Klimawandel und Weinbau – Wie verändert sich Europas Weinlandschaft? | Ferdinand Regner #198

Shownotes

Der Klimawandel verändert den Weinbau bereits heute spürbar. Reben treiben früher aus, Hitzeperioden nehmen zu und neue Krankheiten breiten sich aus. Gleichzeitig zeigt eine aktuelle internationale Studie, dass sich die klimatisch geeigneten Weinbaugebiete Europas langfristig verschieben könnten. Doch bedeutet das tatsächlich, dass der Weinbau einfach nach Norden wandert?

Im österreichischen Podcast für Landwirtschaft, Forschung und Beratung spricht Priv.-Doz. Dr. Andreas Steinwidder mit DI Dr. Ferdinand Regner, Institutsleiter für Weinbau an der HBLA und dem Bundesamt Klosterneuburg, über die Auswirkungen des Klimawandels auf den Weinbau in Europa und Österreich. Gemeinsam ordnen sie die Ergebnisse der aktuellen Studie ein und diskutieren, welche Herausforderungen und Chancen auf Winzerinnen und Winzer zukommen.

Im Mittelpunkt stehen unter anderem:

Auswirkungen des Klimawandels auf den österreichischen Weinbau
neue Krankheiten und Schaderreger
Rebsorten der Zukunft
Anpassungsstrategien für Betriebe
aktuelle Forschung und Beratung
veränderte Konsumentenwünsche und Weinstile

Ein spannender Podcast für Winzerinnen und Winzer, Beratung, Forschung und alle Weininteressierten.

HBLA und Bundesamt für Wein- und Obstbau Klosterneuburg

https://www.weinbauschule.at/

Weinbau und Klimawandel | Reinhard Holler, Karl Menhart #31

https://raumberg-gumpenstein.at/forschung/infothek/agrar-science-wissen-kompakt/klimawandel-anpassungsstrategien/31-weinbau-und-klimawandel-podcast.html

Transkript anzeigen

00:00:07: Eine neue internationale Studie sorgt derzeit im europäischen Weinbau für Aufmerksamkeit.

00:00:13: Sie kommt zum Schluss, dass der Klimawandel die Weinbaulandschaft Europas grundlegend verändern wird.

00:00:19: Manche Regionen könnten künftig zuwaben werden – andere gewinnen an Potenzial.

00:00:26: Gleichzeitig steckt vielerorts der Krankheitsdruck deutlich an!

00:00:30: Doch was bedeutet das für Österreich?

00:00:33: Wie gut sind unsere Winzerinnen und Winzer vorbereitet?

00:00:37: Und welche Rolle spielen Forschung und Züchtungen

00:00:39: dabei?".

00:00:41: Mein Name ist Andreas Stein wieder.

00:00:43: Wir sprechen heute im österreichischen Podcast für Landwirtschaft, Forschung & Praxis genau über diese Fragen.

00:00:49: Dazu darf ich meinen Kollegen Diplom-Ingenieur Dr.

00:00:52: Ferdinand Regner vom Institut für Weinbau der HBLA und des Bundesamtes Krooster Neuburg herzlich bei mir begrüßen!

00:01:00: Lieber Ferdinand, vielen Dank, dass du uns heute die so eben beschriebenen Fragen beantwortest.

00:01:05: Herzlich willkommen im Podcast der Grasheins Wissenkompakt!

00:01:09: Schönen guten Tag!

00:01:13: Wir schreiben das Jahr zwanzig sechsundzwanzig.

00:01:15: Wir haben eine Teureperiode hoffentlich hinter uns.

00:01:19: Es ist jetzt Herbst.

00:01:22: Wie würdest du den Zustand des österreichischen Weinbaus derzeit beschreiben?

00:01:27: Also generell bin ich ein optimistischer Mensch, muss ja zusagen.

00:01:30: Und der Weinbaut ist immer in Jahrgängen gelebt und das ist sicher eine Herausforderung an den Jahrgang, aber ich denke es werden wieder einfache Jahre kommen.

00:01:45: Du hast gesagt du hast schon vieles erlebt.

00:01:47: seit wann spürst du persönlich dass wir mit dem Klimawandel zu tun haben, dass wir uns darauf einstellen müssen.

00:01:55: Dass wir darauf reagieren müssen?

00:01:57: Ist es seit Beginn deiner Forschungskarriere oder ist das in den letzten zehn Jahren aufgebockt?

00:02:02: Ich würde sagen mitten drinnen.

00:02:04: Wir haben einen Jahrgang erlebt wie im Jahr two-thausend, zwei-tausend drei und die waren schon so viel anders als die anderen Jahrgänge.

00:02:11: Da gibt es sozusagen eine Dendenz in diese Richtung.

00:02:20: schon sehr dramatisch verstärkt dieses Bild.

00:02:23: Wie kommt das bei den Winzerinnen und Winzern an?

00:02:26: Was erleben die aktuell?

00:02:29: oder wie spüren sie den Klimawandel selber am Hof, an ihren Rebstöcken im Keller?

00:02:36: Also für das Weingartenbearbeiten ist es eine Riesenherausforderung vor allem in den jungen Lagen.

00:02:42: um die Stöcke hochzuziehen muss man jetzt unbedingt bewässern.

00:02:46: Das heißt früher war das sozusagen eine Fleißaufgabe, die Tüchtigen haben es gemacht und wenn man jetzt jungen Lagen nicht bewässert sterben sie

00:02:53: ab.".

00:02:54: Du meinst damit dass ich fasenweise hinfuhr oder ich ziehe die Bewässerung schon vom Anfang?

00:03:00: Ich plane Sie mit der Tröpfchenbewässerungsfix oder wie meinst du

00:03:04: das?".

00:03:04: Ja egal wie es durchgeführt wird, es gibt alle Varianten von eben mit dem Fass hinfahren und den Schlauch gießen bis fix installierte Tröpfchenbeinigung.

00:03:14: Aber gerade der Weinbau war ja eigentlich immer auf den Orten angesiedelt, wo ohnehin klar war, dass man höhere Durchstrecke aushalten muss und das hat sich dramatisch verändert.

00:03:30: Macht es auch etwas mit der Reife der Weintrauben?

00:03:36: Man hat ja heuer auch gelesen, wir werden früher mit dem Lesen beginnen müssen oder es werden.

00:03:41: in manchen Regionen wird schon begonnen.

00:03:44: Kannst du uns das erklären?

00:03:46: Ja also phäneologisch gibt's einfach eine Verfrühung und so wie z.A.

00:03:53: sind wir heuer sehr früh dran.

00:03:55: Also achtzehn war noch ein bisschen stärker betroffen aber sechsundzwanzig die Ernte sind vollengangen.

00:04:02: Warum müssen wir früher ernten?

00:04:04: Steigt nicht die Qualität an, wenn es länger warm ist.

00:04:09: Ja, das ist alles immer auch zweischneidig.

00:04:13: Das heißt natürlich kann ich höhere Zuckergadationen erreichen, wenn's wärmer ist aber die Sensorik ist ja nicht nur vom Zucker und Alkohol abgehängt sondern sehr viel schichtig und da verliern wir halt doch einiges.

00:04:27: vor allem unsere fruchtbedrohten Weißweine leiden unter der klimatischen Situation schon erheblich.

00:04:33: Wie schaut's über den Rotweinen aus?

00:04:35: Sind die stabiler in diesem Bereich, man hört ja auch aus Frankreich das ist teilweise auch dort es sehr heiß geworden dass da die Qualitätsproduktion leidet.

00:04:45: Ist das rote stabiler?

00:04:47: Der Rote verträgt mehr ist keine Frage auch wenn Finolbildung sozusagen angeregt ist durch die Wärme und Hitzen vielleicht auch Stahlung Und man kann das mit roten leichter kaschieren, aber es gibt natürlich dann irgendwann physiologische Grenzen.

00:05:02: Man muss auch für den Roten zufiliert.

00:05:07: Was macht das mit dem Ertrag wenn ich früher ernten muss?

00:05:10: Oder ist sogar Vorteil dass ich jetzt früher ernteten kann?

00:05:13: Kannst du uns das erklären?

00:05:14: Man könnte sagen okay, ernte halt früher.

00:05:17: gehts auf Kosten von irgendetwas?

00:05:20: Ja ist keine Frage!

00:05:22: Aber der Trag ist sicher nicht das Master-Dinge Der wird aber sicher auch nicht steigern lassen mit Trockenheit und Hitze.

00:05:30: Das ist keine Frage, auch im bewässerten Anlagen ist es trotzdem ein Thema.

00:05:35: Es ist die Qualität, die leidet oder?

00:05:37: Die Qualität

00:05:38: ist letztendlich beeinträchtigt durch diese Hitze an Trockenheid.

00:05:43: Wenn ich jetzt bei sehr heißen Temperaturen auch lesen muss hast du das dann in der Kilterei In der Verarbeitung der Trauben?

00:05:52: muss ich auf höhere Geschwindigkeit setzen oder muss es kühlen, bevor es pressen?

00:05:56: Oder gibt's da Effekte?

00:05:59: Sehr viele Betriebe haben mittlerweile auch Kühlanlagen etabliert.

00:06:03: Das war nie ganz falsch aber früher war das nicht unbedingt notwendig.

00:06:06: jetzt ist es zum Teil notwendig um eben zum Beispiel fruchtbetonte Weißweine zu machen.

00:06:11: Okay!

00:06:12: Jetzt gehen wir ein bisschen auf die Studie die jetzt erschienen ist kürzlich wo man sich die Weinbausituationen Europa angeschaut hat und modelliert hat.

00:06:21: Und was könnte zukünftig passieren?

00:06:23: Es ist natürlich ein Blick in die Zukunft, das ist immer ... Die Zukunft ist eben noch nicht vorhanden aber sie ist relativ eindeutig.

00:06:32: Sie sagt dem aus dass ich einiges verschieben könnte oder das Potenzial da ist, dass sich vieles verschiebt im Krankheitsbereich aber auch in den Anbauregionen beispielsweise bei den Sorten usw.

00:06:43: Was liest du aus dieser Studie so grundsätzlich heraus?

00:06:47: deckt sich das auch?

00:06:49: Oder inwiefern wirkt es auch auf Österreich?

00:06:51: oder was können wir da aus ableiten.

00:06:54: Also ich denke, dass das Szenario spielt sich in Österreich auch schon ab.

00:06:58: Das heißt, wir haben ja jetzt auch Weinbau in Kärnten und Weinbau im Nordtyrum Salzburg-Vorlberg, der eher wächst.

00:07:05: Wir haben aber Weinbau an Niederösterreicher Punktantat zurückgegeben.

00:07:09: Einerseits sind die Verkaufsargumente da der Regionalität ist keine Frage andererseits spinnt der Klimawandel schon noch eine gewisse Rolle Und ich denke, wir haben in Österreich immer noch die günstige Situation, dass wir in allen diesen etablierten Weinbargebieten mit einem Bisschen Modifikationen ganz gut Weinbordotieren können.

00:07:28: Aber es wird herausfordern und es wird schwieriger werden.

00:07:33: Du hast das Regionale ein bisschen angesprochen.

00:07:35: also du meinst... Der Weinbau in Vorarlberg oder in Kärnten kommt deswegen, einerseits wenn man regional dann sozusagen ein hochpreisiges Produkt entwickeln kann und zweitens weil das Klima jetzt zulässt.

00:07:46: Weil es klimatisch jetzt möglich ist ja.

00:07:48: Ich muss

00:07:48: dazu sagen wir haben jetzt auch in Rampenkumpenstein bei uns an der Versuchstation einen kleinen Weingarten und auch der hat sehr gut geschmeckt im vorigen Jahr und voriges Jahr war nettes über drüber.

00:08:00: also

00:08:00: so ist er.

00:08:03: Also es verschiebt sich auch in Österreich und was tut sich in Europa?

00:08:07: Also generell ist ja ein Wein-Baufläche bewirtschaftet.

00:08:11: Das heißt man kann nicht das Juxtandollereien, Weingartenpflanzen so tun als ob es die Gesetze nicht gäbe.

00:08:17: Das heisst jedes Land hat einen Kontingent an Weinflächen zur Verfügung und das darf natürlich in dem Fall einem Prozent ausweiten pro Jahr.

00:08:28: Konzession, die vor ein paar Jahren eingeführt wurde.

00:08:31: Aber man kann nichts beliebiger

00:08:32: auspflanzen.".

00:08:33: Das heißt

00:08:33: da jetzt wenn ich der Betrieb in Salzburg bin und eine sehr gute Lage hätte und sage, ich möchte das jetzt angehen dann muss ich mich vorher mehr kundigen?

00:08:41: Ich kann nicht einfach zwei Hektarbeinreden setzen oder?

00:08:46: So ist es!

00:08:46: Man muss ja...das ist ein Verwaltungsakt geworden.

00:08:49: D.h.,

00:08:50: man muss diese Pflanzung beantragen sie wird dann bewilligt und per Bescheid kann man dann sozusagen diese Pflanze durchführen.

00:08:58: Das Ziel hinter dem ist, dass sozusagen der Weinbau nicht explodiert und den Markt zusammen zu hauen.

00:09:03: Kann man das so sagen?

00:09:04: Das

00:09:04: ist eine der Grundprämie.

00:09:06: Und da ist

00:09:07: es auch, dass man nachweisen muss, Weinbaubetreiben zu können oder?

00:09:14: Das wird jetzt gar nicht gesetzlich definiert, dass die Ausbildung haben muss.

00:09:19: aber spätestens dann wenn wir mit den Tauben in den Keller gehen wird es wohl ein Problem werden, wenn man keine Ausbildung hat.

00:09:25: Ja genau!

00:09:26: Und das kann man bei euch.

00:09:30: Wir bilden Leute aus, damit sie produzieren und Wein herstellen.

00:09:37: Aber es zeigt sich in der Studie schon wird gesagt ... Der Weinbau wandert in die Höhe etwas.

00:09:43: Er wandert im Norden.

00:09:45: Das Potenzial wäre da von den klimatischen Rahmenbedingungen.

00:09:49: Die gesetzlichen werden wahrscheinlich vielleicht auch einmal folgen.

00:09:52: Wenn's woanders weniger wird, jetzt woanders wieder mehr werden, sofern der Konsum da ist.

00:09:58: Und auch bei dem Krankheitsbereich soll sich etwas verändern.

00:10:01: Wie beurteilst du diese Situation?

00:10:04: Vielleicht nenne ich am besten meine nördlichste Versuchsplanzung, das ist in Südschweden.

00:10:09: Dort gibt es ein Weingut, dass unseren Donnerisling kultiviert also eine Sorte die eben bildwiderstandsfähig ist, die dort eigentlich ganz gut realisiert ist sozusagen die Grundware für den schwedischen Lokalsekt

00:10:26: Und funktioniert, weil sich das Wett des Klima verändert hat und auch weil die Zucht sozusagen sich angepasst hat.

00:10:32: Du hast was vom Pilzresistenz gesprochen.

00:10:35: Und gerade in der Studie steht ja teilweise auch drinnen, dass milde Ichter- und falsche Meldtau ein Thema werden.

00:10:41: mehr vielleicht in diesen Regionen.

00:10:44: Da kann die Zuch natürlich auch reagieren oder?

00:10:46: Einerseits natürlich von der Pflanze her... Züchtung, dass sie blitzwiderstandsfähig ist.

00:10:53: Andererseits gibt es in Schweden zum Beispiel keine Zulassungen vom Pflanzenschutzmittel für Weinbau.

00:10:58: Also diesen neuen Ländern ist das natürlich auch eine Riesenhürde weil man dann nicht rechnen kann, dass man die Standardreportate in Frankreich Italien oder Österreich etabliert ist und wirklich anwenden kann.

00:11:11: Aber

00:11:12: wie geht's damit um in diesen Versuchen?

00:11:15: Das funktioniert ganz gut.

00:11:16: Man kann mit Pflanzenstärkungsmitteln ein bisschen arbeiten und aufgrund einer eingegreizten Resistenz funktioniert das nicht schlecht.

00:11:24: Okay, das heißt ihr seid so in der Zucht auch vorne mit dabei und begleitet sozusagen die Betriebe in diesen Regionen?

00:11:31: Und das kann man ja auch für Österreich jetzt ableiten.

00:11:34: Das können wir ja auch nutzen oder?

00:11:36: Also generell wir verschließen uns niemanden, der unsere Sorten ausprobieren möchte.

00:11:40: D.h.,

00:11:40: wir haben in verschiedensten Bundesländern in Österreich Ich glaube, da sind es mittlerweile eineinhalb Versuchsflächen.

00:11:48: Das ist enorm!

00:11:49: Das ist fast mehr als wir eigentlich personell schaffen dann unter Kontrolle zu halten.

00:11:55: und das geht im Endeffekt um diese zwei Ansatzpunkte einerseits gesünderte Rewe andererseits passt die Situation vor Ort, passt die Lage, passt das Klima dort?

00:12:09: Diese Fragen muss man sich natürlich in Österreich auch stellen

00:12:12: oder?!

00:12:12: Das ist eine Frage, die kann man sich nicht ersparen.

00:12:15: Jetzt schaut ein bisschen auf die traditionellen Weinbauregionen in Österreich vielleicht.

00:12:20: Wenn ich jetzt an die Wachau denke... Ich war kürzlich gerade mit dem Fahrrad unterwegs und habe natürlich auch diese Trockenheitsherausforderungen gesehen.

00:12:30: Was bedeutet das für die Winzerinnen und Winzer in der Wachause speziell?

00:12:34: In welche Richtung orientieren sie sich um?

00:12:37: In welche Richtung kann es aus deiner Sicht gehen, muss es gehen?

00:12:41: Wird das in fünfzig Jahren vielleicht keinen Weinbaumer geben?

00:12:44: Kannst du auch darauf eine Antwort geben.

00:12:47: Also ich denke dort wo Wein gut etabliert ist wird man alle Mittel und Maßnahmen ausschöpfen um den Weinbau zu erhalten dort Und Gott überhaut ihr sehr positiv geprägt ist.

00:13:00: von dieser Weinkulturlandschaft wird sich erschaffen habe ich keine Sorge.

00:13:07: Es gibt halt so viele Möglichkeiten, die Pflanze zu beeinflussen beginnt bei der Bewässerung, hat bei der Schattierung auf und man kann wirklich sehr viel gestalten.

00:13:19: natürlich wird die Frage sein ob überall ein Könner Bettina angebracht ist, ob man nicht vielleicht dann doch in der einen oder anderen Lage etwas anders pflanzen muss?

00:13:29: herkömmlichen Unterlagen infrage stellen.

00:13:31: Da gibt es auch einiges, was sich entwickelt hat.

00:13:33: Kannst du das erklären?

00:13:35: Erstens Grünewettliner.

00:13:36: Warum?

00:13:37: Weil der Grünwettliner an seiner Spritzigkeit verliert oder seinen typischen Geschmack bei zu heißen Temperaturen ist.

00:13:44: Ist da Grund?

00:13:45: Ja

00:13:45: also der Grüne Wettliner verändert sich stärker als andere Sorten aufgrund des Klimawandels.

00:13:50: Das haben wir gesehen.

00:13:51: er wird einfach breiter plumper verliert diese Pfeffaromatik, die sonst ja eigentlich sehr wertgeschätzt ist und damit wird ein bisschen untypischer.

00:14:02: Aber es gibt durchwegs Reserven.

00:14:04: das heißt sie sind sehr gehaltvolle Gönne mit Lina, die auch von Konsumenten angenommen werden.

00:14:10: also nicht so dass man nur die Frischfruchtigen hier bevorzugt aber der Markt wird sicher kleiner werden.

00:14:16: Und es werden andere Sorten kommen?

00:14:19: Also andere Sorten sind ständig natürlich in Beobachtung von der Winzerschaft Und wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihre Klientel an anderen Sorten zuspricht, dann werden sie die Pflanzen und wären sozusagen das Langsam einfließen lassen.

00:14:33: Das ist eine Frage der Zeit.

00:14:34: Bei einem Bakel da ist es etwas langsamer muss man schon sagen aber im Endeffekt wird's das dann am Markt geben.

00:14:41: Was ich beobachte in den letzten zwanzig Jahren, es wird einfach immer alles diverser.

00:14:45: Das heißt von der Sortenauffassung von der Wein-Stilistik her, von dem was die Kunden wollen also es wird immer heterogener.

00:14:54: Okay, ist das ein Nachteil?

00:14:55: Ein Vorteil?

00:14:56: Es ist ein Vorteil für die, die herausfinden wo ihre Kunden sind und die den Markt bedienen können.

00:15:03: Es ist eine Nachteile für sie, die glaube ich um zero.

00:15:04: acht fünfzehn läuft immer so weiter.

00:15:08: Also vorne mit dabei sein ist auch da wichtig.

00:15:10: Heißt

00:15:10: beweglich sein flexibel sein?

00:15:13: Du hast die Unterlagen angesprochen.

00:15:16: Wie kann ich das verstehen?

00:15:18: Braucht es andere Unterlagen... Wasser besser erreichen können durch das Wurzelsystem oder wie meinst du das?

00:15:25: Also ein wesentlicher Punkt ist sicher die Aufnahme vom Wasser und Nährstoff durch die Unterlage.

00:15:30: Und da gibt es Unterschiede, die wir früher schon wahrgenommen haben aber nicht so...

00:15:36: Radar geguckt haben!

00:15:38: Nicht so strikt am Radar hatten und da muss man natürlich schon sagen dass in Zukunft die Wasserverfügbarkeit Das ist ein wichtiges oder das Wichtigste, der ihm sein wird.

00:15:51: Zwischenfrage, Exkurs zur Forschung – was bedeutet das für deine Forschungsarbeit?

00:15:57: Unterlagen zu testen macht man bewusst Trockenstress und schaut wie er heute es am besten aus.

00:16:02: Wie misst man das?

00:16:04: Ja, Trocken-Stress brauchen wir gar nicht.

00:16:06: künstlicher Zeugen mittlerweile haben wir fast jeden Jahr in verschiedenen Dimensionen.

00:16:12: Man wählt einfach Lagen oder Böden aus die von Natur also wenig Wasserspeicherfähigkeit haben, plant dort sozusagen eine Versuchsanlage hin mit Kandidaten wo man das Gefühl hat, sie könnten das dort gut meistern.

00:16:24: Mit den üblichen

00:16:26: und vertechtigen

00:16:27: und vergleichen das einfach.

00:16:30: Gehen wir weiter in das Burngland?

00:16:34: Wie schaut es dort aus?

00:16:35: wie beurteilt sich dort die Situation?

00:16:36: da haben wir mehr Rotweine jetzt schon.

00:16:40: Ja, ich glaube da müssen wir unterscheiden zwischen dem was im Moment der Markt nachfragt und zwischen dem, was die Leute produzieren können.

00:16:48: Und das Klima für die Zukunft, das müssen auch mitdenken sozusagen.

00:16:53: Also

00:16:54: Rotwein geht in Burgenland dadllos zu produzieren.

00:16:57: im Moment und ich denke auch in den nächsten zwanzig Jahren wird es da nicht so ein großes Problem geben.

00:17:02: aber und das ist die Frage wenn ich jetzt den österreichischen Verbrauch ansehe haben sich da schon ein bisschen verändert, dann muss man halt auch berücksichtigen dass Rotwein nicht immer und jederzeit verkaufbar ist.

00:17:18: Das heißt ein guter Teil der Betriebssäge in den Anlagen dann auf Weißweinen umzustellen ist sicherlich ganz falsch.

00:17:28: Kannst du uns erklären?

00:17:30: Du hast gesagt der Konsument hat sich verändert.

00:17:32: erst haben wir gesagt es wird vielfältiger.

00:17:36: Was sind die großen Trends beim Konsumenten im Weinbereich?

00:17:40: Will er den alkoholfreien Wein haben, will er den Spritzigerin haben?

00:17:44: geht es eher von Rot auf Weiß.

00:17:46: Was sind so die Trends da?

00:17:48: Also den Konsument gibt's leider nicht mehr.

00:17:50: das hätten gern die Leute.

00:17:51: Es gibt sehr viel verschiedene Strömungen und Zwei Rezonen.

00:17:55: ist auch eine Strömung Alkohol reduziert oder alkoholfrei Produkte zu haben Was natürlich eine Herausforderung ist, es gibt kaum Betriebe.

00:18:04: Ich glaube ein Einziger hat jetzt große Anlage sich angeschafft um in alkoholfreien Wein zu machen was energetisch.

00:18:13: ein Wahnsinnist muss ich schon dazu sagen.

00:18:14: das ist vernünftig aber wahrscheinlich wenn man an Traubens aufgespritzt trinkt oder was auch immer.

00:18:20: Aber es läuft also die Richtung bewegt sich einiges und größere Betrieber springen da auf und bieten schon so Produkte an.

00:18:28: Wie groß im Endeffekt dann die Klientel sein wird, das kann keiner seriös abschätzen.

00:18:33: aber es ist ein wachsender Markt keine Frage.

00:18:36: andererseits gibt's nach wie vor diesen Naturrichtungen mit organischen Beinen kellertechnisch behandelt worden sind.

00:18:51: Nicht

00:18:51: geschwefelfrei?

00:18:52: Genau,

00:18:53: ja.

00:18:53: Schwefelfreie Weine oder Orange Vines wie immer sie genannt werden und auch das ist ein ja am Anfang vielleicht größer eingeschätzter Markt aber es nach wie vor vorhanden und gerade in der Gastronomie gar nicht so unterrepräsentiert.

00:19:09: man gibt scheinbar genug Leute die das auch mögen.

00:19:14: ich denke manchmal ja sechstausend Jahre Entwicklung sollten auch nicht spurlos am Bein verübergegangen sein, aber wie gesagt Geschmäckern auf einmal sind bekanntlich verschieden.

00:19:25: Wie geht es dir mit... also was macht man technologisch wenn man den Alkohol entzieht?

00:19:29: Wievon kann man sich das vorstellen?

00:19:30: wird der Wein erhitzt oder wird das abgetragen?

00:19:32: Es gibt verschiedene Verfahren dazu.

00:19:34: im Detail will ich nicht darauf eingehen.

00:19:36: Die einen arbeiten eben mit Thermischbehandlungen die anderen mit Membranen und Möglich ist es technisch, keine Frage.

00:19:46: Wir kennen das aber auch aus der Bierbrauerei und so weiter Und ich denke dass das nicht der sinnhafteste Ansatz bei Wein.

00:19:56: Aber es ist ein Markt zu fahren.

00:19:59: Die Schmackstoffe bleiben drinnen, Alkohol getraut, kann man das so sagen?

00:20:03: Bleibt der Wein... Ehrlicherweise schmeckt mir ein alkoholfreuer Wein derzeit noch nicht.

00:20:11: Ja da stimme ich zu Weil natürlich geht einiges verloren.

00:20:14: Alkohol ist ja auch ein Lösungsmittel für sehr viele Substanzen, das heißt man verliert da schon einiges an der Aromatik.

00:20:21: Man muss zumindestens auch den Alkohl irgendwie ersetzen.

00:20:24: in vielen Fällen basiert es dann mit Zuckerweiß und sonst ist das Ganze gar nicht trinkbar.

00:20:28: oder auch mit Kohlensäue kann man nachhelfen.

00:20:32: aber ja... Es ist schon ein Industrieproduktant.

00:20:37: Mit Natur kann man doch nicht mehr kommentieren.

00:20:42: In diesem Zusammenhang hat Gott gesagt, es gäbe Alternativen.

00:20:45: Wo war die Alternative?

00:20:46: Um nicht in Alkohol rauszuholen, was wäre eine Alternative, leichtere Weine zu produzieren oder andere Sorten zu nehmen?

00:20:57: Wenn's um den Alkohl geht ist ein anderer Sortenansatz gar nicht wirklich zielführende.

00:21:02: Es geht letztendlich darum dass man nicht so hochreife Produkte vergeht die dann einen frischfruchtigen Eindruck beim Konsumenten hinterlassen.

00:21:12: Und das kann man eigentlich ja mit reife Verzögerung machen, man kann es natürlich auch mit Ertrag und Laubmasse

00:21:20: usw.,

00:21:20: sondern man kann da steuern.

00:21:21: im Maingarten ist keine Frage.

00:21:23: Du musst mal

00:21:24: wieder erklären über Laubmasse kann ich was machen?

00:21:27: Kann ich ihn eher verzögern zu viel laugten als

00:21:29: ich verzögere?

00:21:30: Genau, die Zuckerakkumulation sozusagen limitieren.

00:21:33: umso weniger Laubfläche habe umso hergeringer wird der Alkoholgehalt sein.

00:21:40: Umso weniger ich habe, okay?

00:21:43: Das

00:21:43: heißt das Blattfruchtverhältnis ist letztendlich der entscheidende Faktor für die Reife und natürlich auch für die Qualität.

00:21:50: Und in dem Bereich siehst du eher mehr Potenzial jetzt einmal einzureiten?

00:21:54: Da sehe

00:21:54: ich ein großer Potenzials, dass man hier noch praktisch an dem Zuganreifungsvermögen arbeiten kann.

00:22:05: Gut.

00:22:06: Burngland gibt es noch etwas, was du dazusagen möchtest?

00:22:09: Also du hast vorher gesagt, dass Rotweinproduktion durchaus weiterhin große Bedeutung davon

00:22:17: wird.

00:22:17: Was im Moment nicht mehr auf Burgenland beschränkt ist, aber das in Burgen schon sehr Probleme bereitet, ist die Goldgelbe Vergilbung Flabessonstauré.

00:22:27: Das ist eine Krankheit, die durch Zikaden übertragen wird und die wir eigentlich der Steinmark auch schon hatten, schon länger auch.

00:22:35: Aber ich glaube in der Steinmarke ist es besser geglückt sozusagen den Überträger, der mechanisch schrieb sich gerade unter Kontrolle zu halten als im Burgenland.

00:22:43: Und da dürfte sie jetzt sozusagen auch von mehr zur Ausbrüche gekommen sein.

00:22:47: Es hängt ja dem Endeffekt immer davon ab wie solidarisch die Branche ist und wirklich gemeinsam versucht einen Feind praktisch zu bekämpfen.

00:22:58: Das heißt im Prinzip muss man sich erroten oder?

00:23:01: In der letzten Konsequenz, wer ist die Rodung?

00:23:05: Aber um die Rodungen zu vermeiden, was ja im Endeffekt doch ein großer Schaden darstellt.

00:23:11: Wer es ihm notwendig, dass man solidarisch ist und gemeinsam sozusagen hier in einem Strang zieht... Ein Punkt

00:23:16: hast du, in dem Fall solidarischer zu sein, wenn ich einen Stock habe, der befallen ist, das sie den oder wie viel Technik

00:23:21: hast du?

00:23:21: Den Einzelstock ausroden und gleichzeitig die amerikanische Repzika des systematischen Bekämpf.

00:23:28: Das ist ein Fall, das über einen Einsatz von Insektiziden.

00:23:32: Ist sie über den Klimawandel gekommen?

00:23:34: Durch den Klimewandel bevorzugt jetzt auch in unserer Region?

00:23:37: oder ist es passiert weil wir internationalen Handel haben?

00:23:40: Ich denke dass ich schon profitiere vom Klimawandel ob sie verhinderbar gewesen wäre.

00:23:46: Das kann man auch bezweifeln wenn Sie eigentlich in Gebieten vorkommen die gar nicht so sonderlich warm sind.

00:23:52: kommt er aus den Vereinigungen.

00:23:55: Aber

00:23:56: in die Steiermark ist sie über Serbien, Kroatien und Slowenien gekommen.

00:23:59: Das war schon praktisch zur Jahrtausendwende, kann man sagen.

00:24:03: Waren die ersten Fälle da in Slowenium bekannt?

00:24:05: Zwar tausendfiel haben wir uns in Österreich das erste Mal nachgewiesen.

00:24:09: Also ich denke verhinderbar wäre es nicht gewesen.

00:24:11: aber doch die rasante Ausbreitung und vor allem auch ihre Populationstärke und Größe verdankte sich auch dem Klimawandel.

00:24:20: der fruchtige steirische Wein.

00:24:23: wird er leiden in Zukunft?

00:24:25: Naja, er wird komplizierter werden.

00:24:26: Also wenn die Witterung so bleibt oder vielleicht sogar sich verstärkt dann ist es natürlich herausfordernd unter den heißen Temperaturen zu ernten und andererseits ist natürlich die Ausbringung der Aromatik auch nicht ganz ident mit dem was wir gewohnt waren.

00:24:48: Schauen wir jetzt ein bisschen auf die Bäuerinnen und Bauern, auf die Winzerinnen und Winzer.

00:24:54: Was tun sie aktuell schon?

00:24:56: Du hast gesagt, Beschattungen früher ernten... Die Bewässerung gewinnt an Bedeutung.

00:25:02: Wo sind so neue Sorten möglicherweise wenn man jetzt neu anpflanzt?

00:25:07: Was sind das die Hauptpunkte wo jetzt gearbeitet wird?

00:25:10: Ich denke da passiert schon sehr viel.

00:25:12: ja beim einen oder anderen Betrieb ist es sicher auch Bodenmanagement.

00:25:16: Aber was verstehst du darunter?

00:25:18: Naja wie ich mit der Begrünung umgebe, auf dich den Boden aufbreche.

00:25:23: Und da gibt es keine Regel, die sagt okay so musst du's machen sondern im Endeffekt ist das sehr individuell und es gibt natürlich Fördergelder für Begründungen was einerseits gut, andererseits auch das Risiko mit sich bringt dass man dann vielleicht ein bisschen übertreibt.

00:25:46: Und die Begrünung auf Kosten der Rebstöcke, das Wasser auch

00:25:51: da.

00:25:51: Das ist ja eine Herausforderung.

00:25:53: es geht ja um Wassermenagement sozusagen und Begrünung braucht natürlich auch Wasser.

00:25:58: Andererseits kann ich über Begründungen und wir sind ja auch in solchen Projekten beteiligt gewesen wo wir Biodiversitätsstreifen ausgebracht haben in den Fahrgassen zum Beispiel.

00:26:08: Kann ich damit auch positive Effekte natürlich bewirken.

00:26:11: oder auch ein abgedeckter Boden hat ja auch Schattenfunktion Es

00:26:17: relativiert sich alles dann, wenn es für die Rebe zu eng

00:26:20: wird.

00:26:20: Ja also der Begrünungsbereich ist auch so ein Ansatz.

00:26:25: und natürlich die Unterlagen hast du angesprochen da gibt's jetzt schon ausreichende neue andere unterlang sind.

00:26:33: ich denke es gibt auch bei den alten etablierten welche die sicher mit der Trockenheit gut oder besser zurechtkommen wie sie im Moment verwenden.

00:26:43: Wenn man so durch die Lande fährt, sieht man zunehmend Tröpfchenbewässerungen im Weinbau.

00:26:49: Wo kommt dort das Wasser her?

00:26:51: Ist es aus Tiefbrunnen?

00:26:53: Greifen wir da aufs Grundwasser?

00:26:55: Es ist unterschiedlich hier.

00:26:56: Also gibt's verschiedenste Projekte.

00:26:58: Es gibt welche sozusagen, die auf Brunnen zum Beispiel neben der Donau setzen und diese werden natürlich vom Flusswasser gespeist keine Frage.

00:27:07: Es gibt dann welche an der Grenze, die von der Deier zum Beispiel Wasser ableiten.

00:27:11: Von Tschechien eigentlich das Wasser importieren.

00:27:13: Es gibt welche, die wirklich aufs Grundwasser zurückgreifen in ihren Brunnen sehr unterschiedlich sind und es gibt natürlich auch Gebiete wo es gar nicht geht also wo einfach zu wenig Wasser verfügbar ist vor allem in den Trockenphasen.

00:27:26: dann würde der Brunne noch nichts mehr hergeben.

00:27:29: Und Speicherteiche in dem Sinn?

00:27:30: Das gibt's im Weinbau so noch nicht oder?

00:27:33: Gibt's den Weinbau eigentlich noch nicht?

00:27:35: Ich habe nichts am Rad.

00:27:40: Geschmacklich haben wir schon einiges gesprochen zum Wein, also er wird sich ein bisschen verändern oder in Zukunft?

00:27:46: Also

00:27:47: es ist auch schon passiert, wenn ich jetzt die Anfänge meiner beruflichen Laufbahn hernehme und zu heute ... Wir sind einfach kräftiger, voller Übiger geworden, was die Weinstilistik betrifft!

00:27:59: Ist jetzt nicht unbedingt dann ein Schaden, ich denke auch nach den Achtzigerjahren wo wir eigentlich massive Probleme der Reife hatten.

00:28:05: Das heißt bis zur Jahrtausendwende alles eigentlich im Weinbau immer in die Richtung fokussiert, möglichst reif zu werden.

00:28:13: Möglichst viel Zucker zu akkommolieren haben wir in diese Richtung auch sozusagen das Management ausgerichtet.

00:28:19: und jetzt müssen wir ein bisschen wieder zurückdenken sozusagen eher die Gegenrichtung einschlagen.

00:28:26: Das ist gar nicht so schwer würde ich meinen.

00:28:30: Schauen mal auf Eier Arbeit, auf die Forschung.

00:28:34: Wie reagiert man da drauf?

00:28:37: In der Forschung generell gibt es zwar wesentliche Faktoren, das ist eines des Tages aktueller.

00:28:45: Das macht man in Form von Projekten und bei uns gibt es aber in fast allen Abteilungen so etwas wie langfristige Entwicklungen, wo man dann vielleicht ein paar Projekte auch macht zu sein Thema.

00:28:55: Aber das eigentlich immer im Haus bearbeitet worden ist.

00:28:58: Es kommt

00:28:59: mal ein Beispiel für Tagesaktuelles sagen und ein Beispiel dafür langfristig?

00:29:03: Ja,

00:29:03: langfristigt zum Beispiel die Rebenzüchtung.

00:29:05: also wir haben sozusagen ein ständiges Laufen von Züchtungsaktivitäten.

00:29:10: natürlich ist es so dass Selektionskriterien anlegen, die Gott da gesagt ist aktuell sind.

00:29:16: Das heißt wenn ich jetzt sagen wir Fünfzig Kandidaten hätte für Bauch bei Grüner Bettliner Ersatz und dann verschiebt sich die Reife nach vorn und kriegt ein Problem mit der Säure.

00:29:29: Dann wäre ich eine Genotypen bevorzugend, die sehr säurestabil sind, die etwas später reifen als da Gönne Wettliner.

00:29:35: Und wir haben jetzt eben auch eine Sorte herausgebracht, die heißt mit Lohner, das ist was ganz Neues wie das Klassifiziert zum Anbau ist registriert kann sozusagen in Zukunft doch eine Bedeutung

00:29:47: bekommen.".

00:29:51: Weil du vorher angesprochen hast, Weltliner Ersatz, doch reden wir wirklich über andere Sorten.

00:29:55: Wir reden nicht sozusagen über Stämme in altes Könne-Weltlinium

00:29:58: oder?

00:29:58: Das ist sozusagen eine Auskreuzung mit einem Genotyp und hat doch erheblich andere Eigenschaften im Könner-Wettlinium.

00:30:05: Der ideale Zustand ist natürlich der, wenn ich so ein Genotype finde, der möglichst in das Sensorektemkönnen-Wetliner ähnlich kommt.

00:30:12: Aber er muss dann anders heißen!

00:30:14: Er muss anders heißens keine Frage.

00:30:15: Okay... Also Zucht ist langfristig.

00:30:20: Es dauert Zeit, das kenne ich aus der Tierhaltung ja auch bei uns Rindernisers gleiche in einer Rinderzucht.

00:30:27: Was werden so kurzfristige Themen unter Anführungszeichen?

00:30:31: Die Krankheitsthemen sind natürlich schon ... Man möchte im Endeffekt den Winzen auch möglichst ein Werkzeug in die Hand geben, dass sie sehr thermiengenau spritzen können.

00:30:43: Das heißt mit Warenpognosemotellen gibt es ein Projekt, wo man aufgrund von doch noch intensiveren Wetterdaten, Analysen mit KI

00:30:52: z.B.,

00:30:53: vergnüpft die idealen Spritzseipunkte, sozusagen empfehlen kann?

00:31:00: Die biologische Landwirtschaft hat an Bedeutung gewonnen auch im Weinbau.

00:31:04: Was bedeutet das für eure Arbeit und für die Sorten?

00:31:07: Es gibt ja bildresistente PIVI-Sorten.

00:31:12: Was heißt das für euch?

00:31:13: Wir sind in Österreich sozusagen mit fünfundzeins Prozent biologischer Produktion eigentlich in Europa führen, muss man dazu sagen.

00:31:19: Es ist sicher für einige Gebiete herausfordernd und ohne jetzt auch bei der Sortenstruktur was zu ändern, ist es eigentlich nochmal mehr Aufwand.

00:31:29: also diese Betriebe müssen wenn sie nur Gönne-Witlina pflanzen zum Beispiel deutlich mehr Pflanzen schon machen.

00:31:36: Das heißt ...

00:31:37: Stärkungsmittel ausbringen

00:31:38: Genau und so weiter.

00:31:39: ja Du hast gesagt, es ist in manchen Regionen sehr herausfordernd.

00:31:47: Was verstehe ich darunter?

00:31:48: Wo sind die Regionen, wo es schwieriger ist biologisch zu arbeiten?

00:31:52: Ist es dort, wo schon Weinbaus konzentriert ist?

00:31:56: Ich sage ein Beispiel aus Südtirol wenn immer im Bozen des Anstau wie intensiv dort gearbeitet wird und wenn ich da als Biobetrieb in der Mitte drin bei furchtem Klima Das Prinzip könnte man wirklich vorstellen, dass es sehr, sehr schwer ist da den Bio einzumachen.

00:32:10: Meinst du so etwas?

00:32:12: Genau!

00:32:12: Also im Prinzip hat's mit der Niederschlagsintensität und Verteilung zu tun.

00:32:17: Und wir merken sie auch bei den Betrieben, Biobetrieben in der Steinmark wie die in Manchern wirklich kämpfen.

00:32:24: Dass sich die Ernte erhalten und dass sie die Qualität sichern können.

00:32:28: Also das ist schon spezielle Herausforderungen.

00:32:32: Da muss man auch eine Kapazität haben, um den Pflanzenschutz dann in einigen wenigen Stunden vielleicht ausbringen zu können.

00:32:44: Wenn wir jetzt in die Zukunft schauen, wo siehst du die österreichische Weinwirtschaft in fünfzig Jahren?

00:32:50: In dreißig Jahren

00:32:52: möchte ich nicht prognostizieren.

00:32:53: Ich glaube es wäre schon sehr unseriös.

00:32:56: Zumindest auch sagen wir, dass das so eine Generation

00:32:59: ist.

00:33:02: Man sieht im Endeffekt, dass die Großbetriebe heute jetzt der Dimension haben wo sie einerseits wahrscheinlich auch Probleme haben genug Personal zu bekommen aber wo sie auch beginnen mit Robotik zu arbeiten.

00:33:16: Automatisierte Systeme einsetzen das beginnt bei Thronen oder konkreten Bearbeitungsmaschinen.

00:33:24: also es wird halt.

00:33:26: der Unterschied zwischen Großbetrieb und kleinen Familienbetrieb wird stärker werden

00:33:33: mit allen Vorhandnachteilen.

00:33:34: oder siehst du das eher als Nachteil?

00:33:36: Es wird sozusagen unterschiedlich sein.

00:33:38: Das heißt, die Großen sind dann wahrscheinlich auch eher in der Lage, Kommerzvariante anzubieten.

00:33:46: Die Kleinen werden sich individualisieren müssen um ihre Besonderheit auch vorstreichen um am Markt gesehen zu werden.

00:33:53: Ja es gibt ja wenn man die Medien verfolgt hat in den letzten Monaten teilweise auch größere Beine Betriebe, die finanziell sozusagen

00:34:05: Schieflage

00:34:05: bekommen haben.

00:34:08: Wie siehst du das?

00:34:09: Naja der Markt ist unabitterlicher so wie er ist und man kann ihm im Nachhinein sagen okay ja da hat sich halt so entwickelt.

00:34:16: hin in die Zukunft zu prognostizieren ist sehr riskant.

00:34:20: was zweifelsohnig gelingen muss ist dass wir in breiten Bevölkerungsschichten das Kulturgutwein trotzdem irgendwie bewirbt und vertraut macht die Bevölkerung, vor allem die jungen Leute auch.

00:34:34: Aber im positiven Sinne nicht mit Besäufnissen sondern halt mit Kulturellen, mit Feindinning und was da alles dazugehört.

00:34:45: Glaubst du wenn ich es als Familienbetrieb mich ausrichten möchte?

00:34:49: Und sage okay ich kann nicht in die Größe, in die Masse gehen Ich werde nicht der Supermarkt-Vertriebskanal Produzent sein.

00:34:57: Was bedeutet das dann für einen jungen Winzer, der bei euch bei der Tür hinausgeht und an daheim anfängt?

00:35:04: Was gibt es ihr denn mit Schauer?

00:35:06: Was musst du tun können damit du eine große Chance hast in den fünfundzwanzig Jahren auch noch ein erfolgreicher Familienweinbaubetrieb zu sein.

00:35:15: Ich habe ein Rezept ihm mitzugeben, würde nicht reichen.

00:35:21: Er muss sich auseinandersetzen mit dem Betrieb, den er zu führen hat.

00:35:24: Muss schauen ob er authentische Weine macht.

00:35:26: Das heißt die seinem Naturell entsprechen.

00:35:29: Man kann auch sein eigenes naturell verhindern, ist keine Frage aber im Endeffekt muss er hier stimmig sein.

00:35:37: für den Konsumenten dann ist das schon nochmal der erste Ansatzpunkt.

00:35:40: Er kann und soll alle Arbeitsläufe auch hinterfragen wo muss er noch bessern?

00:35:46: Wo hat er vielleicht keine gute Situation?

00:35:50: und sich dann halt so aufzustellen dass er einerseits

00:35:54: doch

00:35:55: gut und einfach produzieren kann und dass er auch in der Vermarktung reusieren.

00:36:01: Kommunikation ist da ein wichtiger Punkt, das hat sich sehr weit vorgenommen.

00:36:05: Ist heute ganz wesentlicher Punkt auch egal wie ich zum Konsumenten komme aber ich muss ihn erreichen.

00:36:14: Wie geht es dir mit diesen Großbetrieben die wir auch europaweit sehen?

00:36:18: Mit Robotik und mit vollautonomer automatischer Ernte usw.. Siehst du, einfach ja ist ihm so oder?

00:36:29: Naja ich würde sagen wenn es gut funktioniert bin ich eh happy.

00:36:33: Es ist nicht so dass das alles schon ausgedüftelt und fertig und wirklich einsatzfähig ist ohne nachzudenken.

00:36:41: Das heißt es ist immer noch auch für den einzelnen Betrieb dann notwendige Adaptierungen vorzunehmen.

00:36:46: Ja

00:36:48: was ich halt so viel in Kopf habe ist... ...es gibt viele Regionen in Österreich wo ich mir Das mit Robotik sehr, wenn ich an die Macau denke.

00:36:56: Wenn ich an den Steillagen in der Steuermarkt denke zum Beispiel wo immer es sehr schwer vorstellen kann auf diesen kleinen Rieden die teilweise noch nur so ein und aufgeflickt sind in die Berge.

00:37:06: Das wird aber die Betriebe ohnehin nicht betreffen weil die müssen die Individualisierung gehen und sie gehen sie auch das heißt die haben ja auch in ihren Statuten festgeschrieben Handlese usw.

00:37:19: einfach so spielen, dass sie über den Preis ihre Leistungen abgegolten bekommen.

00:37:23: Das heißt

00:37:24: wir werden ja zwei Geschichten schreiben in Zukunft also es wird sich

00:37:27: differenzieren?

00:37:28: Mehr viele Geschichten!

00:37:29: Aber

00:37:30: zwar grundsätzlich schon

00:37:33: und natürlich die ganz großen brauchen die Ebenenflächen, die vollautomatisierbaren Flächen wo dann vielleicht Handarbeit fast nicht mehr stattfinden.

00:37:44: Du hast am Anfang gesagt, du bist ein Optimist.

00:37:47: Schau mal, wie grundsätzlich sagst du österreichischer Weinbau hat Zukunft?

00:37:52: Wir begleiten euch gemeinsam an.

00:37:56: Ich

00:37:57: denke wir sind ja hier als Forscher eben nur begleitende Personen.

00:38:03: aber im Endeffekt denke ich das Wein in Österreich so tief verburzelt ist und eine Wertschätzung empfängt dass ich mir schwer vorstellen kann, dass der Markt jetzt komplett zusammenbrecht.

00:38:17: Also das ist nicht vorstellbar.

00:38:19: sicher wird es Schwankungen geben die hat sie immer gegeben und ich denke man wird auch darauf reagieren.

00:38:26: das produzieren was die Konsumenten wollen.

00:38:29: wir sind doch nicht schlecht im Export mittlerweile wieder aufgestellt das heißt die Ware die man exportieren kann den plasteten österreichischen Markt

00:38:39: Und wir haben auch eine Kultur im Hintergrund.

00:38:42: Wenn ich jetzt darüber spreche, dass in Europa in manchen Regionen vielleicht bei Einbau kommen wird... ...wenn ich mir die Wachauer anschaue was da geschichtlich dahinter steht und das macht ja auch etwas mit dem der es produziert oder auch mit den Konsumenten und und und um das mit zu verkaufen zu können.

00:38:59: Das ist ja riesen Wert oder?

00:39:01: Keine

00:39:02: Frage Gottwein und Tourismus hat ja eine enge Koppelung mit Landschaft und so weiter.

00:39:09: Wichtig ist auch, dass man das transportieren kann und den Konsumenten dann näher bringt.

00:39:13: Es ist natürlich sehr schwierig wenn irgendwo im Lebensmittel-Einzelhandel in Deutschland eine Flasche gekauft wird, dann kann ja das Kulturgut halt nur bedingt bewerben.

00:39:27: Wenn du jetzt zum Schluss für letzte Frage den Hörerinnen und Hörern etwas mitgeben möchtest was wäre das im Zusammenhang?

00:39:34: Klimawandel, Weinbauer Österreich?

00:39:36: Ja ich denke dass der Klimawandel für ein Weinbau eine ordentliche Herausforderung ist.

00:39:41: Wir sind es aber gewohnt im Weinbaurausforderungen zu haben.

00:39:44: wir haben die Reblas gemeistert und die echten falschen Melder gemeisterd.

00:39:47: also es wird Mittel-und Wege geben das zu überwinden den Weinbar zu stabilisieren.

00:39:54: einfacher wird er sicher nicht werden.

00:39:58: Gut ich danke dir vielmals für deine Beantwortung meiner Fragen dass du für den Podcast zur Verfügung gestanden bist, möchte ich euch für eure Forschung weiterhin alles Gute wünschen und auch für ihre Beratung und Bildung sehr wertvoll in Österreich.

00:40:13: Und bei Ihnen zu Hause bedanke ich mich fürs Zuhören!

00:40:17: Wir würden uns freuen wenn Sie unseren Podcast teilen.

00:40:19: wir haben schon sehr viele interessante Folgen, ein Graseins Wissenkompakt der HBLE Fahrrad bei Gumpenstein.

00:40:24: auf Wiedersehen und auf Wiederhören.

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