Folge 4 Klimawandel - Futterreserven - Futtermangel, Futtermangel mit Vorräten und Verlustreduktion begegnen
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00:00:09: Ein herzliches Grüß Gott zu unserem Podcast AgrarScience Wissenkompakt der HB Le Fara und bei Gumpenstein.
00:00:15: In unserer Serie Klimawandel was tun, möchten wir uns heute mit der Reservewirtschaft und auch mit ungenutzten Potenzialen in der Grundfutterbereitung und Konservierung beschäftigen.
00:00:26: Ich freue mich
00:00:27: dass ich dazu mit Ingenieur Reinhard Resch sprechen kann.
00:00:30: Reinhart arbeitet an der Hb Le Fara und bei gumpenstein im Referat Futterkonservierung und Futterbewertung Und er ist unser Spezialist, wenn es um das Thema Futterqualität geht.
00:00:41: Reinhard, herzlich willkommen zum Podcast!
00:00:43: Freut mich sehr!
00:00:44: Grüß dich!
00:00:45: Reinhart.
00:00:46: wir müssen davon ausgehen dass die jährlichen Grundfuttererträge in Zukunft deutlich schwanken werden.
00:00:53: Es wird daher zunehmend wichtig werden überjährig zu denken mehrjährig auch am landwirtschaftlichen Betrieb zu denken und gewisse Vorräte an Betrieb zu haben, vorzubereiten diese Gut zu konservieren.
00:01:09: Und meine erste Frage die ich an dich stellen möchte ist wo liegt eigentlich die Mindesthaltbarkeitsdauer von Heu und von Szilasche?
00:01:19: Ja man darf sich das nicht so vorstellen wie wenn mein Kaufgeschäft geht und dass das MHD Datum auch von Wilkbackel sieht.
00:01:28: Man könnte sagen es gibt eine Empfehlung eine Silasche oder ein heuer Innerhalb von einem Jahr nach der Produktion wieder verbraucht sein sollte.
00:01:39: Das wäre eigentlich die Regel, aber wenn ein Futter gut konserviert wurde kann es durchaus jahrelang halten ohne sehr große qualitative Verluste zu erhalten.
00:01:56: Wenn wir jetzt über die Verlust reden, die bei der Lagerung ja passieren.
00:02:00: Welche Nährstoffe betrifft das eigentlich?
00:02:04: Das betriffe vorwiegend leicht löslichere Nährstoffverbindungen, wie Zucker zum Beispiel.
00:02:12: Das geht dann direkt in die energetischen Verluste rein.
00:02:16: Es können natürlich auch in gewissem Maß Mineralstoffe leicht verloren gehen.
00:02:25: Eher durch Bröckling wahrscheinlich oder?
00:02:26: Ja,
00:02:26: durch Bräckling genau!
00:02:28: und andererseits auch Eiweiß kann abgebaut werden, das eher in Silaschen.
00:02:35: Und dadurch mindert sich natürlich etwas die Qualität.
00:02:39: Vitamine wären wahrscheinlich auch ein Thema?
00:02:41: Wenn man einen Karotin denkt... Vitamine,
00:02:44: das kennt man auf dem Heuer an der Farbe.
00:02:47: Peter Karotten macht ... Beim Heu, die auch durchaus diese grüne Farbe aus und wenn das ausbleicht und bräunt dann ist durch den Farbverlust auch mehr
00:02:57: sichtlich
00:02:58: dass Vitamine verloren gehen.
00:03:01: Wie
00:03:02: ist es mit dem Geschmack?
00:03:06: Naja... Auch wiederum ein Punkt wo man durchaus beim Heu einen Aroma Verlust feststellen kann so dieser typische angenehme Heugeruch der nach ein paar Wochen sich vor allem sehr intensiv einstellen kann, der schwindet natürlich mit der Zeit.
00:03:25: Durch die Lagerung und den Kontakt mit Luft- und Lichtteilweise werden diese Aromastoffe weniger.
00:03:34: Ist es jetzt so dass du sagen würdest das Heu baut sich stärker ab wie die Grasilage oder kann man das generell so nicht sagen?
00:03:45: Na oberflächlich hat man wahrscheinlich schon den Eindruck, dass beim Heu vielleicht vor allem wenn es teilweise auch dem Sonnenlicht ausgesetzt ist stärker am Heustuck an der Oberfläche sich verändert gegenüber einer Silage.
00:04:00: Die Silage wird ja bei längerer Lagerung trotzdem durch eine Folie geschützt und da merkt man das nicht so sehr.
00:04:09: Okay okay, da sind wir schon bei der Lagerungen ein bisschen.
00:04:14: Wie lagere ich optimal?
00:04:16: heu, damit ich es überjährig habe?
00:04:19: Wenn ich sage okay, wie viel Prozent soll man in etwa auch anlegen als Betrieb.
00:04:24: Was wäre so ein Ziel wert aus deiner Sicht?
00:04:27: Naja wenn wir jetzt an Futterknappheit die durch Klimafolgen bedingt ist denkt das für den Betrieb durchaus eine gewaltige Herausforderung sein kann möchte man natürlich Anlage von Vorräten in einem günstigen Futterjahr etwa zwanzig Prozent an Reserven auf die Seite legen, damit man ist ja jetzt ungefähr zwei bis drei Monate Futterreserven zur Verfügung hat.
00:04:57: Weil wenn das Futter im Winter jetzt ausgeht Richtung Frühling dann wäre es gut wenn ich jetzt aus den Reserfen zwei bis ohne Futter zu kaufen.
00:05:08: Aber
00:05:08: es wird wahrscheinlich schon Sinn machen, das ist sozusagen die Reserven, die ich heuer anlege dann spätestens übernächste Jahr verbraucht habe und wieder neue Reserben anlegen.
00:05:17: Das heißt, ich mache nicht eine Reserve für zehn Jahre?
00:05:20: Nein, nein!
00:05:22: Das stimmt total so lange Zeit, wo ich mir natürlich ein Futterlager aufstocken.
00:05:29: Man braucht natürlich auch einen Platz für die Futterlagerung und es ist für den Betrieb sicherlich nicht immer ganz so einfach, vor allem wenn's ums Heu geht.
00:05:39: da braucht man entweder überdachte Lager oder sehr gut abgedeckte Lager mit Kompostfließ zum Beispiel.
00:05:45: das funktioniert auch okay.
00:05:48: aber ich für meinen dafür in zwei Jahren sollten eigentlich die Lagervorräte wieder in den Fütterungsrhythmus hinein kommen, damit es nicht jahrelang liegt irgendwo auf Ballen lagern und so.
00:06:08: Es sind trotzdem gewisse Verluste an Qualität
00:06:11: bemerkbar.".
00:06:12: Das heißt wenn ich im Herbst sehe dass ich jetzt ausreichend Futter habe für den kommenden Winter dann werde vorgelagerte Futter des Vorjahres als erstes vielleicht auch wieder verwenden und einsetzen damit die sozusagen das nicht überjährige Lagere lagen
00:06:30: muss, genau.
00:06:30: Ja richtig!
00:06:31: Das betrifft bei den Silaschen.
00:06:34: man kann sie zum Beispiel vorstellen man hat einen sehr guten Maisertrag gehabt und es bleibt vom Maissilo noch ein Rest im Fahrsilo zum Beispiel über.
00:06:45: Was heißt
00:06:45: das Technisch dann?
00:06:47: Das ist durchaus für den Betrieb eine Herausforderung, dass er diesen alten Futterstock so integriert als erstes praktisch verfüttert wird.
00:07:00: Ideal sind natürliche Silos die von beiden Seiten angefahren werden können.
00:07:07: um die Entnahme auf der anderen Seite zu beginnen
00:07:10: kann man eigentlich so ein Maiselascher zweites Mal silieren, also ihr könnt es ja in Ballen pressen lassen und mir diese Ballensatzung ich erkenne.
00:07:19: Ihr habt genug Futter heuer und hebt mal das gleich auf für den Herbst?
00:07:23: Ja
00:07:23: das funktioniert durchaus!
00:07:25: Man darf nur nicht dem Zeitraum der Öffnung zu lange sozusagen hinaus zögern, dass die Anschnittfläche wo Luft dran kommt jetzt da gelangen wärme und tempere und feuchtigkeit ausgesetzt ist.
00:07:43: Weil dann sind diese Schichten teilweise schon gefährdet in Richtung Verderb.
00:07:50: Wenn ich jetzt mit über Silage Reserven spreche Später geerntete Silage, die man überjährig lagern soll oder ist es die Top-Qualität, die ich dann als Reserve mir behalte?
00:08:08: Man kann ja überständiges Futter sozusagen silieren.
00:08:11: Oder auch eher jung geerntetes ... Was wäre das Bessere für eine überjährige Lagerung?
00:08:19: Ja, das ist für den Betrieb natürlich eine interessante Frage!
00:08:23: Man wird sicherlich als Betriebsleiter jetzt nicht ausschließlich Top-Qualitäten ins Lager geben, weil wir ja auch zu Zeiten wo die Tiere in einem intensiven Laktationsstadium stehen, die auch entsprechend bedarfsgericht aus dem Grundfutter versorgen möchte.
00:08:43: Es kann sein dass ein Teil von solchen sehr guten Futterkonserven ins lager geht
00:08:50: okay.
00:08:51: aber ich sage wenn man eher durchschnittliche Qualitäten hat dann ist das für eine Phase der Futterknappheit sicherlich auch vernünftig, sage ich mal.
00:09:04: Nicht nur das Allerbeste aufs Lager zu gehen weil es gibt ja dort auch Verluste!
00:09:09: Und wenn ich jetzt Zillage vorbereite für eine längere Lagerung und bei der Ernte das schon mir vornehme, würdest du die eher feuchter Silieren oder trockener Silieren um sie überjährig zu lagern?
00:09:22: Auch wiederum eine nicht ganz so einfache Frage, weil feuchte Silaschen neigend dazu ist stärker zu fermentieren und weisen in der Regel den denziell eher schlichtere Qualitäten auf als im richtigen Ausmaß angewählte Silaschentorenen vor dreißig bis vierzig Prozent Druckermasse.
00:09:43: Also
00:09:44: das Einhalten dieser Silascheregel sind jedenfalls ganz fundamental wichtige Sachen, weil wenn etwas verdorben ist oder für Bakterien drinnen sind, die wir eigentlich nicht haben wollen.
00:09:55: Dann potenziert sie das natürlich mit der Lagerdauer wahrscheinlich oder?
00:09:58: Na klar!
00:09:59: Man muss sich das so vorstellen wenn man jetzt eine Konservierung durch Mikroorganismen in diesem Fall erledigt hat über Brasilierungen erreicht man nach ein paar Wochen ein gewisses stabiles Niveau aber in Wahrheit hört die Mikrobiologie die da drin stabilisiert hat in der Lagerphase nicht wirklich hundertprozentig auf mit ihren Aktivitäten.
00:10:24: Also das sind kleine Verbrauchstendenzen natürlich immer zu beachten.
00:10:31: und wenn man jetzt eine Entschuldigung, wenn man ein sehr trockenes Futter bei der Silage hat funktioniert es schon auch mit der Überlagerung.
00:10:40: Das nennt man dann Heulage.
00:10:45: Hätte vielleicht den Vorteil dass man sagt konserviert man weniger Wasser.
00:10:51: Man kann mehr trockene Masse in einer kleineren Kupatur lagern, das ist durchaus interessant genauso wie bei Allballen.
00:10:59: aber man hat eine wichtige Aufgabe zu erfüllen und das ist das Silo-Controlling.
00:11:06: Das heißt es darf so ein Silo Ball den man mit so einem trockenen Futter jetzt konservieren hat.
00:11:14: da darf kein Loch in die Folie reinkommen weil das ist dann fatal.
00:11:18: Da fangen die gleich zum Schimmeln an.
00:11:20: Das wäre schlecht!
00:11:21: Okay, okay... Jetzt bin ich bei einer Frage stecken geblieben.
00:11:27: wenn man jetzt Zilloballen konserviert hat wo sollen die liegen?
00:11:34: am Betrieb?
00:11:35: Wie auf was muss sie schauen?
00:11:37: Gibt es einen Temperaturen-Einfluss?
00:11:38: gibt's ein Sonnen-Einfluss?
00:11:41: Wo würdest du dich hinlagern als Bauer oder Bäuerin?
00:11:45: Es gibt keine Vorschriften in dem Sinn wie ein Ballenlager streng genommen auszusehen hat.
00:11:56: Die einzige Vorschrift ist, dass sie nicht im Fließgewässern oder Stehendengewässer gelagert werden sollte diese Lage aufgrund von Grundwasserschutz.
00:12:06: Ein Ballenlager soll so angeordnet sein, dass es nicht der direkten Sonneninstallung unbedingt ausgesetzt sein soll.
00:12:13: Weil man muss sich vorstellen in den Folien sind UV-Stabilisatoren enthalten.
00:12:18: die schützen die Folie ungefähr ein Jahr lang vor der Zersetzung durch das Sonnenlicht.
00:12:26: Die UV ist durchaus aggressiv und man kennt das vielleicht von anderen Folien die längere Zeit an der Sonne liegen, die werden kaputt, die.
00:12:35: Es ist ein Grund, weil der UV-Stabilisator sich abbaut.
00:12:39: Wie schaut es mit den Mikroben aus, die drinnen sind?
00:12:42: Und wenn's wärmer wird, könnte man ja glauben, dass das vielleicht dann wieder anfängt zum stärker fermentieren und arbeiten in
00:12:50: der Sonne.
00:12:51: Das betrifft eher solche Silaschen, die man im Herbst z.B.
00:12:56: insiliert, wo es schon zu kalt war und kein richtiger Silirprozess stattgefunden hat... Das kann durchaus sein im Feuer, wenn es wieder warm wird dass die dann zu fermentieren beginnen.
00:13:09: Aber was die Lagerung betrifft auf deine Frage zurückzukommen von vorher ist entscheidend praktisch die Folie vor Licht zu schützen.
00:13:21: also man könnte diese Folienlager oder das Ballenlager auch abdecken mit einer mehr oder weniger lichtundurchlässigen mit einem Fließ oder auch mit einem Schutzgitter, das würde ich schon eindämmen.
00:13:37: Man könnte es in eine überdachte Lagerhalle einbringen.
00:13:43: Das wäre die andere Option was auch wichtig ist.
00:13:47: Nämmer Misthafen oder nämmer Güllelager würde ich die Ballen nicht ablegen weil durch Ammoniakabgasung von diesen Düngerstätten auch ein gewisser Abbau von diesen Schutzstabilisatoren erfolgt und dann wird die Folie ganz einfach früher nicht mehr den luftdichten Anforderungen
00:14:07: entsprechen.
00:14:09: Wir haben viele Ballen gesprochen, Heubballen, Silo-Ballen.
00:14:13: also offensichtlich ist es so.
00:14:14: wenn man überjährig denkt ist die Ballenkonservierung oder die Lagerung als Ballen eine gute Option?
00:14:23: Man muss auch an die Kosten denken.
00:14:25: Wenn ich jetzt ein fixe Anlagen brauche für Bevorratung, ist es für den Landwirt eine Kostenfrage.
00:14:34: Und wenn man flexible Systeme hat wie einen Rundballen oder Quaderballen in dem Fall... Es gibt auch andere Systeme die in Schlauchform Vorräte anlegen können das Dunkelsilage-System zum Beispiel.
00:14:51: da ist man flexibel.
00:14:52: Dann braucht man nur befestigte Untergründe und man kann praktisch das Ballenlager auf so eine Fläche dann ansetzen.
00:15:01: Okay, wenn ich jetzt sozusagen meinen Stahl-Hoi-Stall-Hoystadel gefüllt habe es kommt die neue Ernte und ja was Ältere ist noch zur Verfügung vom Vorjahr?
00:15:12: Es bleibt mal etwas über.
00:15:14: Was
00:15:16: lager ich da um?
00:15:17: Du hast andere drauf.
00:15:18: oder wie geh ich hier technisch um am Betrieb?
00:15:23: Naja, beim Heulager ist es natürlich auch vernünftig wenn man das alte Heu, dass jetzt auf dem Heustock da ist nicht jetzt das neue sozusagen komplett blockiert.
00:15:39: Eine Möglichkeit die sich hier auf Betrieben durchaus erwähnen lässt werden sogenannte Stockpressen wo am Betrieb eine mobile Einheit hinkommt Und der Betriebsleiter kann mit dem Heugran aus dem alten Heustock das Heu in die Presse reingeben.
00:16:01: Da werden Ballen erzeugt, praktisch raus und die kann man dann als Vorrat entweder in ein Außenlager geben oder in einem Bereich, wo eben die neue Heumenge, die geerntet wird, nicht blockiert.
00:16:18: Wenn ich jetzt natürlich so überjähriges Futter dann in der Ration einbaue?
00:16:22: muss ihr das natürlich in der Rationsgestaltung ein bisschen berücksichtigen oder?
00:16:25: Dass Vitamine etwas abgebaut sind, dass die Energiekonzentration vielleicht ein bisschen tiefer ist.
00:16:32: Die Schmackhaftigkeit ein wenig tiefer.
00:16:34: Wo sind deine Tipps in der Fütterung dann mit diesem Futter?
00:16:39: Es kommt natürlich darauf an wie ... Die Tiere jetzt auf solche überlagerten Futterkonserven tatsächlich reagieren von der Futter-Azeptanz her und vom Futteraufnahme.
00:16:51: Wenn man merkt, dass das nicht mehr so attraktiv ist dann hätten wir einerseits die Möglichkeit sofort mit dem besseren frischen Futter sozusagen verschließen.
00:17:04: Das wäre eine gute Option in meiner Ansicht nach.
00:17:09: Auf der anderen Seite Wäre es natürlich vernünftig, eine Futteranalyse möglicherweise anzustellen um auch die Diskrepanz zu sehen?
00:17:20: Ist ihr tatsächlich weniger Energie vorhanden um in der Rationsgestaltung entsprechend berechnet zu können.
00:17:26: Das
00:17:26: heißt es macht dann Sinn schon Nährstoffanalysen zu haben und Rationsplanung mit Programmen zu arbeiten und sozusagen die Nährstoffe abzupuffern die empfehlen und zu ergänzen.
00:17:37: dann systematisch
00:17:39: Ja würde ich schon meinen Weil es ist ganz einfach ein Teil des wirtschaftlichen Erfolges, wenn man an die Futteraufnahme denkt.
00:17:47: Dass die Nutztiere gut ausgefüttert sind und versorgt sind und entsprechend auch mit einer guten Tiergesundheit darauf reagieren.
00:17:58: Und das sehen wir nicht unbedingt jetzt so auf die leichte Schulter nehmen.
00:18:05: Wenn man ältere Futtermittel hat, können sie durchaus zum Beispiel auch in der Futterhygiene schon einen leichten Knacks haben.
00:18:13: Und Ermischung würde ich sagen, ist ratenswert.
00:18:20: Wenn man das nicht kann... Also wenn Futter schon total aus ist durch Futterknappheit und man muss wirklich auf ältere Futterreserven vielleicht auch auf weniger gute Qualitäten zurückgreifen.
00:18:32: zu einem Notfutterfasten möchte ich sagen.
00:18:35: Da wird es dann umso spannender möglicherweise auch mit gewissen Anreizen des Futter aufzupäppen, damit das Futter dann trotzdem aufgenommen wird und eine gewisse Attraktivität hat.
00:18:54: Jetzt haben wir viel über das überjährige Lager angesprochen.
00:18:57: Du hast gesagt zehn, zwanzig Prozent wäre es super wenn man das als Betrieb jedes Jahr hätte.
00:19:02: an Reserve.
00:19:04: jetzt da kann ich natürlich sagen wo soll ich die Reserven hernehmen?
00:19:09: und du sagst immer viele Betriebe haben riesiges Reservepotenzial in der Futterwerbung weil sich hier ganz fisch verspielen an Qualität, an Menge auch.
00:19:22: Wie hoch sind so die Futterverluste bei hohem Werbung?
00:19:27: Bei der Silasche Werbung bei optimaler Variante oder wenn es man nicht so gut gelingt oder wenn ihr das nicht gut umsetzt In welchem Bereich bewege ich mich da?
00:19:36: bei fünf Prozent, drei Prozent, zehn?
00:19:40: Die Frage ist wirklich meiner Meinung nach essenziell.
00:19:44: Aber in der Praxis sehr schwer zu beantworten weil es kaum Aufzeichnungen gibt über die Futterströme.
00:19:51: Die wenigsten Bauern haben die Möglichkeit über Brückenwaage zu fahren und Erntemengen zu erfassen.
00:19:58: Da fängt das schon an Und auch nicht was letzten Endes das Tier dann aufnimmt.
00:20:06: Heute sind Futtermischwagen schon eine gewisse Hilfe, weil hier Gewichte die eingefüttert werden bekannt sind.
00:20:14: Aber man muss sich die Arbeit natürlich auch antun und diese Verluste...
00:20:21: ...hast du gemacht im Versuch?
00:20:23: Ja in Forschungseinrichtungen wurden natürlich Grundlagen über Futterverluste erarbeitet Und hier sind einige Punkte zu erwähnen, die wesentlich sind für das Auftreten von Verlusten.
00:20:35: Wir haben einerseits Feldverluste.
00:20:37: Das heißt beim Nähen?
00:20:39: Beim
00:20:39: Schwaden?
00:20:40: Im Bereich des Erntevorgangs.
00:20:43: Man kann sich vorstellen dass hier einerseits Wetterbedingungen eine wichtige Rolle spielen.
00:20:49: je nachdem ob es jetzt sehr feucht ist oder trocken ist hat man unterschiedliche Trocknungs Zeiten auf dem Feld, wenn man will ja bestimmte Druckermasse erreichen.
00:21:00: Egal ob das jetzt eine Silage ist oder bei der Heuerwerbung
00:21:04: und
00:21:05: ihr Druckener des Futter wird umso mehr neigen die Blätter von Pflanzen dazu sehr trocken zu werden und abzubröckeln.
00:21:14: Und da in den Blättern sind die Hauptnährstoffe
00:21:16: drin?
00:21:16: Das sind die wichtigen leicht löslichen guten Nährstoffen und auch Mineralstoffe enthalten.
00:21:21: und wenn wir die am Feld liegen lassen...
00:21:23: Was kann ich tun?
00:21:24: ist es natürlich
00:21:27: entscheidend,
00:21:27: dass man eine gute Technik zur Verfügung hat.
00:21:31: Oder den Oberfreundlost mit den
00:21:33: Händern?
00:21:34: Möglicherweise mit geringerer Fahrgeschwindigkeit die Drehzahl von Arbeitswerkzeugen.
00:21:40: Denk mal an den Kreisler oder an den Schwartrechen das dir nicht mit dem Turo gefahren werden sondern wirklich schonend.
00:21:50: Kann man sagen je trocken oder das Futter ist, umso empfindlicher wird es bei Behandlungsschritten dann?
00:21:57: Ja richtig.
00:21:59: Am stärksten betroffen ist natürlich ein bodengetrocknetes Heu, das rein durch die Sonnenenergie getrocknet werden ohne
00:22:06: Zeitraum
00:22:07: und unterdacht durch Belüftung.
00:22:09: und hier treten wenn man späte Griffe der Futterbearbeitung wie Kreiseln z.B.
00:22:16: jetzt setzt bei sehr drucken Futter, da entstehen natürlich große Verluste.
00:22:21: Also das sind wir dann bei zehn-fünfzehn Prozent?
00:22:24: Das geht teilweise deutlich hinauf!
00:22:28: Wir können jetzt rechnen wenn wir eine sehr kurze Feldliegezeit haben von einem Tag, dann haben wir vielleicht weniger als drei Prozent Feldverluste, wenn auch die Erntetechnik sehr gut eingestellt ist, dass keine Rechverluste da sind und nur minimale Bröckel-Verluste.
00:22:47: Dann bin ich bei drei fünf Prozent so
00:22:49: tief?
00:22:49: Ja genau!
00:22:50: Und wenn das nicht optimal nachgehen
00:22:51: wird... Haben wir jetzt längere Feldgezeiten also von vier Tagen oder mehr dann können die Verluste schon über zehn Prozent hinauf gehen.
00:22:59: Jetzt sagen wir erst bei der Ernte mit dem Ladewagen oder mit der Ballenpresse und dann passiert ja noch einiges,
00:23:05: Natürlich, also wenn wir jetzt das Silierprozess hernehmen dann macht die Fermentation eine deutliche Veränderung der stofflichen Zusammensetzung.
00:23:14: Leichte Zuckerverbindungen werden fermentiert durch Milchsäurebakterien und werden umgewandelt in ein konservierende Säure.
00:23:23: Der BH-Wert wird heruntergesetzt und stabilisiert das ganze.
00:23:27: Das kennt man ja vom Sauerkrauten zum Beispiel.
00:23:29: Also Menschen sind fermentierte Futter mit oder Lebensmittel auch nicht Unbekannt.
00:23:36: Das Prinzip ist das gleiche, aber bei diesem Prozess verändern sich durch diese stofflichen Prozesse.
00:23:45: natürlich gibt es hier Verluste weil es entsteht CO-Zweih zum Beispiel und sie sind durchaus ein Teil der Druckermasse.
00:23:54: Diese Verlusten sind unvermeidbar.
00:23:57: da haben wir durchaus zwei bis drei Prozent bei einer guten Silierung.
00:24:00: Ist die Silierung jetzt schlecht, dass diese Arsche stinkt nach Buttersäure zum Beispiel?
00:24:05: Oder es findet ein Eiweißartbaustadt.
00:24:09: Dann haben wir Verluste, die über zehn Prozent hinaufgehen an der trockenen Masse.
00:24:14: Besser unterschlimm ist bei der Silierung wenn sie nass siliert wird also man kann sich vorstellen auf frisches Siliertes Futter.
00:24:22: das lässt während der Silierung wasserfrei Prozesswasser.
00:24:26: das nennt man Sikersaft Und dieser Sikersaft hat eine ähnliche Zusammensetzung wie eine Gülle.
00:24:33: Also durchaus auch ein Stickstoff und wertvolle Nährstoffe drinnen, die gehen verloren.
00:24:38: Da haben wir dann Verluste, je feuchter versilieren umso höher gehen sie hinauf bis über zwanzig Prozent der Druckermasse, die einsilliert wurde.
00:24:47: Das ist schon massiv!
00:24:49: Das sind jetzt fünf plus zwanziger schon auf fünfundzwanzig Prozent,
00:24:53: die wir gerne
00:24:53: hätten oder wenn wir es gut machen würden wahrscheinlich hätten?
00:24:58: Es
00:24:58: gibt Untersuchungen von der bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft, die an großen Silo-Einheiten, also an Fahrsilos durchgeführt wurden vor Jahren und da ist rausgekommen.
00:25:10: Wenn man Weltverluste, Silierverluste, Lagerverluster und Vorlageverlüste zusammenrechnet dann kann das durchaus dreißig Prozent
00:25:19: ausmachen.
00:25:20: Können wir als eigenen Untersuchungen rauchbestätigen?
00:25:23: Man unterschätzt auf diese Kaskade an Verlusten.
00:25:27: Und bedingt man jetzt, man hat eine vierschnittige Wiese die hätte angenommen aus Erfahrungen unserer Arbeit heraus einen durchschnittlichen Ertrag von acht Tausend Kilogramm.
00:25:39: Trockenmasse
00:25:40: pro Jahr?
00:25:41: Und ich müsste dann dreißig Prozent abziehen.
00:25:45: Das wären zwei tausend vierhundert Kilo weniger!
00:25:48: an Ertrag.
00:25:49: Und meiner Meinung nach ist es ein schoner wichtiger Ansatzpunkt, diese vermeidbaren Verluste sich genauer anzusehen ob hier am Betrieb Potenziale bestehend durch besser eingesetzte technische Verfahren die Verluster zu senken.
00:26:06: Jedes Killer das wir sozusagen an Verlusten vermeiden kommt letztendlich bei den Tieren an und hilft uns dann auch in Phasen von Futterknappheit leichter über den Berg.
00:26:21: Okay,
00:26:22: jetzt
00:26:23: komme ich schon zum Schluss wenn ich jetzt der Grundfutter zukaufe von anderen Betrieben in einer Situation wo es knapp ist.
00:26:32: sie bin in einer Region wo relativ wenig Futterverhalten ist weil sie eben nicht geregnet hat über längere Zeiträume und du hast uns hier ein Futterbrom mitgenommen auf was man sich da achten wenn ich zu kaufe.
00:26:45: das haben wir Beispiel heue Ein etwas ausgeplechtes Heu würde ich jetzt einmal sagen, etwas spät geerntet.
00:26:52: Das wird wahrscheinlich ein zweiter dritter Schnitt sein oder eine heue Top-Qualität.
00:26:58: Vielleicht kannst du uns dazu ein bisschen was sagen.
00:26:59: auf
00:27:00: was
00:27:00: achte ich beim Zughauf?
00:27:04: Bei Silage oder bei Heu?
00:27:06: Natürlich ist der Anspruch wenn man jetzt Futtermittel zukauft, prinzipiell so dass man versuchen möchte einen guten Preis zu erzielen, preiswert
00:27:16: zu kaufen
00:27:19: und vielleicht auch qualitativ Schagen zu bekommen wo man sagt ja da bin ich einigermaßen zufrieden damit.
00:27:28: Leider ist es in der Realität aber so wenn Futterknappheit besteht das sind die Märkte gleich leer gekauft und da geht's halt schon eher dann in die Richtung dass man sagt die Auswahl ist sehr eingeschränkt.
00:27:44: Okay.
00:27:47: Ich kann mich erinnern an das Jahr, dass sicherlich eines der extremsten Trockenjahre auch in unserer meteorologischen Messgeschichte herausgestochen hat.
00:27:57: Da war es wirklich so.
00:27:59: die Betriebe haben Reihenweise mit diesen Futterknappheiten zu tun gehabt weniger Erfahrung damit im Vorfeld und waren gezwungen entweder abzustocken vom Tierbestand her Das ist natürlich eine schlimme Sache Weil sie kein Futter teilweise bekommen haben oder sehr minderwertiges Material, mussten Sie zukaufen um immer Notration fahren zu können.
00:28:25: Man muss sich das so vorstellen wirklich sehr alte Qualitäten aus Teilweise aus Bracheflächen von Ländern die jetzt wenig Futternutzung betreiben weil sie vielleicht nicht so viele Tiere haben auf den Flächen.
00:28:40: da werden die bracheflächen abgemäht die sonst umgenutzt bleiben jahrelang und es ist mir vorstellbar, dass die Qualitäten sehr schlecht sind.
00:28:51: D.h.,
00:28:52: da habe ich ein Futter dann mit Leistungspotenzial für fünf
00:28:55: Liter hat?
00:28:56: Sehr geringe Verdaulichkeit und Energie.
00:28:58: das hat so einen Strohhwert möchten wir sagen.
00:29:00: also da ist wirklich nicht viel drinnen.
00:29:03: oft sind diese Partien leider auch von der Futterhygiene auch verpilzt also schimmelig stellen sie auch ein gewisses gesundheitliches Gefährdungspotenzial dar.
00:29:16: Da können Toxine drinnen sein, Giftpflanzen drinnen von solchen Pracheflächen.
00:29:25: Also das ist schon nicht ohne und erhöht natürlich den Grad der Sorge auf den Betrieben die für solche Futtermittel dann auch noch ordentlich in die Geldtasche greifen müssen weil die Preise sind dann in der Regel sehr hoch.
00:29:38: Das heißt einzigültig
00:29:40: muss das erste Ziel sein?
00:29:42: das Potenzial am Hof zuheben.
00:29:46: Also wenn ich alle zwei Jahre zukaufen muss, dann hab' ich in meinem System lieg' ich falsch oder?
00:29:51: Wenn ich jedes zweite Jahr Grundfuttermangel an Betrieb habe... Da
00:29:55: möchte ich eines dazusagen ein Standort angepasst Wirtschaften der Betriebe kennt eigentlich seine Standortpotenziale und auch einen durchschnittlichen Ertrag den er so im Laufe der Jahre in Mittel erzielt, aus meiner Sicht wäre es vernünftig auf dieses Mittel auch seine Tierbesätze auszurichten.
00:30:24: Also nicht höher!
00:30:25: Er soll die Tierbesetze nicht jetzt an Gunstjahren anpassen wo jetzt das Futter gereicht hat weil diese Gunsterjahre sind meiner Meinung nach dazu da dass Futter Vorräte angelegt werden um eben die schlechten Jahre auszugleichen.
00:30:42: Sonst hat man wirklich das Dilemma, dass einfach zu viele Tiere da sind und wenn der Markt keine günstigen Futtermittel hergibt ist es wirtschaftlich gesehen gleich eine Existenzgefährdung für Betriebe.
00:30:55: Wenn mir jetzt die Propto noch mal anschaut warum sagst du dich hat er hohe Qualität was?
00:31:01: Das ist ein deutlicher Sieb.
00:31:02: Zuerst einmal gleich an der Farbe das hier die Vitamine wahrscheinlich noch zu einem guten Teil erhalten sind.
00:31:10: Von der Konservierungsqualität ist die Farbe auch ein Signal, dass das hier ordentlich gearbeitet wurde weil ausgebleichtes Heu ist meistens durch zu hohe Feuchte warm geworden und das fermentiert dann leicht.
00:31:25: man riecht es oft in Form von Tabak sogar Zwar angenehm, die Kühe fressen es gern.
00:31:32: Aber die Energietichte und das Eiweiß werden teilweise festgelegt sind unvertaudlich und da hat man in Endeffekt auch eine schlechte Rekwalle geht.
00:31:42: Natürlich sehen wir hier in so einem sehr jüngeren Material höhere Konzentrationen an Protein, an Energiedichte.
00:31:56: Das riecht natürlich auch sehr angenehm und ist attraktiv für die Tiere, dass es gern gefressen wird.
00:32:03: Natürlich!
00:32:04: Ja das riechts schon weniger.
00:32:06: Es ist zwar jetzt in dem Fall nicht
00:32:08: hygienisch stark
00:32:10: belastet weil wenn's verpilzt wäre dann würde das noch stauben.
00:32:14: Und
00:32:15: das haben wir doch mal genischt.
00:32:16: Ein bisschen staubt schön.
00:32:24: Wenn
00:32:28: du jetzt an Bäuerinnen und Bauern einen Tipp geben würdest im Zusammenspiel Futterreserven, Futterkonservierung.
00:32:34: Was würdest Du ihnen mit auf den Weg gehen?
00:32:41: Die Art und Weise wie man auf dem Standort seine Tiere auf die Pflanzen abstimmt ist sicherlich ein sehr vernünftiger und weitsichtiger Weg dass man dieses Prinzip der Standort angepassten kreislaufbezogenen Wirtschaftsweise lebt und jetzt sich nicht zu sehr vielleicht auf die höchsten Leistungen einschießt.
00:33:12: In meiner Meinung nach sind die Betriebe, die in so einem Feld bewegen gerade bei Futterknappheit dann stärker gefährdet wirtschaftlich deutlicher negativ abzuschneiden als Betriebe, die jetzt in einen eher ausgewogenen Renner
00:33:32: sind.
00:33:32: Also ist es auch hier so?
00:33:33: das Maximum nicht immer das Optimum?
00:33:36: In dem Fall wahrscheinlich nicht!
00:33:38: Okay
00:33:41: gut Dann bedanke ich mich recht herzlich bei dir, dass du mir heute für das Gespräch zur Verfügung gestanden bist.
00:33:47: Ich bedanque mich bei Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit und wir werden uns in weiteren Podcasts dann natürlich auch mit dem Pflanzenbestand beschäftigen – mit den frutter Reserven die wir auf dem Feld produzieren können!
00:34:00: Und dazu lade ich Sie recht herzlich ein und ich wünsche Ihnen alles Gute auf Wiederhören.
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