und wölzt mir das Wasser ein bisschen um.

00:09:33: wie schaut es aus?

00:09:34: mit Beschattung, mit Bäumen.

00:09:37: Wie viel Zufluss habe ich?

00:09:38: Was mache ich im Hochwasserfalle?

00:09:39: Welche Maßnahmen ergreife ich?

00:09:40: Das braucht ganz viele Erfahrungen und das ist auch ein ganz typisches Element bei diesem landwirtschaftlichen Weltkultur, was dahinein fließt.

00:09:49: Und das Fünfte?

00:09:50: Und das fünfte zeigt typische Landschaftsstrukturen.

00:09:54: Das kann ich mir da vorstellen.

00:09:55: Da geht es um das Landschaftsbild, oder?

00:09:58: Ganz genau!

00:09:58: Wie schaut die Landschaft aus?

00:09:59: Nicht schöner als Wasserflächen sage ich immer.

00:10:02: Wir sind in Österreich sehr gut darin eine Seenlandschaft hochzuschätzen.

00:10:05: mit einem Teich können wir nicht zu viel anfangen und vor allem der Unterschied zwischen See- und Teich ist nicht immer ganz klar.

00:10:10: aber dann habe ich eben ein System von Menschenhand errichtet und das ist natürlich oftmals wenn man einen Luftbild draufschaut so ganze Teichkette.

00:10:18: Also ein Teich folgt dem anderen.

00:10:20: und so heute das Wasser in dieser Teichkette oft über Jahrzehnte zurück.

00:10:24: Es geht ja darum, heute auch im Sinne des Klimawandels Wasser in der Landschaft zu halten.

00:10:28: Und diese erfüllen die Teiche ausordentlich gut wie heute im Oberflächenwasser zurück wo sonst eigentlich kein Wassermehre wäre.

00:10:36: Viele Teiche speisen sich ja eigentlich bloß aus der umliegenden Flur oder von den Niederschlägen und werden dann Himmelsteiche genannt.

00:10:44: Die sind besonders wertvoll, weil wenn die nicht werden dann wird dort auch gar kein Wasser.

00:10:49: Das Volkviertel ist ja vom Relief so sanftwillig.

00:10:53: Wir sind auf ungefähr fünfhundert Meter bis sechshundert so im Mittel und da halte ich ganz viel Wasser zurück und das in Aspekte wie dann Bedeutung noch gewinnen.

00:11:05: der Weg zum Weltkulturerbe, den seit ihr ja in einem kleinen Team beschritten.

00:11:11: Und das Papier, das man abliefern muss ist ja nicht nur drei Seiten dick sondern das ist ein bisschen mehr Arbeit.

00:11:17: Kannst du uns kurz den Weg a bissl aufreißen und auch warum du dich für das so eingesetzt hast?

00:11:24: Naja zunächst einmal muss ich mal sagen, weil es ein Prozess... Nein modern, das war ein Bottom-Up-Prozess.

00:11:30: Es ist nicht so gewesen, dass da irgendjemand von außen gesagt hat und ihr macht es jetzt sondern die Branche selbst sozusagen sagt wir glauben, wir können das schaffen, wir glauben Wir haben hier einen Wert der vielleicht noch nicht ganz gesehen ist Und wir wollen diese Einreichung probieren.

00:11:47: an meiner Stelle hier heute wichtig, die Wege aufzuzeigen.

00:11:50: Wie kann man denn das schaffen?

00:11:52: Man muss schon sagen es war ein mehrjähriger Prozess und wie gesagt man konnte auch nicht direkt anklopfen sondern musste sich ja über die offiziellen Kanäle spielen.

00:11:59: und es gibt einfach ein ganz offizielles Einrechtdokument dass diese fünf großen Fragen mehr oder weniger in verschiedenen Kapiteln halt abbildet.

00:12:08: und man muss versuchen im wissenschaftlichen Stil, wie sich das gehört sozusagen, das dann halt ausformulieren.

00:12:15: und es ist jetzt nicht so, dass er heute eine behaupt Reicht, sondern ich muss es halt alles unterlegen.

00:12:18: Ich hab's gegraben

00:12:20: im Zwettel in der Bibliothek oder?

00:12:22: Das ist tatsächlich so.

00:12:23: ja also ich habe ganz viel sogenannte Graueliteratur nicht, heute ist ja das schön und gut.

00:12:28: wenn ihr internationales Paper habt dann finde ich das ganz angenehm als PDF im Internet oder kannst mehr runterladen.

00:12:34: Wenns darum geht zum Beispiel wiederum eine neue wissenschaftliche Studie zu beleuchten wie toll net die alten Biodiversität ist in den Waldviertlerkopf zum Beispiel vielfach unterschätzt war, ja.

00:12:45: Aber wenn es darum geht historische Belege oder dieses Wissen aufzuzeigen wie hier gewirtschaftet wird schon über Jahrhunderte dann muss ich auch das suchen was in den Büchern in irgendwelchen Bibliotheken steht.

00:12:55: Also das war ein Großaspekt diese Literatur mal zu suchen.

00:12:58: Was wir auch gehabt haben war eine Vagdekante die bei uns in der Landwirtschaftskammer war, die danach später im Master thesis auf der Boko zu dem Thema verfasst hat, das einmal in einer Masterarbeit abzuhandeln ist ja auch ein super Zugang, wo man sagt, da hat man schon einen gewissen Grundstock an Literatur und das bildet man dann wieder in diesen Einrichtdokument ab.

00:13:18: Aber wir waren da sehr lange beschäftigt und was so auch schön war, weil man sich selbst auch intensiv mit den Themen beschäftigt.

00:13:24: also ich selbst kann sagen, ich bin umso begeisterter geworden wie er tief einmal gegraben hat, weil es so wirklich tolle Aspekte dahinter sind die immer oft gar nicht so im Fokus sind.

00:13:31: Das heißt, ihr habt selbst geschichtliche Songs geschaut.

00:13:33: Aber es hat auch in der modernen Wissenschaft gewesen, weil du vor allem die alten Vielfalt in Kapfen-Technik geredet hast

00:13:39: oder?

00:13:39: Ja ja, also man muss da wirklich sozusagen alle Aspekte abdecken und das ist auch das Schöne und der Zugang an diesen launschenschaftlichen Weltkulturbah... wo schon bedenken waren, was die Bausche nicht brauchen kann ist.

00:13:50: Wenn man das so zu sagen denkt im Sinne eines reinen Erhaltens mit Status quo.

00:13:55: also das ist der Tod für landwirtschaftliches System.

00:13:57: Das muss ja mit der Zeit gehen.

00:13:59: So am Grundstück nichts geändert wird an dem genialen System selbst.

00:14:04: Und das ist auch ausdrücklich gewünscht bei der EFO, also sie sprechen hier von einem dynamischen Entwicklungsprozess.

00:14:10: Da muss man sozusagen auch aufzeichnen in einen Aktionsplan.

00:14:13: Das ist auch so ein Schritt nicht nur die Kriterien, die fünf beleuchten sondern auch sagen wie will man sich denn weiterentwickeln?

00:14:19: Weil wenn es in Zukunft notwendig ist einfach auch aufgrund des Tierwohls da sie vielleicht im Sommer stärker belüften wird müssen, dann darf das und muss das sein.

00:14:31: das Geniale nicht verdrängen, aber ich kann es ergänzen und weiterentwickeln.

00:14:37: Also es ist kein Stillstand.

00:14:39: Das ist ganz wichtig weil da gibt's auch viele Ängste in der Branche.

00:14:42: Es ist kein stillstand sondern immer eine Weiterentwicklung auch gewünscht und das ist vielleicht ein bisschen der Unterschied zu anderen Auszeichnungen wo so unter Anführungszeichen so ein Glassturz drauf kommt ja?

00:14:52: Weil das ist dann stillstand und das kann man natürlich in einem landwirtschaftlichen System nicht brauchen.

00:14:58: Antragsphase für die Momente, wo du gesagt hast jetzt wird es mal zu viel oder das schaff man nicht?

00:15:04: Na ja.

00:15:05: Wir haben da geholfen.

00:15:06: Wir sind ein kleines, feines Team bei uns im sogenannten Viehsteam der Landwirtschaftskammer und arbeiten da super zusammen.

00:15:12: Ah, war's aber wirklich auch toll, weil die Zusammenarbeit mit den Betrieben... weil die sind ja letztlich die, die auch diese alten Dokumente haben.

00:15:19: Also wir haben dann wirklich Jahrhunderte alte Teichbücher gehabt.

00:15:23: Wunderbar zu sehen schon!

00:15:25: Wie so ein Teich besetzt worden ist vor schon dreihundert Jahren.

00:15:28: Das muss man sich mal vorstellen wie da über Generationen gewirtschaftet waren.

00:15:32: Es ist wirklich unglaublich toll was es gibt.

00:15:34: und eben wenn wir Zerstach für die Geschichte gerede haben das war so ein Schlüsselmoment für mich wo ich in diesem Stift zwettel geschaut haben, wann ist denn die erste Teichnennung in Woldfil?

00:15:44: Weil so wie es in der Wissenschaft manchmal ist und eigentlich nicht sein sollte, dürfte da einer vom anderen mal angeschrieben haben.

00:15:50: Es war immer sozusagen diese erste Teignennung ... und da hat er auch noch von anderen angeschrieben.

00:15:59: Und wir haben gesagt, dann gehen wir dem doch auf den Grund und haben dieses nie gefunden.

00:16:02: diese Quelle ja?

00:16:03: Aber bei dem Suchen sind wir eben draufgekommen aber es tut sich etwas Neues an und waren dann auf einmal nur mal

00:16:10: ein

00:16:10: bisschen früher dran und haben jetzt mittlerweile wirklich ein schriftliches Dokument ist zwar quer verweise auf eine Zeit also kein direktes Zitat sozusagen Hier eine schriftliche Quelle aus einer Zeit, wo man in Mitteleuropa sonst nicht wirklich was hat.

00:16:28: Also wirklich unglaublich!

00:16:30: Und die Auszeichnung ist dann groß?

00:16:33: In einer Verleihungsaktivität war das in Rom ein im Fall ausgehängigt worden, die Urkunden?

00:16:41: Also es war so dass wir als erstes informiert waren mit den... bloß ein Schriftstück.

00:16:46: Wir haben jetzt diese Auszeichnung, das war natürlich auch so ein Gänsehautmoment und da haben wir uns wirklich auch gefreut in der Teilung einer kurzen Freudentanz einmal aufgeführt weil es gibt ja wenig Dinge die man sagt, da bleibt wirklich etwas über nicht?

00:16:58: Also es ist schön wenn man etwas schafft im beruflichen Wirken aber das ist sicherlich etwas wo man sagt da hat man jetzt auch etwas für den Nachwelt geschaffen.

00:17:06: also das ist im Gedächtnis dieser Welt nun verankert würde ich sagen weil das sind so große Auszeichnungen auch diese Dokumente die man da erstellt hat.

00:17:13: Da haben wir mal ein Schriftstück bekommen.

00:17:16: Das war im September, und dann muss man natürlich überlegen was machen wir denn jetzt mit der Aussehen?

00:17:21: Die ist ja so groß das müssen wir entsprechend vorbereiten.

00:17:25: Man weiß ja bis dorthin nicht ob er das schafft oder nicht.

00:17:28: Und dann haben wir uns entschieden eine große Feier anzulegen.

00:17:31: Es war dann im Mai, Und auch da war der Entscheidung ganz klar, auch aus der Branche, nein wir wollen das in der Region feiern.

00:17:39: Haben das Glück gehabt im nördlichsten Waldvierteln Litscher dann wirklich eine tolle Veranstaltungshalle zu finden und hatten dann auch wirklich tolle Gastredner.

00:17:47: Es war der Minister anwesend.

00:17:49: Wir haben sogar vom Fischerei-Kommissar eine Videobotschaft eingespielt bekommen vor Ort und seitdem sind wir daran bemüht sozusagen diese Auszeichnung breit zu kommunizieren.

00:17:59: Da haben wir nur Bedarf.

00:18:00: Gerade dieses landwirtschaftliche Weltkulturbe ist etwas, was man nun nicht so als gelernter Österreich einordnen kann und diesen Wert der landwirtschaftlichen Systeme – das ließ mir in Großes anlegen, dass man das eben sozusagen breit tritt.

00:18:12: Jetzt räumen

00:18:15: wir ein bisschen über die Karpfenteichwirtschaft im Waldviertel, den du ausgezeichnet worden hast.

00:18:21: Wie stellt sich die heute da?

00:18:24: Wie läuft das im Jahresverlauf?

00:18:27: Was ist ein Teich, wie groß ist so etwas in etwa.

00:18:31: Wie geht es dem Fisch da drinnen, was frisst er?

00:18:34: Das ist eine super Frage nicht also... ...was ist denn überhaupt ein Teig?

00:18:39: Also das ist wie gesagt vom menschenerichtetes System.

00:18:42: Da hat sie irgendwann jemand überlegt... Aha!

00:18:44: Da ist vielleicht eine kleine Geländemulde.

00:18:47: Da legen wir jetzt einen Damm an und stehen dort einmal prinzipiell Wasser.

00:18:52: Entweder ich entnehme es als ein Gerinne, also einen kleinen Wiesenbacherl zum Beispiel oder ich sammle das Wasser der umliegenden Flur.

00:18:59: Dann bin ja Himmelsteiche.

00:19:01: Irgendwie muss ich immer im Wasser stehen.

00:19:03: Ich brauche aber auch ein Ablastsystem.

00:19:05: Das war früher ein Zapfen mehr.

00:19:06: Das waren gehackte Holzraure vielfach Tanne weil er sehr robust wurde.

00:19:11: Die sind paar hundert Jahre alt.

00:19:12: Es gibt noch Teiche mit solchen Ablastvorrichtungen.

00:19:15: Heute werden Plastikpolokalraure verwendet Kunststoffrohre.

00:19:20: Sie fragt, ob die auch so lange überdauern wie die alten Tannenrohren?

00:19:22: Ich glaube nicht und das muss ich wieder auslassen können.

00:19:26: Neumoderne Ablassvorrichtungen nennt man dann.

00:19:30: das ist ein Mönch.

00:19:30: Das sind so Betonbauwerke habe ich einzelne Staubräder und die kann ich dann je noch bedarf ziehen und kann den Teich stufenweise auch senden.

00:19:39: ja als ganz wichtig den Teig anzulegen einmal hier Wasser zurückzuhalten.

00:19:47: Dann muss ich Fische besitzen, ja?

00:19:49: Da ist jetzt ein sehr flächiges System.

00:19:52: also wenn man auch einen Karpfen-Teich wird und dann fragt na wie groß ist dein Betrieb?

00:19:56: da messen sie die über die Teichfläche.

00:19:59: Wie ganz klar so ist wie beim Oka-Baubetrieb vielleicht geht es immer darum die mehr Karpfenteichflächen.

00:20:04: ich habe das zu mehr Fisch kann ich produzieren und das ist auch alles aufs Hektar bezogen aber ganz extensiver Produktionsweise.

00:20:12: was sind so teich Flächen So ein Betrieb hat?

00:20:17: Meistens haben wir einen Sammelsurium.

00:20:20: Mehrere Teiche, was sie heute gegeben hat ist stark in Händen.

00:20:24: Ursprünglich waren es eben die Stifte und Klöster.

00:20:26: Wir haben schon vom Stiftswettel gesprochen, aber auch das Stiftgehr aus beispielsweise ja.

00:20:30: Die haben sozusagen das vorangetrieben.

00:20:32: dann hat sich die frühere Herrschaftsbetriebe, haben Sie das abgeschaut, gut betriebehaltige, die haben die aber alle in der Regel noch im Waldviertel ist.

00:20:42: ein großes Glück, ja.

00:20:44: In der Nachbarregion im Weinvierteln gab es einmal ehemalige genauso viel Produktion, siebzehn Achtzig herum wie im Wald Viertel.

00:20:52: nur das ist gänzlich erlöschen.

00:20:53: Da wären wir sehr froh wenn man diese tollen Flächen hat.

00:20:56: da Teiche also so einen Betrieb halt an Flächenausstattungen.

00:21:00: die können sein.

00:21:01: von Null Komma zwei Hektar kleine Teiche bis eben der größte Teil im Wald viertel hat knappe Sechzig Hektare.

00:21:07: Das sind dann die Abwachs-Teiche Die Größe der Teiche in der Regel hat dann zum Schluss die letzte Speisefischgröße.

00:21:14: Und der Waldviertler Kapfen braucht ja auch drei bis vier Jahre, bis er speisefig wird.

00:21:17: Das ist ein sehr, sehr langer Zeitraum.

00:21:20: Guting braucht Weile, sagen wir da immer im Wald.

00:21:22: Fischenfrage

00:21:22: hüpft ein Fisch von Arnteichen den Nächsten oder bleibt er erlebenlang im gleichen Teich drinnen?

00:21:28: und das ist doch aber ein Rhein-Raus-Prinzip, so wie man es aus der Schweinehaltung kennt?

00:21:34: Es gibt kleine und große Karpfen in einem Teich, die nehmen halt nur die großen aussahen.

00:21:39: Und da die dann vor dem Verkauf waren das gelten?

00:21:43: Also prinzipiell haben wir mal das Thema der Größen gegessen.

00:21:47: Wir sprechen hier in der Karpfenteichwirtschaft von der sogenannten Sömmrigkeit und zählen die Sommer, die der Fisch erlebt hat.

00:21:53: Warum?

00:21:53: Weil der Fischer wechsel warm ist und wenn die Temperaturen passen, dann wächst er auch über Sommerhalbjahr.

00:21:59: Das heißt, wir haben einen K-Eins und einen Einzümmelgen.

00:22:06: Wenn ich einen sehr produktiven Teich habe und ein bisschen wärmer vom Klimaat bin dann schon für's eh in drei Jahren auch.

00:22:12: Sie ist auch die Frage wie sich da der Klimawandel auswirkt?

00:22:15: Aber ich muss sie immer abfischen, die Joagangsgassen, weil die sind gewachsen und brauchen mehr Plots und müssen wieder vernahnt sitzen.

00:22:25: D.h.,

00:22:25: ich habe Abfischungen in der Regel im Herbst und im Frühjahr.

00:22:28: Auch im Frühjahr, weil ich dann sozusagen jetzt wieder dann aufteile auf die Teiche her.

00:22:34: Das heißt üblicherweise hat ein Teichbesitzer mehrere Teiche?

00:22:38: Wenn es auch vollbetrieb ist und er alles abbilden kann, hat er mehrere.

00:22:41: Es gibt aber ganz viele bäuliche Betriebe, die einen zwei oder drei kleine Teiche haben.

00:22:44: Die machen dann folgendes, die kaufen sie sozusagen zweijährige und machen die zum Speisefisch.

00:22:50: Also ich muss nicht immer alles abbilden!

00:22:53: Und die Frage ist auch, wie beginnt es?

00:22:54: Da habe ich spezielle Leichteiche.

00:22:56: Da hat man sich das abgeschaut.

00:22:57: Da können sehr angeschalten Menschen einen Naturbeobachter.

00:23:00: Der hat einfach geschaut, wie machen denn das?

00:23:01: Die kaufen in der Natur und da war es ja früher so, dass sie immer diese Frühe aus Hochwasser auch die ganzen Bachwiesen eingestarrt haben.

00:23:08: Und der Karpfen ist ein Pflanzenleicher, der ist dann in diese überschwemmten Bachwissen gegangen Gelaicht, diesen Leich sozusagen den Roggen angeheftet auf die Pflanzen.

00:23:19: Das ist ein richtiges Schauspiel der Träume.

00:23:20: Die Mühchner, die Mandlern sozusagen, die Männchen und die Weibchen.

00:23:24: Und da spritzen wirklich mitunter auch die Eiprodukte weil das ein wildes Treiben ist.

00:23:30: und das haben wir nachgebildert in sogenannten... du bist Teichn, an den Herrn Tubisch angelehnt.

00:23:36: Und da pflege ich eigentlich unter mir auch einen gewissen Rasenbewuchs und einmal im Frühjahr am besten habe ein Oberligateich wo das Wasser schon vorgewärmt ist, staue ich mit dem Ein- und setze deinsprechend des Set sozusagen an der Ognan und Milchnen ein, lasse die dort abbleichen, nehmt die Mutterfische wieder raus, entwickeln sich die Eier, das geht recht schnell.

00:23:55: in ein paar Tage wenn die Temperaturen passen dann schlüpft aus dem Ei mal eine kleine Larve her.

00:24:02: Die Lafe hat sozusagen den Rucksack mit, der Totter-Sack ist aufgezehrt.

00:24:08: Da muss man die Schwimmblase füllen und die Oberfläche fühlt sich die Schwimmblase mit atmosphärischem Sauerstoff und beginnt dann schwimpfig zu werden.

00:24:17: Und dann hat er eine ganz kleine Maulspalte und dann brauche ich das richtige Plankton zur richtigen Zeit in der richtigen Größe.

00:24:24: Die Maulspalte ist bescheiden.

00:24:25: Wenn man nicht hübsch verlinkt oder Wasserfluch steht, ist das wie wenn ich ein klein Kind von einem Rind sitze.

00:24:33: Also brauche ich da entsprechend ganz kleine Planktonpartikel.

00:24:37: und dann macht man einen Trick und schaut dass man schon vorkonditionierte Teiche hat die erst kurz vorher bespannt wurden also wieder befüllt wurden so dass dort möglichst kleines Planktown in der Entwicklung ist.

00:24:47: Dann fische ich sozusagen mit dem Käscher sogenannten Gase-Käschern diese Fischbrut ab wenn ich diese natürliche Vermehrungsweise an Betrieb habe und setze sie dann auch aus in diesen Brutdeichen, und dann entwickelt sich die Karpfenbrut.

00:25:00: Also es ist wirklich eine Wissenschaft dahinter sozusagen – und viel Erfahrungsschatz!

00:25:05: Und den

00:25:06: Gespür?

00:25:06: Die Väter-und Mütter sind jetzt die vierjährigen, die dann auch wieder zur Schloftung kommen oder sind das welche, die bleiben halt mal möglichst lang...

00:25:16: Da tut jeder Teilwirtschaft ein bisschen anders.

00:25:18: Aber oftmals gibt es die Mutterfische, auf die ist man sehr heiklich.

00:25:21: Das sind dann so zehn Kilo Fische, weil die haben wir entsprechend schon ausgelesen, wo man sagt okay diese Form will ich haben, das sind gut auch gesundheitliche und das sind die Elterntiere.

00:25:31: Auf die ist mal sehr heikle.

00:25:32: Besonders bitter waren genau die dann sozusagen vom Fisch oder wo erwischt werden ja?

00:25:36: Weil die haben auch einen Wert.

00:25:38: und auf die Basi immer ganz gut auf in der Regel.

00:25:41: Die sind die Zuchtiere sozusagen.

00:25:42: Genau.

00:25:44: Die besten!

00:25:45: Okay... Gut, dann werden die Sitzlinge aufgezogen.

00:25:49: Ich kann sie auch kaufen?

00:25:51: Genau!

00:25:52: Ich kann auch Zweijährige kaufen und sich fertigmesten oder fertigmisten ist vielleicht der falsche Ausdruck halten.

00:26:01: Und dann wird vermarktet.

00:26:04: Ist das immer noch so saisonal oder ist es unterjährig auch?

00:26:10: Also da haben wir uns in der Region entsprechend schon ein bisschen breiter aufgestellt.

00:26:13: Also früher war es so, der Karpfen war so eine traditionelle Festtagspreise gerade zweinachten.

00:26:17: Das hat natürlich mit den katholischen Bräuchen zu tun und den christlichen Festtagen.

00:26:21: also da war ja immer auch früher so ein paar Jahrhunderte zurückschauen.

00:26:26: dann waren von die dreihundertfünfer sechtes Tog mit unter hundert achtzig.

00:26:29: wann fast Tage muss man sich vorstellen ist mehr als das halbierte Jahr sozusagen.

00:26:33: Ja.

00:26:34: Und da war aber Fisch immer ausgenommen.

00:26:37: und Fisch war nie etwas wo man sagt, das ist wohl für den kleinen Mann.

00:26:40: Sondern Fisch war immer hochpreisig und hat einen Riesenwert.

00:26:43: Gerade eben deshalb, weil es auch gegessen werden durfte.

00:26:47: Und heute stört man sich ein bisschen breiter schon auf natürlich die Hauptsaison vom Herbst weg zu Weihnachten und dann bis auch schon Mittwoch.

00:26:55: Aber es ist natürlich so, wenn heute Gäste in die Region Waldviertel kommen, dann ist es Waldvirtel ja ganz eng verbunden mit landwirtschaftlichen Produkten.

00:27:05: Was folgt uns da rein?

00:27:05: Ich sage mir, ich genieße das Waldvierzels Das ist Nanonaneta-Karpfen, das ist Damol.

00:27:11: Das sind die Erdöpfe und das ist vielleicht auch das Bier?

00:27:16: Das sind wirklich diese Themenkreise.

00:27:18: Und es wird dann nachgefragt und da haben sie ein paar Betriebe schon darauf spezialisiert weil ich muss ja die Fische griffbereit haben.

00:27:24: Die kann ja nicht in so einem fünf Hektar Teich einfach mit dem Kästchen reinfahren und drei Karpfen noch Bedarf auszufangen.

00:27:29: Das funktioniert nicht.

00:27:30: Das baue ich entsprechend.

00:27:31: hält der Teiche und hält dann Lagen, dass ich diese Fische danach habe.

00:27:34: Und diese Betriebsausstattung hat nicht jeder aber ein paar haben sie auf die spezialisiert und können auch zum Beispiel die Gastronomie entsprechend bedienen.

00:27:41: Ja cool!

00:27:44: Wie sehr ist jetzt sozusagen das?

00:27:47: der Waldviertel kapfen im Waldvirtel?

00:27:49: Du hast ja ein bisschen angesprochen.

00:27:51: also man versucht es jetzt auch zu nutzen im Tourismus.

00:27:55: wie sehr ist das schon und haben wir da noch einen Potenzial?

00:27:58: Also ich glaube, da ist ein irrsinniges Potenzial drin.

00:28:01: Da geht es ja nicht nur um Fischproduktion, sondern geht es um Fischproduktion mit mehr Wert.

00:28:04: Aber vor allem dient das ja der ganzen Region, weil es ist ein Leitprodukt und das kann ich ganz stark nutzen.

00:28:11: und wenn ich da sprich von der Waldviertel kopfenteilswirtschaften, dann ist es zwar primär das Produkt... des Karapfens abgestimmt, aber ich nehme ja die ganze Region mit in der Kommunikation und das ist halt unsere Besonderheit.

00:28:24: Ich glaube dass sich Österreich auch wird müssen neu überdenken wenn wir uns in der Außenwirkung darstellen.

00:28:31: Wenn man heute internationale Leute fragt was denken Sie über Österreich?

00:28:33: Dann weiß man okay da gibt es zwei Berge, da gibt's zwei Seen und da wird wohl Skige fahren Aber vielleicht kommt man drauf dort wird auch Karapfen in Teilchen produziert Weil es eben so bedeutend ist mit so vielen Vorteilen, die sich für die Gesellschaft ergeben.

00:28:48: Wie wichtig sind die Bäuerinnen und Bauern die Teichwerte in dem ganzen System?

00:28:55: Eigentlich das um und auf!

00:28:57: Wie hat der FVO-Direktor ganz nett bezeichnet bei ... Weltkulturel, Befeuer.

00:29:02: Das sind die hüterte Systemes letztendlich ja?

00:29:04: Weil durch deren tägliche Arbeit eben und sozusagen das Gewinn bringende.

00:29:09: am Ende des Tages geht es darum den Kapfen gewinnt bringen zu verkaufen weil sonst würde ich das gar nicht machen.

00:29:13: Ich muss den Karpfen nicht gewinnbringenden Mann an die Frau bringen und der Geschäft damit mache.

00:29:18: Und Geschäft ist nichts Böses um Gottes Willen.

00:29:20: Das ist ein Teil der Nachhaltigkeit, ein wichtiger Aspekt.

00:29:24: Wer würde es uns dann gleich unterhalten?

00:29:26: Die sind ja mit Kosten verbunden, muss die Dampfliege machen.

00:29:29: Muss schauen dass die Ablassvorrichter und die technischen Einrichtungen das alles funktioniert.

00:29:33: Und vor allem muss ich die Fische besitzen weil wenn ich ein Teich nicht besetze... ...mit Fischen und der Karpfen ist eben sehr genial!

00:29:39: Weil er hat eben dieses vorstellbare Rüsselmal und drückt mir den Teich ein.

00:29:44: Das sind ja hochproduktive Systeme also... ...hypertrof würde man in der Fachsprache sagen.

00:29:49: Das heißt als hohe Fracht an Stickstoff- und Phosphor Flach eingestaut, so ein Kaffenteig hat im Mittel vielleicht eineinhalb Meter Tiefe nur.

00:29:58: Flachgewässer erwärmt sich sehr schnell und möglichst Licht exponiert.

00:30:02: das heißt die Kombination Nährstoff Wasser Wärme und Licht führt zu einer irrsinnigen Kraft an Produktion nämlich primäre Produktion über die Algen übers Plankton hin zum Fisch.

00:30:14: Und wenn ich das System, der entsprechend daher ist, kapfenteich etwas drüber, dann würde das System davon galoppieren sozusagen.

00:30:23: Wir zuwachsen als ein ganz sichtiger klarer Kapfenteil ist ein schlechter Teil.

00:30:28: Da hat es was im System.

00:30:30: Also man muss das alles so ein bisschen relativitzeln und dieses Einsetzen von Fischen gepaart mit dem periodischen Oblassen, also meistens dann... kann man auch zwei Jahre zugesetzt sein, so ein Karpfen-Teich.

00:30:45: Ist ganz wichtig weil dann kommt wieder Sauerstoff auch an den Teichschlammen.

00:30:48: wenn ihnen der Teichschlammler Joalletten im Waldviertel und was passiert denn?

00:30:53: Dann durchlüftet es denen.

00:30:55: Ganz toll wäre, wenn man das hat dass wir den auch einmal durchfrieren lassen können wobei da werden die Zeiträume immer schon kürzer weil vielfach muss ich nach den Abfischen gleich wieder zusetzen weil sich das Wasserdaggebot verändert hat damit ihn gleich wieder befüllen kann.

00:31:07: Und dann kann auch das Ausstuf wieder den sogenannten Organikmineralisieren.

00:31:13: Also die Mächtigkeit des Schlamms wird da etwas abgebaut.

00:31:16: Wie sehr spürt der Klimawandel eine Rolle?

00:31:20: Jetzt kennt man sagen, die Vegetationsperiode wird länger, die Karpfenteich-Vegetationsperioden.

00:31:26: natürlich wird es im Sommer auch heißer und es gibt mehr Starkregen eigentlich.

00:31:31: also wie ist das alles einzuordnen und was tut man jetzt aktuell?

00:31:36: Früher haben wir das Thema gehabt, der Karpfen als wärmeliebende Fischart.

00:31:39: Der tut sich im Waldviertel Schwabweller so langsam wächst.

00:31:42: Jetzt könnt man sonst koschal...

00:31:44: Das

00:31:44: kalte Waldvierzelt wird es ein bisschen wärmer.

00:31:46: Das kann doch nur ein Vorteil sein?

00:31:47: Ja, in!

00:31:48: Also wir wissen die Karpfenteiche wärmen sich jetzt rasch früher und später kühlen sie aus im Herbst verlängern unter Produktionsperioden.

00:31:56: Das wurde nachgewiesen schon vom Bundesamt für Wasserwirtschaft von euren Kollegen.

00:32:01: Aber gleichzeitig ergibt sich natürlich gerade in so extremen Hitzeberoden Die Schwierigkeit, dass wenn der Zulauf plötzlich fehlt.

00:32:08: Weil aus dieser umliegenden Flur einfach nichts mehr kommt.

00:32:12: Dann folgt man vielleicht ein Wasserstand runter.

00:32:15: Gleichzeitig wird das Wasser dann sehr viel stärker wärmer.

00:32:20: Jetzt hatten wir in Heuer eine extreme Wärmeperiode schon im Juni nie da gewesen.

00:32:26: Dann waren die Wassertemperaturen an der Oberfläche bis zu dreißig Grad oder darüber.

00:32:29: Man muss sich mal vorstellen unglaublich!

00:32:32: Was passiert da?

00:32:33: Die Aktivität vom Karpfen ist erhöht.

00:32:35: Das sind ja Wechselware mit Tieren,

00:32:37: d.h.,

00:32:37: wir haben die selbe Körpertemperatur wie das Wasser und damit funktioniert der Stoffwechsel, damit der Metabolismus ist nicht schnell sozusagen.

00:32:43: Die Enzymatik alles ist auf Hochtuern sozusagen.

00:32:48: Sie brauchen dann aber auch mehr Sauerstoff wenn sie sehr aktiv sind und gleichzeitig – und das ist eben die Schere des Systems beim Sauerstoffs, beim Wasser löst sich chemisch gesehen weniger.

00:33:00: Ja, in dieser Zwiegmühle befinden wir uns.

00:33:02: Da muss man schauen dass dann unten die tiefen Zonen nicht ganz Saarstoffarm werden.

00:33:06: Man muss dann Fütterung einstellen das heißt es ist nicht unbedingt der Vorteil man muss aufs Fisch wohlschauen und gegen Steuern mitunter belüften.

00:33:13: also diese Themen werden mehr.

00:33:16: da muss man sich was überlegen.

00:33:17: auch das Wassermenagement Auf der einen Seite viel gepriesen super Wasserlandschaft des Waldviertels Das will man ja eben dieses Oberflächenwasser irgendwo schaffen und zurückhalten.

00:33:28: Auf der anderen Seite muss man es überlegen, wenn da so eine Teichkette ist.

00:33:32: Dass man ja keinen Tropfen verschenkt, dass man mitunter aus dem letzten Teich wieder nach oben pumpt gibt schon Ideen sich anzupassen am Betrieb um möglichst lange mit dem Wasser zu wirtschaften.

00:33:43: Vielleicht werden auch in Zukunft reine sogenannte Speicherteiche als Oberliga geschaffen werden die bloß die Produktionsteiche speisen.

00:33:51: Da gibt's auch schon Überlegungen.

00:33:52: aber Wie immer, wenn gewisse Drücke von Außentosern oder Krisen, was auch immer, befördert das natürlich in Innovationsgeisterbetriebe und da wird man schauen wie man sich sozusagen positioniert in Zukunft.

00:34:06: Jetzt kann ich mir vorstellen dass es nicht besonders einfach ist einen neuen Teich anzulegen, wenn ich den rechtlichen Bereich mir anschaue, dass du schon Hürden für neue Teichwirte dosern oder Erweiterungsmöglichkeiten.

00:34:18: Wie schaut's aus?

00:34:20: Gibt's doch Handlungsbedarf Weil ich ja auf der anderen Seite schon auch die Herausforderungen sehe, dass teilweise Betriebe aussteigen und sich das System noch weiterentwickeln soll.

00:34:30: Und das will man ja auch.

00:34:32: Die Nachfrage nach Fisch ist da!

00:34:34: Wie beurteilst du die Situation?

00:34:36: Was braucht die Teichwirtschaft in Österreich?

00:34:39: Ja, was sagt die Branche?

00:34:41: Was sagen aber auch EU-Papiere genau zu dem Thema?

00:34:44: Wir brauchen schnellere... Also raschere Genehmigungsverfahren und Verschlankte.

00:34:49: Das heißt, das ist ein irrsinniges Konvolut an Rechtsmaterien.

00:34:53: Man könnte schon sagen klassische Zielkonflikte.

00:34:56: Möchte es so ein bisschen aufskezieren und da ausholen?

00:35:00: Kaum eine Strategie, die nicht sorgt.

00:35:01: Wir brauchen Teiche in der Landschaft und gerade die Waldviertel-Teichwirtschaft ist also ein Paradebeispiel.

00:35:06: das jetzt immer wieder aufstehen, dass genau das braucht man und es soll befördern.

00:35:09: Das

00:35:10: schließt mir ja sehr häufig oder?

00:35:12: Ob es jetzt die Biodiversitätsstrategie ist, ob sie zur nationalen Strategie bei einer Aquakultur ist, wo man wirklich den Fokus auf die Fischproduktion hat... Die Leitlinien, aquaculture.eu alle sind gespickt davon so dass auch zu bauen wir brauchen Fisch.

00:35:26: Auf der anderen Seite bildet sozusagen das Wasserrecht genau das nicht wirklich ab.

00:35:33: Also man hat da sehr lange aufwendige Verfahren, die auch nicht abwägen oder sozusagen in dem Verfahren diese Wertigkeit der Systeme abbilden.

00:35:41: Wir sind aber auch kein Wasserkraftwerk.

00:35:45: Zwischenfrage was verstehst du?

00:35:46: Bilden Nichtwertigkeit der systeme ab?

00:35:49: Was meinst du damit?

00:35:52: Stimmt mir das so ein punktesame System vor dass man sagt die Aquakultur muss man so denken, wie die E-Wirtschaft sozusagen im öffentlichen Interesse.

00:36:00: Wir sind ein kritischer Punkt sozusagen wenn wir will.

00:36:04: ja also man muss auch auf die Versorgung schauen mit Ochsen.

00:36:06: Wir wollen

00:36:07: Fisch haben, wir wollen die Teiche, wir wollten die Biodiversitätsbeitrag der Teichwirtschaft haben und das Kulturelle erhalten.

00:36:14: und dafür braucht es uns wichtig.

00:36:17: Das

00:36:17: braucht man im Verfahren abgebildet und das ist jetzt nicht wirklich der Fall.

00:36:21: Da wird rein auf die Fließgewässerökologie geschaut, ohne den Mehrwert der Ökologie des Teichsystems in Betracht zu ziehen.

00:36:30: Jetzt bauen wir oft Kraftwerke, weil wir sagen übergeordnete Ziele, öffentliches Interesse, wir brauchen Strom, ein legitimes Ziel ebenso brauchen wir Fisch.

00:36:40: Der Unterschied sind e-Kraftwerke an Fließgewässer zum Beispiel so.

00:36:43: Wir kennen jetzt nicht einfach den Zulauf irgendwo dran, absichtlich zb in der Verröhneproduktion sondern wir müssen ja den Fischbestand hier weiter versorgen.

00:36:54: also das ist... Ja in den Verfahren noch nicht so ganz drinnen.

00:36:58: Da gibt es auch eine Umdenken und einen Evaluieren der Wasserräumenrichtlinie, ob man da jetzt sozusagen auch dem ein bisschen mehr Raum geben sollte.

00:37:06: Sind wir hier auf österreichischer Ebene?

00:37:08: Auf Bundesland Ebene oder auf europäischer Ebène, wo die großen Hürden sind?

00:37:13: Überall würde ich sagen.

00:37:15: Also die Wasserrahmenrichtlinie ist natürlich in der EU-Gesetzgebung verankert, am Ende des Tages haben wir ein bundesweites Wasserechtsgesetz, das sozusagen dann wieder versucht diese Thematiken wieder abzubilden in den Verfahren und praktiziert wird es über die Länder bei dem BHs.

00:37:33: So gibt's natürlich auch regulare Auffassungsunterschiede.

00:37:37: Die Hochwasserthematik spielt hinein, was meine ich noch mit Zielkonflikten?

00:37:42: Wir haben auf der einen Seite so zu sagen, wenn wir denken Hochwassungssicherheit muss gegeben sein.

00:37:47: Auf der anderen Seite auch die Naturschutzthemen wie wertig der Teich ist und gleichzeitig kann er aber kein Teich errichten weil mitunter irgendeine Art gefährdet ist auf einem möglichen Nass-Standort, ohne zu berücksichtigen dass sich daraus wiederum andere Standorte ergeben.

00:38:02: Also da sind wir heute sehr in den sogenannten Fachrechtsmaterien verankert und da kann man durchaus noch positiv das Weiterentwickeln.

00:38:12: Und gibt es Begleitung von eurer Seite?

00:38:15: Du hast ja einen sehr guten Überblick oder dein Team.

00:38:19: Da muss man die Bauern... Und bei Ihnen, bitte bei der Hand.

00:38:22: nehmen wir vielleicht sogar da Höfen in diesen Verfahren oder?

00:38:25: Genau das sind komplexe Verfahren die auch langwierig sein und kostspielig.

00:38:29: Ich brauche dann auch ein Planungsbüro mit technischen Zeichnungen und dergleichen.

00:38:32: Da versuchen wir auch in der Beratung bestmöglich zu unterstützen.

00:38:36: Man muss aber ehrlich sein das Potenzial großflächig Neudeiche anzulegen ist jetzt sehr beschränkt.

00:38:43: Da geht es eher darum, das System, dass wir da haben gut in die Zukunft zu führen.

00:38:48: Jeder Teich ist wichtig und ein sehr resilientes System.

00:38:51: Das hat man auch gesehen beim Hochwasser.

00:38:54: Ganz niederösterreich war Katastrophengebitten, muss man sich vorstellen.

00:38:57: Und diese Teiche haben eine gewisse Bufferwirkung.

00:39:02: Dort, wo kritische Stellen waren, hat man schon vorab Wasser abgelassen.

00:39:05: So ein bisschen wie beim Otensteiner Stausee.

00:39:06: nur im Kleinen konnte da sozusagen den Teich etwas runter regulieren und der hat dann auch abgebuffert.

00:39:12: Und man sieht es auch in den Hochwasserwellen, dann in den Fließgewässern, wofür die Teichwirtschaft im Hintergrund ist.

00:39:17: das hat eigentlich ganz gut funktioniert.

00:39:19: also dort war die Hochwasserwelle dann sozusagen nicht zu spitz- und steil abgeflacht.

00:39:25: Wo siehst du die Teigwirtschaft?

00:39:29: In Österreich in Zukunft?

00:39:31: Ich glaube, das ist so der Goldstandard der Fischproduktion.

00:39:35: Der Kapfen mit dem wir ökologisch eingeniescht – dieses low-trophic Art neu modern sozusagen in der Trophie eben ist ja unten weil er eben genial auch stärker verwerten kann und das eigentliche Protein und die Fette aus dem Teich-Ekosystem selbst hat, ist ja nicht nur gesund sondern schmeckt gut.

00:39:52: Und trifft ihr den ganzen Zeitgeist nicht?

00:39:54: Ich habe mit dem System die Themen erschlagen sozusagen Biodiversitätsverlust nix wertvoller als eine Teichlandschaft mit den Verlandungszonen.

00:40:02: Ihr habt das Thema Klimawandelanpassung.

00:40:04: also Wasserflächen mit der Vertunstungsleistung sind kühlend bzw klimaregulierend.

00:40:10: Aus der

00:40:11: Rückhaltung hast du angesprochen.

00:40:12: Aus der Rückhaltung, ja?

00:40:14: Also da sind so viele Zukunftsdämungen...

00:40:16: Ernährung!

00:40:16: Ernährungsgesundenernehrung, Fisch... Kultur

00:40:20: oder...?

00:40:20: Man könnte hier... Also

00:40:22: die fünf Punkte, die wir gesagt haben, Lebensmittelbiodiversität, Tradition, Geschichte... Ganz

00:40:28: genau.

00:40:29: Ja.

00:40:30: Deshalb schaut ihr die FVO wo sind diese Systeme, die das alles abbilden und versuchen sozusagen zu zeigen vor den Vorhang zu holen.

00:40:36: Okay.

00:40:39: Positiv für Zukunft, wir sind auch jetzt mit anderen Teilregionen Mitteleuropas.

00:40:43: Wir haben einige Polen, Tscheche in Deutschland, da gibt es über euch flächige Kapfenteiche.

00:40:47: Ungarn bei unseren Nachbarn.

00:40:48: ja Ja, wir sind jetzt das erste dieser Art und wo sie uns schon beneiden ist eben dass wir vom Karpfenpreis her sozusagen also von der Vermarktung gut unterwegs sein.

00:40:59: Die Deichwirtschaft war so zu sagen immer ein bisschen zwischen den Stühlen nicht?

00:41:03: Auf der einen Seite hoch gelobt auf der anderen Seite Museumsbetrieb sozusagen.

00:41:07: und wir wollen aber keinen Museums Betrieb, wir wollen ein fittes System für die Zukunft Und ich glaube dass die Konsumenten da auch mittlerweile das erkannt haben und die Nachfrage sich wirklich gewandelt hat und es in eine gute Richtung geht.

00:41:20: Dafür sage ich danke.

00:41:22: Danke für Podcasts, auch das Thema Himmelszeiche hat

00:41:25: mir sehr gut

00:41:26: gefallen!

00:41:27: Ich wünsche euch alles Gute bei der Entwicklung und danke dass ihr echt es umklingt habt diesen Antrag zu erarbeiten und eigentlich damit etwas zu schaffen des bleibenden Wertes.

00:41:39: Alles Gute weiterhin für eure Arbeit und für dein Team.

00:41:43: Sehr vielen Dank von meiner Seite, wenn man ein Volks fest

00:41:47: ist.

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